Verbesserung der Akustik meines Kellers

  • Hi,
    ich war vor 2 Jahren der Meinung, dass Noppenschaum an fast allen Wänden herrlich zum üben und recorden sei, von daher sieht mein Keller nun so aus:
    3 Wände Noppenschaum, 1 "Wand" ist ein Vorhang, der als Raumtrenner zum Rest des Kellerraumes dient, seht selbst:





    Der Sound ist einfach viel zu trocken für meinen Geschmack. Bevor ich nun wieder Noppenschaum entferne, wollte ich mal hören, was ihr für Maßnahmen empfehlen würdet?
    Ich persönlich hatte vor, zunächst die linke Wand wieder freizumachen (dahinter ist verputzter Beton). Je nach Ergebnis würd ich dann vielleicht noch eine 2. Wand freimachen und ggf. statt mit Noppenschaum mit dünnem Fußbodenteppich bekleben (hab das mal im Drummers Focus erlebt ... da sind alle Wände mit Teppich beklebt und den Sound hab ich als recht gut in Erinnerung).


    Was meint ihr?


    Simon

  • Über Holz hab ich auch schon nachgedacht. Hab auch schon versucht, mit dieser 1x2m Platte, die in der Mitte klappbar ist, ein paar Klangveränderungen zu erzeugen ... groß was gebracht hat das aber nicht.

  • Naja, der Sound kommt ja nirgends zurück und wird an jeder Wand gebrochen, ist also kein Wunder, dass das sehr trocken klingt.
    Normalerweise lässt man ja auch 2 Wände frei.
    Reis runner das Zeuch :Q

    "Welches Pumporgan des Menschen ist hauptsachlich für den Blutumlauf verantwortlich?" - "Die Milz!"
    (siehe: Wildecker Milzbuben mit ihrem Hit Milzilein, Milzinfarkt oder Doppelmilz)


    "Ob-La-Di, Ob-La-Da, life goes on, brah"

  • Nabend,


    ich würde Dir, um flexibel zu bleiben, Molton empfehlen. Den Stoff auf Ständern, oder besser auf Deckenschienen montieren. Rechne pro Wandseite etwa die dreifache Länge(natürlich in Deckenhöhe) und arrangiere diesen wie Ommas Gardinen, also faltig(ja, ja, wie die Omma auch). Der Raum ist jetzt tot. Schiebst Du den ganzen Rotz in die Ecken, ist wieder Leben in der Bude.


    Viel Spass beim "Hosche"



    Liebe Grüße aus Berlin
    Daniel

    Ich bin nicht intolerant, ich hasse jeden!

  • ch empfehle eine (halbe) wand mit gipskartonplatten zu verkleiden.
    die kannst du vorerst nur an boden und decke mit einer leiste fixieren und so testen wieviel du brauchst.
    10 mm starke reichen da völlig. die gibts bei uns in ö 60cm breit und 200 oder 260 lang. dadurch kann man sie praktisch an die wand stellen.
    kostenpunkt ca 2-3 euro/qm

  • ist der keller quadratisch? wenn ja wäre ich vorsichtig zuviel Hall wieder zuzulassen, denn da schaukelt sich die eine oder andere Frequenz gerne auf. Ich finde die idee mit den flexiblen Molton teilen recht gut. Zum aufnehmen ist ein trockener raum für homerecorder einfacher zu handhaben, als ein halliger, da ein keller normalerweise nicht besonders gut klingt. Ich finde es wichtiger die abmischumgebung akustisch zu optimieren. Diese sollte nach möglichkeit nicht komplett trocken klingen. Wenn du ernsthaft aufnehmen willst würde ich eine flexible Lösung vorziehen und die mischumgebung in ein anderes zimmer verlegen, die monitore nicht an die wand stellen und nicht 50 cm nah dadran sitzen.

  • hm, dann müsst ich sie aber dauerhaft nur an die Wand angelehnt lassen ...

    du aknnst ja dann erstmal gucken ob und wie es am Besten klingt und dann die Dinger an die Wand tackern. Und falls du dann doch mal wieder was anderes ausprobieren möchtest, gehts so sicherlich leichter von der Wand als wären die Noppenschaumquadrate direkt auf der Mauer.

  • Also der Raum ist 3x4m groß. Wände, die ich vom Noppenschaum befreie, wollte ich mit Holz verkleiden. Was haltet ihr von diesen beiden Plänen?





    Absolut trocken will ich wie gesagt nicht mehr, deswegen soll Noppenschaum runter. Zusätzlich werde ich mit Bassfallen in den Ecken arbeiten.

  • ja kann man so machen. so wird sich auch nix fies aufschaukeln. Zum variieren kannste ja vorhänge vor das Holz machen, die man auf oder zu machen kann. ach ja ich würde die 1. variante nehemen, weil bei der 2. eine Ecke mit Holz und Stahltür ist.

  • Richtig, das ist der Nachteil an der 2. Variante, wobei das mit Eck-Absorber vielleicht geht. Bei Version 1 hat man leider zwei reflektierende Flächen gegenüber (Tür und Holz), auch eher suboptimal, oder?

  • Zwei reflektierende Flächen nebeneinander finde ich weniger schlimm. Du könntest ja auch was von innen an die Tür hängen. Je rauher das Holz desto diffuser die Reflexionen. Also keines nehmen das mit hochglanzpoliertem Klarlack oder ähnlichem behandelt wurde.

  • ich würde die erste Zeichnung von dir bevorzugen und die Tür mit Noppenschaum oder Teppich oder einem Vorhang verkleiden. Die Holzteile, die du anbringen willst würde ich auch mit einem Vorhang versehen, den du zuziehen kannst wie bei einem Fenster, aber er sollte in zugezogenem Zustand noch ordentlich in Falten hängen. So bleibst du variabel. Desweiteren würde ich das verwendete Holz so auswählen, dass es keine völlig glatte oberfläche hat, lackiertes total glattes Holz klingt fast wie Kacheln, bei unbehandeltem Holz mit normaler Maserung bist du schon ganz gut dabei. viel Spaß beim bauen und mach mal ein Foto wenn es fertig ist.

  • aktuell bin ich erstmal am überlegen, wie ich das holz befestige. für die 3m breite rückwand hab ich nämlich bohrverbot, da dies eine keller-außenwand ist. daddy hat angst, dass da vom wasserdruck was springen könnte oder so ...

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