Digital Drummer hat den ersten Teil einer zweiteiligen Serie zu den Hardware-Anforderungen für den Betrieb von VST veröffentlicht, in meinen Augen sehr interessant, zumal dafür wohl auch die Hersteller der VST-Programme nach deren Einschätzungen gefragt wurden:
Digital Drummer-Artikel zu Hardware-Anforderungen für VST (01.04.2026)
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"This article used AI for fact-checking and solution comparison."
Deswegen sowas stets kritisch sehen!
Beispiel:
"Most drum VST users find 128 or 256 samples at 44.1 kHz strikes the right balance, delivering round-trip latency in the 6–12 ms range on a well-configured system. Some push to 64 samples for a feel closer to an acoustic kit — achievable on a fast system but more demanding on the CPU."
Das suggeriert, daß 128 (oder sogar 256) Samples bei 44.1 kHz für SoftwareDrumming ok sind. Das sind sie nicht, schon gar nicht 256! Und 6ms "RTL"(*) bekommt man nicht hin mit den genannten Audio-Settings, in keinem Fall, mit keiner Audiointerface-TriggerDevice-Kombi.
Und ich finde auch "(achievable on a) fast system" in dem Zusammenhang problematisch ausgedrückt, denn Leute könnten meinen, daß ein Audio-Setting (bestehend aus Puffergröße und Sampling-Rate) ( -> also quasi ein Latenz-Setting) auf einem "fast system" fast und demnach auf einem nicht so "fasten system" slower ist. Das ist falsch; es geht um die Echtzeit-Leistungsfähigkeit der CPU (im Zusammenhang mit dem Audio-Treiber) bzw. wie fehlerfrei (also "glitch-free") die Ausgabe des Audio-Streams bei einem Audio-Setting (z.B. welches E-Drumming möglich macht) ist.
Und ein "leistungsstarkes Echtzeit-Audio-System" (was mein Terminus in so einem Artikel wäre) arbeitet (oder sollte arbeiten) in den meisten Fällen von standardmäßigen Drum-Samplern oder Drum-Instrumenten mit 32 Samples Puffergröße bei 44.1 oder 48 kHz.
Im Fall von schnellen Audiointerfaces (mit sehr niedrigen DA-Wandlerlatenzen) und in Zusammenarbeit mit schnellen Trigger-Devices (wie z.B. aktuelle Roland-Module a la "V51") kommt man so auf eine Gesamtlatenz von 5ms (4 ist sogar möglich), weswegen so manche Werbesprüche hinsichtlich angeblich signifikanter Latenzvorteile von computerlosen e-drum-Sounderzeugern Fakenews sind (z.B. diverse Roland-Endorser und Macher von e-drum-USB-Expandern betonen das immer).
(*) Ich würde bei e-drums auch nicht von "round-trip latency" sprechen, sondern von SoftwareDrumming-Gesamtlatenz, da bei der normalen und bekannten RTL die Audiointerface-Eingänge eine Rolle spielen. Das könnte besonders hinsichtlich Latency-Report von Audio-Apps verwirren, denn mit der AD-Wandlung des Audiointerfaces hat der Fall "SoftwareDrumming" normalerweise nichts zu tun.
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Danke für den Hinweis. Die hohen Sampleraten hatten mich auch stutzig gemacht.
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Gerne.

Vorsicht Verwechslungsgefahr: Du meinst Puffergrößen. Sampleraten ("Samplerate", auch "Samplingrate" oder "Samplingfrequenz") sind Abtastfrequenzen (z.B. 44.1 oder 48 kHz).
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Ja, genau.
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Ein Punkt, der (für's Verständnis) sehr wichtig ist und im Artikel leider fehlt, ist das Bwußtsein des Unterschieds zwischen ("normaler") CPU-Last und Real-Time-CPU-Last.
Eine CPU-Auslastungs-Anzeige (des Computers (z.B. Task-Manager) oder der Audio-App) zeigt z.B. 20 Prozent an, und es knackst trotzdem. Ein Blick auf die RT-CPU-Anzeige (sofern vorhanden! - Reaper hat das z.B.) würde einen ungleich höheren Wert zeigen (z.B. 80%).
Also, die ASIO-Last (ASIO = Audio Stream In Out) nicht mit dem normalen ("Render"-)CPU-Verbrauch verwechseln!
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