ZitatIch habe auf der Musikmesse mal diese Vented Snares von OCDP mit den dicken Kesseln angetestet. Sicherlich klingen die nicht schlecht, aber mein Traumsound war es nicht. Die knallen ziemlich und der Teppichsound ist auffallend hell und dominant. Sowas kann auch ganz schön nerven, denn besonders rund und harmonisch klangen die nicht. Gut, wenn man drauf steht, sie knallen sicherlich und sind dabei sehr trocken. Eben ein ganz spezieller Sound.
Da muß ich DF voll zustimmen. Ich bin zwar von der immensen Lautstärke dieser snares sehr angetan... aber was bringt Schalldruck alleine wenn der Sound der sich durchsetzt fast nur hochfrequente Teppichanteile wiedergibt (bzw. letztere unverhältnismäßig betont)???
Ich war jedenfalls spätestens nach der Messe noch etwas härter im Urteil als DF und empfinde den Sound als interessante aber gleichsam PENETRANTE Sound-Exotik. Wie gesagt wenn man den Sound hört und ihn wirklich sooo liebt- dann kaufen! Aber nur!!! dann. Mir tun die Drummer leid, die sowas ungehört ordern. Und da gibt es spätestens durch die Drums Only Vertriebsstruktur sicher "ein paar" naive Nachnahme-Nasen.
Übrigens konnte man auch auf der Messe bei ODERY eine Snare hören, die gestattete den Grad der Snare-Öffnungen manuell millimetergenau von "keine Öffnung" bis "volles Loch" zu bestimmen. Zwar bin ich kein Fan dieses Snare-Konzeptes von Odery, aber da konnten sich endlich mal Sound-Rookies ein Bild machen wie diese Öffnungen klingen und welchen massiven Einfluß sie auf das Snare-Klangbild haben können... und ob einem der offene Sound wirklich mundet. Mir wie gesagt nicht!
Ich habe mir vor vielen Jahren (lange vor OCDP, da mich damals eine offizielle Premier Snare mit Soundloch für Recording-Applikationen inspirierte und auch Ludwig Snares mit Öffnungen anbot... allerdings bei Ludwig offener Streifen, keine Rundung!) mal einen 70´Jahre-Sonor Kessel verunstaltet, um diesen Sound zu erhalten. Würde ich nie wieder tun ![]()
Aber wie gesagt, man muß (vollkommen Endorser- oder Fankult-frei) diesen Sound nüchtern beurteilen. Und niemals derartige snares ungehört bestellen. Aber das gilt natürlich für Instrumente generell!!!
ZitatDas geht wohl seit fast 50 Jahren so- alle meinen das sei ne Stahlsnare. Ist aber eine ALUMINIUM-snare Deswegen klingen die Nachbauten alle nicht wie ne Ludwig Supra. Unglaublich... aber wahr!
Bibbelmann
Mit Verlaub... nix gegen ein D&P Abo
aber moderne Analyse-Verfahren gestatten es jedem halbwegs drittklassigen Drumhersteller (die derartige Analysen in Fach-Labors in Auftrag geben) die Legierung fast 100 & zu bestimmen. Es ist daher eher unwahrscheinlich das z.B: ein Hersteller wie Pearl zu blöd ist die exakte Legierung von Ludwig herauszufinden. Selbst bei den wenigen (aber aufwendigen) Gußsnares die es weltweit gibt, bei deren Herstellungsprozeß durch Rauchentwicklung etwa 1-3 Prozent der verwendeten Materialanteile verloren gehen können (von denen man nicht exakt vorhersagen kann welche... hust) erzielt man per Materialprobe und Analyse im worst Case-Szenario 97 % Exaktheit der Materialzusammensetzung. Bei konservativer Schätzung!
Natürlich hat dann auch Hardware, Gratung etc. Einfluß, aber egal ob man den Kessel Alu, Stahl oder einfach als "Blech" bezeichnet: Die wirkliche Material-Zusammensetzung des Kessels ist für Drumhersteller meines Wissens keine Magie.