Die typischen Probleme mit dem Alesis DM5

  • Hallo Forengemeinde!


    Ich werde seit meinem letzten Schlagzeugkauf einfach nicht mit den Einstellungen meines Alesis DM5 Moduls warm. Mein Mapex besitzt eine
    Bassdrumgröße von 22". Ich habe innen bereits eine Decke und ein Evans pad Kissen zum dämpfen gepackt. Als Fell habe ich ein Evans Emad
    aufgezogen welches auf der Schlagseite mit einer Arretierung versehen ist um dort verschiedene Mufflungsringe zu installieren und so die
    Dämpfung des akkustischen Sets anzupassen. Als Trigger verwende ich den Roland RT-10K (neue Ausführung). Bei meinem Pearl Export funktioniert
    das triggern mit dem selben Fell und der selben Größe unter gleichem Trigger/Modul einwandfrei. Ich spiele damit Tempos bis 260 Bpm 16tel.


    Ich habe mir damals das Alesis DM5 zugelegt weil ich von vielen Schlagzeugern im Extreme Drumming bereich gehört habe dass dieses Modul
    für Midi Mapping, Live und Proberaum gut geeignet ist. Ebenso wie diese Schlagzeuger brauchte ich nur ein Modul um meine Bassdrum zu triggern
    und hatte nie die Absicht damit ein E drumkit anzusteuern.



    Mein Problem ist massives Doppeltriggern bei festem Spiel.



    Die Einstellungen die ich momentan verwende sind:


    Gain ( Sensitivität :( 80
    Vcve ( Dynamikumfang :( 7 (Max)
    Xtalk( Übersprache ? :( 30
    Deca ( Verzögerung ? :( 0
    Nois ( Threshold ? :( 90



    Die ganze Zeit über dachte ich dass das Fehltriggern durch die Mufflungsarretierung vom Emad Fell zustande kommt da der Roland Trigger
    direkt auf dieser liegt und nicht am Fell. Gestern wollte ich dies herausfinden und habe diese mittels eines Cutter Messers entfernt,
    leider ohne Erfolg. Das einzige Ergebnis war, dass sich das Fell nun nicht anders als ein Evans G2 anhört. Das Doppeltriggern bleibt wenn ich
    fest reinhaue bestehen. Anscheinend löst der Trigger aus, wenn ich in das Fell schlage und gleich darauf, wenn das Fell wieder zurückschwingt.
    Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mein Spiel an diese Situation anzupassen da ich versuche, im Death Metal und Rock stets mit der
    größtmöglichen Kraft das Fell zu schlagen um auch für einen Fall in dem das Set mal akustisch mikrofoniert werden muss, einen einigermaßen
    brauchbaren Sound zu erzeugen. Ich habe auch das Fell härter angezogen jedoch mit ernüchterndem Ergebnis. Ich müsste das Fell so hart anziehen
    dass es


    1. schrecklich klingt
    2. ich vom Spielgefühl her auch eine Betonwand triggern könnte.


    Ich plane mir ein Aquarian Superkick II zuzulegen. Allerdings bin ich nach wie vor noch auf der Suche nach den richtigen Einstellungen für mein
    Triggermodul. Mir würde es allein schon sehr helfen wenn mir jemand die genaue Bedeutung von Xtalk, Decay und Noise erklären könnte. Die
    Anleitung schafft es nicht, mir dies verständlich zu machen. Danke schonmal!

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  • Habe das Modul auch für einige Zeit benutzt. Funktionierte auf eigener Bassdrum zuverlässig aber sobald ich mit einer anderen Bassdrum spielen musste ging das Generve los...


    Hier bekommst Du eine Anleitung (Kapitel 6) in der alle Parameter beschrieben sind:


    Anleitung DM5


    Den XTalk Parameter kannst Du vernachlässigen da er nur bei der Benutzung von mehreren Pads bei einem EDrum eine Rolle spielet. Mit diesem Parameter wird die gegenseitige Beinflussung von Pads unterbunden. Ich habe den immer auf dem Defaultwert von 30 gelassen.


    Mit dem Parameter Noise kannst Du Störgeräusche von aussen wie z.B. Bassamp etc. unterbinden. Die Einstellung von Noise und Gain sind voneinander abhängig. Ich hatte meist ein Gain von max. 70, Noise lag bei etwa 65. Ich trete aber eher heftig rein und bei mir geht es nur bis ~200bpm.


    Der Decay Parameter ist etwas komplizierter und hier wirst Du wohl etwas rumprobieren müssen. Den genauen Wert habe ich leider nicht mehr parat war aber eher niedrig.

  • Hallo Theo!


    Hab vielen Dank für deine Erklärung. Es ist nicht so als ob ich nicht schon die Bedienungsanleitung mehrfach zu Rate gezogen hätte. Nur leider blieben immer wieder offene Fragen bestehen, gerade was die Erklärung der Funktionen XTalk, Noise und Decay betraf. Tatsächlich habe ich dank deiner Erklärung in 20 Sekunden mehr Fortschritte erzielt als in den ganzen 2 Jahren in denen ich das Modul benutze. :thumbup:


    Von anderer Seite habe ich nun hauptsächlich den Vorschlag erhalten mein Fell stärker zu dämpfen, was eigentlich entgegen meines Optimals steht da ich Live neben dem Trigger auch gerne die Bassdrum zusätzlich mikrofoniert haben möchte. Aus diesem Grund habe ich beschlossen mir ein neues Bassdrumfell zuzulegen. Ich dachte an ein Aquarian Super Kick II, bei dem das Muffling auf der Innenseite angebracht ist. Ansonsten würde ich mich freuen wenn du, oder eine andere hilfreiche Seele ihre Erfahrungen mit mir bezüglich diversen anderen triggerfreundlichen (2lagigen, gedämpften) Bassdrum Heads austauschen könnte. Welche findet ihr für eine Kombination aus Trigger und akkustischen Sound gut geeignet? (Gewebefelle schließt das selbstverständlich aus ;) )

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    Einmal editiert, zuletzt von Wintris ()

  • Ich benutze Powerstroke 3 mit Falam Slam. Die Bassdrum (22") ist zu etwa 1/4 gedämpft (mit einer Decke locker gefüllt). Die Fellspannung ist so fest das es gerade noch gut klingt. Ohne Trigger hatte ich das Fell meist so locker das es fast schon Falten geworfen hat, das hat mit Trigger nicht so gut funktioniert. Die Art des Schlagzeugs( Pearl MMX, Yamaha Power V) spielte keine Rolle.


    Inzwischen benutze ich ein SPD-S. Bin zwar noch nicht ganz durch mit der Probiererei aber ich denke auch damit werde ich ähnliche Ergebnisse erzielen können. Auf anderen Bassdrums mit anderer Fellspannung und Dämpfung wird es hier aber sicher auch notwendig sein die Settings ggf. anzupassen. Beim DM5 geht das ja eigentlich ziemlich gut wenn man mit den Parametern zurecht kommt...


    Im extremeren Bereich habe ich jetzt auch schon häufiger gesehen dass einige ihre Bassdrums komplett mit Kissen vollgestopft haben und lediglich das Triggersignal nehmen. Black Dahlia Murder z.B. machen das so und ich glaube Whitechapel benutzen auch kein Mikro, zumindest konnte ich bei den akt. YT-Aufnahmen keins erkennen. So klingt es dann aber auch... Manche spielen dann gar nicht mehr wenn die Elektronik abkackt und sie keinen vernünftigen Pegel aus der Bassdrum bekommen (Fleshgod Apokalypse)...

  • Hi!
    ich hatte dasselbe problem. Das lies sich aber eben durch eine federkerndecke die direkt am schlagfell liegt fast komplett lösen. hab die selbe konfiguration: 22" BD, EMAD Fell (auch mit cutter zugeschnitten), recht hart gespannt, Gain voll aufgedreht, noise auf 75 (wenn ich weniger nehme, spricht der trigger auch bei snare schlägen und/oder rim-shots an), decay auf ca. 15 (der ist wichtig! damit kann man schon einiges an doppeltriggerei beheben), trigger ist von TDRUMS. Ich kann dir nächste woche ein bild schicken, wie das bei mir aussieht. Ansonsten Axis mit Ekit ;)

  • aprospos, ich habe auf meinem studio-kit, den ddrum-trigger (mit den 2 piezos), ein powerstroke 3 mit zwei gefalteten wolldecken drin + mikrofonierung. Funktioniert auch einwandfrei. nur was ich gleich sagen kann. die mirkofonierung bringts ab 220 bpm kaum... zumindest bekomm ich dann keine kraft mehr bei 16tel doublebass zusammen. ich benutze allerdings dann auch das alesis trigger io und befeuere damit addictive drums

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