Niedrige Velocity bei MPS-150X Meshheads?

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich über die Suchfunktion nicht weitergekommen bin, stelle ich meine Fragen mal hier rein.


    Als absoluter Schlagzeuganfänger habe ich mir das Millenium MPS150X zum Üben zugelegt und bin soweit eigentlich ganz zufrieden. Allerdings fällt mir bei der Nutzung von externen VSTs auf, dass die Snare und die Toms auch mit harten Schlägen höchstens auf eine Velocity von 60 kommen. Die Hihat sogar nur bis 40, Crash und Ride etwa bis 80. Nur die Kickdrum hat eine Range von 0-127. Innerhalb ihrer jeweiligen Reichweite sind alle Elemente aber recht sensitiv bzw responsiv.


    Da ich mich mit E-Drums nicht auskenne, frage ich mich nun: Ist das bei E-Drums normal, dass Kick/Snare/Cymbals so eine extrem unterschiedliche Velocity Range haben? Sollte nicht jedes Instrument von 0-127 gehen? Liegts an der Preisklasse des Kits? Von einem Hardwarefehler gehe ich nicht aus, da z.B. die Toms in ihrem Output absolut identisch sind, genauso wie Crash und Ride Becken.


    Ein wirkliches Problem ist das eigentlich nicht, da alle Elemente wie gesagt ziemlich gut reagieren und auch feinfühlig sind. Es nervt mich nur etwas, dass ich in jedem VST langwierig verschiedene Velocitykurven definieren (der Drumcomputer selbst hat keine entsprechenden Optionen) oder am Drum-Mix rumschrauben muss, damit z.B die Snare von der Lautstärke mit dem Kick mithalten kann. Wäre dankbar für mögliche Lösungen oder eure Erfahrungen mit euren eigenen E-Drums :)

  • Danke für deine Antwort :)


    Hmm, also scheint das für so preiswerte E-Drums normal zu sein? Ich hätte ja erwartet, dass die Dynamikabstufungen eher grobkörnig sind, nicht aber, dass mir quasi nur das "halbe Midi-Signal" zur Verfügung steht :(



    Ich nutze die Drums mit Superior Drummer und BFD3 in FL Studio. Dort habe ich auch für alle Elemente des Kits entsprechend individuelle Velocity-Kurven angelegt, was als Workaround super funktioniert. Es ist nur sehr zeitauwändig, das für jedes neue VSTi zu machen. Viele Programme unterstützen Velocity Mapping auch nicht auf so detaillierte Weise wie Superior Drummer 3 und FL Studio hat nur eine einzige veränderbare Kurve für alle eingehenden Midi-Informationen. Da muss ich dann wieder ein anderes Plugin namens Midi Shapeshifter davorschalten, um die eingehenden Midi-Velocity Werte noch vor dem Drum VST zu transformieren.


    Kennst du vielleicht noch andere Tips oder Programme, die es mir ein bisschen leichter machen können? :)

  • Nein, das ist nicht normal. Die MIDI Velocity sollte 127 erreichen können. Liegt aber nicht am Pad sondern am Modul. Und das hat ja beim MPS150 quasi keinerlei Einstellungen.


    Ich würde mal beim Verkäuferreklamieren das ein Defekt im Modul vorliegt. Mal schauen was die sagen.


    Und dann entweder ein anderes Modul (Roland oder edrumin) und/oder auf das Angebot von Nick zurückkommen.

    Audiofront eDrumIn. Triggering mainly SD3.
    Yamaha Cymbals, drum-tec HiHat Ctl, DW PDP Drumset with Jobeky Triggers and drumtec Pro Snare. Zoom UAC-2 Interface.
    "Drums are they only Instrument that is fun to play, even when you suck"

  • Ich habe inzwischen herausgefunden, dass ich theoretisch doch bei allen Elementen auf 127 komme...dafür muss ich aber wirklich unnormal hart auf Snare, Toms und Hi-Hats eindreschen. Der Kick und die anderen beiden Cymbals brauchen vielleicht nur 20-30 % dieser Kraft um den maximalen Wert auszuspucken. Ich werde mal Thomann kontaktieren, denke aber, dass man da nichts machen kann, ein Defekt des Moduls wird es wohl nicht sein.


    Für Leute mit ähnlichen Problemen und FL Studio habe ich mir einen recht guten Workaround ausgedacht:


    1.) Man lade sich die beiden gratis VSTs MIDIPolysher und midiCurve


    2.) In FL Studio gibt es den sogenannten Patcher, in dem man beliebig viele VST Effekte und Instrumente kombinieren und untereinander verlinken kann.


    3.) In Patcher für jede Drum-Note einen MIDIPolysher und eine midiCurve laden


    4.) In jeder Instanz des MIDIPolyshers nur die jeweilig relevante Note durchlassen und alle anderen rausfiltern.


    5.) Diese Note in ihre entsprechende midiCurve leiten, Kurve nach belieben einstellen.


    6.) Alle Instanzen von midiCurve in das entsprechende Drum-Plugin leiten


    (Nicht vergessen in allen MIDIPolysher und midiCurve Instanzen den Midi Output-Port festzulegen und im Drum-Plugin eben den entsprechenden Input-Port)



    Das ist einmalig ne Menge Gefrickel, aber so kann man zukünftig einfach das Patcher-Preset laden und nach Belieben das darin verwendete Drum-Plugin tauschen. Die einmal eingestellten Velocitykurven für alle Elemente des Kits bleiben gleich. Somit hat man in jedem beliebigen Sampler oder Drum VST die gleiche Feinkontrolle über alle Velocitykurven wie in Superior Drummer 3.

  • gefällt mir!

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