Grooves der 20er bis 60er Jahre - stompology.org

  • Zwei Updates zur Website stompology.org


    1) Jan "trommla" zeigt eine Möglichkeit den "T-Bone Shuffle" mit den Besen zu spielen und hat das Video zur Verfügung gestellt. Danke!!! Zu sehen ist das Video am Ende des Artikels "Berühmte Grooves - T-Bone Shuffle" https://stompology.org/2020/08…r-bis-60er-jahre-shuffle/
    2) Ein Weg einen 5/4-Swing einzüben: 4 Übungsschritte mit Noten und Videos: https://stompology.org/2020/09…bung-fuenf-viertel-swing/
    Viel Spaß beim Hören und Betrachten. Ideen und Kritik wie immer erwünscht!
    Christian

  • "Josephine" interpretiere ich ebenfalls als binär.


    Ich finde, dass man bei der Aufnahme sehr schön hört, dass das Schlagzeug (weitestgehend) binär, die Rhythmusgitarre aber ternär spielt. Dadurch entsteht dieses "dazwischen"-Gefühl. Dieses spezielle Feeling wird also oft erst im Zusammenspiel erzeugt und nicht von einem einzelnen Instrument.
    Ich habe bei einigen derartigen Liedern gedacht, dass sie bei uns einfach nicht rund klingen. Ich versuche, sie wie auf der Aufnahme zu spielen, bringe die Band dazu, es straight, swingig oder irgendwas dazwischen zu probieren, bin aber nie richtig zufrieden. Das Geheimnis ist dann wohl, dass es erst zusammen musikalisch klingt, wenn es im Zusammenspiel eigentlich "unmusikalisch" gegeneinander ist. Das ist nur leider schwer mit meinem Symmetriezwang zu vereinbaren. ;-)

  • Hallo!


    Es hat etwas gedauert, aber hier ist der Beitrag nun: Spielweisen des Boogie Woogie mit einem kurzen Video zu drei möglichen Handsätzen.


    Wenn man schon nicht zusammen musizieren kann, bleibt in diesen Monaten wenigstens das Üben, ausprobieren und Schreiben über das Schlagzeugspiel.


    Viel Spaß beim Lesen und Anschauen. Und wie immer: Kritik und Ideen sehr willkommen!
    https://stompology.org/2020/10…ogie-woogie-for-drummers/


    Christian

  • Hallo Christian.
    ein grosses BRAVO aus der Schweiz für die tolle Website.
    Ich bin mittlerweile 77 und spiele immer noch aktiv traditionellen Jazz.
    Ich finde, dass auch die "Youngsters"unter den Drummern sich diese
    interessanten Grooves anschauen sollten.
    Viele der heutigen "modernen" binären Grooves wurden ja schon seit langem
    in den Strassen und Kneipen in New Orleans getrommelt, nur das Feeling
    war wohl ein bisschen mehr "legato" und das Equipment etwas einfacher.
    Weiter so und keep always swingin' !

    ol'pete

  • Hallo Gernot! Hallo Pete!
    Ich bedanke mich ganz herzlich für Eure ermutigenden Kommentare! Freut mich wirklich sehr!


    Ich würde mich auch freuen, wenn interessierte Forumsmitglieder vielleicht mit einem Link zu eigenen Videos aus eigener Produktion zur Demonstration der alten Spielweisen beitragen mag.


    So hat kürzlich Jan "Trommla" ein Video zur Verfügung gestellt, dass den T-Bone Shuffle zeigt. https://stompology.org/2020/08…r-bis-60er-jahre-shuffle/
    Habe das Ding bis heute nicht hinbekommen und so ist es möglich diese fast vergessene Spielweise dennoch zu zeigen. Es gibt noch so viele tolle Sachen! Swing im 3/4 Takt, New Orleans Drumming und mehr.


    Ich bin übrigens 64 und habe bis zu meinem 50sten Lebensjahr Rock (den ich auch sehr mag) getrommelt. Danach habe drei Jahre Unterricht bei einem guten Lehrer genommen, damit ich mir meinen Traum vom grooven im Stil der frühen Big Band, Jazz und R&B Drummer jedenfalls teilweise erfüllen kann. Und so wie Pete würde ich auch gerne noch mit 77 dabei sein!!!!!
    Herzliche Grüße, gesendet von der nordeutschen Ostseeküste und ein schönes Wochenende wünscht
    Christian

  • :thumbup:
    Wire Beater , "Coat Hänger", wieder Was gelernt


    da muss ich gleich mal an den Küchenschub.und ein Stockwerk höher :)


    beim nächsten Schaum- Schnee - Sahneschlagen in der Küche, werd ich dann sagen: "Hey lang mir mal den Wire Beater rüber.....
    das Gegenüber ....Was?? ?( .......na halt den "Coat Hänger" - da.....mit zeig auf das Teil dann ;)


    in allen möglichen Ausführungen
    https://www.bing.com/images/se…&scenario=ImageHoverTitle


    schönen Sonntag auch, und Gruß nach Kiel zurück


    edith: so zurück, also mein (Küchen) Modell "Typ leer Heißluftballon" hat zwar viel Draht, aber zu dünn und flexibel, der ist mir zu wenig durchsetzungsstark,
    doch besser selber stärkeren Draht verzwirbeln und selber Basteln, ausser es taucht noch durch Zufall evtl. was möglich passendes auf, oder fällt mir in die Hände.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    2 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Hi orinocco,



    Dank dir für die Recherche!



    Mit den Schneebesen aus der Küche habe ich es versucht. Fand bei den Meisten die Griffe zu kurz und zu leicht. Größere Küchen-Wire-Beater erzeugen auch noch eigene Geräusche durch die aneinander schlagenden Drähte (daher gewickelte Drähte, die auch nicht so schnell verbiegen).


    Ich finde aber auch, dass die Bastelstunde durch das Auffinden vergleichbarer Werkzeuge zum Brassband "Coat Hanger" ersetzt werden kann. -)



    Viele Grüße und weiterhin viel Freude am Schlagzeug und natürlich auch in der Küche!



    Christian

  • Hallo und Moin aus Kiel!
    Nachdem ich mir nun einen "Wire Beater" selber gebaut habe und eine günstige Piccollo Snare (knapp 60 Euro) mein Set bereichert, setze ich die Zeitreise in die frühen Tage des Schlagzeugspiels fort.


    Hier ein kurzes Video zum Einbau eines Buzz Rolles in das Spiel mit der Bassdrum und dem Wire Beater in einen Second Line Groove.


    https://nordbild.com/wp-conten…marching-music-bounce.mp4
    Das Video ergänzt meinem letzen Artikel "New Orleans Drumming – Von der Brassband zum Rock ’n‘ Roll"


    https://stompology.org/2020/10/25/new-orleans-drumming/
    Zum Jahreswechsel habe ich viel Zeit zum Üben, Ausprobieren und Schreiben. Mal sehen, ob ich auch einen modernen Second Line Groove hinbekomme.


    Ich wünsche Euch trotz der schwierigen Zeit (oder besser: gerade wegen) viel Freude beim Musikmachen. Ohne das Trommeln wäre es alles noch viel blöder.
    Viele Grüße
    Christian

  • Hallo Jan,
    keine sichtbaren Beeinträchtigungen bisher. Ich habe kein aussortiertes Schrott-Becken verwendet, sondern ein robusteres Crash-Becken das ich ständig nutze. Allerdering: Meine in der Oberfäche sehr fein gearbeiteten Hi-Hat Becken spiele ich lieber nicht mit dem Wire Beater an. -)


    Für den typischen metallischen "Tsching-Klang" kann man wohl auch ein viel günstiges (kleineres) Becken verwenden. Das Becken im Video ist auch mit 2 Moongel Pads und enger Schraubung nahezu zu Tode gedämpft. Es kommt auf das scharfe "Tsching" an. Das bringt auch ein sehr preiswertes Becken oder sogar wohl auch auch ein oller verbeulter Eimerdeckel.


    Eine weitere Möglichkeit (ohne Wire Beater) wäre die, die Hi-Hat so zu treten, dass sie diesen Tsching-Klang erzeugt. Das bekomme ich technisch bisher nicht befriedigend hin.


    Viele Grüße
    Christian

  • die Hi-Hat so zu treten, dass sie diesen Tsching-Klang erzeugt


    So mache ich das immer, aber du hast schon recht, es dauert ne Weile, bis man sich damit wohl fühlt, wenn man sein Leben lang nur "Tschick" durchgetreten hat. Der Vorteil ist, man hat beide Hände zur Verfügung für Snarearbeit.


    Deine Bauanleitung werden ich jedenfalls mal testen und mir selbst einen Wire Beater bauen. Beruhigend, dass die Becken wohl keinen Schaden nehmen. Welches Bauteil nimmst du für den Übergang der Drähte zum Griff? Könntest du da mal ne Großaufnahme reinstellen, dass es auch technisch nicht so bewanderte Menschen wie ich erkennen? Irgendwas von ner Lampenfassung, hab ich das richtig verstanden?

  • https://stompology.org/2020/10/25/new-orleans-drumming/
    Zum Jahreswechsel habe ich viel Zeit zum Üben, Ausprobieren und Schreiben. Mal sehen, ob ich auch einen modernen Second Line Groove hinbekomme.


    Das Video (wo Du mit der Hand die BD spielst) würde ich noch mal überarbeiten, denn der Groove ist sowohl was Timing als Konsistenz der Lautstärke betrifft sehr unsauber. Mir fällt auf, dass Du sehr oft die Handhaltung, Ausholbewegung und Schlagstärke änderst, und dadurch kommt kein konstanter Beat zustande.
    Das passt nicht so gut zur sonst hohen redaktionellen Qualität der Seite ;)

  • Die Rückmeldung von TWO (Autsch!!!! :) ) möchte ich gerne erneut zum Anlass
    nehmen: Wer Zeit und insbesondere Lust dazu hat, die in einem Artikel beschriebenen Spielweisen am
    Schlagzeug zu demonstrieren, ist ganz herzlich eingeladen! Ich stelle ein
    kurzes Video gerne unter Namensnennung und Verlinkung auf ein Profil (oder
    wenn gewünscht anonym) den jeweiligen Beiträgen zur Seite.



    Auf fremdes Demonstrations-Material zugreifen, es herunterladen, kürzen und neu einstellenist ja ohne Zustimmung der Rechteinhaber eine mehr als heikle Sache. So sind
    meine eigenen Einspielungen nicht immer optimales Mittel zum Zweck: Interesse
    und Spaß für traditionelle Spielweisen wecken.
    Herzliche Grüße
    Christian

  • ...
    Wie Du schreibst: Es ist irgendetwas zwischen binär und ternär. Das wird gelegentlich dann wohl als "triolisch" bezeichnet. Ich meine, dass viele Songs des frühen New Orleans R&B genau dieses "Zwischendasein" führen und dass das ganz spannend ist. Wie hörst Du diesen Groove:Fats Domino "My Girl Josephine" https://www.youtube.com/watch?v=dxPNewCVGzY ? Noch ein wenig im Gefühl zwischen den Welten oder doch schon streng binär?
    ...


    Viele Grüße aus dem Norden
    Christian


    Hallo Christian,


    erstmal vorab: Gratulation zu Deiner tollen Webseite!


    Das "Zwischendasein" zwischen binär und ternär kann man in obigem Video gut raushören/ sezieren, wenn man den Song bei den YouTube-Einstellungen auf 0,5er Tempo runtersetzt.
    Das Schlagzeug spielt ziemlich straight binär, aber die Gitarre und der Bass eiern eigentlich immer so etwas ternär da drum rum.


    Mach' bitte noch ganz lange weiter damit!


    Gruß,
    R.

  • Hallo R.!




    Vielen Dank für die Ermutigung! Ja, es geht auf jeden Fall weiter und es ist auch toll, welche Erkenntnisse aus der Beschäftigung und dem Experimentieren mit den Spielweisen entstehen. Es war mir nie so sehr deutlich dass "Grade" und nicht so grade Spielweisen eine verträgliche Koexistenz im Zusammenspiel eingehen. Vielleicht klingen diese Klassiker deshalb auch für mich noch so frisch und nie langweilig. 8)



    Viele Grüße und bis demnächst



    Christian

  • Moin und Servus!
    Nach einigen Experimenten, einer Packung Pflaster für die Finger und Beschwerden über nächtliche Werkstattgeräusche ist nun der "Snowshoe" in der Endfertigung. Der Teil 1 des Arikels https://stompology.org/2020/11…hoe-zum-selbstbau-teil-1/ enthält die wichtigsten Informationen zum Selbstbau dieses mal wieder unerlässlichen Werkzeugs des archaischen Drummings. :-)
    Wenn die restlichen Teile endlich gekauft und verarbeitet sind, folgt Teil 2 und natürlich eine Demonstration zur Spielweise.


    Viele Grüße und bis bald!
    Christian

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