Ich hatte bislang eigentlich immer Gruppen-Unterricht (mit ein oder zwei weiteren Schülern zusammen), mit Ausnahme von einigen Monaten Einzelunterricht, was mir wesentlich mehr gebracht hat :).
Ich bin generell auch gegen Gruppen-Unterricht und einem guten Lehrer sollten die Lernfortschritte und nicht nur die Verdienste am Herzen liegen. 
Es ist deswegen schwer, eine Gruppe zusammen zu bringen, weil nicht nur die Leistungen, sondern auch die Interessen unterschiedlich sind.
Ich lerne zwar immer sehr viel im Unterricht, würde aber auch gern mal ein paar ganz exotische Sachen machen, die vielleicht nicht wirklich auf Anklang bei meiner Gruppe stoßen würden.
Wir finden zwar einen gemeinsamen Nenner im Unterricht aber wie gesagt, meine Interessen gehen auch noch in eine ganz andere Richtung, die ich meiner Gruppe wohl nicht wirklich zumuten könnte. 
Da war ich im Einzelunterricht natürlich besser dran und konnte auch gezielt meine Probleme ansprechen, ohne das Gefühl haben zu müssen, mich im Unterricht vorzudrängen und die anderen aus der Gruppe in den Schatten zu stellen.
Ganz drastisch war es bei mir im Bass-Unterricht. Da war ich zusammen mit einem Jungen in einer Gruppe, der wirklich absoluter Anfänger war. Das hat mich dann auch sehr schnell frustriert, weil ich dadurch total abgebremst wurde. Jetzt habe ich Einzelunterricht und bin sehr zufrieden damit, da ich nun auf einem ganz anderen Niveau lernen kann. 
Ich hatte auch das Gefühl, dass der Lehrer sich durch den Einzelunterricht intensiver um meine Spieltechnik kümmert und mir diesbezüglich mehr Tipps und Anmerkungen als im Einzelunterricht gibt.