wolle70: Yamaha Recording Custom Restaurationsorgie oder "Support your local Music Club" (Seite 30)

  • Boah, wolle70!


    Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sonor Phonic Plus Set und für die Tolle Arbeit!!! :thumbsup:


    Ich habe mir damals in den 80ern mühelvol, von meinem kläglichen Geld als Auszubildender, ein Sonor Phonic Plus zusammengespart, das ich heute noch mein Eigen nenne! Meines ist natürlich auch weiss, und ziemlich vergilbt. Als ich es das erste Mal live gespielt habe, war ich gerade mal 20, und habe bei diesem Gig satte 450,-- DM verdient. Damals dachte ich, ich habs geschafft... :whistling: ....naja....


    Das Set hat so einiges an Rockgigs hinter sich. Irgendwann habe ich mich entschlossen, es nicht mehr live einzusetzen, schon alleine wegen dem Gewicht, das ja nicht gerade angenehm für die Knochen ist.
    Hergeben würde ich es jedoch nie.


    Dir jedenfalls viel Spaß mit dem Sonor Phonic Plus :D


    Gruß vom Fürst

  • hallo :D ,


    ich bin begeistert, was man mit "etwas" begeisterung schaffen kann!!!


    der fürst hat recht, tolle arbeit.


    mfg :D

    ...hauptsache es groovt...

  • Sehr schöne Arbeit. :) Aber ich hätte abgewunken bei sowas. Dieses Gewicht der Kessel... dann ein endloses polieren ... Schaumstoffe ersetzen. Schrauben schrauben schrauben... Da muss man schon wirklich Bock drauf haben und unendlich viel Geduld. Da kann man sich angesichts deiner hier getätigten Zeitinvestition einfach nur ehrfurchtsvoll verbeugen. *Hofknicks*

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Zitat

    Hast du die Folie ganzflächig verklebt oder bist du anders vorgegangen?


    Ganzflächig. Ich hab mich im Rahmen meiner zur Verfügung stehenden Werkzeuge an die Tipps von STdrums gehalten: http://www.stdrums.de/ => Tipps & Tricks


    Zitat

    Sehr schöne Arbeit. :) Aber ich hätte abgewunken bei sowas. Dieses Gewicht der Kessel... dann ein endloses polieren ... Schaumstoffe ersetzen. Schrauben schrauben schrauben... Da muss man schon wirklich Bock drauf haben und unendlich viel Geduld. Da kann man sich angesichts deiner hier getätigten Zeitinvestition einfach nur ehrfurchtsvoll verbeugen. *Hofknicks*


    Ja, auf Basteln muss man Bock haben und das hab ich auch reichlich. Dinge, die ich neu hab schraub ich gerne erstmal auseinander, um sie besser kennenzulernen und zu verstehen, was da passiert. Ich glaube aber auch, dass man ein anderes Verhältnis zu seinem Instrument bekommt. Was das Gewicht angeht: Das Phonic kommt in den Proberaum. Für Live hab ich für größere Sachen das Sonor Lite, für kleinere (und das ist gerade die Mehrzahl der Auftritte) verwende ich das Erbsen-große Standschlagzeug:


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  • Nachtrag: Ein schwarzes Reso ist bei einem Phonic Plus natürlich ein No-Go. Da gehört selbstverständlich eine klare Pelle mit weißem Filz Dämpfungsstreifen drauf. Haken: Zumindest ich bin auf der Suche nach einem solchen Sonor Fell nicht fündig geworden. Also bei Drumsigns nachgefragt. Der gute Volker hat mir das Logo gedruckt (In Einzelbuchstaben! Grandios!) und auf seine Empfehlung habe ich beim Ambassador clear das Remo Logo mit Nagellackentfernen weg gemacht. Sonst wäre nämlich die Remo Krone entweder oben (No-Go) oder verkehrt herum (Never-Ever). Spitzenergebnis! Nicht von einer nativen und von Hause aus bedruckten Variante zu unterscheiden. Der weiße Filz kommt für ein paar Nüsse aus dem Bastelbedarf. Nun schaut's wieder aus wie im Katalog damals 1983. Zumindest bis ich es Freitag mal mit zum Auftritt schleppe


  • Das Standset (Basis ist ein Taye Gokit mit 18x7 Bassdrum und 12x7 Tom) erstrahlt sprichwörtlich in neuem Glanze dank Gold Glitter Folie von Delmar/STdrums. Und damit die Pearl Firecracker 10x5 mit dem langweiligen Stahlkessel das Bild nicht trübt hab ich ihr noch einen Keller Maple Kessel in derselben Folie spendiert. Abgerundet wird das ganze durch das Reso Fell von Drumsigns.



    Und Action:


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  • Kein Set für den Alltag und auch überhaupt nicht zeitgemäß, aber eins, an dem man sich mit jedem Blick erfreuen kann


    übernächstes Wochenende schlepp ich es in dieser Größe mal mit auf die Bühne. Danach wird es im Proberaum für Freude (oder eventuell auch Entsetzen bei den Mitmusikern) sorgen


    Mit großem Abstand das fetteste, rockigste, martialischste, Transport-unfreundlichste Set, dass ich je besessen habe


    Bin großer SONOR Fan! Das war mein erstes set! ( In schwarz ).


    Klanglich und optisch war ich damals gar nicht zufrieden!


    Habe es dann verkauft und mir ein YAMAHA recording custom gekauft!








    Die dicke Berta (22x1... Ich finde ja diese Chrom Reifen total sexy


    Und da das so schön geklappt hat: Hier der Rest vom Fest


    Das fertige 10er Tom. Endlich mal wieder Pinstripes! Wie früher!


    Rechts sieht man eine Tube Bayer Siliconfett. Davon schmiere ich bei so alten Hündchen gerne ein bisschen in die Gewinde. Das matscht nicht so wie WD40


    Die Gratungen und Snarebed wurden danach noch bei STdrums erneuert (Weil Ralli Son mir ein schlechtes Gewissen gemacht hat :-D )


    Schrauben und Untelagscheiben wurden alle gegen Edelstahl Teile getauscht. Kein Problem dank metrischer Gewinde!


    Die Böckchen bekommen alle eine neue Schaumgummi Befüllung. Das alte Schaumgummi hat sich über die Jahre zersetzt


    Die Beschlagteile eines 7-teiligen Sets: Ca. 100 Böckchen, 200 Schrauben, 100 Stimmschrauben, Rosetten, Badges, Spannreifen....


    Die wichtigsten Ersatzteile: Folie, Kleber, Felle, Snareteppich. Nicht auf dem Foto: Floortom Füße, Eylets (Luftlöcher)


    Die Ausgangslage: Felle müssen obligatorisch gewechselt werden. Bei einem Set diesen Umfangs mal locker 280.-. 2 Doppeltomhalter, Snare- und Hihat-Stativ sind dabei. Und -wie schön- eine 14x8 Snare (D-518 )
    Edit: Die Piccolo Snare auf dem Floortom ist eine Remo Quadura mit Acousticon Kessel. Ich hatte neulich schon einmal eine 14x8 aus demselben Material. Bei beiden Snares haben die Acousticon Kessel der Fellspannung über die Jahre nachgegeben und sind quasi kollabiert. Wenn mir mal ein 14x3,1 Kessel überden Weg läuft mach ich da vielleicht etwas mit. Wahrscheinlicher ist aber ein Verkauf als "Schlacht-Objekt"


    Nachdem mich schon das Lite Set und die Signature Snare in letzter Zeit zu begeistern wussten hab ich nun bei einem recht günstigen 7-teiligen Phonic Plus Set zugeschlagen. Zum Versenden ist das nix, also nach der Arbeit noch die 250km bis Aschaffenburg gefahren. Optisch waren die 32 Jahre schon deutlich erkennbar: Pittings, die ehemals weiße Hochglanzfolie vergilbt und matt. Aber wie wir wissen hat Sonor während der Horst Link Ära substanziell unzerstörbare Sets gebaut: Daumendicke Buche, richtig Chrom-Speck auf den Hüften. Also noch mal ein bisschen Geld und Politur in die Hand genommen, um diese Vorstufe des heiligen Grals (das wäre dann irgendwann ein Signature Set) wieder zum Leben zu erwecken. Die Fotoimpressionen entstanden über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen. Auch das Folieren wollte ich selbst machen. da ich das a) mal probieren wollte und b) eh plane, dass in 20 Jahren mal furnieren zu lassen :-D

  • Nach pittings schauts ja nicht mal aus, das könnte man auch nicht so "wegpolieren".


    Aber genug der Klugscheisserei......


    Was für eine tolle und vor allem aufwändige Arbeit. Ist wirklich ganz toll geworden. Du hast da absolut Talent für und nicht nur für das.
    Handarbeit vom Feinsten!

  • Dein Standschlagzeug sieht super aus. Da müssen wir eigentlich mal einen eigenen Galerie-Thread zu machen :-).
    Hast du beim Spielen im Stehen tatsächlich die Snare so viel höher als das "Stand"-Tom? Wäre beides auf gleicher Höhe nicht viel ergonomischer?

  • Zitat

    Wäre beides auf gleicher Höhe nicht viel ergonomischer?


    Ja, nur finde ich Ergonomie bei dieser Darbietung zweitrangig. Wenn alles zu ergonomisch und zu nah beieinander angeordnet ist sind die Wege kürzer und es gibt ganz simpel gesagt für den Zuschauer weniger zu "glotzen". Gerade wenn man nur so wenige Elemente am Set hat! Da verrenk ich mich lieber :-D

  • ...es gibt ganz simpel gesagt für den Zuschauer weniger zu "glotzen". Gerade wenn man nur so wenige Elemente am Set hat! Da verrenk ich mich lieber.

    Das ist natürlich ein gutes Argument 8)
    Dann würde ich das Becken aber stilecht auch deutlich über Kopfhöhe hängen, so dass du den Arm ordentlich ausstrecken musst. So ein Gimmick wie das China von John Blackwell (https://www.youtube.com/watch?v=8_XOZqHke1o).

  • 1986. Ich war 16. Genauer gesagt: Es war genau mein 16. Geburtstag als ich das erste und für die nächsten 25 Jahre auch einzige mal die Frankfurter Musikmesse besuchte. Die Poster, die ich dort einsammelte sollten noch viele Jahre mein Jugendzimmer schmücken. Damals gab es eigentlich nur 2 Marken, die aufgrund ihrer Hochglanzkataloge bei mir bis heute ohne Unterbrechung Eindruck hinterließen: Sonor und Ludwig (Simmons interessierte mich bis 2003 nicht mehr so wirklich, daher nenne ich die hier nicht). Riesige völlig unbezahlbare Sets mit haltlos langen Toms. 80er eben. Das Sonor Signature mit seinen Edelholzfurnieren dürfte wohl eines der teuersten und aufwendigsten Sets gewesen sein. Aber die Messe ließ mich leider traumatisiert zurück. Bis neulich... Da nämlich bekam ich doch noch die Gelegenheit, mein Trauma zu bewältigen und fand ein Signature in Makassar Ebenholz in den Kleinanzeigen. Zustand so "lala", aber aus früheren Projekten war mir schon bekannt, dass diese dicken Bucheneimer einfach nicht kaputt zu kriegen sind. Außerdem lag das letzte Projekt auch schon wieder mindestens 2 Monate zurück. Also ab in's Sauerland und die Kiste abgeholt. Die Kesselsubstanz war OK, das Furnier teilweise doch recht ramponiert, an der Hardware löste sich sporadisch der Chrom durch den darunterliegenden Rost. Zusammenfassend also genau das richtige für mich.



    Raumwunder Fiesta (Bj. 2003): Sonor Signature 22x18, 10x10, 12x12, 13x13, 14x14, 16x16 und ein Konvolut an Signature Hardware:





    Ein Spannreifen war gebrochen. OT Gerd Stegner: "Ich hab schon schlimmeres gesehen. Schick her...":





    Polly (Hund) und Killer (Kater) inspizieren die neue Hundehütte:





    Bestandsaufnahme. Es gibt viel zu tun:





    Wie immer wird die ganze Kiste in ihre Einzelteile zerlegt, bis nur noch die nackten Holzkessel über bleiben:





    Ein Kessel Buntes:





    Der Bassdrum Innendämpfer. Echt freakig. Da haben sich die Sonor Konstrukteure mal so richig austoben dürfen. An sich eine schöne Sache, aber es "betont" nochmal das ohne schon nicht geringe Gewicht dieser Trommel, weshalb viele diese Dämpfer damals ausgebaut hatten und diese heute bei Sammlern und Puristen einigermaßen begehrt sind:




    Das Hardware Konvolut: Sehr durchdachte und detailverliebte Hardware. Leider auch sauschwer:





    Die Badges. Beleg eines langen Tourlebens. Die Kunststoffunterlagen auch die der Rosetten wurden alle mal mit "Stoßstangen Schwarz" vom ATU aufgehübscht:





    Das Dämpfertextil musste gleich 2x gewaschen werden:





    Bei STdrums gibt's tatsächlich neue Gummi Gaskets für die Spannböckchen:




    Bei den Badges werden die angelaufenen Befestigungsschrauben durch neue Messing Schrauben ersetzt:





    Kratzer werden je nach Position im Furnier mit Molto Holzspachtel in Nußbaum oder Schwarz gefüllt:





    Eine gespachtelte und angeschliffene Stelle:




    Vorbereitung für die Außenlackierung:





    Parkettlack seidenmatt ist's geworden. Der hat kurz nach dem Auftrag einen blauen Schimmer (was mich im ersten Moment auch schockte), der aber nach ca. 30 Minuten Antrockenzeit verschwindet:





    Und so sieht's nach etwa 30 Minuten aus:





    Neue Pellen. Obligatorisch:





    Ca. 300 neue Edelstahlschrauben und Karosseriescheiben warten auf ihre neue Bestimmung:




    Auftragen... Polieren... Auftragen... Polieren...:





    Das Innenfurnier ist natürlich noch jungfräulich und lässt den Urzustand erahnen:





    die ersten Kessel sind wieder montiert:




    Klare Felle gebieten sich, um den Blick auf's Innenfurnier nicht zu behindern:





    Säubern und Fetten der krassen Dämpfer Konstruktion:






    Endlich wieder sauber:





    Das ist übrigens der von STdrums hervorragend hergerichtete Spannreifen:





    Remo Ambassador clear, Logo von Drumsigns und weißer Filz von Amazon. So muss eine Horst Link Bassdrum aussehen:





    Das fertige Shellset:





    Und dasselbe in aufgebaut:



    Das wird auf jeden Fall bei nächster Gelegenheit auch gespielt. Dass es in den Fiesta passt wissen wir ja...

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