Beiträge von balazuc

    Ich bin mal gespannt, was die Mitglieder dieses Forums, die die Formation anschauen/anhören, von der Sache sagen werden.


    Ich habe sie am Freitag in Greifenburg/Kärnten gesehen und war etwas enttäuscht. Ginger Baker ist sicherlich immer noch ein Guter und für sein Alter sowieso, aber es ist schon ernüchternd ihn heutzutage zu sehen/hören. Was mir gefiel, war das Timekeeping und seine Unabhängigkeit, aber da die Formation naturgemäß wohl viel improvisiert hat, hatte ich das Gefühl, dass er oft nicht wusste wie er Akzente setzt oder Fills abschließt. Ihm fehlt irgendwie das Reaktionsvermögen und sozusagen das Antizipieren. Seine Füße haben gut funktioniert, die Hände/Arme wirkten extrem unbeweglich (Folge der Artrithis?). Schlagtechnisch war da überhaupt keine Finesse, nur beim letzten Teil seines Solos, kam er irgendwie in einen guten Groove. Es gab auch keine richtige Setlist und der Auftritt wirkte zerstückelt. Der Bassist Jonas Hellborg war, glaub ich, richtig gut. Der Gitarrist Regi Wooten bestimmt auch, ist mir aber ziemlich auf die Nerven gegangen. Das Ganze hat in Austria 33,00 Euro gekostet und war als als Africa Rock beworben. Ausschließlich instrumental und null Cream, einfach viel Funkrock.

    Gerald, in unserem Alter können wir eigentlich nichts mehr aufschieben, wenn wir die Heroes unserer Jugend noch mal live sehen wollen.


    Den Fehler habe ich vor 2 Jahren gemacht, als ich ein Dio Konzert habe sausen lassen, weil ich dachte dass es noch so viele Möglichkeiten geben würde. Das passiert mir (hoffentlich) nicht noch einmal.


    @Öko Obi
    Auf der Loreley spielen auch Kansas. Allein wegen denen lohnt sich das Konzert schon.


    So isses leider :(
    http://www.hotpress.com/Gary%2…ies-in-Spain/7492280.html

    Gestern habe ich Thin Lizzy nach 32 Jahren erstmals wieder gesehen. Der Grund war natürlich Brian Downey, die Formation mit Tommy Aldridge war nicht so mein Ding. Für mich war Brian für TL immer genauso essentiell wie Gorham und natürlich Phil Lynott. Die 32 Jahre sind natürlich an Brian nicht spurlos vorbei gegangen, aber mit Ihm klingt es wenigstens nach Thin Lizzy. Ich hatte das Gefühl er trickst schon ein bisschen und schenkt sich einiges an "Arbeit", was aber wohl normal ist, wenn man an den Brian Downey von früher denkt (ich sollte ihm böse sein, hat er mir doch aufgezeigt, dass ich nie ein brauchbarer Drummer werde).
    Sein Shuffle ist immer noch "locker-flockig" wie man es sonst eigentlich von Hardrock-Drummern nicht kennt. Leider war der Sound nicht so das Gelbe vom Ei, sodass man im Gegensatz zu früher die Feinheiten nicht so raushören konnte (vielleicht bin ich aber einfach nur zu alt). Es war brutal laut (war es allerdings früher auch schon) und soundtechnisch zu sehr Gitarren dominiert und verzerrt, meine Ohren rauschen jetzt noch. Insgesamt bin total froh, einen meiner Lieblingsdrummer (neben Barriemore Barlow) noch mal gesehen zu haben, das hatte schon etwas sehr sentimentales und ich glaube nicht, dass Brian sich das allzu lange antut (den Tourstress).