LIVE EARS - In-Ear Monitors - Made in Germany - stellt sich vor

  • Hallo liebe Trommler Kollegen,

    seit 30 Jahren bin ich am trommeln, seit 20 Jahren in der Tontechnik unterwegs, seit 15 Jahren Akustikentwickler in der professionellen Beschallungsindustrie, seit 11 Jahren Mitglied dieses Forums und ab dem 01.03.2021 auch nebenberuflich Hersteller für Custom In-Ear Hörer.

    Dies ist mein Vorstellungspost als Hersteller und ich hoffe das dieser Post im richtigen Thread gelandet ist. :)


    Wie komme ich nun darauf eigene Hörer zu entwickeln, fertigen und zu vertreiben?


    Nun... aktuell haben viele von uns mehr Zeit zuhause, als dies ohne Pandemie der Fall wäre. Wenige bis keine Gigs und auch der derzeit überschaubare Bedarf an großen Lautsprechersystem ermöglicht es mir auf anderen Wegen kreativ zu sein.


    Welches Ziel habe ich vor Augen?

    Ich möchte sehr gut klingende, zuverlässige, aber auch bezahlbare Custom In-Ear Hörer für den Musiker anbieten.

    Ich denke mein Markenname LIVE EARS ist hier echt passend. 8)


    Natürlich eignen sich meine Hörer auch zum Musik hören und genießen, nichtsdestotrotz ist die Abstimmung passend meiner Wurzeln.

    PA mäßig direkt, klar und nach vorne.

    Muss man das In-Ear sehr laut fahren um alles zu hören, kann man auch trotz äußerer Abschirmung seinem Gehör sehr schaden. Daher gilt bei In-Ear die Devise „so laut wie nötig, aber auch so leise wie möglich!“

    Natürlich schließt das einen druckvollen fetten Sound nicht aus. ;)



    Meine Ansätze zum „PS-Wahnsinn“:

    Mehr Wege und mehr Treiber sind nicht zwangsläufig besser. Im In-Ear Bereich gibt es aufgrund des Platzangebotes nicht die Möglichkeit aufwendige große Frequenzweichen zu verbauen.

    Somit ist es gang und gäbe das mehrere Treiber über den gleiche Frequenzbereich spielen und sich überlagern.

    Dies kann zu ungewollte Dopplereffeten führen, was vor allem bei breitbandiger Überlappung des Übertragungsbereiches zum tragen kommt.

    Weniger Treiber, bei nur schmaler geringer Überlagerung, umgesetzt durch mechanische Parameter, reduziert nicht nur den Dopplereffekt sondern spart auch bares Geld.

    BA Treiber sind so performant, dass ein hoher Bedarf von vielen Treibern pro Ohr nicht gegeben ist.

    Manchmal ist weniger mehr!


    Alle verwendeten Treiber werden von mir elektrisch wie akustisch gemessen, „gematcht“ und die Messergebnisse kundenspezifisch archiviert.


    Zum Einsatz kommen hochwertige, hautverträglich zertifiziere Kunststoffe aus deutschen Landen.

    Bei den Teibern setze ich ausschließlich auf Markenware aus den USA.


    Ich bin als Drummer auf der Bühne recht aktiv und schwitze recht stark.

    In der Vergangenheit hatte ich immer wieder Probleme mit zugesetzten akustischen Filtern.

    Vor allem in den Mitten und im Hochton wird der Sound schnell matt und stumpf.

    Dieses Problem wollte ich möglichst minimieren.

    Besonders bei der Konstruktion der Hörer wurde dies berücksichtigt und durch die Auslieferung in der Trockendose samt Trockenkapsel wird diesem Problem entgegen gewirkt.


    Über die Jahre konnte ich so manchen Custom Hörer mein eigen nennen. Umso mehr macht es mich stolz, jetzt eigene Hörer herstellen zu können.

    Ich starte mit 3 tollen Produkten, welche ich zu 100% von Hand fertige:


    1. Rookie

    Der Rookie ist ein 2 Wege System mit 1 x Basstreiber und 1 x Mittel-/Hochtontreiber.

    Es besitzt eine warme akustische Abstimmung mit warmen, tiefreichenden Bässen, klaren direkten Mitten und weiche dezente Höhen.

    Als Allrounder ist er eine hervorragender Einstieg in die Custom In-Ear Welt.

    Seine größten Stärken spiele der Rookie bei der Wiedergabe von Stimmen aus.

    1. Artist C

    Der Artist C (Classic) ist ein 3 Wege Hörer mit 1x Basstreiber, 1x Mittentreiber und 1x Hochtontreiber.

    Die akustische Abstimmung ist sehr klar und offen mit kräftigen Bässen, weichen Mitten und detailreiche Höhen.

    Durch das 3 Wege System besitzt die Artist Linie enormen Headroom und eine herausragende Dynamik.

    Der Artist C ist das perfekte Arbeitstier für die Bühne und überzeugt durch seine neutrale Wiedergabe bei jeder Anwendung.

    1. Artist M

    Der Artist M (Modern) ist ein 3 Wege Hörer mit 1x Basstreiber, 1x Mittentreiber und 1x Hochtontreiber.

    Die akustische Abstimmung ist sehr bassstark und besitzt vor allem im Tiefbassbereich eine enorme Präsenz.

    In Kombination mit direkten Mitten und feinen Höhen ist der Artist Modern die richtige Wahl für den Bassfetischisten.

    Natürlich steht der dem Artist Classic in Sachen Headroom und Dynamik in nichts nach.

    Wer auf Bass steht, kommt mit dem Artist M voll auf seine Kosten.


    Natürlich gibt es zu diesen 3 Modellen auch Demohörer die nun fleißig ihre Runden drehen.

    Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass universelle Hörer IMMER etwas anders klingen als Customs.

    Meine Demohörer zeigen gut wo die Reise hingeht. Als Custom werden alle Modelle nochmal etwas direkter und klarer.


    Meine Internetpräsenz und Social Media Accounts befinden sich noch im Aufbau.

    Ich lasse trotzdem ein paar Impressionen meiner ersten Werke hier und würde mich freuen, wenn mir der eine oder andere auf meiner Reise folgt.


    Vielleicht gibt es ja irgendwann auch LIVE EARS User hier im Forum... wer weiß ^^ ...


    Bei Fragen schreibt mich gerne oder kommentiert diesen Thread.


    LIVE EARS coming soon!


    Martin Drumm

  • Sehr schön, ich freue mich über neue Anbieter in diesem Bereich, die das Angebot noch vielfältiger machen. Interessant, mir war nicht klar, dass die Weichen so ein Problem darstellen. Wäre es sinnvoll, die auszulagern und den Treibern eigene Zuleitungen zu verpassen? Dann könnte man allerdings wohl nicht mehr auf Standardkabel zugreifen...

    Nix da.

  • Wäre es sinnvoll, die auszulagern und den Treibern eigene Zuleitungen zu verpassen? Dann könnte man allerdings wohl nicht mehr auf Standardkabel zugreifen...

    Besten Dank für die freundlichen Worte. :)

    Ja bei In-Ears ist man bei der Weiche recht limitiert (im Vergleich zu normalen Lautsprechern).

    Es wird sich auf Kondensatoren und Widerstände beschränkt. Tiefpässe werden somit nicht auf elektrischem Weg hergestellt.

    Auch über eine externe passive oder auch aktive Weiche hab ich schon nachgedacht, aber wie du schon schreibst stellt einen dies vor ganz andere Herausforderungen.

    Abgesehen vom Kabel und der benötigten mehrpoligen Steckverbindung, müsste auch die Weiche immer „mitgeschleppt“ werden.

    Für uns als Drummer wäre dies vielleicht noch realisierbar, aber als mobiler Gitarrist oder Sänger mir nem Beltpack wäre das maximal unpraktisch. :/

    Zudem in der heutigen Zeit ausreichend Processing in Form von Aux EQ‘s zur Verfügung stehen und man zumindest Welligkeiten im Frequenzgang sehr einfach und schnell korrigieren kann. :)


    Spannend finde ich als Drummer natürlich die Möglichkeit, das Furnier des eigenen Schlagzeuges im Hörer zu haben.

    Dementsprechend wächst der Bestand an tollen Holzfurnieren stetig. ^^

  • Auch über eine externe passive oder auch aktive Weiche hab ich schon nachgedacht, aber wie du schon schreibst stellt einen dies vor ganz andere Herausforderungen.

    Abgesehen vom Kabel und der benötigten mehrpoligen Steckverbindung, müsste auch die Weiche immer „mitgeschleppt“ werden.

    Wie wäre es, wenn man die Hörer statt per Kabel über Bluetooth anbindet und statt einem drei Datenströme schickt, je einen pro Treiber? Dann wäre die Weiche nur ein Stück Software. Man muss dann halt nur Platz für einen Akku finden. Die Datenrate der aktuellen Spezifikation sollte dafür ausreichen.

  • Im Prinzip keine schlechte Idee, nur würde ich mich auf der Bühne nicht auf eine Bluetooth-Verbindung verlassen wollen.

    Ich teste aktuell einige Bluetooth Adapter mit meinen Hörern, was für den Heimgebrauch an Smartphone, Tablet und TV auch ganz gut funktioniert. Wirklich 100% stabil und zuverlässig sind solche Verbindungen aber leider nicht.

    Diese wird bei (hoffentlich bald wieder) mehreren 100 Menschen auf engem Raum nicht besser.


    Zudem bei Bluetooth Latenzen großer 40ms üblich sind, was als Musiker ein Katastrophe darstellt. :pinch:


    Um das Problem der Weichen noch zu überdramatisieren:

    So lange man nicht den Treiberwahnsinn verfällt, sind die vorhanden Möglichkeiten schon ausreichend für tolle Hörer.

    Sicherlich gibt es auch Hersteller die mit vielen Treibern durch cleveres Design und starker Selektion hervorragend Mehrweghörer herstellen. Aber Chinesische Massenhersteller wie Knowledge Zenith sicher nicht dazu. 😉


    Ich habe natürlich viele Custom und universelle Hörer auf dem Markt gemessen und verglichen.

    Die fragwürde Abstimmungen asiatischer Produkte machen auch vor In-Ears nicht halt... :D

  • Moin, sehr interessant!

    Balanced Armature Treiber kenne ich aus Hörgeräten, auch da machen die eine gute Figur (zwar audiophil gesehen schmaler Frequenzgang, jedoch hohe Ausgangspegel). Die können schon was. Nutzt du Knowles-Hörer?


    Welches Material nutzt du? Acryl oder Lichtpoly? Oder Lichtpoly-Lack über Acryl? Oder was ganz anderes? :D


    Ich gehe noch mal in mich, bin aber sehr interessiert, gerade weil du als Forenmitglied natürlich einen Sympathiebonus hast :D


    Im Endeffekt würden dir ja dann zwei Abformungen und die Ansage ob Artist oder Rookie reichen?


    Darf man fragen, um wieviel der Bassbereich beim Artist M gegenüber dem C ansteigt?


    LG, Josef

  • Ich fände eine Wireless-Lösung im Prinzip auch cool, jedoch wäre der Akku halt ein Teil, der den Hörer im Laufe der Zeit zwangsläufig zum Service-Fall werden ließe, sofern er nicht durch den Nutzer selbst zu wechseln ist wäre.


    Ich freue mich, dass angepasste Hörer inzwischen auch zu humanen Preisen machbar sind.

  • punkdrummer: Da liegst du richtig. Ich verwende auch Knowles Treiber. ;)

    Lichtpolymerisation für die Acryl Schale und den Lack ist ebenso korrekt. :thumbup:


    Ich benötige einen guten Abdruck vom Hörgeräteakustiker, die Wahl des Modells und die Wahl der Farbe (schwarz, rot, blau, weiß).

    Natürlich kann man auch über ein Faceplate Design sprechen, sofern man nicht eher auf dezente Optik setzen möchte. :)

    Ich weiße aber bewusst auf Handarbeit und nicht maschinelle Fertigung hin. Wer ein lupenreines Schmuckstück, statt ein guten bezahlbaren Werkzeuges sucht, wird bei den ü1000,- Euro Hörer der großen Hersteller besser bedient.


    Die Unterschiede der beiden Artist Hörer liegen in der Abstimmung der Weiche, des Tubing und der akustischen Dämpfer. Von der Performance Klasse / maximalen Lautstärke gibt es keinen Unterschied.

    Beide Typen haben mehr Headroom als man ausnutzen sollte.

    Der Artist M hat zusätzlich zur Bassanhebung unterhalb von 80Hz von guten 6dB ein Präsenzanhebung oberhalb von 4kHz.

    Wer sich für den M entscheidet sollte schon wirklich sehr auf Bass stehen. Der Classic ist hingegen deutlich neutraler, besitzt aber ebenso eine gute Portion an Bass.

    Ich empfehle das antesten meiner Demo Hörer um sich ein eigenes Bild zu machen.


    Ich verwende den Artist Modern gerne zum Musik hören und schauen mit entsprechende Bluetooth Adaptern die ich gerade teste.

    Die Anhebung ist schon sehr heftig und man muss das mögen. :)

    Zum trommeln und als Monitor bevorzuge ich den Artist Classic.

    Im ersten Moment der unspektakulärste Hörer der 3 Modelle, macht aber in jeder Situation eine gute Figur.

    Ist man sich unschlüssig empfehle ich immer den Classic.


    Vom Rookie würde ich als Drummer eher abraten. Diesen würde ich Sängern mit schmalem Budget empfehlen. Von der Performance und Auflösung sind die beiden Artist schon eine gute Schippe besser.


    Alle Hörer haben ihre Stärken und Schwächen und ich möchte da auch ganz offen mit umgehen.

    „Marketing-Blabla“ ist nicht mein Fall und das perfekte Werkzeug gibt es eh nicht!



    panikstajan

    Eine fest verbaute Kabellos Version ist nicht geplant. Hier gibt es zu viele Hürden um sie als Einzelkämpfer zu lösen. Ich empfehle dann eher die Verwendung von Bluetooth Adaptern die es am Markt gibt.

    Ich teste hier noch aktiv und möchte in der Zukunft zumindest eine Empfehlung aussprechen können. :)



    Bei Interesse folgt mir auch gerne auf Facebook und Instagram. Ich hab mich die letzten Monate ausschließlich auf die Produkte und das verbessern meiner Fähigkeiten gekümmert.

    Nun darf es an allen weiteren Stellen langsam los gehen. ^^

    Wobei ich aufgrund des Zuspruches erstmal langsam machen werde mit Werbung... lieber Qualität statt Quantität! :S

  • Hey, das hört sich wirklich geil an! Mir war das mit den Frequenzüberlagerungen dank fehlenden Weichen nicht bewusst, klingt aber einleuchtend!


    Bin länger schon auf der Suche nach angepassten Hörern und hätte starkes Interesse die Demohörer mal zu testen :))

    Habe aktuell noch welche von kz und trn, das taugt aber nicht als Dauerlösung.

  • Besten Dank für die freundlichen Worte und den Zuspruch. :S

    Ich werde wohl noch eine weitere Ladung Demohörer bauen müssen.

    Evt. Schaffen wir es ja, dass die Hörer innerhalb der Drummerforumsgemeinde von einem zum nächsten Mitglied direkt übergehen!?


    Bei Interesse an den Demohörern macht hier gerne einen Eintrag und ich mache eine eigene Liste für das Drummerforum. :) :thumbup:

  • Ich hoffe nicht nur auf Forumuser sondern auf Endorser. Ich werde leider nicht dabei sein wegen ohrenschmalzproblemen(deswegen benutze ich ausschliesslich studiokopfhöhrer) aber ansonsten hört sich das ja alles dennoch hochintressant an.

  • hallo. ich wollte mal wissen wie genau der frequenzgang ist. oder wo die wiedergabe von frequenzen startet und wo sie aufhört und welches membranmaterial bei den ba treibern verwendet wird

    Da die Hörer luftdicht mit dem Ohr abschließen, spielen Basstreiber ohne nennenswerten Pegelabfall zu tiefen Frequenzen. Bei 20 Hz ist gemessen noch voller Pegel da. Also nicht vergleichbar mit einem Lautsprecher mit Tieftöner in einem geschlossenen oder ventilierten Gehäuse.

    In dieser Richtung sind In-Ears schon beeindruckend, aber normale Musik mit nennenswertem Signal unter 30Hz gibt es tendenziell nicht.

    Im Hochton fallen solche Hörer deutlich ab und man sollte auch wissen, dass Kopfhörermessungen sich nicht mit normalen Lautsprecher Messungen zu vergleichen sind. Oberhalb von 10kHz geht es bei den meisten Hörern deutlich in den Keller, was aber auch ok sein kann. Es fehlt schließlich auch das komplette Außenohr und der Schallaustritt ist direkt auf's Trommelfell gerichtet. Mein Rookie fällt etwas früher ab, als die beiden Artist. Mit einem Signalgenerator kann ich aber bei allen Modellen die 17kHz (darüber ist es mit meinen 36 Jahren alten Ohren vorbei) noch hören.

    Hier hat man mal einen Einblick wie so etwas aussieht:

    https://clarityfidelity.blogsp…ar-me186-measurement.html


    BA Treiber sind nicht mit einer Konusmembran ausgestattet, wie man es von regulären Woofern kennt.

    Hier mal ein Aufbauvideo:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Angaben über das verwendete Material gibt es in den Datenblättern nicht.


    Hallo...

    Ich hoffe nicht nur auf Forumuser sondern auf Endorser. Ich werde leider nicht dabei sein wegen ohrenschmalzproblemen(deswegen benutze ich ausschliesslich studiokopfhöhrer) aber ansonsten hört sich das ja alles dennoch hochintressant an.

    Ich bin mir noch nicht sicher ob Endorsements für mich als kleinen Hersteller wirklich interessant sind.

    Sicherlich ist Werbung nicht verkehrt, man sollte aber überlegen welche Ziele das Unternehmen hat.

    Ich führe die Tätigkeit im Nebengewerbe aus. Zur Zeit habe ich keine Gigs als Musiker und durch den Lockdown ist man ohnehin zuhause.

    Wenn das Leben aber wieder normal weiter geht, werde ich nicht mehr die Zeit haben um jeden Tag einige Stunden an Hörern zu bosseln.

    Mir sind wenige aber dafür zufriedene Kunden deutlich lieber, als viele Kunden die schnell abgespeist lange auf ihre Hörer warten... :)

  • 1. zuersteinmal ist intressant wie sich die treiber verhalten. erinnert mich ein wenig an druckkammertreiber was sie ja auch quasi sind. eine membran bewegt sich und der schall wird durch ein loch geführt das kleiner ist als der membrandurchmesser bzw die maße der membran. dadurch wird der schall verdichtet und dadurch entsteht der hohe wirkungsgrad. zum anderen ist der frequenzverlaudf auch intressant. man muss den klang halt mögen


    2. Und doch es gibt musik unter 30 hz. zum beispiel orgelmusik. wenn die orgel ein sogenanntes 32 fuß register hat dann produziert das 16 hz. Und davon gibt es nicht wenige. Und auch popmusik und andere musikarten gehen unter 30 hz runter.


    3. endorserments können zur bekanntheit von firmen beitragen ist halt eben die frage ob man das auch will oder eben nicht und nur als geheimtipp fungieren will und es dabei lassen.

  • Zu 1.)

    Wie geschrieben kann man die Messungen von Kopfhörern zu Lautsprechern nicht vergleichen.

    Ein linearer abgestimmter Lautsprechers klingt anders als ein linearer abgestimmter Kopfhörer.

    Ein solcher Kopfhörer wäre viel zu spitz und scharf.

    Der Zielfrequenzgang eines Kopfhörers kann nicht linear sein um neutrale Wiedergabe zu gewährleisten.



    Zu 2.)

    Naja... bitte nicht harmonische Obertöne (die man akustisch noch wahr nimmt) mit dem tieffrequenten Grundton verwechseln.

    Der 16Hz Grundton der Orgel ist zumindest als Mensch mit den Ohren nicht mehr zu hören.

    Körperschall natürlich außen vor.


    Popmusik wird in der Regel hochpassgefiltert und bietet im Infra-Bereich daher wenig bis nichts Nennwertes. Zumindest bei den von mir verwendeten Songs für Demos, zeigt eine Spektrum Analyse keinen Energie Gehalt in diesem Bereich, obwohl gerade bei der Tiefbass-Wiedergabe mehr Energie zur Wahrnehmung benötigt wird.


    Das es den Bereich unter 30Hz gibt, stell ich natürlich nicht in Frage, wenn auch irrelevant für‘s Monitoring. Messtechnisch übertragen würde der Bereich aber ja...


    Zu 3.) Das ist richtig. :)

  • Mag nach einer blöden Frage klingen, aber ich habe richtig verstanden das du ausschließlich angepasste Hörer machst und keinen universellen, richtig?

    So war ursprünglich mal der Plan. ^^

    Tatsächlich habe ich aber mittlerweile auch Kunden die sich aufgrund ihrer Anatomie für universelle Hörer entschieden haben. :)

    Nicht bei jedem Mensch funktionieren Custom Hörer. Ich habe einen Kunden dessen Außen- und Innnen-Ohr sich beim grinsen so massiv verformt (der Gehörgang wird von rund zu oval), dass Custom Hörer eben während dem grinsen nicht abdichten! Ich bitte daher jeden Kunden mir im Vorfeld ein kleines Video nach meine Vorgaben zu schicken, um zu bewerten ob er mit Customs auch glücklich werden würde. :S


    Daher habe ich mich entschieden auch universelle Hörer mit den gleichen Freatures wie Custom Faceplates anzubieten. :)

    Zu Auswahl habe ich zwei selbst konstruierte Gehäuse für unterschiedlich große Ohren. ;)

  • So nun aber!

    Ich bin seit einer guten Woche stolzer Besitzer eines Universal Hörers (nicht angepasst) - es ist ein Artist C mit einem leicht individuellen Design (siehe Foto). Nachdem ich zuvor Testhörer eines anderen namenhaften Herstellers hatte um überhaupt erstmal zu checken wo so die Unterschiede liegen (es waren 3 Hörer von 650 bis 1500 €) - es wäre wenn der für 650 geworden - fiel mir dieser kürzlich entstandende Thread hier wieder ein. Zunächst dachte ich, es gäbe nur angepasste Hörer - aber kurz nachgefragt - schnelle Antwort bekommen, es gibt auch universelle Hörer. Nach Preisen gefragt - schonmal auf anhieb deutlich günstiger - bei gleich verbauten Komponenten!


    Warum universell? Das ist eine persönliche Entscheidung, ich mag es jedoch nicht, komplett isoliert zu sein und habe gerne etwas gedämpfte original Umgebung - ich komme damit besser zurecht und kann die Dynamiken besser einschätzen (auch wenn das sicherlich Gewöhnungssache ist). Wie auch immer - Kontakt hier im Forum hergestellt und kurz ausgetauscht - sofort gute Informationen erhalten und sehr schnell Testhörer zugesandt bekommen. Zur Auswahl standen Artist C und M, wobei mir im vorhinein schon fast klar war, dass es wenn dann der C wird. Der M ist wie weiter oben im Thread auch schon beschrieben für Leute, die es unten rum von vorne rein etwas kräftiger haben wollen (ich hoffe es lesen keine Kinder mit :D ). Da ich aber eher auf ein relativ neutrales Signal stehe und wenn dann bei Bedarf selbst etwas beim EQ nachhelfe, war mir das zu mächtig und ich habe den Artist C ausgiebig ausprobiert.


    Was soll ich sagen, eine toller Hörer der wahnsinnig transparent ist. Testhörer wieder zurückgeschickt und zugesagt einen eigenen zu bestellen. Eben noch etwas über das Design gesprochen (wobei ich da relativ anspruchslos bin) und innerhalb von 5 Tagen nach Bestellung einen fertigen Hörer im Briefkasten gehabt. Sagenhaft!


    Nun habe ich eine Woche intensiv gecheckt und in verschiedenen Szenarien probiert - im heimischen Studio, das war Plug&Play. Im wummerigen Proberaum mit schwieriger Akustik und billigen Mikrofonen (Kick und 2 Overheads). Kurz Levels im Pult gemacht, etwas am EQ gedreht und einen sehr angenehmen, kontrollierten Sound im Ohr gehabt - das wertet den sowieso schon sau günstigen Proberaum für mich persönlich enorm auf!


    Anschließend noch den Sonnenbrillen und gleichzeitigen Maskentrage Test in der S-Bahn vorgenommen - sitzt bequem im Ohr und die Bügel nerven nicht, weder vom Hörer noch von der Brille und dabei stabiler Halt.


    Insgesamt ist mein Mix im Ohr deutlich leiser geworden und damit schonender! Sehr angenehm. Auch nach 2 Stunden tragen hatte ich keinerlei Probleme.

    DIe Hörer kommen wahlweise in einem kleinen Etui oder einer Metalldose mit Bürste und Ohrpassstücken in XS - S - M - L, so dass eigtl. für jedes Ohr was dabei sein sollte. Wenn man das möchte, können die Hörer auch Laut ohne Verzerrungen - da ist sehr viel Headroom - mehr als man braucht!


    Nun habe ich einen schönen 3-Wege Hörer für verhältnismäßig wenig Geld, aber persönlicher Note. Die Verarbeitung ist hervorragend. Man sieht das es Handarbeit ist, aber es gibt keine störenden Stellen o. ä. Dazu der nette Kontakt und die ausführliche Beratung per Telefon und WhatsApp.


    Also falls jemand ernsthaftes Interesse an gut klingenden Hörern hat und ein wenig Budget - hier werden sie geholfen! Anbei noch ein Bild meines Hörers.

  • Darf man mal fragen, was so etwas kostet (gerne auch per pn)? Ich bin mir nicht sicher, ob sich das für mich als Feierabendtrommler lohnt...

    +++ my heart beats in seven +++

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