Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat das MegaDrum Modul neuerdings auf Grund des ARM-Cores eine bessere AD/DA Einheit und kann damit einen schnelleren Datenstrom via USB-Midi ermöglichen. Die verbaute Trigger-Einheit im ROLAND TD-30 Modul hat dagegen bessere analoge Bauteile anzubieten, welche ein präziseres abtasten der Piezo-Elemente erlauben. Würde ich mit dieser vereinfachten Darstellung in etwa richtig liegen?
Ja wenn diese Features genutzt werden, die der ARM-Core bietet, wäre tatsächlich eine wesentlich höhere Auflösung möglich, wie mir gerade auffällt:
Altes Megadrum mit ATMega32 - 15kSPS:
Bei 56 Kanälen hätte man eine Auflösung von gerade mal 267 Samples pro Sekunde, wenn man sich das vor Augen führt, ist das ein ziemlich stufiges Signal, da ja nur alle 3.7ms ein neuer Datenwert pro Kanal abgefragt wird.
Ehrlich gesagt kommt mir das gerade ein wenig seltsam vor, da alleine das schon eine recht ordentliche Latenz bedeutet, ganz abgesehen davon, dass das eine ziemlich grobkörnige Auflösung bedeutet...
Naja die ARM Version mit Cortex-M3 schafft hier 1MSPS:
Dort sieht das Ganze schon sehr anders aus:
Bei 56 Kanälen gibt es hier eine Samplerate von 17,85kHz(oder auch kSPS).
Damit ist natürlich ein viel feiner aufgelöstes Signal möglich, hinzu kommen 2 Bit mehr an dynamischer Auflösung(Atmega32: 10bit, und ARM: 12bit)
Um das in verständlichere Werte aufzuführen: Es sind 1024 verschiedene dynamische Werte mit dem ATMega möglich und 4096 mit dem ARM.
Also könnte es doch durchaus eine Verbesserung mit dem ARM-Modul geben, sofern dmitri die vorhandenen Möglichkeiten nutzt, und entsprechend den Code darauf angepasst hat.
Auch hat der ARM MCU USB direkt an Board, so dass der Umweg auf den PIC MCU entfällt, das ist der Hauptgrund, der für die schnellere Verbindung vom ARM verantwortlich ist.
Ob ein aktuelles Roland Modul jetzt langsamer als ein Megadrum mit ARM ist, weiß ich nicht. Aber die Ergebnisse von buff lassen das auf jeden Fall mutmaßen.
Wenn ja, würde ich Dich einmal ganz frech fragen wollen, ob Du diesbezüglich im offiziellen MegaDrum Forum den @dmitri einen Verbesserungsvorschlag unterbreiten könntest.
Naja um ehrlich zu sein, sind meine E-technik Kenntnisse doch vergleichsweise relativ beschränkt. Ich wüsste jetzt z.B. nicht aus dem Stehgreif, wie ich obige Spannungsverschiebung bzw. Spannungslogarithmierung mit elektronischen Komponenten realisieren könnte(irgendwie OPAMPs verdrahten, soweit komme ich noch ^^).
Ich bin da eher auf der informationstechnischen Ebene aktiv.
Ich werd vielleicht mal demnächst den Vorschlag machen, wobei dass ja einen relativ großen Eingriff in die Hardware bedeuten würde. Dementsprechend, würde sich dann m.E. nur eine komplett neue Version des Megadrums lohnen(aka Megadrum v2). Der ARM MCU bietet noch ein paar andere nette features, die dann auch entsprechend genutzt werden sollten(z.B. LCD-Interface etc.). Wie gesagt das Ganze hätte dann einen komplett-Refresh nötig. Damit wäre dann auch z.B. ein Touchscreenbedienbares Gerät möglich.
Da mich die Sache selber ungemein interessiert, steht bei mir der Plan mitlerweile doch statt eines ODROID X2 erstmal auf ein Cortex M4 Eval-Board zurückzugreifen, das nimmt sich zwar preislich nicht viel, aber der Cortex-M3/4 ist einfach wesentlich besser für solche Arbeiten geeignet, schon alleine wenn man die Samplerates der ADCs vergleicht(M4: 6MSPS, ODROID X2: 1MSPS)
Vorteil eines M4 gegenüber eines M3 ist die zusätzliche DSP und FPU Funktionalität, was gerade in Bezug auf Triggerverarbeitung vermutlich nicht schlecht ist. Außerdem fällt der Ganze "Overhead" im Sinne vom Linux-Kernel etc. weg. (bedeutet dann natürlich mehr Arbeit)
Danke buff für den Tipp, Wird allerdings kein Arduino Due sondern dieses nette Baukastensystem
Mal schauen ob meine eingerosteten ATMega Kentnisse noch helfen :).
Gruß
Philipp