Wer ist eigentlich MoM Jovi ???

  • HIER WIRD NOCH GEARBEITET- Schaut also immer mal wieder vorbei! ;)


    Hallo erstmal, ich bin eigentlich schon fast 11 Jahre in diesem Forum angemeldet. Wollte schon immer mal so einen Vorstellungs-Lebenslauf-Thread starten, und dank der erneut von den Staatsärzten verordneten Zwangsruhe habe ich jetzt wohl auch einige Abende Zeit, euch meine spannende Geschichte zu erzählen... :rolleyes:
    Werde das so wie viele andere hier in mehreren Teilen machen und neue Beiträge nach und nach hier oben verlinken!


    Inhaltsverzeichnis (in Arbeit):


    Teil 1: Die Anfänge 1989 - 2000

    Teil 2: Die 00er Jahre oder "Das neue Jahrtausend"



    Teil 1: Die Anfänge 1989 - 2000


    Bevor jemand immer noch denkt, ich wäre die "Mutter von Jon Bon Jovi" (ist mir tatsächlich aufgrund meines Nicknamens schon passiert, zumindest wurde ich als Frau angesprochen): Das MoM ist eine Zusammensetzung meines Vor- und Nachnamens und "MoM Jovi" ist natürlich eine klare Anlehnung an die beste Band der Welt, wie ich sie ganz subjektiv wenigstens empfinde. Da gibt es auch nichts zu rütteln. Freue mich trotzdem auf Rüttel-Schüttel-Versuche, und Diskussionen sowieso! :wink:
    Hm ok, Bon Jovi bringt mich eigentlich auch fast schon zum Beginn meiner "Karriere" im zarten Alter von 11 Jahren...wenn da nicht...ach ne, ich wollte schon mindestens mit 5 Jahren Schlagzeuger werden! Es war nämlich eigentlich alles ganz anders...
    Meine Eltern hatten in den 90er Jahren eine stattliche Sammlung an Volksmusik-CDs und -Kasetten. Heute schämen sie sich fast ein bisschen dafür. Ich weiß nicht, wo diese Tonträger alle herkamen. Uns Geschwistern haben sie immer erzählt, die hätten sie für uns gekauft. Glaub ich nicht. Die waren schon da, bevor wir laufen konnten. Und in unseren frühen Kinderjahren konnten sie überhaupt nicht gehört werden, weil die Endstufe der Stereo-Anlage kaputt war. Wir haben deshalb nur im Auto Musik von Kassetten gehört. Der CD-Spieler und das Kasettendeck der Stereo-Anlage funktionierten aber, sodass mein Vater wenigstens manchmal CDs auf Kassette überspielen konnte, die wir dann auch im Auto hören konnten. Ich erinnere mich gerade, es gab auch einen Kassettenrecoder im Kinderzimmer. Irgendwann Mitte der 90er wurde die Endstufe vom örtlichen Elektriker repariert (der konnte das damals noch!) und von nun an gab es Wohnzimmer-Konzerte: Ich baute regelmäßig komplette Bühnen auf - inspiriert von dem, was ich im Fernsehen so sehen konnte: Ein Schlagzeug aus Töpfen und Tupperdosen mit Kochlöffel-Sticks, ein altes Casio-Keyboard auf Papas Rollwagen aus dem Büro und später auch selbstgebaute E-Gitarren. Dazu liefen zuerst die Schürzenjäger, aber auch Smokie oder sogar Dire Straits, und ich nötigte meinen Bruder, mitzuspielen , was sich nach spätestens einem Song erledigt hatte, weil Playback-Klampfen oder Tastendrücken nicht so spannend war, wenn man eigentlich nicht weiß, was man tut. Das Schlagzeug hatte schließlich ich für mich beansprucht und das war das einzige, was wenigstens halbwegs passende Geräusche von sich gab. Irgendwann habe ich sogar eine Metall-Schöpfkelle, eingeklemmt in die Schublade des Wohnzimmerschranks, als HiHat entdeckt! Das war eine Innovation. ICh muss 6 oder 7 gewesen sein, da kam ich selbstständig darauf, dass man die Snare auf 2 und 4 schlägt und wie man es schafft ein Becken auf die 1 zu spielen und dann richtig auf die Snare zurück kommt, da fühlte ich mich wie der King of Rock! Ich habe damals nicht gezählt, wusste natürlich auch nichts von der Zählzeit 2 und 4, es war Intuition. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, das Ganze nun gemastert zu haben, weil ich zu allem irgendwie mitspielen konnte, und wünschte mir ein Schlagzeug. Hab ich nicht bekommen. Meine Eltern sagten immer, ein Instrument gibt es erst dann, wenn es auch gelernt wird. Gegen Unterricht habe ich mich blöderweise gesträubt. War damals ein Eigenbrödler, Tüftler, ein Ingenieur in den Kinderschuhen (heute bin ichs wirklich im "echten Leben")...ich war der Meinung, ich könne mir das selber beibringen. Habe mir dann immer wieder bessere Drumsets gebaut. Mein Opa hat die Griffe von Kochtopfdeckeln abgesägt und auf selbstgebaute Beckenstative geschraubt, dazu einige Eimer und ich hatte bereits meine ersten "Signature Sticks", ca. Größe 2B aus Haselnussholz handmade by Opa!! Davon gibt es ein Foto, was ich leider im Moment nicht finde (wird nachgereicht!). Diese Drums, die nicht mehr aus Tupperware bestanden, durfte ich nicht mehr ins Haus bringen. Ich musste im Garten spielen. Das ging einige Jahre so.


    Irgendwann hatte ich mir das mit dem Unterricht doch anders überlegt. Ich ging mit meinem Vater zur Instrumentenvorstellung beim Musikverein. Ich war mir sicher, ich möchte Schlagzeug lernen. Jetzt wurde mir erzählt, ich müsse zuerst ein Melodieinstrument erlernen wegen der Noten...das war natürlich völliger Schwachsinn. Irgendwann sehr viel später habe ich erfahren, dass der Musikverein damals einen Überschuss an Drummern hatte. :biggrin:
    Ich ging nach Hause und hatte wieder kein richtiges Schlagzeug bekommen, denn kein Unterricht = kein Instrument! Das war die Regel. Meine Selfmade-Drums wurden immer ausgereifter. Ich baute mir ein komplettes Set, indem ich mir Felle aus Sperrholz zurechtschnitt, sie mit Kanthölzern in passendem Abstand (heute gleich Kesseltiefe) zusammenklebte und das ganze mit Plastikfolie bespannte (heute gleich Kessel). Die einzelnen Trommeln wurden mit Kanthölzern zusammengespaxt. Die Becken waren aus Verpackungskarton. Von diesem Set gibt es leider keine Bilder :-( Ach übrigens, damals spielte ich zu Wolfgang Petry! Muss so um 2000 gewesen sein.


    2000 - die Jahrtausendwende stellt ein neues Kapitel dar, denn da klingelte eines Tages das Telefon... Fortsetzung folgt!


    Weiter zu Teil 2 >>

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

    3 Mal editiert, zuletzt von MoM Jovi ()

  • Und wie lange müssen wir jetzt auf die Fortsetzung warten?! :rolleyes: Weitere 11 Jahre? Immer diese cliffhanger :P
    *zappel*

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Und - ich kanns ja sagen: Willkommen im DF


    Ich nicht, ich bin etwas kürzer als Du dabei.


    Ach so: Geile Bilder! Danke!
    Ich meine natürlich die in meinem Kopf... :thumbup:


    Ich fühle mich bei Deiner Geschichte an mein selbstgebautes Set erinnert, auch wenn Deines offensichtlich ausgefeilter war.
    Aber ich musste ja auch nicht so lange auf ein echtes warten wie Du...

  • << Zurück zu Teil 1


    Teil 2: Die 00er Jahre oder "Das neue Jahrtausend"


    ...ich hatte das Telefon nicht klingeln gehört. Aber meine Mutter kam kurze Zeit später aus dem Haus in den Garten und erzählte mir, dass da grad jemand vom Musikverein angerufen hat. Die Story, dass man zuerst ein Melodieinstrument lernen muss, wäre so nicht richtig. Hm...gingen ihnen nun doch die Drummer zuneige (diese Überlegung kam erst Jahre später auf, als es dann offensichtlich wurde...)? Ich ging zu einer Schnupperstunde (wohl eher 5 Minuten) des Schlagzeuglehrers der Musikschule, mit der der Verein kooperiert und es wurde besprochen, dass ich nach den Sommerferien kommen kann.

    Ich war voller Elan! Dieser wurde im Herbst etwas getrübt, weil mir klar gemacht wurde, dass vorerst immer noch kein richtiges Schlagzeug für mich angeschafft wird. ?( Der Lehrer hatte meinem Vater verklickert, dass man die ersten Monate ganz gut auf einem "Speckbrett" üben kann oder auf jeder Unterlage, die Rebound liefert. Na gut, ich bekam immerhin ein paar Sticks! 8o Und im Unterricht saß ich wenigstens am Schlagzeug des Musikvereins - ein rumpeliges Tama Imperialstar aus den 80ern. Ich tat mir relativ leicht mit den Rhythmusübungen, die ich jede Woche als Übungsblatt bekam und zuhause fleißg auf dem Vesperbrett runterspielte. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit. Wir waren schon ein paar Wochen eher auf eine Zeitungsannonce hin in den Nachbarort gefahren und hatten ein gebrauchtes Basix Concept (oder so ähnlich) angeschaut. Meinem Vater war das Preis-Leistungsverhältnis nicht gut genug und er war zwar Laie, aber Kaufmann, und nicht so wirklich überzeugt. Ich war hin und weg von dem Teil, aber das half nichts! Ich hatte immerhin einen Ohrwurm von dem Beat im Ohr, welchen der Besitzer in Endlosschleife uns vorgespielt hat: Ein Achtelbeat mit Buuumm-Tschak-BummBumm-Tschak plus Tschak auf der letzten 16tel der 2, 3 1/2 Takte auf der HiHat, 8 16tel Tom-Fill und dann das Ride...usw...das hatte mich schwer beeindruckt!

    So schwer beeindruckt, dass ich den Beat so ca. 2-3 Wochen später zu Hause ebenfalls in Endlosschleife spielen konnte. Da hatte ich nämlich dann doch ein Drumset bekommen! Und zu der Zeit hatten wir im Unterricht noch nicht mal Beats gespielt, wir waren immernoch bei Sechzehntel-Pausen oder so. Das Set war ein Dixon aber ohne Dixon-Badges auf den Kesseln :S und Messing-Stanz-"Becken" (HiHat und Ride) sowie einem 16er Tosco-Crash. Ich glaube das war gut, was ich damals aber nicht beurteilen konnte und später sogar für 5 Euro bei Ebay verkauft habe, weil es einen Riss hatte. Das Set haben wir einem Schlagzeuger ein paar Orte weiter abgekauft, der einen ganzen Raum voller Sets hatte, die er angekauft hatte und generalüberholt. Der schien vertrauensvoll und kompetent! Zur Auswahl stand eben dieses Set, wogegen aus heutiger Sicht das zuerst angesehene Basix Set besser dagestanden hatte. Aber es stand eben Basix drauf, und hier stand Dixon drauf - nein es stand nicht drauf, aber man sagte uns es hätte mal draufgestanden. Die Felle waren weiß glatt mit irgendeinem Billigspruch drauf...kam mir alles sehr suspekt vor, aber ich wollte meine Eltern nicht enttäuschen. Und schließlich war ich auch froh, endlich ein Drumset zu besitzen!

    Ich saß stundenlang am Schlagzeug und spielte zu den Schürzenjägern - ich hatte bald fast ein ganzes Album von denen handschriftlich transkribiert und spielte das Zeug notengetreu rauf und runter. Ich kam richtig voran. Es war auch die Zeit, als Bon Jovi "It's my life" veröffentlichen. An mir ging das mit 11 Jahren im Jahre 2000 zwar vorbei, aber an meiner Mutter nicht. Sie kaufte in ihrem Unwissen eine Bon Jovi Tribute CD, also nicht original, wo It's my life mit drauf war. Die anderen Songs gefielen mir nicht so. Das sollte sich 3 Jahre später ändern, aber das ist eine andere Geschichte...aber eine ziemlich große Geschichte, denn immerhin sind Bon Jovi der Grund für meinen Nickname. Das erzähle ich ein anderes Mal. ;)

    Das alte Tosco Crash war mir zu rauschig. Ich wusste damals nicht, dass es mir zu "rauschig" war, aber es gefiel mir nicht. Ich wollte den Paiste-Sound von der Schürzenjäger CD haben und dachte, dass ich den mit einem 14er Crash Paiste 402 auch bekomme...zumindest war der für mich da einigermaßen bezahlbar. Die Enttäuschung gestand ich mir dann selber nicht ein, aber ich hatte ein neues Becken! Bald bestätigte mich mein Lehrer, dass Paiste 402 gute Becken seien, und schaffte es, dass ich mit viel erspartem Taschengeld auch die HiHat und das Ride aus der Serie anschaffte. War aber schon um Welten besser als die Messingteller vom Anfang! Ich war eigentlich sehr begeistert von den Becken, ja.

    Mittlerweile spielte ich in der Jugendkapelle des Musikvereins, wie es so der Brauch ist nach spätestens 2 Jahren Musikunterricht. Ich muss hier auch zugeben, dass ich damals (!) den durchschnittlichen Schlagzeugern gleichen Alters voraus war. :saint: Ich wurde nach dem ersten Weihnachtskonzert sogar schon in das große Orchester aufgenommen, weil ich mich in der Jugendkapelle unterfordert fühlte. Trotzdem war es wohl die falsche Zeit für mich. Ich wurde mit der Blasmusik nicht warm. Ich wollte "moderne Musik" spielen. Polka machte mir keinen Spaß, nur Snare, Bass und Ride. Das ist heute anders. Aber damals wars nix. Meine Eltern merkten das. Im Januar 2003 stand dann eine Anzeige im Gemeindeblatt von einer Gruppe Mädels um die 18, welche im Herbst zuvor ein kleines Akkordeon-Ensemble gegründet hatten und nun auch eine/n Schlagzeuger/in suchten. Meine Mutter also sprach mich darauf an, weil sie mir die Sache wirklich zutraute - ich hatte bis dahin ja gerade einmal 2 1/4 Jahre Unterricht gehabt! Aber es war das richtige für mich. Die erste Probe lief sehr gut und ich hatte den Job, wenn ich wollte. Ich wollte! :) Die Gruppe wurde im April/Mai 2003 ein eingetragener Verein und heißt Akkordeonorchester "Chill Out" e. V. St. Märgen. Bin heute immer noch dabei. Was wir da so gemacht haben, war äußerst interessant. Muss ich aber auch ein anderes Mal erzählen.

    Man kann sich denken, dass das Klima zum Musikverein zeitweise nicht optimal war, als ich nach dem Weihnachtskonzert 2004 dort aufgehört habe...naja, heute ist das wieder in Ordnung. Helfe auch ab und an dort mal aus.


    Das war der erste Teil der 2000er Jahre...es folgte die wilde Teenie-Zeit. Fortsetzung folgt!

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

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