wolle70: Yamaha Recording Custom Restaurationsorgie oder "Support your local Music Club" (Seite 30)

  • Echt ne geile Idee.
    Die Köpfe kann man ja noch, je nach Musikauswahl, bissel pimpen.
    Schnauzer für Latinzeuch, Nora Kette für.........doofe Musik, und für die Michael Jackson Sachen...da stimmt die Farbe ja eigentlich schon.
    Gruß und Kompliment
    Bruzzi

    Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

  • Und ich Depp hatte beim Begriff "Drumhead" seit 30 Jahren was falsches im Kopp... 8|


    Viele Grüße


    Jens

    Galerie


    Amateure üben solange, bis sie es richtig machen. Profis trainieren solange, bis sie es nicht mehr falsch machen können.

  • Und weiter geht's in der Serie "alles was in den 80ern gut und teuer war"... Heute: Das Sonor Lite. Eigentlich suchte ich nur die Snare. Schon seit Monaten. Ebay, Kleinanzeigen, nix zu machen. Wer eine hat gibt sie nie mehr ab. Wirklich nix? Doch! In den Kleinanzeigen stolperte ich über eine Anzeige mit der inhaltsschwangeren Überschrift "drumset zu verkaufen". Nur für Selbstabholer in Karlsruhe. 320km, ein Katzensprung :-) Ein Lite in Maserbirke. Inkl. Snare, Becken (Sabian AA und Paiste 3000), Hardware und alles in Hardcases. Erstbesitz eines Jazzdrummers. Einmal mit dem Staubwedel drüber, Silikonfett in die Gewinde, neue Pellen drauf (Emperor, damit der Blick auch frei ist für das Innenfurnier :-D ) und fertig ist die Laube. Ein Träumchen in Birke! Quasi mein persönlicher Maibaum.



  • Die (also meine) Frau wünschte sich Live Musik für die Gartenparty. Kann sie haben! So spürt die geballte Power eines 3 Watt Gitarrenstacks, wenn Rods auf eine 10" Firecracker einkrachen, das Pfund einer 18x7er Bassdrum, die 30 Bass Watt und den Druck einer 4Kanal Akku Gesangsanlage. Der Nachbarschaftsklüngel jauchzte vor Glück! Wohl bekomm's... Eine Wohnzimmertour ist in Planung


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    (Sorry für den nicht pressfähigen Kameraton)

  • ...und während in Villarriba noch über das TD-25 diskutiert wird, durfte der Wolle in Villabajo bzw. in Leipzig nach fast 4 Jahren mal wieder einen seiner Oldtimer live spielen: ein 33 Jahre altes SDS5. Es handelt sich hierbei um ein Synth Rock Projekt eines Kumpels. Leider nur ein iPhone Video, dafür aber besser als vefürchtet


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  • Ich hoffe dieser Beitrag ist nicht zu sehr Off Topic, da er nichts mit Schlagzeug zu tun hat, sondern mehr mit meinen Erfahrungen "rund um den Gig", also das unromantische Auf- und Abbauen der Anlage. Seit ich Musik mache träume ich von Roadies und Stagehands. Bislang umsaonst, und so versuche ich die Arbeit durch "Downsizing" auf erträglichem Maß zu halten. Nachdem wir mit den Ramönschen erst die Gartenparty meiner Frau bespaßt haben, ließ der zweite Terassen Gig nicht lange auf sich warten


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    Hinter dem Bassisten, der über (m)einen 30 Watt EBS Bassamp spielt sieht man einen noch morgens von mir im örtlichen Baumarkt gekauften Bollerwagen. Darin hatte ich soweit möglich alles im Nachbarhaus vorverkabelt (wir waren das überraschende Gebutstagsgeschenk). Den Bollerwagen haben wir dann durch den Garten auf die Terrasse gezogen und waren einigermaßen fix spielfertig. Da dachte ich: Mach doch einen 19" Bollerwagen, mit Mischpult drin, Platz für Kabel, Mikrofone, den Bassamp und den Gitarrenamp (ein 2,7kg leichter Roland Micro Cube, ein super "Koffer" für den Gartengig!). Das ganze muss noch einigermaßen leicht sein, in meinen Kleinwagen passen und ausreichend Eingänge haben, damit man ihn im Notfall auch für (etwas) größere Gigs und auch für den Proberaum nehmen kann. Von Casebau hatte ich eh noch keine Ahnung, es wurde also Zeit. Kinder auf Klassenfahrt, schönes Wetter, der Garten wurde zur Werkstadt :-D



    Am Anfang war die Skizze. Gut, dass ich kein Architekt oder Bauzeichner geworden bin




    Das Holz ist 8mm Kieferplatte aus dem Baumarkt. Fragt nicht wieso und weshalb. Hat mir der Mann vom Zuschnitt aufgeschwatzt. Der Hund passt auf, während die Haftgrundierung trocknet




    Da ich Kunstleder oder schwarzen Lack auf Racks hässlich finde, hab ich halt Jeansstoff genommen. Sieht in jedem Fall charmanter aus.




    die Teile werden geleimt und vernagelt. Quasi der Rohbau




    Die Innenseite wird mit schwarzem Lack ausgepinselt. Nicht, weil es so toll aussieht, sondern weil ich mir bessere Haltbarkeit erhoffe (die Hoffnung stirbt zuletzt)




    Langsam wird es interessant. Mein Erstkontakt mit Blindnieten. Ecken und Kanten vom Online Casebau Shop. Wenn die erste Alukante erstmal sitzt, verliert man vor der Nietenzange den Respekt




    Auf jeden Pott 'nen Deckel. Eigentlich wollte ich mir aus reiner Faulheit den Deckel sparen. Aber mein Gewissen meinte, daran dürfe es nicht scheitern. Also nochmal zum Baumarkt, Zuschnitt, Grundierung, etc etc...




    Auch die Verschlüsse sitzen.




    Hurra! Der Deckel passt! Wer hätte das gedacht!




    Da das Rack auch vom Bollerwagengestell herunternehmbar sein soll, etwa zum Transport oder aus Platzgründen auf der Bühne Terrasse, kriegt das Ding Zurrösen und schöne dicke Griffe




    Ach ja, apropos Verkabelung: Da das Rackpult die Anschlüsse auf der Rückseite hat brauche ich Ein Anschlussfeld. Gut, dass ich beim vorletzten Musicstore Flohmarkt dem Helmut Zerlett eine Tüte voll XLR und Klinkenbuchsen abgekauft hab. Und so löte ich Stunde um Stunde...




    "Hochzeit". Das ganze Geraffel verschwindet im Wagen. Alle Anschlüsse testen, die Kabel mit Kabelbindern so gut es geht ordnen




    Und hier der (so gut wie) fertige Wollerwagen. Die beiden Amps finden bequem Platz im Inneren. Es gibt sicher noch das ein oder andere zu optimieren, aber dazu wird der erst einmal in der Live Situation eingesetzt, um Erfahrungen damit zu machen

  • Sehr schick :D
    ich habe mir bei meinem Praktikum beim Schreiner eine ähnliche Kiste gebaut, für mein kleines set (16,12,8). Die hat allerdings nicht so schöne Beschläge an den Seiten. Wo bekommt man die?

  • Nachdem mich schon das Lite Set und die Signature Snare in letzter Zeit zu begeistern wussten hab ich nun bei einem recht günstigen 7-teiligen Phonic Plus Set zugeschlagen. Zum Versenden ist das nix, also nach der Arbeit noch die 250km bis Aschaffenburg gefahren. Optisch waren die 32 Jahre schon deutlich erkennbar: Pittings, die ehemals weiße Hochglanzfolie vergilbt und matt. Aber wie wir wissen hat Sonor während der Horst Link Ära substanziell unzerstörbare Sets gebaut: Daumendicke Buche, richtig Chrom-Speck auf den Hüften. Also noch mal ein bisschen Geld und Politur in die Hand genommen, um diese Vorstufe des heiligen Grals (das wäre dann irgendwann ein Signature Set) wieder zum Leben zu erwecken. Die Fotoimpressionen entstanden über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen. Auch das Folieren wollte ich selbst machen. da ich das a) mal probieren wollte und b) eh plane, dass in 20 Jahren mal furnieren zu lassen :-D



    Die Ausgangslage: Felle müssen obligatorisch gewechselt werden. Bei einem Set diesen Umfangs mal locker 280.-. 2 Doppeltomhalter, Snare- und Hihat-Stativ sind dabei. Und -wie schön- eine 14x8 Snare (D-518 )
    Edit: Die Piccolo Snare auf dem Floortom ist eine Remo Quadura mit Acousticon Kessel. Ich hatte neulich schon einmal eine 14x8 aus demselben Material. Bei beiden Snares haben die Acousticon Kessel der Fellspannung über die Jahre nachgegeben und sind quasi kollabiert. Wenn mir mal ein 14x3,1 Kessel überden Weg läuft mach ich da vielleicht etwas mit. Wahrscheinlicher ist aber ein Verkauf als "Schlacht-Objekt"





    Die wichtigsten Ersatzteile: Folie, Kleber, Felle, Snareteppich. Nicht auf dem Foto: Floortom Füße, Eylets (Luftlöcher)





    Die Beschlagteile eines 7-teiligen Sets: Ca. 100 Böckchen, 200 Schrauben, 100 Stimmschrauben, Rosetten, Badges, Spannreifen....





    Die alte Folie wurde vorsichtig mit einer Heißluftpistole abgezogen. Die Kleberreste wurden mit 120er Sandpapier entfernt





    die alte Folie...





    ...und die neu zugeschnittenen Folienstücke





    Fangen wir für den Fall der Fälle mal lieber mit den kleinsten Trommeln an





    Die Böckchen bekommen alle eine neue Schaumgummi Befüllung. Das alte Schaumgummi hat sich über die Jahre zersetzt





    Schrauben und Untelagscheiben wurden alle gegen Edelstahl Teile getauscht. Kein Problem dank metrischer Gewinde!





    Die Gratungen und Snarebed wurden danach noch bei STdrums erneuert (Weil Ralli Son mir ein schlechtes Gewissen gemacht hat :-D )





    Rechts sieht man eine Tube Bayer Siliconfett. Davon schmiere ich bei so alten Hündchen gerne ein bisschen in die Gewinde. Das matscht nicht so wie WD40





    Das fertige 10er Tom. Endlich mal wieder Pinstripes! Wie früher!





    Und da das so schön geklappt hat: Hier der Rest vom Fest





    Die dicke Berta (22x18)... Ich finde ja diese Chrom Reifen total sexy





    Leverkusen vs. Lazio Rom - Chrompaste vs. Chrompitting





    Die Reflexionen stammen nicht nur von dem toll glänzenden Chrom, sonder auch weil die Kinder mit ihren Fettfingerchen auf Papas Objektiv getappst haben





    Mit großem Abstand das fetteste, rockigste, martialischste, Transport-unfreundlichste Set, dass ich je besessen habe





    übernächstes Wochenende schlepp ich es in dieser Größe mal mit auf die Bühne. Danach wird es im Proberaum für Freude (oder eventuell auch Entsetzen bei den Mitmusikern) sorgen





    Kein Set für den Alltag und auch überhaupt nicht zeitgemäß, aber eins, an dem man sich mit jedem Blick erfreuen kann :love:

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