Dührssen sein Krams - Toureindrücke aus UK

  • Cool, hatte ich noch gar nicht gesehen.

    Ich habe auch mal eine (sehr viel kleinere) Englandtour gemacht, das war 1986. Habe dafür extra meine eigene Abifeier geschwänzt. An solche Bühnen wie oben gezeigt (Putzwassergeruch) kann ich mich auch erinnern. Die Stimmung war aber immer gut.

  • Schöne Eindrücke. Bin gespannt, welche dieser wunderbaren Locations die Pandemie überleben. Schade, dass wir uns hier in D - zumindest empfinde ich es so - schon längst von derartigen Clubs verabschiedet haben und man eigentlich fast nur noch Stangenware in ein paar wenigen Läden zu hören bekommt. Früher gab es in jeder unbedeutenden Kreisstadt mindestens einen, wenn nicht gar mehrere Liveclubs, in denen man internationale, nationale und reginonale Bands erleben konnte.

  • Alter Falter, echt krass deine Entwicklung so mitbekommen zu haben ! Keep on drummin'!

    P.S.: Wo ist der Whiskey? :D

    Danke! 10 Jahre, ein Studium, viel Üben und der Weg in die Selbstständigkeit später... :saint:
    P.S.: Der kam dann in Schottland. Kommt demnächst ^^


    Cool, hatte ich noch gar nicht gesehen.

    Ich habe auch mal eine (sehr viel kleinere) Englandtour gemacht, das war 1986. Habe dafür extra meine eigene Abifeier geschwänzt. An solche Bühnen wie oben gezeigt (Putzwassergeruch) kann ich mich auch erinnern. Die Stimmung war aber immer gut.

    Danke! Ich würde drauf wetten, dass eine Chance besteht, dass es sich um das selbe Putzwasser gehandelt hat, haha.

    Schöne Eindrücke. Bin gespannt, welche dieser wunderbaren Locations die Pandemie überleben. Schade, dass wir uns hier in D - zumindest empfinde ich es so - schon längst von derartigen Clubs verabschiedet haben und man eigentlich fast nur noch Stangenware in ein paar wenigen Läden zu hören bekommt. Früher gab es in jeder unbedeutenden Kreisstadt mindestens einen, wenn nicht gar mehrere Liveclubs, in denen man internationale, nationale und reginonale Bands erleben konnte.

    Vielen Dank. Ich muss auch sagen, dass die Clublandschaft, bzw. die gesamte Clubkultur in UK komplett anders ist als in D. Jeder einzelne Laden hat etwas individuelles, charmantes. Teils mit sehr, sehr langer Tradition. Viele Läden sind auch total abgeranzt und wären hier vom Ordnungsamt schon doppelt ud dreifach dicht gemacht worden - allein die kalten, nassen Backstageräume, die oft nicht mehr waren als eine Baustelle, hätten da gereicht. Aber es hatte eben auch etwas für sich. Ich hoffe auch sehr, dass die meisten Läden das irgendwie überleben, es wäre ein harter Verlust.

    Ach... Live Gigs... wie schön.


    London Underworld hab ich mit meiner Band auch mal gespielt vor drei oder vier Jahren; als Support-Support-Band oder so. War ein cooler Gig. Wir mussten unseren blauen Van aber noch selber fahren - und Parkplatz suchen ;)

    Ja, ich dachte auch - "komm, so als kleinen Ersatz, wenn ich schon nicht spielen kann, teile ich ein paar Erinnerungen. Dann weiß man wieder, worauf man sich freuen kann, wenn der ganze Bums vorbei ist." Hoffe, Euch geht's genauso.

    Das Underworld war super! Der Pub oben drüber rundet das Teil noch ab. Hatte echt Glück, dass ich einen Tag früher schon angereist bin und mit einem Kumpel etwas Zeit hatte, um Stadt (und Pubs ^^ ) zu erkunden.

  • Soo, wir machen dann mal langsam weiter - Tag 4:

    Der morgen beginnt mit einem heftigen Ruckeln, einer Vollbremsung und lautem Fluchen des Busfahrers.
    Well, welcome to Southampton - I guess)
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    In diesen Momenten, während man im Halbschlaf den Trailer aus- und zwei Tonnen Equipment in den Bus verladen muss, da auf die schnelle kein Ersatz zur Verfügung steht, weiß man den buseigenen Kaffeevollautomaten wirklich zu schätzen.


    Irgendwann gegen Mittag wurde dann aber doch die Venue erreicht, die dieses Mal zu einem Großteil aus Teppich bestand. Gemütlich.
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    Der Backstage hatte etwas von einer Mischung aus Antiquariat, Mafia-Hinterzimmer und Aufenthaltsraum eines Pflegeheims.
    Selbstverständlich unbeheizt, versteht sich.
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    Hab mich dann zwischendurch mal verlaufen. Mit Absperrungen und Gebäudesicherhung hat man es oben irgendwie gefühlt auch nicht so streng wie hierzulande. Und natürlich hat es geregnet. Was für eine Frage.
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    Nach Southampton ging es dann weiter in Manchester, in einer schönen kleinen Venue in der Nähe von Chinatown:
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    Der Tag war übrigens ausverkauft und hier waren am Ende 300 Leute drin. Was ziemlich lustig war, denn an diesem Tag kam eine Freundin aus Liverpool vorbei, die mich nach knapp einer Woche des elenden Rückenleidens (ich hatte erwähnt, dass ich bis dahin auf einem aberotzten 20€-Millennium-Hocker sitzen musste?) erlöste, indem sie einen neu gekauften Gretsch-Hocker mitbrachte. Allerdings kam sie dank einer nach einer Messerstecherei (welcome to Manchester, I guess?) errichteten Straßensperre erst verspätet und nach Beginn unserer Show an, so dass sie sich samt Hocker überm Kopf ihren Weg einmal quer durch den sehr gefüllten Raum bis vor zur Bühne bahnen musste.
    Mit die schönsten fünf Worte, die ich je auf einer Bühne gehört habe:"Fabi, da kommt ein Hocker?!".

    Hier noch ein bisschen Sight Seeing Footage. Für mehr als einen Spaziergang um den Block hat es leider nicht gereicht:
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  • Weiter ging es, zu meiner großen Freude, nach Schottland -> Edinburgh. Eine meiner Lieblingsstädte, in der ich auch Verwandtschaft habe.
    Mit leichter Verzögerung - uns kam ein Schneesturm auf der Autobahn dazwischen (welcome to Scotland, I guess) - kamen wir dann überraschenderweise mit den ersten Sonnenstrahlen seit fünf Tagen in Edinburgh an:

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    Das links war auch die Venue, bzw. Bar, bzw. Gewölbekeller, in dem wir dann später spielten.

    Hier der neue Hocker. Der Wechsel fühlte sich in etwa an wie die erste Dusche nach einem Festival:
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    DrummerinMR HIER gab's dann Whisky :saint:
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    Das Publikum in Schottland hob sich auch direkt dadurch von dem in England und Wales, dass es sich durch (im freundlichen Sinne) Pöbeleien als Antwort auf Ansagen des Sängers bemerkbar machte. War ein sehr lustiger Gig.

    Da auf die Show ein Off-Day folgte und Edinburgh eine grandiose Stadt ist, entschieden wir spontan, über Nacht zu bleiben und den freien Tag hier zu verbringen. Insofern sorry, es folgt ein wenig mehr Touri-Content.

    ...aber im Ernst, fast wolkenloser Blauer Himmel an einem Februar in Schottland. Das muss man halt einfach festhalten, sonst glaubt einem das am Ende keiner.
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    Das klischeehafte "Hallo Familie, ja ich lebe noch, guckt mal ich bin oben am Schloss"-Foto
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    Zwischendurch gab's eine kleine Stärkung. Schön zu sehen: Auch die Schotten gehen mit der Zeit. Veganes Haggis im Wrap.
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    Eine ganz offizielle und auch in Google Maps eingetragene Straße in der Altstadt. Wer sowas mag, dem sei Edinburgh auf alle Fälle nahegelegt:
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    Das Scott-Denkmal:
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    Und mit einem letzten Foto vom Schlossplatz aus über die Stadt mache ich hier erstmal wieder Schluss, bevor es dann zurück nach England in die wunderschöne Stadt Chester geht :)

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  • Edinburgh ist eine wirklich schöne Stadt! War leider nur 2 Nächte dort... Wo geht es danach hin?

    Ich kann es absolut jedem empfehlen. Am besten mal 1-2 Wochen und dann ab durch die Highlands. Mit dem Intercity fährt man auch nur knapp eine Stunde bis nach Glasgow.

    Ich hätte noch Chester (im direkten Anschluss; auch sehr schön), die Metrolpole Merthyr Tydfil, Eindhoven und z.B. Osnabrück im Angebot :D
    Aber alles zu seiner Zeit, ich komme aktuell leider nicht so viel zum schreiben und Fotos sichten.

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