Suche Musikstücke, die 4/4- und 6/8-Takt enthalten

  • auch auf die Gefahr hin das bei meiner Laien-Frage alle die Augen rollen und die Hände gen Himmel strecken,

    aber es schimmert in einigen Antworten hier ja doch ein wenig durch:

    wo genau liegt denn der Unterschied zwischen einem 3/4 und 6/8 Takt?

    Bin mir gerade auch nicht sicher ob das hier schon ein eigener Thread wert wäre und möge mir fwdrums das Kapern verzeihen :)

  • Das ist überhaupt keine dumme Frage und eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. In den meisten Fällen ist das einfach eine Frage des Feels: In 3/4 Takten liegt der "Puls" oft auf allen drei Zählzeiten (Beispiel wäre Walzer: Kick Snare Snare | Kick Snare Snare) und in 6/8 oft auf der 1. und der 4. Achtel (Beispiel Rockballaden wie Nothing else matters oder Bed of Roses: Kick HH HH Snare HH HH | kick HH HH Snare HH HH). Ganz stark vereinfacht: Beim 3/4 wiederholt sich der Rhythmus nach 3 Zählzeiten, beim 6/8 eben nach 6.

    Musikalisch betrachtet würde ich sowas erwarten bzw. im ersten Schritt anbieten, wenn es 3/4 oder 6/8 heißt. (Golden Brown ist aber ein schönes Beispiel, das scheinbar ursprünglich in 6/8 notiert ist, es aber eher walzeresk gespielt wird. ;-))

    Tatsächlich kann man aber natürlich jedes Lied in jeder Taktart notieren, nüchtern betrachtet ist es wie Mc.Mod schreibt nur Bruchrechnung.


    Hier gibt es schon einige Threads mit hitzigen Diskussionen dazu (besonders, wenn noch die Tempoangabe dazu kommt)...

    Einmal editiert, zuletzt von Korki ()

  • 6/8 hat einen Zweierpuls, das heißt die Achtel werden triolisch gedacht, oder es wird jede Achtel ausgezählt damit die Notation einfach eine andere ist.

    3/4 hingegen ist oft der klassische Walzerpuls, bzw fühlt er sich anders an.

    Zumindest würde ich das so definieren, kenne den 3/4 auch hauptsächlich aus klassischer Literatur.


    lg

  • Theoretisch ist das nicht ganz korrekt..

    Ein 6/8 Takt entspricht einem 2/4 Takt.

    Der Puls bezieht sich da auf punktiert 4tel.

    In einem 2/4 Takt würde man 8el Triolen notieren.

    Ein 3/4 Takt wäre dann ein 9/8 Takt.

    4/4= 12/8

    Das ganze bezieht sich darauf wie ich zähle und wie ich den Takt fühle.

    Bin da ehrlich.So tief in der Materie mit den unterschiedlichen Taktarten bin ich noch nicht. Ich notiere meine Notation in dem Takt der mir am sinnvollsten erscheint. Vom Feel her bin ich da eher ein Banause ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Lexikon75 ()

  • Ein 6/8 Takt entspricht einem 2/4 Takt.

    Der Puls bezieht sich da auf punktiert 4tel.

    Genau, allerdings sehe ich punktierte Viertel etwas unter Anführungszeichen, weil das rein nach geschriebenen Notationswert eigentlich stimmt, aber man kanns auch triolisch definieren, weil:

    Eine Triole ist eine Folge von drei gleichen Noten, die zusammen die gleiche Zeitdauer haben wie zwei Noten gleichen Notenwertes.

    Nachdem ich da 3 auf 2 runterbreche würde ich das eher so sehen.



    In einem 2/4 Takt würde man 8zel Triolen notieren.

    Ein 3/4 Takt wäre dann ein 9/8 Takt.

    4/4= 12/8

    Das ganze bezieht sich darauf wie ich zähle und wie ich den Takt fühle.

    Das kann ich genau so unterschreiben.



    Bin da ehrlich.So tief in der Materie mit den unterschiedlichen Taktarten bin ich noch nicht. Ich notiere meine Notation in dem Takt der mir am sinnvollsten erscheint. Vom Feel her bin ich da eher ein Banause ;)

    Ist das nicht genau der Sinn von den unterschiedlichen Taktarten? Damits einfacher zu lesen, bzw. zu interpretieren ist? Aus dem gleichen Grund wird ein Swing auch in geraden Achteln notiert und nicht triolisch ausgeschrieben.


    Wenn man halt nicht üben kann weil die Katze am Pad liegt kommen derartige Gedankenspielereien raus. :P

  • Eine Triole ist eine Folge von drei gleichen Noten, die zusammen die gleiche Zeitdauer haben wie zwei Noten gleichen Notenwertes.

    In einem 6/8Takt würde ich den Begriff Triole nicht zu laut sagen ;)

    Diese Definition ist schon richtig, aber trifft, dass auch in einen 6/8 Takt in Bezug auf die 8tel zu?

    Hatte diesbezüglich mal richtig Beef mit meiner Notensoftware. Ich habe mal Noten aus einem 4/4 Takt in einen 12/8 Takt kopiert.

    Die hat mir alles durcheinander geworfen und schließlich mit Systemabbruch gedroht. Haben uns dann darauf geeinigt, dass notierte Triolen aus einem 4/4 Takt nicht so einfach in ein 12/8Takt übernommen werden können. Musste alles umschreiben, bis die Software zufrieden war.

    Daher bin ich mir nicht mal sicher, ob sich Triolen in einem 6/8 Takt, wie in einem 4/4 Takt auf zwei 8tel beziehen.

    Würde da stumpf danach gehen was ich als Puls zähle. Dementsprechend würde ich, bei zu notierenden 8Tel Triolen, in einem 6/8 Takt 18 Noten notieren.


    Stelle mal folgende These auf:

    Zwar entspricht der 6/8 Takt einem 2/4 Takt (als Triolen notiert), aber die Noten ähneln auf dem ersten Blick dem eines 3/4 Taktes. In einem 2/4 Takt sind notierte 8tel nun mal nur 4 Noten. Übertragen in einem 6/8 Takt wären es dann auf einem 16tel Raster jede dritte Note die gespielt wird.

    Und zack-da haben wir wieder dieses olle Poly-Gedöns.

    Hoffe man konnte meinen Gedankengängen folgen und habe hoffentlich nicht zu viel Klarheiten beseitigt ;)

  • Da habe ich wieder ein Fass aufgemacht. :D


    In einem 6/8Takt würde ich den Begriff Triole nicht zu laut sagen ;)

    Diese Definition ist schon richtig, aber trifft, dass auch in einen 6/8 Takt in Bezug auf die 8tel zu?

    Hatte diesbezüglich mal richtig Beef mit meiner Notensoftware. Ich habe mal Noten aus einem 4/4 Takt in einen 12/8 Takt kopiert.

    Die hat mir alles durcheinander geworfen und schließlich mit Systemabbruch gedroht. Haben uns dann darauf geeinigt, dass notierte Triolen aus einem 4/4 Takt nicht so einfach in ein 12/8Takt übernommen werden können. Musste alles umschreiben, bis die Software zufrieden war.


    Das mit der Notensoftware kann ich absolut verstehen, die kopiert das einfach stupide und ist nicht notwendigerweise darauf ausgelegt zu interpretieren und korrigierend einzugreifen.

    Die Definition trifft insofern nicht zu, dass die Achteln im 6/8 Takt ja nicht als Triolen geschrieben werden sprich die Klammer oben mit der Zahl 3 fehlt. Allerdings kann man die Rhythmik gespielt gleichsetzen, mit Triolen in einem 2/4 Takt. Das sollte meine Kernaussage sein, sprich die Definition einer Triole erklärt nur wie die rhythmische Figur in gleichem Tempo der Vierteln in einem 2/4 Takt zu sehen wäre.


    Daher bin ich mir nicht mal sicher, ob sich Triolen in einem 6/8 Takt, wie in einem 4/4 Takt auf zwei 8tel beziehen.

    Würde da stumpf danach gehen was ich als Puls zähle. Dementsprechend würde ich, bei zu notierenden 8Tel Triolen, in einem 6/8 Takt 18 Noten notieren.

    Das ist wieder so eine wunderbare Hirnverdreherei, da bin ich mit ad hoc selbst gerade nicht sicher. Interessanterweise sagt Guitar Pro das in einem 6/8 genau 9 Stück Achteltriolen vorkommen. Das wiederum stützt meine Definition einer Triole. :D


    Stelle mal folgende These auf:

    Zwar entspricht der 6/8 Takt einem 2/4 Takt (als Triolen notiert), aber die Noten ähneln auf dem ersten Blick dem eines 3/4 Taktes. In einem 2/4 Takt sind notierte 8tel nun mal nur 4 Noten. Übertragen in einem 6/8 Takt wären es dann auf einem 16tel Raster jede dritte Note die gespielt wird.

    Und zack-da haben wir wieder dieses olle Poly-Gedöns.

    Hoffe man konnte meinen Gedankengängen folgen und habe hoffentlich nicht zu viel Klarheiten beseitigt ;)

    Ich glaube zu wissen worauf du hinaus willst, allerdings ist das Hauptproblem, wenn man das mathematisch betrachtet da der Nenner sich ja zu einem "Nicht Vielfachen von 2" ändert, dementsprechend kommt wenn man triolisch in einem binären 16tel Raster ausdrücken möchte schnell Murks dabei raus. In Dezimal wärs halt irgend eine Kommazahl, ich glaub das machts schwierig.


    Ich glaube wir meinen eh mehr oder weniger das gleiche, und ich hör mir jetzt Hold the Line an (ist das jetzt 12/8 oder 4/4? :P :D )


    lg

  • Guten Nachmittag,


    ich hätte das Potpourri "Italo Pop Hits" beizusteuern.

    Ok, passt nicht so ganz, weil die einzelnen Lieder ja doch wieder allein betrachtet eben nur das eine oder das andere sind.

    Tatsächlich fällt mir nichts ein.


    Zu der Definiererei:

    Jeder Takt hat einen Puls. Ob den die Notensoftware erkennt, wage ich zu bezweifeln. Selbige kann man genauso wie den gemeinen Schoppemusikant mit Mathematik austricksen.

    Aber Musik ist ja nicht nur Mathematik.

    Deshalb ist ein Wiener Walzer kein Sechsachtel und kein Neunzwölftel und auch kein Einskommafünfhalbe.

    Jeder Takt hat einen starken Puls auf der Eins.

    Ein 3/4 wäre also umbaba. Ein 6/8 hat in der Tat auf der Vier (ähnlich wie ein 2/4 triolisch auf der Zwei) eine weitere, schwächere Betonung, also umbabaombaba. Das klingt halt anders.


    Wollte ich nur mal gesagt haben, bevor ich üben gehe.


    Grüße

    Jürgen

  • umbabaombaba

    besser kann man das nicht auf den punkt bringen

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


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    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Gerade gefunden, STR "echte" 6/8, REF 4/4 (3-3-2 aufgeteilt, was im Übergang einen schönen Aufzugseffekt ergibt):


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