Welche Snare für mein Set?

  • Grenzflächenmikros halte ich für Bassdrum-Aufnahmen übrigens für ungeeignet und der Tour-Tontechniker von "Stephan Graf's Double Vision" hält davon auch live nichts. Dynamische Mikros "drücken" einfach mehr und klingen natürlicher und kompakter.

    Da hätte ich noch mal eine Frage. Ich bin bisher mit dem Shure Beta 91 für meine Bedürfnisse ganz gut gefahren. Die Tontechniker, mit denen ich zu tun hatte, haben nie was beanstandet und für eigene Aufnahmen hats auch gereicht. Aus Kosten(priorisierungs)gründen hat es bisher noch nicht zu einem dynamischen Mikro gereicht.

    Vielleicht magst du mal meine Drumcovers (Galeriethread) anhören und mir deine ehrliche Meinung sagen (gerne auch als private Nachricht). Vor allem die mit der Sonor Vintage Bassdrum finde ich recht gut gelungen, gerade für den Smartphone-Lautsprecher (wo die unteren Tiefen nicht unbedingt notwendig sind).

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 22" BD; 14" Snare-Drum; 12", 13" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002 Big Beat: 15" HiHat; 18", 20", 22" Multi, 16" PSTX Thin Crash, 14" Stack aus PST7 China und 14" PTSX Thin Crash

    VIC FIRTH 5A American Classic Hickory, REMO Ambassador Coated

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Die Aussage zu den GF würde ich jetzt nach meinen Tests nicht so pauschal stehen lassen - IMHO kann man damit schon sehr sinnvoll arbeiten, vor allem in Kombination mit anderen Mikrofonen. Wenn wir mal High-End Studios außen vor lassen (die ein U67 o.ä. vor die BD stellen können), kenne ich ehrlich gesagt kein dynamisches Mikrofon, dass für einen vergleichbaren Preis z.B. mit dem BA19a mithalten kann. Aber es führen ja viele Wege nach Rom - welchen man wählt, kann man ja selber für sich frei entscheiden.

    Ich habe mir die Covers mit Deinem Sonor-Vintage auch mal angehört und erkenne die Charakteristik des Beta 91a sofort wieder - mir fehlte bei Deinem Mix der Raumanteil dazu - es klingt so alleine ein bisschen zuviel nach Plastik. Ein Beta52a vor das Reso in Kombination mit dem Beta91a fand ich sehr geil - das gibt diesen "Nasser-Sack-Sound", den ich sehr mag. Es gehen aber fast alle dynamischen Mikrofone dazu vor dem Reso, um diesen Effekt zu erzeugen - kannst ja mal damit rumprobieren.

  • Natürlich ist die Mikrofonauswahl Geschmackssache.


    Ich finde das Beta 91a in Bassdrums aber schon ziemlich aufgeblasen und eben künstlich, fast schon steril. Das Sennheiser dürfte in eine sehr ähnliche Richtung gehen.

    Ohne ein Stützmikro schon experimentell, find ich.


    Und ich schätze auch, dass allgemein sehr wenige Produktionen mit Grenzflächenmikros in Bassdrums gemacht werden.


    Aber es gibt da keine Regeln und kein Richtig und Falsch.


    Für einen Cajonbauer hatte ich mal zusammen mit einem Perkussionisten Werbeaufnahmen gemacht, mit dem 91a als Hauptmikro im Cajon. Für live sind Grenzflächenmikros in Cajons ja sehr praktisch. Für Aufnahmen fand ich das letztendlich wiederrum zu unnatürlich. Hinterher ist man halt schlauer ...


    Man hat mit einem Mikrofon IN der Bassdrum oder im Cajon ja sowieso schon eine starke Färbung, unabhängig vom Mikrofon.


    MoM Jovi

    Ich hör später mal rein.

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