Hebbe stellt sich vor… Power V Special mit reichlich 90's Charme (der dem HH-Pedal zum Verhängnis wurde)

  • Hallo Hebbe,
    erst einmal einen dicken Glückwunsch zu den neuen Blechen! In dem Laden wäre ich ja auch gerne gewesen :D
    Und da ist er ja...der Steingong (und die anderen steinernen Instrumente - bemerkenswert!)! vier Stöcke? aber nicht nur für den Gong, oder? und wie schaut es mit der klanglichen Variationsbreite an solch einem steinernen Teilchen aus?
    Freut mich, dass es schon mal gut läuft, und Luft ist ja irgendwie meistens irgendwo ;)
    Gruß
    Nadine

    je langsamer desto schneller


    Uns interessiert ja nur das Spielen, nicht das Verzichten!
    (Hochi April 2019)

  • Hi Nadine,


    also am Gong habe ich sechs verschiedene Stöcke:


    - einen großen Tamtam-Schlägel… mein Schaf… für die Gongschläge
    - zwei mittelharte Mallets (ich glaube diese Art wird normalerweise für Vibraphone verwendet)… für die Rolls und die Solo-Passagen
    - einen Gummiball auf nem weichen Kunststoffgriff… zum Rubbeln
    - zwei Drumssticks, ein dicker mit Holzspitze und ein dünner mit Nylonspitze


    Die Mallets verwende ich auch umgedreht, spiele also mit den Rattanstöcken auf dem Rand und der Fläche. Vier Stöcke verwende ich für eine schnelle 16tel Passage. Da geht es darum vier unterschiedliche Sounds rauszuholen. Malletkopf, Maltestock, dickes Ende vom 2B und die Nylonspitze. Da sind die Malletspieler klar im Vorteil, denn für mich ist die Haltung von 4 Stöcken gleichzeitig noch etwas befremdlich.


    Die Harfe wird ebenfalls mit verschiedenen Stöcken bedient. Rods, Rattanstiele, mit Leder ummantelte Holzmallets. Für die beiden Stücke die ich auf der Steinharfe harfe reichen aber die Mallets, da habe ich Agogo-ähnliche Grooves zu spielen.


    Die Gramorimba wird klassisch mit vier Mallets und einem Kontrabassbogen gespielt.


    Da ich mich noch nie so intensiv mit einem Bronzegong, wie jetzt mit dem Steingong, auseinander gesetzt habe kann ich zu dem unterschiedlichen Variantenreichtum nicht viel sagen. Ich denke einem Bronzegong kann man mehr Sounds entlocken als dem Gramogong. Ein Bronzegong kann auf jeden Fall ein weitaus höhere Lautstärke erzeugen. Trotzdem bin ich schon sehr fasziniert welchen Klangreichtum so eine übergroße "Fliese" besitzt.


    Wenn's irgendwie rausgeht werde ich mal ein paar Aufnahmen der Instrumentenklänge machen und posten.

  • einen kleinen Ausschnitt gibt es schon auf Youtube…


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  • Danke für die ausführliche Antwort. Da bist du ja wirklich gut dabei; und danke, genau das meinte ich:

    Vier Stöcke verwende ich für eine schnelle 16tel Passage. Da geht es darum vier unterschiedliche Sounds rauszuholen. Malletkopf, Maltestock, dickes Ende vom 2B und die Nylonspitze. Da sind die Malletspieler klar im Vorteil, denn für mich ist die Haltung von 4 Stöcken gleichzeitig noch etwas befremdlich.

    Ist halt ne Herausforderung, aber sicher aus sehr geil, wenn man die verschiedenen Klänge aus der "Fliese" kitzelt.


    Harfe klingt für mich doch sehr anders, wenn ich mir meine anhöre - und dann die aus Stein 8| ^^

    Die Gramorimba wird klassisch mit vier Mallets und einem Kontrabassbogen gespielt.

    Will mir grad nicht in den Kopf, wie das klingen könnte, aber vlt kommt da bei Gelegenheit ja noch eine Abhilfe ;)


    Bei mir steht auch mal eine Übersicht über die verschiedenen Schlegel an; dem Gummiball verweigere ich mich noch, muss mich mental noch mehr ans Gong-Schreien (bzw. kurz davor, was dann gar nicht so schlecht klingt...) gewöhnen - auch da wären klangliche Unterschiede interessant rauszuhören zwischen Blech und Stein. Aber wie gesagt, insgesamt echt interessant!


    :thumbup:

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    (Hochi April 2019)

  • Vielen Dank Leute für die guten Tipps bzgl. der Kette. Das beste Ergebnis habe ich nun mit Messingkettenstücken, die an einem Nylonfaden aufgehängt sind, erreicht. Kaum mehr Dämpfung mit recht schönem Klang. Eine Kombi aus Moes und Twos Ratschlägen.


    Hier ein kleiner Clip vom endgültigen Versuch. Ist allerdings nur das kamerainterne Mikro und recht verwackelt, weil ich aus der Hand gefilmt habe…



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    Ich meine, dass Rafaels Kerope mit Messingnieten bestückt einen Ticken länger und feiner gesizzelt hat. Aber das wäre Jammern auf hohem Niveau und außerdem trügt wahrscheinlich die Erinnerung etwas…


    Also nochmals Danke :thumbsup:
    Und jetzt gehe ich wieder Steine klopfen :-)

  • Hähä..nö. Ich hab aber schon mehrere Becken belocht!


    Am besten erstmal zwei Nieten ist meine Erfahrung - ne Dritte geht dann immer noch. Und natürlich n scharfen Bohrer, n bißchen größer als die Niete (logo!). Die kleinen Zildjians find ich klasse, schönes und feines Gerassel.


    Und: Austarieren welche Seite "schwerer" ist, die sich dem Spieler zuneigt ( zimindest beim Ride spielen wichtig, damit man nicht auf den Nieten rumklopft!) und dann auf der gegenüberliegenden Seite die Nieten installieren. Von unten nach oben bohren, in nen Holzklotz..na, was red ich.Nicht unbedingt nebeneinander ( ist aber Geschmackssache), so eher 10 und 14Uhr vom Spieler aus. Die dritte kann man dann evtl in die Mitte setzen. Das sind so meine Erfahrungen.



    Aber wenn du das Becken seeehr liebst und nicht gewillt bist evtl ein weiteres zu erwerben....vielleicht ist es dann ok mit den Ketten etc;)



    Best, Lomax

    "Kaffee, schwarz?"

  • Ich werd' jetzt erstmal Test ob die Konstruktion praktikabel ist. Der Klang und die Dämpfung sind so jetzt erstmal akzeptabel. Allerdings bin ich jetzt beim Testen schon hängen geblieben. Die Nylonschnur macht das ganze so leicht, dass das Ende mit den Ketten ziemlich umher wandert…


    Die Löcher im Becken Becken machen mir eigentlich nix aus. Es gibt unzählige alte K's und A's die teilweise seit weit über 50 Jahre Ihren Dienst tun und auch noch gut klingen. Ich habe nur Respekt davor, bei der Montage Mist zu bauen :-)


    Ich habe auf jeden Fall schon verschiedenste Nieten da (Zildjian Stahl, Meinl Messing) und bekomme auch noch verschiedene Andere (Bosporus, Istanbul usw.). Sollte es doch noch zu einer Bohraktion kommen, habe ich dann auch noch einige Möglichkeiten zu Testen.


    Danke auf jeden Fall für Deine Tipps :thumbsup:

  • Hihi, bei mir war's die Duo-Scheibe mit Chet Baker… Artists Favor…


    Kleine Anekdote… Habe vor ein paar Jahren seine Workshopwoche in St. Gerold mitgemacht. Abends haben wir immer gejammt was das Zeug hielt. Irgendwann spät abends nach ein paar Gläsern Wein haben wir Chameleon gespielt. War richtig geil, ist gut abgegangen. Nach der Nummer bin ich runter von der Bühne und freudestrahlend Richtung Wolfgang gelaufen (in der Annahme, dass ein Lob rüberwächst). Dann kam die Bemerkung "Hey Hebbe, das war nix. Die Nummer kannst Du nicht spielen…". Für den Moment war der Abend für mich gelaufen und mein Blutalkoholpegel war schlagartig wieder auf null… Ein paar Minuten hat er dann grinsend hintergeschoben "Du bist nicht schneller geworden."

  • Video

    Hmmm, war wohl nix mit meiner Konstruktion. Gestern beim üben zweimal abgeschossen bzw. mit dem Stock in der Nylonschnur verheddert und die Schnur abgerissen :-(


    Ich warte jetzt mal auf die verschiedenen Nieten die ich letzte Woche schon beim Tony von Cymbalsonly bestellt habe. Meinl hat mir übrigens welche "umme" geliefert. Habe nachgefragt ob die Nieten als Ersatzteile verkauft werden. Der sehr nette Kundenservice Mitarbeiter meinte nein aber erschrickt mir welche auf dem kleinen Dienstweg. Waren am nächsten Tag im Briefkasten. Absolut Top!!

  • Hier habe ich ein paar Infos zur Bemaßung von Beckennieten. Vielleicht ist das für den Ein oder Anderen von Euch interessant.




    Agop, Solid und Bosporus habe ich über cymbalsonly.com, Meinl direkt von Meinl und Zildjian beim Händler Vorort bezogen.




    Edit: In den nächsten Tagen werde ich mein altes China dazu verwenden um 1. Bohren zu üben und 2. die klangliche Unterschiede der verschiedenen Nieten zu testen. Einen Video/Sound-Test werde ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

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