Beiträge von TheGhostInTheMachine

    Als Beispiel, was baut man denn da, wenn man eine passive DI-Box irgendwo hineinsetzt, den Ground-lift Schalter so oder so setzt (und sich hoffentlich in ungünstigen Fällen keinen Schlag holt) ?

    Ich denke, du spielst darauf an, dass das Gehäuse mit dem Schirm des Eingangs verbunden ist, und man sich darüber eine Brummschlaufe einfangen kann. Ja, man sollte darauf achten, dass die DI-Box keine leitfähigen Materialien berührt. Und natürlich sollte sie auch nicht in der Nähe von starken magnetischen Wechselfeldern stehen.

    Das ist ja alles richtig, ich frage mich allerdings, ob man den TE mit all diesen technischen Details nicht eher verwirrt als nützt...


    Fakt ist:
    - während eine CMR-Drossel (Kabel um Ringkern gewickelt) einen frequenzabhängigen Widerstand gegenüber Gleichtaktsignalen hat (und damit auch frequenzabhängige Dämpfung der Störung), hat ein Übertrager (DI-Box/Lineisolator) einen, zumindest in der Theorie, unendlich hohen gleichtakt Widerstand über den gesamten Übertragungsbereich von DC bis HF. D.h. ersteres kann bei Masseschleifen funktionieren, zweites funktioniert sicher.
    - Live gehört prinzipiell jede unsymetrische Quelle durch eine DI-Box an die Stagebox!
    - DI-Boxen sind Sache der VT-Firma/des lokalem Tontechniker, gehören aber im Rider deutlich erwähnt.

    In dem Zusammenhang ist mir die Palmer PAN 04 aufgefallen. Hat jemand Erfahrungen mit dem Gerät?

    Ja, habe ich schon oft eingesetzt. Funktioniert ;) Einzig die Beschriftung der Schalter finde ich jedes mal auf's neue verwirrend. (Muss der Schalter für GND-Lift gedrückt sein, oder nicht ?( )

    Wie gesagt, es kommt auf die Verhältnisse an. Im schlechtesten Fall bekommt man das Brummen damit nicht vollständig weg, aber: Wenn es durch so einen Kern an einem Kabel leiser wird, weiß man "diese Leitung ist Bestandteil wenigstens einer Brummschleife". Hat man die alle erkannt, hat man oft auch einen Ansatz, wie man alle Brummer auch auf andere Weise still bekommt.


    Und erst dann macht es aus meiner Sicht Sinn, sich Gedanken über Batteriebetriebenes, Trenntrafos usw. Gedanken zu machen.

    Naja, zu Hause oder im Proberaum kann man solche Experimente machen, aber auf der Bühne würde ich eine Kriese kriegen, wenn jemand mit Ringkernen rum probieren wollen würde. ;)

    Es gibt übrigens noch eine, wenig bekannte, Ursache für Brummen: Netzteile ohne Schutzleiterkontakt erzeugen oft eine "virtuelle Erde" über einen kapazitiven Spannungsteiler zwischen Neutralleiter und Phase. Wenn man nun so ein Gerät audiomässig an ein geerdetes System anschliesst, fliessen über die Audioleitung geringe Ausgleichsströme, die sich als Brummen bemerkbar machen können. Aber auch hier ist eine DI-Box/Lineisolator die einzig richtige/saubere/zulässige/sichere Lösung.

    (Bitte nicht - wie gerne oft beschrieben - irgendwo einfach den Erdleiter bei einem Gerät oder einer Steckdose abklemmen. Es sei denn, du stehst auf gefährlichen 'Nervenkitzel'.)

    Das kann man gar nicht fett und deutlich genug schreiben! Was ich da schon gesehen habe... Vor allem auch von Leuten die sich Veranstaltungs-/Tontechniker schimpfen. Da schaudert es mich.

    Ich will Dir Deinen Kaufwunsch ja nicht verderben, ich würde aber schon richtig prüfen, ob Du Dich tatsächlich mit einem Cocktail wohlfühlst, das ist schon sehr speziell. Und ob Du den Sound bekommst, den Du Dir vorstellst, ist auch fraglich.

    Bei Snare und Toms bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass es meinen Vorstellungen entspricht. Ich glaube, Toms ohne Resonanzfell sind mein Ding ;) Ich mag den reinen Klang und das Timbale-artige. Nur die Bassdrum... :S

    Im Bereich Pforzheim wird ein Pearl Traveller angeboten für 190 Euro, das könnte mE eine Alternative sein.

    Du meinst ein Pearl Rhythm Traveler Gig? Ja, wäre eine Alternative, bei dem Preis sicher interessant. Das Pearl Traveler wäre hingegen nichts für mich.


    eine eventuelle Alternative [Dixon Jet Set Plus]

    Auch nicht schlecht, aber etwas exotisch. Gibt nur wenige, die das Verkaufen.

    Wenn du dich so in das Set verguckt hast, dann kauf es einfach. Alles andere wäre doch jetzt nur ein Kompromiss für dich.

    Das Gefühl habe ich auch :) Ich würde mich wohl immer fragen, ob das Cocktail-Kit nicht die besser Wahl gewesen wäre.

    Man darf auch mal Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht 100% rational sind.

    Ich treffe normalerweise nur rationale Entscheidungen. Sowas ist Neuland für mich :)

    Irgendwie komme ich gedanklich nicht vom Cocktail Kit los. Ich denke, ich muss es einfach probieren, ob mir die Bassdrum reicht. Leider ist es in der Zwischenzeit überall ausverkauft. :(


    Wie sieht denn der Gebrauchtmarkt für Schlagzeuge aus? Was für einen Wertverlust hätte ein Cocktail-Kit in Indigo Sparkle nach einem Jahr in einem studiogepflegtem Zustand?


    viele Grüsse

    Ich sehe das nicht ganz so eng. Für mich ist bereits ein von einem Impuls angeregter Bandpass hoher Güte Physical Modeling. Zumindest dann, wenn man damit versucht, ein physikalisches System zu imitieren. Auch analoge Drummaschinen rechne ich darum dazu (TR-909 ausgenommen). Das macht ja auch deren Reiz aus; den selben Sound mehrmals getriggert klingt nie genau gleich. Wird vor allem dann deutlich, wenn der Resonator vom vorherigen Schlag noch deutlich schwingt. Natürlich ist das damals verwendete Modell extrem vereinfacht und primitiv und klingt deswegen alles andere als authentisch. Das andere Extrem wäre vermutlich Dein genanntes Beispiel von der Uni Edinburgh (kenne es nicht). Irgendwo dazwischen würde ich den Ansatz von Roland erwarten, vermutlich noch gewürzt mit Samplelayers. Und für 8000Euro (!) würde ich schon erwarten, dass Roland da eine gehörige Menge Gehirnschmalz und Forschung investiert hat. (Kaufen tu' ich's trotzdem nicht :P )

    Hallo Leute,


    vielen Dank für eure Beiträge.

    Ich könnte mich mit dieser Lösung als Hauptinstrument nicht anfreunden, denn meine Augen essen mit. Und optisch finde ich solche Kompaktsets ... na ja ... gewöhnungsbedürftig.

    Seh' ich eigentlich auch so, aber das Cocktail Kit finde ist richtig süss :love:

    Ich würde größere HiHats nehmen, die 10er sind Spielzeug. Als Effekt ok, aber als Haupthihat zu dünn.

    Ich habe vor, später evtl. noch ein HiHat Stativ mit PST5 14" HiHats dazuzustellen, falls es vom Platz her geht. Dann wären die 10" "nur" noch Zugabe.

    Kleine Einsteigerbecken aus günstigen B8 Serien haben was von Kinderschlagzeug, ein überzeugender Ohrenschmaus wird das m.E. nicht, auch das Crash kann mich nicht überzeugen.

    Also die PST5 Serie von Paiste finde ich, von den Klangbeispielen die ich gehört habe, richtig gut, auch im Vergleich zu wesentlich teureren Becken.



    Gut fand ich an der BD die EVANS-Befellung mit Dämpfungsring.

    Sind die EMAD jetzt eigentlich standardmässig dabei, oder war das nur eine "limited edition" o.ä.?


    Mein Vorschlag: Das Set erst einmal bestellen und wenigstens die Snare tunen. Dann Becken nach Gehör dazukaufen. Klang entwickelt sich

    Joa, aber Schlagzeug ohne Becken ist doof :P Hab mir auch überlegt, für den Anfang das billigste Billigset dazu zukaufen, bis ich sicher bin, was passt. Aber zwei mal kaufen ist auch doof, und gebraucht werde ich so ein ultra low budget set vermutlich nicht verkaufen können.

    Ich würde zu einem "richtigem Kit" greifen z.b.: Pearl Midtown, Sonor Martini/Safari, Ludwig Breakbeats

    Bei einem richtigen Set hätte ich das Problem, dass ich die Bassdrum mit dem Resonanzfell nah an die Wand positionieren müsste. Wäre klanglich wahrscheinlich auch nicht toll.



    und dazu ordentliche Becken !

    was wären denn für euch ordentliche Becken?

    Hallo Forum,


    schon länger wächst in mir der Wunsch wieder etwas zu trommeln. Leider habe ich nicht viel Platz. Ich hatte mir mal E-Drums angesehen, aber irgendwie kann ich mich nicht so wirklich dafür erwärmen. Zu steril und virtuell... ich möchte gerne echte Trommeln. Dann hatte ich mir überlegt, einfach ein paar Timbales zu zulegen, die mag ich klanglich sehr gerne. Aber ich hätte schon gerne das Trio Kick, Snare, Hihat als Basis.


    Dann vor ein paar Tagen habe ich beim Surfen im Internet zufällig Werbung für ein Tama Cocktail Jam Kit gesehen, und war hin und weg. Eigentlich genau das, was ich mir vorgestellt hatte :love: ^^
    Ich hab mir in der Zwischenzeit so ziemlich alles angeschaut, was das Internet dazu so hergibt. Besonders gefällt mir daran: Snare klingt super; Toms sind auch gut; sehr flexibel einricht- und erweiterbar; robust und gut verarbeitet; mir gefällt die Vorstellung, die Hihat rechts montieren zu können um so freier mit der linken Hand spielen zu können.


    Was mich aber etwas unsicher macht ist die Bassdrum. Ich will keinen riesen Wumms, eher ein kurzes aber warmes und ausgeglichenes "Bumm". In gewissen YT-Videos klingt sie eher nach "töck" :S


    Tja, aber was gäbe es für Alternativen? Ein Pearl Compact Traveller oder Traps Drumset finde ich hässlich und wirken billig, machen mich nicht an darauf zu spielen.


    Habt ihr sonst noch Ideen? Oder Meinungen zum Cocktail Kit? Was für Becken haltet ihr für passend zu dem Cocktail Kit? Ich tendiere im Moment zu Meinl Classic 10" Hihat und Paiste PST5 14" Medium Crash.


    Meine Anforderungen:

    • klein (ca. 1m2 Stellfläche exkl. Sitz)
    • gutklingend
    • erweiterbar
    • günstig (Schmerzgrenze 1000.- all inkl.)
    • im sitzen spielbar
    • Einsatz: just for fun Playing =) , evtl. Recording (aber nicht als Hauptdrumspur und auch nur, falls ich auf das Level komme)
    • Musikstil: funky/jazzy beats mit Latineinschlag, breakbeats/jungle
    • Klangideal: knackig, klar, "freundlich", hell (falls ihr euch etwas darunter vorstellen könnt :P )


    Ich freue mich über jede Meinung. :)