Meine Vorstellung: Wer ist eigentlich MoM Jovi? - Hier und Jetzt

  • HIER WIRD NOCH GEARBEITET- Schaut also immer mal wieder vorbei! ;)


    Hallo erstmal, ich bin eigentlich schon fast 11 Jahre in diesem Forum angemeldet. Wollte schon immer mal so einen Vorstellungs-Lebenslauf-Thread starten, und dank der erneut von den Staatsärzten verordneten Zwangsruhe habe ich jetzt wohl auch einige Abende Zeit, euch meine spannende Geschichte zu erzählen... :rolleyes:
    Werde das so wie viele andere hier in mehreren Teilen machen und neue Beiträge nach und nach hier oben verlinken!


    Inhaltsverzeichnis (in Arbeit):


    Teil 1: Die Anfänge 1989 - 2000

    Teil 2: Die 00er Jahre oder "Das neue Jahrtausend"

    Teil 3: Die wilde Teenie-Zeit und Bon Jovi

    Teil 4: Geartalk! (2003-2015)

    Teil 5: Mehr Geartalk...und der geplatzte Traum von DrumCraft

    Teil 6: Der Weg ist das Ziel - Projekte und Einsichten ab 2010

    Teil 7: Dr. Funhouse und das perfekte Bühnenbild

    Teil 8: Wäre es nicht "Brasstastisch", in noch einer Band zu spielen?

    Teil 9: Noch mehr Geartalk: Über die Alpen nach Byzanz

    Teil 10: Put the boy back in cowboy - Blackwood Mary

    Teil 11: Vintage Baby Blue

    Teil 12: Auf in die Roaring Twenties!

    Teil 13: Lockdown, Sinnkrise, GAS

    Teil 14: Making of meiner Drum-Covers und Brand New Man

    Teil 15: Grüezi und willkommen zurück in der Schweiz

    Teil 16: Bumm-Tschak und der Aufbruch in die digitale Welt

    Teil 17: PERSPEKTIVENWECHSEL: Hier und Jetzt


    Teil 1: Die Anfänge 1989 - 2000


    Bevor jemand immer noch denkt, ich wäre die "Mutter von Jon Bon Jovi" (ist mir tatsächlich aufgrund meines Nicknamens schon passiert, zumindest wurde ich als Frau angesprochen): Das MoM ist eine Zusammensetzung meines Vor- und Nachnamens und "MoM Jovi" ist natürlich eine klare Anlehnung an die beste Band der Welt, wie ich sie ganz subjektiv wenigstens empfinde. Da gibt es auch nichts zu rütteln. Freue mich trotzdem auf Rüttel-Schüttel-Versuche, und Diskussionen sowieso! :wink:
    Hm ok, Bon Jovi bringt mich eigentlich auch fast schon zum Beginn meiner "Karriere" im zarten Alter von 11 Jahren...wenn da nicht...ach ne, ich wollte schon mindestens mit 5 Jahren Schlagzeuger werden! Es war nämlich eigentlich alles ganz anders...
    Meine Eltern hatten in den 90er Jahren eine stattliche Sammlung an Volksmusik-CDs und -Kasetten. Heute schämen sie sich fast ein bisschen dafür. Ich weiß nicht, wo diese Tonträger alle herkamen. Uns Geschwistern haben sie immer erzählt, die hätten sie für uns gekauft. Glaub ich nicht. Die waren schon da, bevor wir laufen konnten. Und in unseren frühen Kinderjahren konnten sie überhaupt nicht gehört werden, weil die Endstufe der Stereo-Anlage kaputt war. Wir haben deshalb nur im Auto Musik von Kassetten gehört. Der CD-Spieler und das Kasettendeck der Stereo-Anlage funktionierten aber, sodass mein Vater wenigstens manchmal CDs auf Kassette überspielen konnte, die wir dann auch im Auto hören konnten. Ich erinnere mich gerade, es gab auch einen Kassettenrecoder im Kinderzimmer. Irgendwann Mitte der 90er wurde die Endstufe vom örtlichen Elektriker repariert (der konnte das damals noch!) und von nun an gab es Wohnzimmer-Konzerte: Ich baute regelmäßig komplette Bühnen auf - inspiriert von dem, was ich im Fernsehen so sehen konnte: Ein Schlagzeug aus Töpfen und Tupperdosen mit Kochlöffel-Sticks, ein altes Casio-Keyboard auf Papas Rollwagen aus dem Büro und später auch selbstgebaute E-Gitarren. Dazu liefen zuerst die Schürzenjäger, aber auch Smokie oder sogar Dire Straits, und ich nötigte meinen Bruder, mitzuspielen , was sich nach spätestens einem Song erledigt hatte, weil Playback-Klampfen oder Tastendrücken nicht so spannend war, wenn man eigentlich nicht weiß, was man tut. Das Schlagzeug hatte schließlich ich für mich beansprucht und das war das einzige, was wenigstens halbwegs passende Geräusche von sich gab. Irgendwann habe ich sogar eine Metall-Schöpfkelle, eingeklemmt in die Schublade des Wohnzimmerschranks, als HiHat entdeckt! Das war eine Innovation. ICh muss 6 oder 7 gewesen sein, da kam ich selbstständig darauf, dass man die Snare auf 2 und 4 schlägt und wie man es schafft ein Becken auf die 1 zu spielen und dann richtig auf die Snare zurück kommt, da fühlte ich mich wie der King of Rock! Ich habe damals nicht gezählt, wusste natürlich auch nichts von der Zählzeit 2 und 4, es war Intuition. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, das Ganze nun gemastert zu haben, weil ich zu allem irgendwie mitspielen konnte, und wünschte mir ein Schlagzeug. Hab ich nicht bekommen. Meine Eltern sagten immer, ein Instrument gibt es erst dann, wenn es auch gelernt wird. Gegen Unterricht habe ich mich blöderweise gesträubt. War damals ein Eigenbrödler, Tüftler, ein Ingenieur in den Kinderschuhen (heute bin ichs wirklich im "echten Leben")...ich war der Meinung, ich könne mir das selber beibringen. Habe mir dann immer wieder bessere Drumsets gebaut. Mein Opa hat die Griffe von Kochtopfdeckeln abgesägt und auf selbstgebaute Beckenstative geschraubt, dazu einige Eimer und ich hatte bereits meine ersten "Signature Sticks", ca. Größe 2B aus Haselnussholz handmade by Opa!! Davon gibt es ein Foto, was ich leider im Moment nicht finde (Edit: gefunden!). Diese Drums, die nicht mehr aus Tupperware bestanden, durfte ich nicht mehr ins Haus bringen. Ich musste im Garten spielen. Das ging einige Jahre so:


    drummerforum.de/gallery/image/13205/


    Irgendwann hatte ich mir das mit dem Unterricht doch anders überlegt. Ich ging mit meinem Vater zur Instrumentenvorstellung beim Musikverein. Ich war mir sicher, ich möchte Schlagzeug lernen. Jetzt wurde mir erzählt, ich müsse zuerst ein Melodieinstrument erlernen wegen der Noten...das war natürlich völliger Schwachsinn. Irgendwann sehr viel später habe ich erfahren, dass der Musikverein damals einen Überschuss an Drummern hatte. :biggrin:
    Ich ging nach Hause und hatte wieder kein richtiges Schlagzeug bekommen, denn kein Unterricht = kein Instrument! Das war die Regel. Meine Selfmade-Drums wurden immer ausgereifter. Ich baute mir ein komplettes Set, indem ich mir Felle aus Sperrholz zurechtschnitt, sie mit Kanthölzern in passendem Abstand (heute gleich Kesseltiefe) zusammenklebte und das ganze mit Plastikfolie bespannte (heute gleich Kessel). Die einzelnen Trommeln wurden mit Kanthölzern zusammengespaxt. Die Becken waren aus Verpackungskarton. Von diesem Set gibt es leider keine Bilder :-( Ach übrigens, damals spielte ich zu Wolfgang Petry! Muss so um 2000 gewesen sein.


    2000 - die Jahrtausendwende stellt ein neues Kapitel dar, denn da klingelte eines Tages das Telefon... Fortsetzung folgt!


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    19 Mal editiert, zuletzt von MoM Jovi () aus folgendem Grund: Teil 17 neu hinzu.

  • Welcome!


    Ich freue mich auf Fotos!


    PS: Ich hab früher mit chinesischen Stäbchen auf dem Schreibtisch getrommelt. Als das erste Paar Sticks gekauft wurde,
    war ich beinahe entsetzt, wie groß die Dinger doch tatsächlich sind :D

  • Und wie lange müssen wir jetzt auf die Fortsetzung warten?! :rolleyes: Weitere 11 Jahre? Immer diese cliffhanger :P
    *zappel*

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Und - ich kanns ja sagen: Willkommen im DF


    Ich nicht, ich bin etwas kürzer als Du dabei.


    Ach so: Geile Bilder! Danke!
    Ich meine natürlich die in meinem Kopf... :thumbup:


    Ich fühle mich bei Deiner Geschichte an mein selbstgebautes Set erinnert, auch wenn Deines offensichtlich ausgefeilter war.
    Aber ich musste ja auch nicht so lange auf ein echtes warten wie Du...

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    Teil 2: Die 00er Jahre oder "Das neue Jahrtausend"


    ...ich hatte das Telefon nicht klingeln gehört. Aber meine Mutter kam kurze Zeit später aus dem Haus in den Garten und erzählte mir, dass da grad jemand vom Musikverein angerufen hat. Die Story, dass man zuerst ein Melodieinstrument lernen muss, wäre so nicht richtig. Hm...gingen ihnen nun doch die Drummer zuneige (diese Überlegung kam erst Jahre später auf, als es dann offensichtlich wurde...)? Ich ging zu einer Schnupperstunde (wohl eher 5 Minuten) des Schlagzeuglehrers der Musikschule, mit der der Verein kooperiert und es wurde besprochen, dass ich nach den Sommerferien kommen kann.

    Ich war voller Elan! Dieser wurde im Herbst etwas getrübt, weil mir klar gemacht wurde, dass vorerst immer noch kein richtiges Schlagzeug für mich angeschafft wird. ?( Der Lehrer hatte meinem Vater verklickert, dass man die ersten Monate ganz gut auf einem "Speckbrett" üben kann oder auf jeder Unterlage, die Rebound liefert. Na gut, ich bekam immerhin ein paar Sticks! 8o Und im Unterricht saß ich wenigstens am Schlagzeug des Musikvereins - ein rumpeliges Tama Imperialstar aus den 80ern. Ich tat mir relativ leicht mit den Rhythmusübungen, die ich jede Woche als Übungsblatt bekam und zuhause fleißg auf dem Vesperbrett runterspielte. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit. Wir waren schon ein paar Wochen eher auf eine Zeitungsannonce hin in den Nachbarort gefahren und hatten ein gebrauchtes Basix Concept (oder so ähnlich) angeschaut. Meinem Vater war das Preis-Leistungsverhältnis nicht gut genug und er war zwar Laie, aber Kaufmann, und nicht so wirklich überzeugt. Ich war hin und weg von dem Teil, aber das half nichts! Ich hatte immerhin einen Ohrwurm von dem Beat im Ohr, welchen der Besitzer in Endlosschleife uns vorgespielt hat: Ein Achtelbeat mit Buuumm-Tschak-BummBumm-Tschak plus Tschak auf der letzten 16tel der 2, 3 1/2 Takte auf der HiHat, 8 16tel Tom-Fill und dann das Ride...usw...das hatte mich schwer beeindruckt!

    So schwer beeindruckt, dass ich den Beat so ca. 2-3 Wochen später zu Hause ebenfalls in Endlosschleife spielen konnte. Da hatte ich nämlich dann doch ein Drumset bekommen! Und zu der Zeit hatten wir im Unterricht noch nicht mal Beats gespielt, wir waren immernoch bei Sechzehntel-Pausen oder so. Das Set war ein Dixon aber ohne Dixon-Badges auf den Kesseln :S und Messing-Stanz-"Becken" (HiHat und Ride) sowie einem 16er Tosco-Crash. Ich glaube das war gut, was ich damals aber nicht beurteilen konnte und später sogar für 5 Euro bei Ebay verkauft habe, weil es einen Riss hatte. Das Set haben wir einem Schlagzeuger ein paar Orte weiter abgekauft, der einen ganzen Raum voller Sets hatte, die er angekauft hatte und generalüberholt. Der schien vertrauensvoll und kompetent! Zur Auswahl stand eben dieses Set, wogegen aus heutiger Sicht das zuerst angesehene Basix Set besser dagestanden hatte. Aber es stand eben Basix drauf, und hier stand Dixon drauf - nein es stand nicht drauf, aber man sagte uns es hätte mal draufgestanden. Die Felle waren weiß glatt mit irgendeinem Billigspruch drauf...kam mir alles sehr suspekt vor, aber ich wollte meine Eltern nicht enttäuschen. Und schließlich war ich auch froh, endlich ein Drumset zu besitzen!

    Ich saß stundenlang am Schlagzeug und spielte zu den Schürzenjägern - ich hatte bald fast ein ganzes Album von denen handschriftlich transkribiert und spielte das Zeug notengetreu rauf und runter. Ich kam richtig voran. Es war auch die Zeit, als Bon Jovi "It's my life" veröffentlichen. An mir ging das mit 11 Jahren im Jahre 2000 zwar vorbei, aber an meiner Mutter nicht. Sie kaufte in ihrem Unwissen eine Bon Jovi Tribute CD, also nicht original, wo It's my life mit drauf war. Die anderen Songs gefielen mir nicht so. Das sollte sich 3 Jahre später ändern, aber das ist eine andere Geschichte...aber eine ziemlich große Geschichte, denn immerhin sind Bon Jovi der Grund für meinen Nickname. Das erzähle ich ein anderes Mal. ;)

    Das alte Tosco Crash war mir zu rauschig. Ich wusste damals nicht, dass es mir zu "rauschig" war, aber es gefiel mir nicht. Ich wollte den Paiste-Sound von der Schürzenjäger CD haben und dachte, dass ich den mit einem 14er Crash Paiste 402 auch bekomme...zumindest war der für mich da einigermaßen bezahlbar. Die Enttäuschung gestand ich mir dann selber nicht ein, aber ich hatte ein neues Becken! Bald bestätigte mich mein Lehrer, dass Paiste 402 gute Becken seien, und schaffte es, dass ich mit viel erspartem Taschengeld auch die HiHat und das Ride aus der Serie anschaffte. War aber schon um Welten besser als die Messingteller vom Anfang! Ich war eigentlich sehr begeistert von den Becken, ja.

    Mittlerweile spielte ich in der Jugendkapelle des Musikvereins, wie es so der Brauch ist nach spätestens 2 Jahren Musikunterricht. Ich muss hier auch zugeben, dass ich damals (!) den durchschnittlichen Schlagzeugern gleichen Alters voraus war. :saint: Ich wurde nach dem ersten Weihnachtskonzert sogar schon in das große Orchester aufgenommen, weil ich mich in der Jugendkapelle unterfordert fühlte. Trotzdem war es wohl die falsche Zeit für mich. Ich wurde mit der Blasmusik nicht warm. Ich wollte "moderne Musik" spielen. Polka machte mir keinen Spaß, nur Snare, Bass und Ride. Das ist heute anders. Aber damals wars nix. Meine Eltern merkten das. Im Januar 2003 stand dann eine Anzeige im Gemeindeblatt von einer Gruppe Mädels um die 18, welche im Herbst zuvor ein kleines Akkordeon-Ensemble gegründet hatten und nun auch eine/n Schlagzeuger/in suchten. Meine Mutter also sprach mich darauf an, weil sie mir die Sache wirklich zutraute - ich hatte bis dahin ja gerade einmal 2 1/4 Jahre Unterricht gehabt! Aber es war das richtige für mich. Die erste Probe lief sehr gut und ich hatte den Job, wenn ich wollte. Ich wollte! :) Die Gruppe wurde im April/Mai 2003 ein eingetragener Verein und heißt Akkordeonorchester "Chill Out" e. V. St. Märgen. Bin heute immer noch dabei. Was wir da so gemacht haben, war äußerst interessant. Muss ich aber auch ein anderes Mal erzählen.

    Man kann sich denken, dass das Klima zum Musikverein zeitweise nicht optimal war, als ich nach dem Weihnachtskonzert 2004 dort aufgehört habe...naja, heute ist das wieder in Ordnung. Helfe auch ab und an dort mal aus.


    Das war der erste Teil der 2000er Jahre...es folgte die wilde Teenie-Zeit. Fortsetzung folgt!


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  • MoM Jovi

    Hat den Titel des Themas von „Wer ist eigentlich MoM Jovi ???“ zu „Meine Vorstellung: Wer ist eigentlich MoM Jovi ???“ geändert.
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    Teil 3: Die wilde Teenie-Zeit und Bon Jovi


    Im Jahr 2000 hatte ich nicht nur mein erstes "richtiges" Schlagzeug bekommen, sondern ich wechselte nach der Grundschule aufs Gymnasium. Ich lernte also viele neue Menschen und Freunde kennen, mit denen ich mich anfangs nie über Musik unterhielt. Ich war von meinen Grundschulfreunden schon eingeschüchtert worden, und wollte jetzt auch nicht gleich jemandem von den neuen Klassenkameraden erzählen, dass ich eigentlich nur Wolfgang Petry und Volksmusik höre. Das ging ne ganze Weile gut! Im Akkordeonorchester wurde sich auf den allerersten Auftritt vorbereitet, welcher am 1. Juni 2003 stattfand (ich war seit Februar dabei und habe das damals ganz gut gemeistert). 3 von den Akkordeon-Mädels waren an diesem Termin nicht dabei, weil sie zum Bon Jovi Konzert nach Mannheim gefahren sind, welches am gleichen Tag sein sollte. Alleine das ständige Reden von diesem "Bon Jovi Konzert" faszinierte mich! Das Akkordeon-Konzert war vormittags, nachmittags war ich mit meinen Eltern unterwegs und hörte auf SWR3 auch die ganze Zeit nichts anderes als von Bon Jovi reden, die hatten da so einen Teaser, in dem immer ein Stück von "In these arms" lief, und das gefiel mir ziemlich gut. Sie sagten, dass sie am Abend einige Live-Eindrücke vom Konzert senden werden. Ich dachte, das wären wirklich Aufnahmen von diesem Konzert, diese Illusion löste sich erst sehr viel später auf.

    Bon Jovi hatten mich neugierig gemacht. Ich lag bis spät abends wach im Bett und nahm das, was da im Radio von Bon Jovi kam, auf Kassette auf! (Später wurde die Kassette bei voller Lautstärke wiedergegeben und über das billige Mono-PC-Mikro "digitalisiert" und auf CD gebrannt. Die CD habe ich heute noch, neben einigen anderen "Selfmade-Samplern" mit Radiohits aus dieser Zeit.). Es waren schließlich Songs wie "In These Arms", "Someday I'll be Saturday Night" und "Always", die mich direkt getroffen haben. Das war meine Musik, auf die ich lange gewartet hatte! Nach und nach füllte sich mein CD-Regal mit dem Gesamtwerk von Bon Jovi, so wie es das Taschengeld zuließ. Tico Torres prägte mein Schlaagzeugspiel demzufolge wie kein anderer und die Musik von Bon Jovi beeinflusste mein eigenes Songwriting, auch wenn man es offensichtlich nicht immer hörte. Aus zahlreichen Dokus und Konzertfilmen baute ich mir anhand Bon Jovi meine Idealvorstellung einer eigenen Band, was anfangs zu viel Engstirnigkeit meinerseits führte und meinen ersten Bands nicht immer gut tat. Überhaupt ging es in der allerersten Band viel mehr um Bier als um Musik, aber es war irgendwie Rock'n'Roll! Der Bassist hatte und hat heute noch kein Taktgefühl und spielen konnte er auch nicht. Noch dazu versuchte er sich als Sänger, was hoffnungslos in die Hose ging. Sein großes Vorbild war immerhin Kurt Cobain, der "ja auch nicht singen konnte". Regelmäßige Bandprobe-Wochenenden begannen mit 30 Minuten musikalischen Gehversuchen und klangen dann feucht fröhlich aus. Irgendwann sah unser Frontmann ein, dass es keinen Sinn mit ihm hatte, und die Band, die übrigens "Mother Petroleum" hieß, löste sich in dieser Form auf. Von dieser Band werdet ihr auch nichts im Netz finden. ;)

    Das war so Mitte des Jahres 2006. Das weiß ich recht genau, denn ich hatte damals schon gute 2 Dutzend eigene Songs geschrieben, die aber erstmal wieder nicht performt werden konnten. Diese Songs habe ich von Weihnachten 2004 bis Sommer 2006 als Demos mit dem Magix Midi Studio aufgenommen. Sie klangen nach Plastik-MIDI und waren recht emotionslos von mir eingesungen, aber im Kern ganz gut im Nachhinein betrachtet. Manchmal frage ich mich, wie ich so tiefgründige Texte schreiben und so viel Geduld in kompositorische Feinheiten habe stecken können. Aber ja, ich war damals auch nur Schüler.

    Einige Schnipsel gibt es davon, performt von meiner nächsten Band "It's a SHE", welche sich aus dem Gitarristen und Keyboarder von "Mother Petroleum" und meiner Wenigkeit Ende 2006 gebildet hat. Außerdem kam mein Bruder als zweiter Gitarrist und ein Sänger mit klassischer Gesangsausbildung dazu! Richtig gelesen, diese Band hatte keinen Bass im Lineup! So traten wir gute 2 Jahre im Freundes-/Schulkreis auf. Das klang u. a. so:


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    Sänger und Gründungsgitarrist sind irgendwann ausgestiegen. Ich glaube, es gab den ein oder anderen Streit wegen einem Mädel. :D Da holten wir uns einen Kumpel meines Bruders als Bassisten dazu, das war etwa 2008-2010. Mein Bruder wurde außerdem Frontmann:


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    Den bis dahin größten Gig hatten wir beim hiesigen "Rock am Bahndamm" mit Aushilfsgitarristen wegen gebrochenem Finger des Gitarristen und Sängers (erste Band im Video):


    Da der Keyboarder und ich bereits 2009 Abitur gemacht hatten, verlief sich das Ganze dann bedingt durch Studium im Sommer 2010, nachdem wir ein paar tolle Gigs und sogar ein Radiointerview hatten. Aber so läuft es halt im Leben...


    Aus musikalischer Sicht hatte ich also eine wirklich tolle Teenie-Zeit mit vielen (meist selbstgemachten) Höhen und Tiefen! :)

    Es folgte eine Art Neustart, während das Akkordeonorchester im Backstage weiter mitlief... Fortsetzung folgt!


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  • Jetzt wurde mir erzählt, ich müsse zuerst ein Melodieinstrument erlernen wegen der Noten...das war natürlich völliger Schwachsinn. Irgendwann sehr viel später habe ich erfahren, dass der Musikverein damals einen Überschuss an Drummern hatte. :biggrin:

    :D Ganz genau diese phantastische Geschichte wurde mir ebenfalls aufgetischt und hat mir 2 wunderbare Jahre Unterricht an einem ganz tollen Horn eingebrockt :rolleyes:

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    Teil 4: Geartalk! (2003 - 2015)


    So, nach einigen Geschichten aus dem Leben wird es mal langsam Zeit, über Schlagzeug zu reden! Ich hatte ja schon kurz angerissen, dass ich früh von markenlosem Messing-Stanzblech auf Nickelsilber von Paiste (402) umgestiegen bin. Das muss spätestens im Sommer 2002 gewesen sein. Genau weiß ich es aber nicht. Jedenfalls habe ich meine ersten Auftritte mit dem Akkordeonorchester im Jahre 2003 schon mit den Paiste 402 gemacht (14HH, 14Cr, 20R). Auch das (zumindest per Definition) "Dixon" Set war 2-3 mal dabei. Damals hatten die Umlandgemeinden noch Geld und Zeit für regelmäßige "Kurkonzerte" von nicht gemeindeeigenen Vereinen...! Aber zurück zum Gear: Etwa im September ging es ins "DrumHouse", damals noch in Waldkirch, mittlerweile in Freiburg. In Absprache mit meinem Schlagzeuglehrer hatten wir schon vorab 2 gebrauchte Kits ausgesucht, von denen mindestens eines von Sonor gewesen ist. Wahrscheinlich Buche, mit "schönen" gemaserten Kesseln in den damals üblichen Größen 22/12/13/16... (ich hatte erzählt, wie wichtig meinen Eltern damals die Absprache mit dem Lehrer war, aber ist ja auch verständlich). Diese beiden vorgeschlagenen Sets sagten mir mindestens optisch nicht so richtig zu - aber auch preislich, da ich jetzt einen erheblichen Teil aus eigener Tasche bezahlen sollte, wenn das eingeplante Budget meines Vaters exkl. dem Ankaufpreis für das "Dixon"-Set überschritten wurde. Eigentlich wären wir in gegenseitigem Einverständnis (ich sah das etwas anders...), dass wir vielleicht noch 1-2 Jahre warten, schon wieder gegangen, da sprang mir das Basix Custom Series Set ins Auge! Ich hatte mich erst nicht getraut, danach zu fragen, weil man sich damals über Basix eben so Sachen erzählt hat. Dieses Set kam mir aber doch irgendwie sehr wertig vor, soweit ich das beurteilen konnte, auch im Vergleich zu dem was da sonst noch rumstand (ich war 14 :saint: ).

    Jedenfalls der Verkäufer so "achso, ja warum eigentlich nicht". Ich glaube, er dachte, wir hätten den Anspruch auf ein richtiges "Markenset". Ich erinnnere mich, wie er dann erklärt hat, dass "die Schrauben laufen, aber halt nicht so wie bei den teuren Sets". Wir haben das Set gekauft ohne Snare, Hocker, Fußmaschine und kamen glaube ich mit Ankauf des alten Sets unterm Strich noch auf 700 Euro. Ganz schön viel war das trotzdem noch...


    Und hier seht ihr dieses Set, im Übrigen beim ersten Auftritt meiner Band "It's a SHE" (ich habe oben davon erzählt) am 16.03.2007:

    drummerforum.de/gallery/image/13272/


    Wem es auffällt: Hier hängen oben ein 16er Paiste 402 Crash sowie ein 10er PST3 Splash und 14er PST3 Crash. Das 16er hatte ich mir mal irgendwann in der Zwischenzeit dazu leisten können und das 14er Paiste 402 Crash bekam einen Riss. Da gab es die 402er Serie schon nicht mehr, sodass ich auf das ziemlich günstigste PST3 Zeug ging und mir gleich noch ein Splash dazu nahm. Auch die Snare auf dem Foto ist keine Basis, sondern eine Pearl Forum 3000 mit weinroter Folie. Die habe ich mir auch mal bei Ebay für 60 Euro geschossen, weil ich die alte "Dixon" Snare ja behalten hatte, aber ständig die Schnur-Abhebung gerissen war. Überhaupt war es ein störrisches Teil mit rostigen Schlitz-Spannschrauben gewesen, habe sie dann als "Stadiontrommel" versteigert.


    Mit diesem Set spielte ich dann eigentlich fast mein halbes Leben zu der Zeit. Mein Lehrer attestierte mir auch irgendwann, dass die Basix Custom Serie mindestens mit dem alten Tama Imperialstar vom Musikverein mithalten könne, und auch generell ein schickes Set sei. Kann ich nach wie vor bestätigen. Das Set steht immernoch im Proberaum von "Dr. Funhouse" (eine Band, die ich noch vorstelle). Es handelt sich um die "alte" Basix Custom Serie, welche man an den ovalen Spannböckchen erkennt, die wurde eben um 2003 rum hergestellt. Später gab es nochmal eine andere Custom Serie, die mir nicht mehr so wertig vorkommt, bevor Gewa dann mit DrumCraft anfing.

    Nach dem Abitur machte ich dann ein duales Studium, verdiente also etwas Geld, und habe dann Ende 2009 angefangen, nach und nach gebrauchte Paiste Alpha zu kaufen. Ich war ja voll auf dem Bon Jovi Trip und Tico Torres war ein großes Vorbild für mich, weshalb ich bei den Haupt-Crashes (16 und 18) und Ride (20) zunächst auf die Power Varianten schielte. Dazu kamen dann noch die entsprechenden Thin Crashes in 16 und 18 Zoll. Die HiHat war 14 Zoll Medium. Außerdem ein 8er Splash und ein 18er China. Letzteres aber schon in der neuen "Brilliant" Alpha Variante. Paiste hatte ja schon wieder umgestellt...

    Ende 2011 sah das Set folgendermaßen aus. Der Aufbau ist natürlich an dem von Tico Torres orientiert, mit Außnahme der zweiten Bass Drum, und ich hatte nur 1 "Up" Tom. Ich tendierte langsam aber sicher zur bis heute anhaltenden Vorliebe für "1Up2Down" und montierte das 12 Zoll (!) Rack Tom als Floor-Tom. Das änderte sich später nochmal, wobei ich das Ride an der Stelle ließ und die beiden Rack-Toms nach links rutschen,


    drummerforum.de/gallery/image/13273/


    Im Jahr 2015 hatte ich das Bedürfnis nach einem neuen Set bzw. ich wollte einfach 2 "richtige" Floor-Toms und generell größere Trommeln. Es ist dann ein Tama Superstar Hyperdrive in "Snow White Burst" geworden und wurde auch bald mit einem "Illumisign" (von hinten beleuchtbar) Bass Drum Frontfell aufgepimpt. Das passte im Gesamtbild perfekt für meine damalige Band Dr. Funhouse. Das Basix Custom sollte eigentlich für das Tama in Zahlung gehen. Aber irgendwie überwog der Kosten/Nutzen-Faktor für das Behalten als Zweitset. Der "Tico Torres Beckenpark" wurde tendenziell immer weiter reduziert und die Power Crashes durch normale Medium Crashes ersetzt. Am Ende habe ich eigentlich nur noch mit 2 Crashes gespielt und auch das Splash kam immer weniger zum Zug. Das lag zum einen am Schlepp- und Montageaufwand. Ich merkte aber auch, dass ich mit weniger Geraffel kreativer bin.

    Hier 2 Fotos von meinem damaligen "Live-Setup" und wie es im Proberaum aussah, wenn er aufgeräumt war:


    drummerforum.de/gallery/image/13276/


    drummerforum.de/gallery/image/13274/


    Das zweite Bild betitele ich auch mit "Schwarzwälder Kirsch" wegen der Farben.

    Also das war es erstmal mit dem "Geartalk". Nächstes Mal erzähle ich wohl wieder ein bisschen über Bands und Projekte. Fortsetzung folgt!


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    Four on the floor sind zwei zu viel.
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  • Ich staune gerade, dass es anscheinend 2011 noch erlaubt war, Taschentücher mit Gaffa auf die Felle zu kleben. Erst dachte ich ja, die 80er klopfen an ;)

    Da musste man das haben, selbst wenn drunter Pinstripes waren.


    Aber habe ich das richtig verstanden, ihr habt für das Basix damals im Laden 700 Euro gezahlt, obwohl ihr das alte in Zahlung gegeben hat und keine Snare dabei war???

    Das würde ich mal ganz schön frech nennen vom Händler.

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    Teil 5: Mehr Geartalk...und der geplatzte Traum von DrumCraft

    (Dieser Teil war eigentlich als Antwort auf Fragen gedacht, hat sich aber zu einem weiteren Kapitel der Geschichte gemausert!)

    Ich staune gerade, dass es anscheinend 2011 noch erlaubt war, Taschentücher mit Gaffa auf die Felle zu kleben. Erst dachte ich ja, die 80er klopfen an ;)

    Ist das selbst heute noch so unüblich? :/ Oder spielst du womöglich auf eine Aussage von mir selbst an, wo ich das Tapen verurteile? :saint: Ich habe damit immer meine Stimm-Nichtkünste übertüncht, bis ich (aber auch erst kürzlich) auf Moongel umgestiegen bin. :)


    Aber habe ich das richtig verstanden, ihr habt für das Basix damals im Laden 700 Euro gezahlt, obwohl ihr das alte in Zahlung gegeben hat und keine Snare dabei war???

    Ja, ich meine diese Zahl noch genau im Kopf zu haben, neben den 200 Euro, die fürs alte Set angerechnet wurden, die ich heute für dieses Set niemals bezahlen würde. Ich kann es nochmal genauer beschreiben:

    5 Trommeln mit schwarzer Folie und ohne Badge, die Bass Drum mit diesen "Pre-Vintage" Beinen, die nicht nach vorne, sondern senkrecht zur Kesselwand austreten, Spannreifen 1mm dick oben ohne "Flange" und 5 Stimmschrauben selbst am 16er Tom, glatte weiße Billigfelle, sowie 2 ausrangierte Stative (Ride und HiHat) - die HiHat einstrebig und ohne Gummifüße. Dazu gabs einen Satz "Ultra Thin" Becken aus Messing (unter Paiste 101 Niveau), nicht gehämmert nur gedreht. Das Snare-Stativ war ebenfalls sehr einfach im Vintage-Stil ohne den heutigen "dreieckigen" Korb, sondern bestand aus 2 starren und einem verschiebbaren Metallarm...


    Aber ja, ich weiß nicht, was es komplett gekostet hätte. Demnach 900 Euro + Snare + FuMa + 1 Beckenständer (ich habe nur HiHat, Ride- und Snare-Stativ mitgenommen). Da hätten wir schon irgendwie über 1000 Euro liegen müssen - neu versteht sich! Aus heutiger Sicht und im Vergleich zu meinem späteren weißen Tama, welches mit 2 Beckenständern und Default-HiHat und FuMa bei 1200 Euro lag, schon ne Hausnummer. Aber wie gesagt, die "Markensets", die im Laden drum herum standen, waren deutlich teurer, weshalb es ja das Basix wurde.

    Oder waren es am Ende 700 Euro abzüglich 200 Euro Ankauf!? :/ Das könnte sein. Machts dann Sinn? Weiß jemand, was die Sets damals gekostet hatten? Es war ja auch das Basix "Custom Series". Das "Classic" lag damals ohne Becken bei 499 Euro und das war...nunja... :D Dieses Set habe ich aber bis heute auch noch unter den Stöcken, und zwar im Akkordeonorchester. Dort haben wir nicht sehr lange Zeit nach meinem Custom Set auch ein Schlagzeug kaufen wollen. Die Kassiererin hatte sich das alles nicht so teuer vorgestellt, sodass es eben dieses Basix Classic mit Paiste 101er Beckensatz wurde. :( Das war sogar maximal 1 Jahr, nachdem ich das Custom bekommen hatte, und wir fuhren zusammen ins DrumHouse. Mein Plan war eigentlich, mindestens auch mit einem Custom für den Verein zurückzukehren. Daraus wurde nichts, denn tatsächlich gab es besagte Custom Serie da schon nicht mehr (2004! Haut das hin? :/ ).

    Überhaupt konnte das DrumHouse zu dem Zeitpunkt auch preislich nichts vergleichbares anbieten. Es gab nur noch Basix Classic und alles andere lag deutlich über 1000 Euro...wahrscheinlich war Basix also am auslaufen und DrumCraft war noch nicht da. So muss es irgendwie gewesen sein...


    ...okay, jetzt wird das hier doch ein weiteres Kapitel... ^^


    Zum Thema DrumCraft und so: Nachdem mein Schlagzeuglehrer das Basix Custom so gelobt hatte, und das tatsächlich mehrfach, kam ich zumindest zu der Einbildung (als Einsicht will ich es mir nicht anmaßen :saint: ), dass die Marke "Basix" ja doch gar nicht so übel ist, wie man es in "Fachkreisen" zu hören gewohnt war und es der Name selbst vermuten lässt...war das nicht die Zeit, in der einfach viel Produktion nach Fernost verlagert wurde, aber als "German engineering" verkauft wurde und gar nicht so schlecht war? Das war zumindest auch bei Gitarren so (ich erinnere mich an heiße Diskussion meiner Bandkollegen mit dem Klassenlehrer, der ein alter 68er und Fender-Guru...aber was konnte man sich als Schüler schon leisten...es war ja gut, wenn man wenigstens Musik machte anstatt zu zocken). Und bei Modelleisenbahnen war es auch so, was der Firma Märklin meines Wissens 2008 auf die Füße gefallen ist... aber zurück zum Thema:

    Ich war also im besten Teenie-Alter und habe Leuten als kleiner "Experte" durchaus zu Basix Drumsets geraten. So auch meinem Groß-Cousin, dem ich damals irgendwann angefangen habe, Schlagzeug Unterricht zu geben. Der hatte familiär bedingt eine starke Bindung zum Musikverein seines Vaters und wie sollte es anders sein, war sein erstes Schlagzeug selbstverständlich von Sonor (Modell weiß ich nicht, ich schätze Preisklasse um die 1000 Euro). Irgendwann wollte er dann eine Stufe höher gehen. Das war glaube nach 2010...ich hatte ihm ebenfalls das DrumHouse empfohlen und er kam schließlich mit einem Stapel Prospekte zu mir, da ich als "Experte" auch noch konsultiert werden sollte. Darunter waren - natürlich - Sonor, Pearl..."und dieses DrumCraft da hat er mir mal noch mitgegeben". Es war offensichtlich, dass DrumCraft nicht so auf Anklang stieß. ^^ Bei mir aber umso mehr, nachdem wir ein bisschen geblättert hatten. Es gab da die 8er Serie (hieß die so?, die Pro-Ausführung jedenfalls), von der als Aufmacher ein matt-schwarzes Set dastand, sogar in meine liebäugelten "1Up2Down" Konfiguration. Ich hatte eigentlich keine Augen mehr für die Traditionsmarken. Es wurde beim Groß-Cousin letztlich trotzdem ein Sonor Kit.

    Ich aber wollte das matt-schwarze DrumCraft haben! Natürlich zügelte ich meine Euphorie erst mal wieder.

    Als ich 2015 dann das weiße Tama gekauft habe, war ich eigentlich mit dem Gedanken losgezogen, eben dieses DrumCraft Set zu erstehen! Ich hatte ein Déjà-vu von etwa 10 Jahren zuvor, als es hieß "Basix Custom gibts nicht mehr". So hieß es auch jetzt, "DrumCraft Pro gibt's nicht mehr, jedenfalls nicht als Wunsch-Konfiguration". Da standen lediglich einige DrumCraft 6 als Einsteigermodelle mit 2 Racktoms und für mich viel zu kleinem 14er Floortom. Außerdem nicht im schwarzmatten Finish. :(

    Ich wollte damals gerne Toms in 12/14/16 haben und zwar 1Up2Down. Glaubt mir einer, dass ich das damals schier von fast keiner Marke zu meinem Budget bekommen konnte? Angeblich wäre da nur eine Custom-Lösung von DW jenseits der 5000 Euro Marke möglich...oder eben Tama Superstar Hyperdrive mit den flachen Racktoms, wo man dann das zweite Racktom weglässt. Das wurde es dann.


    Mittlerweile hat das Basix Classic Set im Vereinsraum übrigens anständige Felle bekommen und einen Zultan Rock Beat Beckensatz. Für die Vereinsprobearbeit ist das ganz in Ordnung. Mit den Paiste 101 hatte ich mich nur wenige Jahre abgegeben, da ich dem Verein mein Nickelsilber verkauft habe, als ich zuhause auf Paiste Alpha umgestiegen war.


    So...nun habt ihr doch noch einiges über meine heimlichen DrumCraft-Träume erfahren und wie es zum Tama-Set gekommen ist! Fortsetzung folgt!


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    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
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  • .... schön schön zu lesen

    guck mal genau hin :love:

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    Den anfang Intro nett versäumen.


    das Dieses Set wurde wenn ich mich nicht täusche original zum Verkauf im Netz angeboten

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



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    Teil 6: Der Weg ist das Ziel - Projekte und Einsichten ab 2010


    Mit dem Studium und dem damit verbundenen Ende der Ära "It's a SHE" brach so eine Art "Lebenswerk" zusammen, zumindest hatte ich mir das eingebildet. Es war die Band, bei der bei weitem nicht alles glatt lief, aber es war auch die Band, mit der man ein Leben lang zusammen bleiben mochte. Der Schmerz traf aber eigentlich nur einen selbst. Ich und mein Schulkamerad, der Keyboarder, mussten bereits nach dem Abi 2009 erfahren, dass die vermeintliche Fanbase aus dem Umfeld der Schule sich schnell andere "Lieblingsbands" suchte und die Auflösung ein Jahr später schon gar nicht mehr mitbekommen hat. Wir hielten uns selber für Rockstars, die wir nie waren. ^^ Aber es war alles für etwas gut. Ich hatte ja noch das Akkordeonorchester. Allerdings wurde es auch dort schwierig, da ich ja nur alle paar Wochen zuhause war. Vor wichtigen Auftritten wie dem Jahreskonzert bin ich dann schonmal mittwochs 2 Stunden zum Proben nach Hause gefahren (Lörrach -> St. Märgen). Das widerstrebte mir, aber ich machte es wegen der Musik. Als wäre es nicht genug gewesen, habe ich mir dann doch ein Cover-Bandprojekt in Bad Krozingen angelacht, das waren so etwa 30 Minuten von Lörrach. Anfangs habe ich das mit dem Regionalzug gemacht und immer meine Snare und Becken dabei, zudem war es eine Viertelstunde zu Fuß vom Bahnhof zum Proberaum. ;( Später hatte ich ein Auto. Mit der ersten Besetzung dieser Band gab es bald schon einen Auftritt. danach aber wurde sich ausgetauscht und die Visionen der Bandmtglieder waren einfach zu weit auseinander. Das war für mich wieder nicht einfach zu verstehen, da ich vom Typ her nicht immer gleich jedes Problem so ernst nehme und Konflikte bis zu einem Punkt vermeide. Der Sänger hatte es echt drauf und hatte seine Vision, mit der die anderen nicht ganz klar kamen. Ich hatte aber bis jetzt gedacht: Das ist die Band... aber ich musste lernen: Der Weg ist das Ziel. Bald waren ein neuer Bassist und Gitarrist gefunden. Da hatten wir 2011 einen echt coolen Mini-Gig unter dem Bandnamen "und viele mehr". Den hatten wir gewählt, weil wir somit quasi auf jedem Festival-Plakat stehen. ;) Auch dieser Gig stand unter dem Zeichen "der Weg ist das Ziel", denn die beiden Saitenmänner wollten danach wieder mehr Zeit für andere Bands oder Familie. Der Proberaum verschob sich Anfang 2012 endlich in einen schönen Gewölbekeller nach Freiburg City, was mir sehr entgegenkam, da ich jetzt im Rahmen meines (übrigens dualen) Studiums eigentlich nur noch in der Praxisphase (also zuhause) war und auch bald damit fertig werden würde. Pünktlich zum Studienabschluss wurde dieses Projekt dann aber endgültig in gegenseitigem Einvernehmen auf Eis gelegt, nachdem wir mit vielen verschiedenen Bassisten und Gitarristen in wechselnder Besetzung herumprobiert haben. Es sollte am Ende aber zu der Zeit einfach nicht sein, eine Formation zusammenzukriegen, die 1. motiviert, 2. spielerisch einigermaßen auf der Höhe und 3. zumindest im Großraum Freiburg angesiedelt ist.

    Der Weg ist das Ziel, das wurde jetzt allmählich zu meiner Devise, wenngleich mir das Loslassen bis heute schwer fällt, wenn man ein Projekt mal zum Laufen gebracht hat.

    Aber der Weg sollte tatsächlich weitergehen, denn nun sollte mich das wohl größte Lehrstück meines Lebens erwarten. Das Timing war im Nachhinein betrachtet perfekt:


    Anfang 2012 hatten wir beim Akkordeonorchester einen neuen Dirigenten bekommen. Dieser war anders als die bisherigen Dirigenten. Das was ich jetzt erzähle, erzähle ich aus meiner Sicht und bestem Gewissen. Mag sein, dass sogar jemand aus der "Akkordeonzunft" mitliest und sich durchaus an diese Zeit erinnert. Ich werde auch keine Namen nennen. :saint:

    Der neue Dirigent war kein klassischer Dirigent aus dem Akkordeonistenmilieu, welche glaube ich so ziemlich alle ein Studium an der Hohner-Akademie hinter sich haben. Er kam eher aus dem Unterhaltungssegment, hatte sich aber dann per Fortbildung auf AKkordeon spezialisiert. Sein Ziel war, das Akkordeonorchester attraktiv zu machen, weg von diesem klassischen "Kurgarten Sonntagvormittagskonzert" mit Original(pflicht)literatur. :saint: Er traf meinen Nerv! :love: Wir wollten das Akkordeon nie unterordnen, im Gegenteil. Aber wir haben als erstes das Programm mit bekannten und zugleich aktuellen Melodien gespickt, Literatur, die es nicht von der Stange zu kaufen gibt. Wir haben andere Instrumente und Gesang dazugeholt, und das bald zu jeder Gelegenheit. Es zeigte sich, dass man extrem viel mehr Publikum erreicht, zum einen durch die Literatur selbst, zum anderen über die Vielzahl externer Musiker und ihre Kontakte, die sonst nichts mit dem Verein zu tun haben. Dazu haben wir so allerhand selbst arrangiert. Ich habe auch angefangen, für Orchester zu arrangieren. Das gefiel nicht jedem "Experten" aus dem Milieu. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Arrangements nicht nach Lehrbuch waren und somit das Instrument beleidigten. Möglicherweise lag es auch am offensichtlichen Erfolg, obwohl musikalisch anscheinend nicht alles prüfungstauglich war - aber in der Popmusik sind ja numal alle Sauereien erlaubt. :P Wir (zumindest der Dirigent und ich) waren auf einem regelrechten Höhenflug. Wir gestalteten bald zu jedem Wald- und Wiesenkonzert ein ausgeklügeltes Programm mit teils neuen Titeln. Das konnte nicht lange gutgehen! Zum einen wuchs der Unmut in der Spielerschaft, was ja auch durchaus verständlich ist, denn für viele war das einfach nur "Hobby und Ausgleich". Die Proben waren der Schlagzahl ständig neuer Stücke entsprechend intensiv, und auch organisatorisch gabs manchmal mehr zu tun, als sich ein durchschnittlicher Vereinsmusiker erträumt. Vielleicht war es auch die "mediale Präsenz", denn unser Internet- und Social-Media Auftritt war ständig in Rotation und strotzte von Hochglanz-Ankündigungen, weil wir eben schon auf dem Plakat jede Veranstaltung zu einem "Event" machten. Nicht auszuschließen, dass auch die ein oder andere Kritik bei den Spielern ankam. Der Höhepunkt war unser 10jähriges Jubiläum 2013 mit einem großen Jubiläumskonzert, bei dem wir den örtlichen Musikverein sowie den Männergesangsverein auf die Bühne holten. Unter dem Deckmantel des "Jubiläumsjahres" haben wir noch einige weitere kleine Konzerttermine zu regelrechten "Events" gemacht. Das wir damit eine gewisse Reichweite erlangt hatten, offenbart ein zeitlich eindeutiger Zusammenhang unserer Premiere eines bekannten Blasmusikstückes in der Akkordeonorchester-Fassung und dem Verlegen dieses Stückes durch einen im Milieu bekannten Notenverlages. :saint: :evil:

    Hier sind mal zwei Eindrücke vom besagten Jubiläumskonzert, wie ein Akkordeonorchester auch klingen kann. Einmal Blasmusik:

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    ...und einmal ein Deutschrock-Klassiker:

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    Die ganze Geschichte verjährt allmählich, sodass ich das hier erzählen kann, selbst wenn es über die Ufer des Drummerforums hinausgehen sollte. ;) Das war eben dieses Lehrstück, welches mich auf der einen Seite musikalisch und eventplanungstechnisch extrem weiterbrachte (wenngleich mir attestiert wurde, ich können nicht arrangieren). Auf der anderen Seite lehrte es mich aber, was passiert, wenn man nicht die ganze Gruppe und ihre Bedürfnisse abholt und mitnimmt, ihnen für ihre Verhältnisse zu viel abverlangt. Wir hatten zudem auch immer mehr Technik an Bord, sowohl Ton als auch Licht. Wir haben sogar mit Backingtracks herumgespielt und dachten, das funktioniert, wenn wir es einfach machen. Man kann sich denken, was passiert, wenn "Laienspieler" davon Wind bekommen, das nach außen tragen und die Kritiker anfangen mitzudiskutieren...als das Jahreskonzert im Frühling 2014 dann sowohl programm- als auch bühnentechnisch das Jubiläumskonzert vom Vorjahr zu übertreffen schien, wurde es einigen dann doch zu suspekt. Stichwort "kognitive Dissonanz" ... "Wir können doch nicht jedes Jahr Jubiläum machen". =O Deswegen war es dann Ende 2014 Zeit für den Dirigenten, zu gehen. Seither ist es wieder ein ganz normales Akkordeonorchester.

    Zugegebenermaßen war es gut so. Ich merkte selber, dass einem die zahlreichen Nächte der Vorbereitungen an die Substanz gehen können, vor allem wenn man wohl die Anerkennung, nicht aber das Verständnis von den eigenen Leuten entgegengebracht bekommt. Es war eine aufregende Zeit, in der ich sehr viel lernen konnte, was nicht direkt mit dem Schlagzeugspiel zu tun hat. Der Weg war das Ziel, und es schien vom Schicksal einkalkuliert gewesen zu sein, dass sich bereits im Frühjahr 2014 eine weitere Wendung ergeben hatte, denn da hatte das Telefon abermals geklingelt... Fortsetzung folgt!


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  • guck mal genau hin :love:

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    Das ist das mattschwarze DrumCraft 8, richtig? :love: Das Video habe ich schon mal gesehen. Ich habe hier bestimmt schonmal von dem Set geschwärmt, und du hast es mir gezeigt.

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  • Also ehrlich gesagt freue ich ich über mein mattschwarzes Drumcraft jedesmal, wenn ich es ausführe. :)

    Habe es mit Coated Ambas befellt, und es klingt einfach wahnsinnig stimmig. Vielleicht nicht so charaktervoll wie ein Vintage, eher modern und "high gloss"ig, aber es macht enorm Laune. Obwohl ich es nebenbei gesagt viel zu selten spiele, da mein Vintage für die meisten Gigs das Goto-Set ist, wenn ich nicht aus Platzgründen mein kleines Gretsch einpacke.

  • Also ehrlich gesagt freue ich ich über mein mattschwarzes Drumcraft jedesmal, wenn ich es ausführe. :)

    Habe es mit Coated Ambas befellt, und es klingt einfach wahnsinnig stimmig. Vielleicht nicht so charaktervoll wie ein Vintage, eher modern und "high gloss"ig, aber es macht enorm Laune.

    Dann bist das aber nicht du auf dem Video, welches orinocco verllinkt hat? :/


    Also weil heut Freitag ist, gibt's noch eine weitere Folge aus meiner Karriere:


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    Teil 7: Dr. Funhouse und das perfekte Bühnenbild


    ...Leo war am Telefon und fragte "hast du Bock auf ne Band?" "Ja wie...?" fragte ich. Ich hatte Leo Ende Januar 2015 beim 50. Geburtstag der Frau meines Onkels kennengelernt. Leo war der Bassist der Kirchenband meines Onkels und ich hatte für 3 Lieder anlässlich dieses Geburtstages ausgeholfen, weil der Schlagzeuger verschollen war. Die Band löste sich danach auf, und Leo hatte Bock, wieder was zu machen. Er war damals Mitte 60 und hatte bereits in den 70er Jahren sehr viel Musik gemacht mit diversen Tanzbands, wie es sie in dieser Zeit allem Anschein nach gegeben hat wie die Fliegen. Leider habe ich diese Zeit längst nicht mehr miterlebt, in der sich anscheinend die Clubs und Tanzfest-Veranstalter (man spricht bei uns auch vom "Schwof") um einen gerissen hatten, wenn man nur ansatzweise wiedererkennbar die Hitparade hoch und runter gespielt hat. 3 Auftritte pro Wochenende müssen keine Seltenheit gewesen sein, und man konnte vielleicht sogar von der Musik leben...hach ja :saint: vielleicht kennen das die Älteren hier auch noch!?

    Ein Bekannter von Leo war schon als Gitarrist gesetzt und es ging auf Sänger/innen- und Keyboarder/innen-Suche. Die Sängerin war bald per Musikeranzeige gefunden und war ein echter Glücksfall. So alt wie ich - damals Mitte 20 - eine Röhre von einer Stimme und sich nicht zu schade, jede Woche mit 2 älteren Männern und mir abzuhängen. Die beiden "Senioren" hatten sich vor allem Blues auf die Fahnen geschrieben, was mit uns zwei Jüngeren nicht so ganz klappen wollte. Wir fanden gute Kompromisse und spielen im Prinzip Top40 Covers, wir sagen auch oft "Musik aus den letzten 60 Jahren und von heute".

    Der Anspruch entspricht eher so dem Hobbystatus und schwierige Parts werden gerne mal "auf eigene Weise" interpretiert, was ich aber akzeptiert habe, da die Gruppe passt.

    Hier ein kleiner Zusammenschnitt, schon etwas älter, aber bis auf immer wieder ausgewechselte Keyboarder/innen hat sich nicht sehr viel geändert:

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    Die Findung des Bandnamens war am Anfang etwas holprig. Ältere Leute haben teilweise komische Vorstellungen für Bandnamen und wollen noch dazu am liebsten ein Bandfoto, auf dem alle einheitlich gekleidet sind und jeder sein Instrument in die Kamera hält. X/

    Wir haben uns dann auf die Doktor-Nummer geeinigt, weil an der Proberaumtür "Dr. Strangelove" stand. Wir wussten nicht, wer Dr. Strangelove war und kamen auch nicht auf die Idee, das zu googlen. So spielten wir den ersten Auftritt unter diesem Namen. Hinterher wurden wir auf einen gleichnamigen Film hingewiesen und entschieden aus geschichtlichen Gründen, den Namen zu ändern. Den Doktortitel behielten wir, und wurden zu "Funhouse", was nicht nur beim Finanzamt bei der Anmeldung als GbR für Verwunderung sorgte... Viele übersetzen Funhouse wörtlich, handelt es sich doch um ein Spiegelkabinett auf dem Jahrmarkt! :evil:

    Spiegelkabinett fand ich cool. Ich erinnerte mich an einen kritischen Konzertartikel über Bon Jovi, in dem es hieß, "ein Bon Jovi Konzert ist wie Jahrmarkt: schnell, laut und bunt!" Ich fand aber, das passt für eine Coverband, die die Leute unterhalten möchte!

    Ich stellte mir auch schon unser eigenes Bühnenbild mit Spiegelelementen vor, was meiner Meinung nach leicht zu realisieren wäre. Ihr kennt meine Euphorie für solche Sachen aus dem letzten Teil... :love: 8o

    Am Ende hatte ich wenigstens das "Snow White Burst" Tama Superstar Hyperdrive Set (Bilder siehe oben) mit einem spiegelnden Illumisign Frontfell. Darauf war eine blau EKG-Linie, die dann von innen beleuchtet wurde. Das "Snow White Burst" Finish hatte ich nicht direkt wegen der Band gewählt, aber es passte perfekt...Fügung, Zufall, Schicksal? =O Zudem tragen wir bei Auftritten weiße Arzt-Hosen und meistens blaue Oberteile.

    Zwei mal schon hatten wir einen schönen Hallengig mithilfe eines Fasnachtsvereins organisiert, der dann eigentlich jährlich im November fortgeführt werden sollte. Das war zuletzt nicht mehr möglich, die Gründe sind ja bekannt.

    Meine euphorische Motivation kannte keine Grenzen und ich habe das Bühnenbild zuletzt in Eigenregie gestaltet und eine komplette Lichtshow für 34 Stücke programmiert, gesteuert mit einem mittelmäßigen Stairville DMX Mischer und teilweise MIDI Steuerung via Drumpad. Das war ehrlich gesagt ein ziemlicher Stress für mich, erst nächtelang die Show zu programmieren (das LED-Geflacker ist dem anschließenden Schlaf nicht sehr förderlich) und schließlich auch noch 4 Stunden konzentriert zu bleiben, um den Gig zu spielen und nebenher die Cues zum richtigen Zeitpunkt abzufeuern... =O

    drummerforum.de/gallery/image/13275/

    Auf dem Foto fehlen noch jeweils 1 weiterer LED-Bar links und rechts sowie auf jeder Seite ein 4er PAR für Bühnenlicht, und jeweils ein PAR war sogar ins Publikum gerichtet, um die Halle bei Mitsingstellen zu erleuchten. Das fanden die Leute wiederum sichtlich komisch, denn das Durchschnittsalter in unserem Publikum kennt das nicht. ^^


    ...aber was macht man nicht alles, wenn einen der Vogel gepackt hat! In diesem Sinne... Fortsetzung folgt!


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    Teil 8: Wäre es nicht "Brasstastisch", in noch einer Band zu spielen?


    ...tja, wenn einen der Vogel gepackt hat! Dr. Funhouse machte Spaß (ich war noch nie zuvor so viel beim Arzt, genau genommen mindestens 1x pro Woche ^^ ), aber es war mir zu wenig. Also jede Woche proben für 4-6 Auftritte im Jahr. Ich hatte ja von meiner kindlichen Liebe zur Volksmusik erzählt. Diese wurde in der Teenie-Zeit bedingt durch meinen Freundeskreis zurückgedrängt, war aber immer noch da und entfachte spätestens 2012 wieder so richtig, als ich die "Troglauer Buam" entdeckt habe. Die Kombi aus Volksmusik und Rockmusik mit Mundart-Texten gefiel mir ausgesprochen gut, es entstand ein Hype, der mit dem "Troglauer-Bus" endete. Diese Story kann hier nachgelesen werden. Ich wollte sowas auch gerne machen, allerdings in unserem eigenen südbadischen Dialekt. Diesen verwechseln Nordlichter wie Bayern gerne mit dem Schwäbischen, ist es aber nicht. :P Bei einer der erste Busfahrten lernte ich einen sehr guten E-Gitarristen sowie einen Blasmusik-Allrounder kennen, die beide in der Volksmusik verankert waren. E-Gitarrist mit Volksmusik-Tick! Das schien mir ein 6er im Lotto. Blöd nur, dass es immer noch an einem Sänger fehlte, der für dieses Projekt schon eine Rampensau gewesen sein sollte. So verlief sich das Projekt nach einigen "Probe-Proben". Der Gitarrist kannte noch einen Steirisch-Akkordeon-Spieler, mit dem wir später noch einmal eine Gruppe gründeten und auch einen Auftritt am Vatertag hatten, aber das Ganze scheiterte am Organisatorischen.

    Im Sommer 2016 meldete sich jedoch der Blasmusiker wieder bei uns, weil er eine Brassband gründen wollte, was damals ziemlich angesagt war. Daraus wurde tatsächlich innerhalb weniger Wochen ein sehr gut organisierter Haufen im Sinne von strukturierten Probeplänen und alle Stücke sind in Notenschrift verfügbar (obwohl wir mittlerweile auswendig spielen). Auf diese Weise sind wir sehr dynamisch und haben mittlerweile auf so gut wie allen Positionen der 10-köpfigen Gruppe schon einmal mit Aushilfen gespielt, inklusive mir. Der Brass-Hype macht "Brasstastisch" zur bestgebuchten Band derer, in denen ich spiele. Wir hatten bis zuletzt 10 Gigs im Jahr, weil wir uns ein Limit gesetzt haben, sonst hätten es wohl bis zu 30 werden können. :) Das war es ja, wieso ich noch eine zweite Band angefangen habe, weil ich einfach unterwegs sein wollte, und ich bisher noch noch "die eine" Band gefunden habe, in der sich alle einig sind, dass man eben 30 Gigs im Jahr spielen möchte. So gesehen war es ausgesprochen "Brasstastisch" (übrigens ein Wortspiel aus Brass und fantastisch), noch eine weitere Band zu haben, was natürlich auch einen weiteren Abend in der Woche kostet.


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    Und der bisherige Höhepunkt war wohl, 2019 mit Brasstastisch als Vorgruppe der Troglauer Buam im Festzelt zu spielen. So schließt sich der Kreis in dieser kleinen Episode! :) Fortsetzung folgt!


    Brasstastisch nach dem Gig auf der Troglauer-Bühne:

    drummerforum.de/gallery/image/13280/


    Brasstastisch backstage mit den Troglauern:

    drummerforum.de/gallery/image/13279/



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