Kaufberatung /// Fame DD6500


  • Es gibt aber auch Leute, die sich auskennen und Hilfe anbieten und letztendlich die Möglichkeit, es zu lernen. Wenn du schon auf so ein Billigteil setzt, kriegt man einen totalen Mehrwert, wenn man clever rumtrickst. Das ist auch mein Ansatz als Lehrer, denn die wenigsten Kinder und Jugendlichen haben da ihr "Flaggschiff" stehen. Nach entsprechendem "tricky Treatment" geht aber deren Billigsystem voll klar und kann sich neben einem oberteuren Komplettsystem von der Stange durchaus sehen/hören lassen. ;) Daß man die Sache dann raffen oder zumindest bedienen können sollte, ist zwar mit gewisser Anstrengung und Bemühung verbunden, macht aber eben auch vielen total Spaß. Ist aber für einige ein rotes Tuch: nun die spielen dann ewig ihr einmal vom helfenden Kenner konfiguriertes Setup, welches natürlich vor allem zum Schlagzeugspielen-Lernen auch völlig ok ist. Wenn die dann was geändert haben wollen, dann muß halt die helfende Hand dann wieder ran...

    Nein, keine Sorge.
    Wenn ich mich damit befasse und ein bischen Support von extern erhalte, kann ich mich in solche Dinge schon ganz gut reindenken.
    Es ist auch in Sachen Kaufberatung gut und wichtig zu wissen, was event. mal nach hinten raus noch geht, für den Fall, dass man sich durch die Technik beschränkt fühlt (oder es auch tatsächlich ist).
    Aber wie sagt man so schön, derzeit liegt vor den Drumsticks noch deutlich mehr Potential herauszuholen als hinter ihnen... :rolleyes:
    Insofern schaue ich mir solche weiterführende Techniklinks sehr gerne auch jetzt schon mal an, stelle aber nicht den Anspruch an mich selber, sie gleich von A-Z zu durchblicken.
    Das sieht aber anders aus, wenn ich das tatsächlich brauchen werde/würde. Deshalb danke auch für die Erweiterungstips, ist ganz gut, das im Hinterkopf zu haben.


    Gruß, N.

  • Schon wieder ein beratungsresistenter Neukäufer? ?(


    Paar klare Worte gefällig?
    Alles, was Du im Edrumbereich bis 500,- neu kaufen kannst, ist mehr oder weniger Müll und wird Dir ganz sicher KEINEN Spaß machen bzw. Dir das Trommeln verleiden, obwohl es eigentlich doch genau Dein Ding sein könnte. Es lohnt IMHO einfach nicht, bei diesen Billig-Schießbuden überhaupt zu vergleichen. Kauf` Dir einfach das Set neu, was Du am hübschesten findest (sind eh alle gleich mies) und dann hören wir uns hier nach etwa 3-4 Wochen wieder: "Wie kann ich mein Frame-Mellineum-XYZ-Schrott updaten? Die Hihat ist überhaupt nicht gut dosierbar und Rimshots gelingen nur ab und zu, alles wackelt und, und, und......" - been there, seen it all.


    Und entweder gehst Du dann wieder los und legst richtig Geld für was Neues auf den Tisch (vierstellig!) oder aber Du begreifst jetzt und sofort die Tips, die Dir hier von vielen bzgl. des Gebrauchtkaufs eines Markensets gegeben wurden, als das, was sie sind: Wohlgemeinte Ratschläge von Leuten, die Deine Problematik z.T. selber durchlitten haben, jetzt klüger sind und Dir das Lehrgeld ersparen wollen! Deine neu gekaufte NoName-Schießbude könntest Du sonst nämlich gleich auf den Sperrmüll bringen und den kompletten NP abschreiben. Guck` Dir doch nur mal Ebay-Kleinanzeigen an, es gibt hunderte wenn nicht tausende solcher Sets dort fast für lau- niemand kauft den Dreck. Beachte dabei auch, wie alt einige Anzeigen schon sind, die Leute werden die Dinger einfach nicht los......


    Natürlich willst Du solche Sätze wie die meinen NICHT hören und kannst nun einfach sagen, ich hätte am Thema vorbei gepostet. Damit hättest Du per se wohl Recht, machst es Dir aber sehr einfach. Ich (und viele andere hier anscheinend auch) versuche nur, Dich vor einer grenzenlosen Dummheit zu warnen und Dir einen guten Start ins geile Hobby zu ermöglichen, fertig. Nimm`s an oder lass` es, aber jaul` uns hinterher nicht die Ohren voll!


    Du bist am Zug. ;)

  • Au weia: Post 42 ist wieder substanzloses Getrolle. Ich bin überzeugt, der hat keinerlei Kenne von den Sets, um die es geht, aber gleich voll die Meinung. Schrecklich!

    Hi Nick,


    danke für die Hilfe bei der Einordnung des Posts. ;)
    Ich glaube, ribfreak meint das gar nicht böse, was er schreibt und er ist ja auch nicht ganz alleine mit seiner Einstellung. Zudem ist ja auch was Wahres dran.
    Nachdem aber insgesamt in diesem Thread sehr objektiv und sachlich über das Für und Wieder einer preisgünstigeren lösung geschrieben wurde (dafür nochmal danke an alle hier), kann ich mit so einem "Beißreflex-Post" auch ganz gut leben.


    Andere Frage: Kann mir als Anfänger mal jemand erklären, warum bei diesem Video die User so verzückt kommentieren?


    DD6500 mit EZ-Drummer


    N.

  • Also ich denke mal, die generelle "Verzückung" besteht jedenfalls darin, durch eine zumindest für den Anfang ok funktionierende und mesh-pad-mäßig sich gut anfühlende LowBudget-Kiste von der Stange mithilfe eines Rechners durchaus ziemlich realistische Akustikschlagzeugklänge spielen zu können und eben nicht diese lächerlichen A-Drum-Emulation-Modul-Sounds. ;)
    Es gibt aber bzgl. EZDrummer-Klang wesentlich bessere/aussagekräftigere Vids (z.B. hier: Vergleichsvideo Roland TD9 vs EZDR2 )

  • Danke für die Antwort, Nick.
    Und danke für das Beispiel Roland vs. EZdrummer.
    Eine Frage noch: Wenn ich an ein Roland den EZdrummer anschließe und an ein Fame, Medelli, XDrum, o.ä., ist mein Zugewinn bei den günstigeren Drums dann nicht sogar höher als beim Roland?
    Was ich meine ist: Wenn ich die angeschlagenen Drums durch das Soundmodul eh nur durchschleife, wirkt dann das bessere und teuerere Soundmodul überhaupt noch? (die bessere Dynamik usw. mal außen vorgelassen)


    N.

  • Wenn ich die angeschlagenen Drums durch das Soundmodul eh nur durchschleife


    Bei Software-Drumming ist das Modul quasi nur ein Trigger-To-Midi-Converter. Im Falle von Akustikdrums-Emulation habe ich z.B. ein Roland-Modul ausschließlich nur deshalb, weil es ausgezeichnete Triggereigenschaften und wenig "Midi-Latenz" aufweist und mit gewisser e-Drum-Hardware harmoniert. Der Klang der Software an sich ist durch ein "gutes" Modul auch nicht anders als bei einem Billigen. Für den Klang kommt es dann auf die (eventuelle) Host-Software (DAW), das Audio-Interface (Audio-Wandlung) und die Verstärkung (z.B. Phone-Amp), sowie natürlich ganz wichtig die Schallwandler (z.B. Kopfhörer) an.

  • Was versprichst du dir denn vom Bose???
    Falls du denkst, du kriegst damit das Stickgeklöppel, weg... vergiss es. Der filtert ganz gut statische Geräusche raus, aber alles perkussive ist eher mau. Mein Chef hat sich so einen für's Office geholt, weil über uns eine Klavierlehrerin rummacht. Straßenlärm und Geräusche, Dröhnen von draußen und das Geklimper durch die Altbaudecke gehen gut weg. Aber selbst Stimmen im Raum schaffen diese Teile nur unzureichend, besonders Konsonanten. Eher irritierend. Fast so als wenn du im Funkloch zu telefonieren versuchst.


    Kauf dir einen guten kabelgebundenen Studiokopfhörer. Z.B. Audio Technica ATH M40x, M50x, oder Shure SRH 440 oder 840, oder Beyerdynamik DT 770, oder Sony 7506. Das sind alles geschlossene Hörer, die gut abschirmen, aber vor allem das Signal relativ unverfälscht übertragen.
    Finger weg von Hifi-Ware aus dem Elektromarkt. Musikmachen hat andere Anforderungen als Musikhören. Zum einen vom Klangbild, zum anderen in Sachen impulsfestigkeit. Am E-Drum klingt ein Consumer-Hörer mit typischer Loudness-Badewanne erst mal imposant, aber irgendwann geht einem der übertriebene Wumms und die schneidenden Höhen tüchtig auf die Nüsse. Und nach 1std trommeln piepen die Ohren. Manche Hifi-Hörer schaffen auch keine unkomprimierte Kick Drum sauber abzubilden. Bei Musikkonserve hast du solche Membranauslenkungen gar nicht.


    Für Studioarbeit benutze ich nach wie vor M40x und SRH440, beide technisch modifiziert, mit jeweils 940er Velourpolster. Aber zum spielen und proben nehm ich nur noch in-ear. Das ist erstens angenehmer wg. schwitzen und zweitens gehörschonender (bei 2 Gitarristen...). Empfehlen kann ich zwei:
    - Low budget: Philips SHE 9000 bzw. Nachfolger 9105, für die unter-40€-Klasse extrem ehrlich und angenehm. Würde ich 'als backup' immer im Gepäck haben wollen.
    - 100€-Klasse: Degauss Labs Noir (Stockholmer Firma, verkaufen nur direkt, aber versandfrei). Gibt glaub ich gerade einen Black Friday Sale, für 75€ (-25%). Zwei-Wege-System, unglaublich ehrlich und trotzdem druckvoll, tiefer, nicht angedickter Bass. Ich habe die zum trommeln gekauft, trotzdem trag ich die auch unterwegs, die sind echt gut.

  • Kopfhörer sind natürlich auch sehr Geschmacksache; die Unterschiede sind gewaltig...


    Ich empfehle dir für Software-Drum-Sounds ganz klar den AKG K271, am besten befeuert mit einen hochwertigen Phone-Amp wie dem Lake People G109-P . Da geht dann die Sonne auf! Der AKG ist zwar viel weniger neutral als z.B. der Audio Technica M40x (welcher wohl im generellen Vergleich Neutralitätssieger ist...), allerdings auch aus meiner Sicht lange nicht so langweilig. Im Gegensatz zu dem Genannten oder auch einem Beyerdynamik DT 770, den fast jeder ständig zitiert, hat der AKG eine "große Bühne" und ist lange nicht so "narrow". Drumsounds und Becken werden damit geiler. Probier's aus; ich habe viele beim Spielen getestet, und bei mir bleibt echt nur der AKG übrig, der ganz anders ist, als die meisten anderen...


    Und jedenfalls würde ich den Bose für's E-Drumming auch sehr skeptisch sehen...

  • Für mich müssen Kopfhörer genau wie Lautsprecher wie ein Stück Draht klingen, nämlich gar nicht. Ich bin da totaler Neutralitätsjunkie. Ich höre aber leider auch sofort peaks & dips raus, da konnte es mir auch bisher weder AKG noch Sennheiser so wiklich recht machen. Beim AT 40x nerven etwas die 10k obenrum (gehen aber gut mit einem kleinen Sperrkreis in den Muscheln weg), und die oberen Bässe (100-140Hz). Die kriegt man gut weg mit den Velourpolstern vom 940. Als Nebeneffekt wird die 'Bühne' viel breiter. Das ist im übrigen lediglich eine Funktion der Distanz des Treibers vom Ohr und der Entzerrung. Das mit der Abbildungsbreite kann man ganz gut austesten, indem man mit Polstern und der Länge des 'Kanals' experimentiert. Je weiter die Distanz vom Ohr, desto verfärbter wird aber i.d.R. der Klang.
    Der Shure 440 ist aber bei over-ear mein momentaner Liebling. Wenn man die 'foam-plug mod' macht (den Stoffpropfen im Magnetkanal entfernen) und 940er Velourpads draufzieht, ist der unglaublich. Der ist dann einer der ganz wenigen, mit denen ich auch gefahrlos mischen kann, und am Kit hört man jede Feinheit sofort raus. Ich habe einen eingemessenen Raum, wo auch geprobt wird, und ich mache das Sounddesign immer per KH am Kit, da muss der linear sein.


    Apropos AKG... Ich hatte aus den frühen 90ern bestimmt 15 Jahre einen 240 Monitor, tausendmal repariert und Teile ersetzt, der hat viel gesehen... Als ich später mal die 240er Serie nochmal gehört habe, war ich entsetzt, weil die neueren eine völlig andere Klangsignatur hatten. Die alten 240 waren immer knochentrockene Mittenbretter, die aktuellen sind Bassbooster, mit Höhen wie bei den Fahrgeschäften auf der Kirmes.... brrr.

    Einmal editiert, zuletzt von Sascha ()

  • Wow, du bist ja der reinste Phones-Modder!


    peaks & dips


    Gleiche ich bei Bedarf gerne mit DSP aus, vorzugsweise mit diesem "Headphone-"EQ , bei dem man bis zu 100 Filter setzen kann. Das Ergebnis weicht dann schon ziemlich ab, wenn mann's dann "flat" hat, und kann durchaus sehr geil sein. Wie krass die Peaks und Dips auch beim vermeindlich neutralsten KH ausfallen, merkt man tatsächlich erst mit diesem Sinus-sweep...


    Ist natürlich ganz schön OT, aber interessant. ;)

  • Naja, es klang halt so, als würdest du den Bose zum trommeln benutzen wollen...

  • ... nur der Vollständigkeit halber:


    Ich habe mir das Fame DD6500 gekauft.


    Heute aufgebaut und ein bischen "getrommelt"... wow! Hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin sehr zufrieden.


    Klar, wenn ich bereits xy jahre Drumerfahrung hätte., sähs ggf. anders aus, aber für den ersten Tag wars schonmal gut. Jedenfalls hat das Drum den Drummer schonmal übertroffen.


    Für "irgendwann" ist dann EzDrummer2 oder ähnliches in Planung, das sollte reichen, bis der Drummer weiß, ob drummen das richtig Hobby für ihn ist. Und falls ja, ist dann genügend Zeit, richtig Gutes oder Großes zu kaufen.


    Vorerst aber gilt es, das Teil einigermaßen zu beherrschen... danach sehen wir weiter.


    Danke für Eure Tips in diesem Thread, hat mir echt geholfen.


    N.

  • Na dann viel Freude mit dem Teil und vergiß die Mods nicht: 1. Mesheads spannen (Werks-Setting ist einfach nur schlaff), 2. Gummi-Ringe austauschen und dementsprechend Trigger-Settings anpassen und 3. Hihat-Pad (wenn du die Hihat so lässt, dann die nur mit der Stockschulter am Rand spielen). 4. Bassdrum Meshhead schützen . 5. Hilfe in Anspruch nehmen, wenn du "irgendwann" Software spielen willst: dann brauchst du die lange "Ochsentour" der Optimierungen nicht voll durchleben und selbst ausloten ;) !

  • Na dann viel Freude mit dem Teil und vergiß die Mods nicht: 1. Mesheads spannen (Werks-Setting ist einfach nur schlaff), 2. Gummi-Ringe austauschen und dementsprechend Trigger-Settings anpassen und 3. Hihat-Pad (wenn du die Hihat so lässt, dann die nur mit der Stockschulter am Rand spielen). 4. Bassdrum Meshhead schützen . 5. Hilfe in Anspruch nehmen, wenn du "irgendwann" Software spielen willst: dann brauchst du die lange "Ochsentour" der Optimierungen nicht voll durchleben und selbst ausloten ;) !

    Hi Nick,


    danke für die Wünsche und die Hilfe!
    Rückfrage: Woher weiß ich als Newbie, wie weit ich die Meashheads nachspannen muß?
    N.

  • Oft bietet es sich an, die einzelnen Felle so zu spannen, wie sie auch bei einem realen Set durch die Größe und Stimmung sind, d.h. Snare oft eher fest, Toms absteigend (oder 'tonal' stimmen). Das hat in der Klangausgabe natürlich keine Folge, aber es kann den Rebound annähernd realistisch nachbilden. Evtl. hast Du ja die Fame 3-ply Heads drauf. Die benutze ich auch (10 & 12"), die sind schon klasse, weil sie nicht so einen Tennisschläger-Rückprall haben wie 1- oder 2-lagige.
    Allerdings muss man das abwägen; je fester die Spannung, desto sauberer das Triggern, weil ein höherer Grundton eine kürzere Scanzeit bedeutet. Mit zu hoher Stimmung wird es aber wieder schlechter, weil dann die Obertöne und Reflexionsmuster die Abtastung stören. Also ist - je nach Modul und Triggerqualität - auch etwas Experimentieren angesagt. Ich würde erst mal so vorgehen, und nach Gefühl (und Gehör beim rein akustischen Anschlag) gehen, und im zweiten Schritt schauen, ob eine tiefere Stimmung konkret das Triggern verschlechtert.
    Sofern du die 3-plys drauf hast: auch wenn die robust sind, man kriegt die auch kaputt... ich bin bei denen von 5A auf 7A-Sticks umgestiegen. Und: verwende bei Meshs Stöcke mit Nylon-Tips. Erstens hinterlassen die auch den Gummibecken keine Spuren, und zweitens können sich evtl. Holzfasern nicht ins Mesh setzen.
    Noch ein Tip: wenn die Felle schmutzig sind, einfach rein in die Spülmaschine. Sind danach wie neu.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!