Beiträge von Druffnix

    Es war mir in dem Moment ein Bedürfnis, die vielleicht mittlerweile etwas eingeschüchterten Threadstarterin (und Neuling) in diesem Schlagzeugerforum darauf aufmerksam zu machen, dass die meisten der sich im thread (mal wieder) als besonders kompetent darstellenden, in Sachen Musik und speziell am Schlagzeug gar nicht mal so großartig sind. Es sollte helfen, das alles besser einzuordnen bzw. abzuhaken.


    Das von mir verlinkte Video ist eigentlich ein schönes Beispiel für "Zeit als Struktur" und der von dir genannte Lillinger würde diese "rhythmische Zeit" vermutlich anders organisieren, insbesondere dann, wenn sich dadurch auch die "kollektiv organisierte Zeit" wiederum interagierend anpassen würde....Aber klar, kann man auch alles doof und langweilig finden und als Thema mit dem Hammer bearbeiten. Passt schon.

    Mir ist oft auch vieles ein Bedürfnis, zum Beispiel wenn sich ein Mensch als arroganter Besserwisser aufspielt, der andere Menschen unnötig herabwürdigt, wohl auch um selbst als Wissender und Könnender besser dazustehen. Da habe ich oft das Bedürfnis, solchen Leuten zu sagen, dass sie kacken gehen sollen. Aber das würde ich hier nie machen, da so was ja hier fast nie vorkommt.


    Und von langweilig hat keiner was gesagt. Leg doch den Menschen, die hier nicht Deiner Meinung sind nicht immer Dinge in den Mund, damit Du sie dann pauschalisiert als Banausen, Dilettanten oder Idioten hinstellen kannst. So, Brudi muss los, ich verzichte auf eine Antwort.

    Diese Statements atmen wieder den klassischen "Du Dödel kapierst es wieder nicht, aber hey, was erwarte ich von einem Banausen"-Geist des drumherumkölners. Ja, das Video ist ein ungerades und unbequem zu spielendes Metrum. Aber warum genau ist gerade das ein Ausweis der Trommelkunst von Jaki Liebezeit? Ich finde sein Spiel gerade hier langweilig. Er hat viele interessante Groove-Ideen gespielt, aber das ist doch eher schräge Zählzeit in sehr moderatem Tempo, zumal viele der perkussiv klingenden Töne ja von Friedmans elektrischen Maschinchen kommen.


    Was die durchaus zulässige Kritik an dem Ansatz der Autorin, sich dem zweifellos relevanten Werk ihres verstorbenen Mannes auf die von ihr gewählte Art zu nähern, mit der Aussage zu tun hat, dass die hier Schreibenden das Getrommel vom Jaki selber nicht auf die Reihe kriegen würden, habe ich jetzt nicht verstanden. Aber hey, liegt sicher an mir. Ich verstehe ja auch das Genie von Christian Lillinger nicht ;)

    Wie es die Überschrift schon sagt: Die dicke Bertha von Tama darf gehen. Kummada:


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    Interessenten bitte hier eine Konversation starten, Mail funzt bei mir oft nicht

    An die Threaderstellerin: wenn Du einen Beitrag zitierst kannst Du direkt drunter schreiben. Du musst nicht extra einen neuen Beitrag aufmachen. Und warum machst Du die Schrift so groß?


    Liebezeit hatte einige interessante Groove-Ideen, er hat nicht das in dieser Zeit häufig anzutreffende Prinzip Viel hilft viel angewendet. Er hat die Basis gelegt, auf der die vielfältigen Ideen der anderen umgesetzt werden konnten. Dabei hat er technisch gute Sachen gemacht, und er hat sehr musikalisch Dynamik und Orchestrierung eingesetzt.

    Ich glaube wenn die sich bei der Markteinführung damals nicht so ungeschickt angestellt hätte, hätten sie da richtig was verkaufen können.

    Allerdings war es damals nicht Thomann, sondern GEWA, die sich doof angestellt hatten. Bzw. sie hatten halt nicht die Konkurrenz im eigenen Lager bedacht, DW was halt not amused over se Konkurrenz. Ich hab ja noch mein altes DC8, das ist absolut konkurrenzfähig.


    Hattest du damals nicht auch mal ein DC6, welches du irgendwann verkauft hattest? Oder verwechsle ich dich mit wem?

    Ja, ich hatte mal ein DC6, habe ich damals im Ausverkauf beim Musik-Service Aschaffenburg gekauft. Ich meinte auch nicht die Markteinführung damals, sondern die Wiedereinführung in 2022, wo sie die drei Serien dick und groß beworben haben, dann aber so gut wie nix vorrätig hatten.

    Le retour des cadavres, die Rückkehr der Untoten ;)


    Ich war gestern mit meinem Bruder auf Herrenausflug beim großen T. Er ist in der Gitarrenabteilung verschwunden, ich ab zu den Drums. Neben den unbeschränkten Testmöglichkeiten (man nimmt sich den Krempel, geht in eine Kabine, kann dran rumstimmen, und los) für Snares und Becken bei mehr als reichlicher Auswahl (bin jetzt stolzer Besitzer einer Drumcraft Vanguard 14x6,5" Maple, echt ein schönes instrument, optisch wie akustisch, und ein paar leider geile Zildjians habe ich gegen die von mir seit Jahren gespielten Zultan Rockbeats getestet) stand da ein Drumcraft 6 in mattbraun, Emperors drauf, und wollte ausprobiert werden. Zur Hardware: Wenn man die häßlich finden sollte, dann ist das natürlich Geschmackssache. Mechanisch machte das alles einen sehr stabilen und gut handhabbaren Eindruck, Leicht einstellbar, stabil und flexibel. Erstmal ein bisschen nachgestimmt in eher tiefer Grundstimmung, dann gib ihm. Und da kann man nur Wow sagen. Ein eher tiefenlastiger richtig schön fetter Sound mit einen ganz sauberen Sustain. Die Toms 10/12/16 standen da, die klingen echt Sahne. Man musste auch nicht draufwemmsen wie ein Verrückter, damit die Trommeln ihren Sound entfalten. Die Bass hatte ungedämpft mit dem PS3-Kopie-Werksfell richtig bassiges Fundament. Die 14x5,5 Snare ist knackig, eher trocken, da war allerdings das Fell echt fertig. Etwas höher gestimmt wurde es etwas perkussiver, aber immer noch mit sauberem Sustain und wirklich guter Dynamikrange.


    Daneben stand ein Drumcraft 4, das fiel deutlich ab. Dito das auf der anderen Seite stehende Sonor AQ2, das auch da stehende Mapex Armory kam fast dran bei den Toms, aber nicht bei der Bass. Das DC6 ist ein wirklich erwachsenes Instrument. Ich bin auch ein Freund dieser klassischen Kesselmaße. Anscheinend haben sie jetzt auch mehr am Lager. Wenn ich jetzt ein Set brauchen würde und nicht unbegrenzt Budget haben würde, dann würde ich mir das echt überlegen. Einzeltrommeln gibt es auch. Ich glaube wenn die sich bei der Markteinführung damals nicht so ungeschickt angestellt hätte, hätten sie da richtig was verkaufen können.

    Das Royalstar könnte schwer verkäuflich bleiben. Die tiefen Kessel sind maximal unpraktisch, die 22x14 Bassdrum ist eher mäßig. Diese Abmessung hab ich damals schon nicht verstanden, lauter Kanonenrohre und ne kurze Bass. Ich hatte mal ein rotes Royalstar auf Beobachten, mit Becken und der guten Metallsnare. Das ist dann wohl für 340€ weggegangen.

    haidem: So kann man es sich natürlich einfach machen. Aber die letzten zwei Absätze von trommla's Post sind doch valide und wertschätzend geäußerte Fragen. Ich bin auch kein Profi, spiele seit 10 Jahren in meiner Band. Wir haben ein paar Stücke im Repertoire, die spielen wir nicht live, weil wir nicht damit zufrieden sind, wie wir sie bringen. Sorry dass ich das so sage, aber jedes dieser Stücke klingt viiieeeel besser als jedes der Stücke, die Hellicon in 50 Minuten spielen. Da erkennt man ja teilweise gar nicht was es sein soll. Würde ich in so einer Band spieln und vor allem auch auftreten wollen? Auf gar keinen Fall. Ich hab das gestern im Auto auf der Heimfahrt mal fast durchgehört, ich musste mehrmals laut lachen, vor allem bei Highway to Hell. Und der "Sänger" sagt zwischendurch, sie würden ja schon viele Jahre zusammen spielen. Und dann steht er da, die Hand in der Kipp', und trifft nicht einen einzigen Ton, der Gitarrist kann keine Soli, das Zusammenspiel holpert. Das muss man doch hören und so ehrlich sein, dass man das so eigentlich nicht vor Publikum aufführen kann. Am Anfang habe ich mich gefragt ob das ernst gemeint ist, aber das ist es wohl.

    Wenn uns einer sagt, dass wir vor 4.000 Leuten spielen können, und das passt musikalisch so, dass wir nicht mit Popeln beschossen werden, da wäre ich sofort dabei. Ich bin erweiterter Hobbymusiker, einmal vor so einem Haufen Leute spielen, das wäre schon was. Der Aufwand muss natürlich überschaubar bleiben.