Ich denke ja mal, daß es deinem Lehrer zuerst mal darum ging, mal zu sehen, wie du dich so anstellst (anscheinend ganz gut
) und dir erstmal ein grundsätzliches Gefühl für das Instrument zu geben. Das finde ich am Set immer besser, als wenn du am Pad rumsitzt. Wenn du vorher noch nie ernsthaft gespielt hast, ist das OK, nicht gleich an Stockhaltung und allem rumzubasteln, sowas kann man in naher Zukunft immer noch machen, bei dir hat sich ja noch nix unkorrigierbares verfestigt. Heel-Up oder Heel-Down wirst du wahrscheinlich irgendwann für dich selbst rausfinden, wie beides am besten erlernbar ist, wird der dir hoffentlich zeigen.
Meine erste Stunde ist noch nicht lange her(ich habe allerdings vor Urzeiten autodidaktisch gedengelt), die fand hauptsächlich am Set statt, gucken, was schon oder noch geht, Rhythmusgefühl abklopfen usw. Ich habe meinem Lehrer gesagt, daß mein Ziel ist, mit anderen Leuten zusammenspielen zu lernen, eher die rockige Richtung, und ich habe das Gefühl, daß das was er mir zeigt, auch in die Richtung geht. Das einzige Rudiment, was wir bis jetzt hatten, ist der Single Stroke Roll (den übe ich auch regelmäßig), ansonsten läuft fast alles über Grooves und Koordination am Set. Das macht erstens Laune, und zweitens merke ich Fortschritte. Technische Korrekturen kommen immer mal bei schlechter Schlagtechnik usw., und ab und zu gibt's ne Technikübung am Pad.
Mach erstmal ein paar Stunden und schau, ob das, was er dir zeigt, deiner Erwartungshaltung entspricht. Es führen ja viele Wege nach Rom, und wenn du das Gefühl hast, er bringt dich da hin, prima. Wenn mein Lehrer mich nur Rudiments kloppen ließe, würde mich das nicht freuen. Ich will ja nicht der Diplom-Snare-Moellerer werden, sondern Musik machen.