Sind die Topmarken überteuert? (ausgelagert aus dem Schnäppchenthread)

  • Ich weiß nicht, ob das schon Thematisiert wurde, habe jetzt nicht Alles genau gelesen. Ein nicht zu verachtender Kostenfaktor, gerade bei den großen Marken, ist das Marketing. Zum Teil leisten sich die Brands ja eine Heerschar von Endorsern, das will schließlich auch bezahlt sein.

    Mein Gerümpel

    Die globale Erwärmung macht mir keine Sorgen, was mir Sorgen macht, ist die globale Verblödung.

  • Es ist wie so oft im Leben: Es kommt darauf an.

    Marketing erhöht den Absatz. Und höhere

    Stückzahlen senken die Stückkosten, sprich die

    Kosten für die Herstellung eines einzelnen

    Sets. Marketing ist nur dann teuer, wenn es nicht

    funktioniert. Das sind BWL-Basics, die JEDER

    industrielle Hersteller aus dem ff kennt.


    Irgendein Schlauer hat mal gesagt:

    "Werbung ist teuer. Nur keine Werbung

    ist noch teurer."


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • ...dann wirds ja evtl. mal bald billiger - weil,

    werbung schaffen wir demnächst für nicht lebensnotwendige und essentielle dinge, entweder ganz ab, verbieten die, oder schrenken die,

    zumindest ein.

    das kann man sich heutzutage nicht mehr leisten, die ressourcen und probleme betreffend auf dem planeten. für unnütze dinge und völlerei,

    egal in welcher sparte auch noch zu werben und da künstliche anreize zu schaffen.

    wird ne teilstrategie des wandels, betreffend auch nachhaltigkeit.


    warme wohnungen, und bissl mobilität hingegen gehören zur lebensqualität, da gehen wir weniger mit streng um,

    es gibt durchaus mehr potential weitaus mehr einfacher und schneller effektiver zu erreichen.

    :) ;) 8o

    :evil:

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



  • Ich habe während Corona angefangen, höchstwertigste Drumkits zu bauen, die alles dagewesene in den Schatten stellen. Da ich alles in Entwicklung und Produktion investiert habe, konnte ich kein Marketing betreiben und mich auch nicht um den Vertrieb kümmern.


    Seit 3 Jahren warte ich nun auf den ersten Kunden, der eines der 100 bereits hergestellten Drumkits kauft. Wenn nicht bald jemand zuschlägt, muss ich Insolvenz anmelden und meine 5 Mitarbeitenden entlassen.

  • Zitat

    Seit 3 Jahren warte ich nun auf den ersten Kunden, der eines der 100 bereits hergestellten Drumkits kauft. Wenn nicht bald jemand zuschlägt, muss ich Insolvenz anmelden und meine 5 Mitarbeitenden entlassen.

    Nicht aufgeben! Ich kaufe! ^^

  • Ich habe während Corona angefangen, höchstwertigste Drumkits zu bauen, die alles dagewesene in den Schatten stellen. Da ich alles in Entwicklung und Produktion investiert habe, konnte ich kein Marketing betreiben und mich auch nicht um den Vertrieb kümmern.


    Seit 3 Jahren warte ich nun auf den ersten Kunden, der eines der 100 bereits hergestellten Drumkits kauft. Wenn nicht bald jemand zuschlägt, muss ich Insolvenz anmelden und meine 5 Mitarbeitenden entlassen.

    Ich habe ein weltweites Vertriebsnetz aufgebaut und in den sozialen Netzwerken mein Markenimage durch ungeheure Investitionen optimiert, so dass mein Image alles dagewesene in den Schatten stellt. Da ich alles in Marketing gesteckt habe, konnte ich leider bislang kein Produkt entwickeln.


    Jetzt kann ich mich vor Anfragen nicht retten. Wenn ich nicht bald ein paar Drumsets in meiner Garage zusammenpfusche, muss ich Insolvenz anmelden und meine Marketingabteilung entlassen ^^ ;( .

  • Ich weiß nicht, ob das schon Thematisiert wurde, habe jetzt nicht Alles genau gelesen. Ein nicht zu verachtender Kostenfaktor, gerade bei den großen Marken, ist das Marketing. Zum Teil leisten sich die Brands ja eine Heerschar von Endorsern, das will schließlich auch bezahlt sein.

    Ich vermute, dass Endorser, abseits der absoluten Top Mega Super Heroes, heutzutage nicht wirklich etwas komplett kostenlos bekommen. Oder es ist der volle Preis zu zahlen, aber der Artist bekommt einfach einen Betrag x. Aber alleine wenn man den Anteil von Vertrieb und Händler (aka Handelsspanne) aus dem Preis ausrechnet, wird es wohl für den Endorser ein ganz anderer Preis als für mich. Aus dem Bauch würde ich mal auf 25-40% tippen. Somit dürfte das Endorsement den Hersteller finanziell nicht groß belasten. Wie soll Sonor bei dem Umsatz/Gewinn auch großartig Drums verschenken?


    Endorser wählen den Hersteller doch primär danach, ob der Hersteller in der Lage ist, weltweit oder zumindest in diversen Ländern das gewünschte Material (leihweise) zur Verfügung zu stellen , sowie eine gute Ersatzteilversorgung zu gewährleisten. Diese Infrastruktur oder Netzwerk kostet den Hersteller dann doch Geld.

  • Ich habe während Corona angefangen, höchstwertigste Drumkits zu bauen, die alles dagewesene in den Schatten stellen. Da ich alles in Entwicklung und Produktion investiert habe, konnte ich kein Marketing betreiben und mich auch nicht um den Vertrieb kümmern.


    Seit 3 Jahren warte ich nun auf den ersten Kunden, der eines der 100 bereits hergestellten Drumkits kauft. Wenn nicht bald jemand zuschlägt, muss ich Insolvenz anmelden und meine 5 Mitarbeitenden entlassen.


    Ich sehe potenzielle Synergie Effekte, mindestens bei der Ironie. :D

    ......:)


    ...des hättest doch aber wissen können, das soetwas keine zukunft hat. hättest die investition lieber in einem anderen bereich tätigen sollen.


    naja die mitarbeiter, handwerker u, fachkräfte werden doch in jedem bereich gesucht.


    lass dir für die mitarbeiter die adresse von @ rampen geben


    ;)


    edith: evtl. den bankberater oder die bank wechseln, wenn die idee/flausen nicht aufgrund eines lottogewinns o.ä.entstanden

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
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    die Dörfer getrieben werden.



    Einmal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • So, jetzt komme ich. =O  :D


    Danke für die wirtschaftlichen Einblicke der Vorredner! Die Zahlen sprechen ja fast für sich, wenn auch die Vergleichsmaßstäbe schwer festzulegen sind. Man tut sich jedenfalls schwer, den Herstellern böswillige Bereicherung zu unterstellen.


    In meinem jüngsten "Laber-Thread" vom Haben und Brauchen geht es darum, wie viel Material ein Drummer braucht. Da stellt sich mir hier die Frage: Sind wir als Drummer nicht in der mehr oder weniger glücklichen Lage, relativ gutes Zeug zu finanziell realisierbaren Preisen und der ein oder andere auch in mehrfacher Ausfertigung (Stichwort: Zweitset) zu bekommen? Wenn ich das mal vergleiche mit Blasinstrumenten, Akkordeons, vielleicht auch Gitarren, dann kommen wir doch unterm Strich recht günstig weg und können uns häufig zumindest ein Zweitset leisten. Der logistische Vorteil mag dabei ein Zufall sein, die "Einfachheit", die eine Trommel bezogen auf ihre Konstruktion mit sich bringt, ist wohl einer der Gründe dafür. Wenn ich in meinen Bands, Ensembles und Orchestern von meinen mehr als einem Sets rede oder gar mit verschiedenen Kisten anfahre, gibt es meistens nur erst mal ungläubige Blicke. Bzgl. des "Haben und Brauchen" Threads spielen die meisten Trompeter alle Genres mit einem Instrument, als Beispiel. Von den etwa 30 Musikern, die ich regelmäßig in verschiedenen Formationen um mich rum habe, ist keine Handvoll so gear-addicted wie ich. ^^

    Jammern wir daher evtl. nicht auf hohem Niveau, wenn wir uns nicht alle 3 Jahre eine neues Set leisten können/wollen?


    Philosophie beiseite: Ich merke schon einen subjektiven Unterschied, wenn ich auf mein 16er Sonor Vintage Floor Tom schlage im Gegensatz zum 16er Tama Superstar Hyperdrive. Bei ersterem "sitzt" der Schlag deutlich mehr. Dass es nur mein Kopf ist, glaube ich nicht. Der Preisunterschied dürfte Faktor 2 sein. Ob das zu viel ist, vermag ich nicht beurteilen.

    Four on the floor sind zwei zu viel. SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 20.07. Motorradtreffen Stegen-Eschbach (FR), 23.11. Lokalität Baumann Heitersheim, 30.11. Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Wenn ich in meinen Bands, Ensembles und Orchestern von meinen mehr als einem Sets rede oder gar mit verschiedenen Kisten anfahre, gibt es meistens nur erst mal ungläubige Blicke. Bzgl. des "Haben und Brauchen" Threads spielen die meisten Trompeter alle Genres mit einem Instrument, als Beispiel.

    Trompeter hier, mit den Instrumenten die Leihgabe des Vereins sind (bei uns werden die Instrumente auch oft vom Verein gekauft) habe ich auch 4-5 Instrumente. Eins davon ist allerdings ein Flügelhorn. :D


    lg

  • Bin 100% bei dir :)

    Von den etwa 30 Musikern, die ich regelmäßig in verschiedenen Formationen um mich rum habe, ist keine Handvoll so gear-addicted wie ich

    Wenn wir ähnliche Erfahrungen haben, muss man nur die Zahl der Gitarristen durchzählen, um einen exakte Zahl zu bekommen, wie viele Musiker ähnlich gear-versessen sind wie wir Drummer :D

    Aber "wir Drummer" sind da gar nicht so extrem, bzw. was hier im DF zum guten Ton gehört, ist eher die Spitze des Eisbergs. Etliche Drummer, die ich treffe, haben auch nur ein Mittelklasseset und dazu ein paar Becken. Soll reichen, hat mal wer behauptet...

    oder gar mit verschiedenen Kisten anfahre

    Hä??? Also mehr als nötig schleppe ich nicht mit. Ich überlege daheim, was ich brauche, und das wird eingepackt. Lediglich im Beckencase habe ich noch Reserve, denn ich baue selten alles auf, was drin ist. Sonst sollte es aber schon ne Punktlandung werden, abgesehen vielleicht von nem Chicken Shake oder Ching Ring im Stickbag.

  • oder gar mit verschiedenen Kisten anfahre

    Hä??? Also mehr als nötig schleppe ich nicht mit. Ich überlege daheim, was ich brauche, und das wird eingepackt. Lediglich im Beckencase habe ich noch Reserve, denn ich baue selten alles auf, was drin ist. Sonst sollte es aber schon ne Punktlandung werden, abgesehen vielleicht von nem Chicken Shake oder Ching Ring im Stickbag.

    Missverständnis. Ich meinte mit "Kiste" das Drumset. Also zur Probe das blaue, zum ersten Gig das rote und zum nächsten Gig das grüne. Und dann "hä, wieviele Schlagzeuge hast du eigentlich?"

    Wenn wir ähnliche Erfahrungen haben, muss man nur die Zahl der Gitarristen durchzählen, um einen exakte Zahl zu bekommen, wie viele Musiker ähnlich gear-versessen sind wie wir Drummer :D

    Ich glaube ich kenne wirklich nicht viele Gitarristen, die es so wirklich übertreiben. Einen direkt, und der hat mehr Gitarren als er spielen kann, und den anderen nur über eine Ecke, der wiederum "kann" sich das leisten - also nicht finanziell sondern musikalisch. Die anderen sind soviel ich weiß relativ gemäßigt.

    Four on the floor sind zwei zu viel. SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 20.07. Motorradtreffen Stegen-Eschbach (FR), 23.11. Lokalität Baumann Heitersheim, 30.11. Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Dass Schlagzeug günstiger als andere Instrumente wäre halte ich für eine fragwürdige These. OK - ein Flügel z.B. bewegt sich in ganz anderen Größenordnungen. Aber für ein ordentliches und nicht zu klein dimensioniertes Schlagzeug mit Becken, Hardware, Fellen und Mikrofonen kann man bei Neukauf auch mal im 5-stelligen Bereich landen. Da kriegen Gitarristen für die Hälfte schon eine vergleichsweise teure Gitarre und einen teuren Amp.

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