ok, dann schreib ich zu diesen themen noch mal ein paar sätze. hab darüber schon das ein oder mal was geschrieben - sollte eigentlich mit der suche zu finden sein.
um das gleich vorweg zu stellen: ich bin kein experte auf diesem gebiet. ich habe mich einige Zeit damit beschäftigt, hab auch einiges von richtig guten leuten dazu erfahren können, aber ich kann dir nicht alles anhand von formeln erklären. wenn man versteht wie der schall funktioniert, ist aber vieles relativ leicht nachzuvollziehen.
ok, das problem wenn man seine raum in raum konstruktion auf steinwolle oder ähnlichem baut: durch das hohe gewicht der konstruktion die man auch die steinwolle baut wird diese komprimiert. jetzt kann man relativ leicht ausprobieren, wie leicht sich steinwolle komprimieren lässt. wenn man dann solch eine schwere konstruktion darauf baut wird die steinwolle (fast) ganz zusammengedrückt. jetzt kann sie allerdings nicht mehr entkoppeln. wie soll sie sich auch noch weiter zusammendrücken lassen und die Energie aufnehmen?
ok, mit viel viel glück kann solch eine konstruktion funktionieren. in den meisten fällen wird sich auch eine leichte verbesserung bringen, da zusätzlicher boden usw. Dies wird sich aber kaum im tieffrequenten bereich bemerkbar machen.
Für diesen Zweck gibt es spezielle elastomere usw. damit diese allerdings in einem effektiven bereich arbeiten sollten diese unter berücksichtigung des gewicht, das auf ihnen lastet berechnet werden. was auch interessant erscheint ist die heizungsrohrisolation. wenn man darauf allerdings eine ganze raum-in-raum konstruktion bauen will ist das doch ein etwas waghalsiges unternehmen. bei nem podest ist das ja denkbar einfacher und unkomplizierter.
das wandteppich, noppenschaumstoff, eierkarten problem ist ja eigentlich ein altes. über die nachteile dieser kann man wohl überall lesen, bis auf den herstellerseiten selbst. nicht ohne grund wird man kaum studios sehen, die solche materialien verbauen.
kurz zu den hintergründen: oben beschriebene materialien bedämpfen in der regel nur hohe frequenzen (es sei denn man nutzt den schaumstoff in der dementsprechenden dicke, braucht aber viel platz und ist teuer und es gibt effektiver materialien wie steinwolle z.b.) die hohen frequenzen sind allerdings gar nicht die problematischen. kritisch sind die tiefen, die durch die größe und geometrie des raumes gegeben sind. bei räumen mit parallelen wänden kann man das recht einfach durch die länge der schallwellen ausrechnen. (gibt etliche applets dazu im netz) hängt man sich jetzt teppich oder schaumstoff an die wand dämpft der die höhen aber nicht die bässe. folge: der raum klingt dumpf und ist in den bässen immer noch undefiniert. eierkarton dämpft natürlich kaum. wirkt eher als diffusor für hoch frequenzen und hilft somit etwas gegen flatterecho - aber mehr auch nicht.
wer weiterlesen will und der englischen sprache mächtig ist findet hier einige gut anleitungen: http://forum.studiotips.com (früher war dort ein recht angesehener akustiker unterwegs, der leider wegen persönlicher differenzen mit einigen anderen usern dann gegangen ist. die beiträge gibts aber immer noch)
auch nen besuch wert: benutzen teilweise etwas andere konzepte:
http://johnlsayers.com/phpBB2/
wenn ich mir den link oben ansehe weiß ich wieder warum ich schon länger keine stick, d&b usw. gekauft hab. 