Ulkig ist das hier. Sobald die drei Buchstaben A, J und Z in der Reihenfolge JAZZ hier auftauchen, geht es los. Jazzdrumming hat ein bestimmtes Grundvokabular, genau wie viele andere Musikrichtungen auch. Wenn man das technisch beherrscht und es im musikalischen Zusammenhang geschmackvoll anwenden kann, dann kann man bestimmte Sorten von Jazzmusik spielen. Wer DängSpängeläng und Comping nicht beherrscht und vernünftig einsetzen kann, der wird damit Probleme haben. Das ist doch nix anderes wie Latin-Grooves, Shuffle-Grooves und anderes.
Wer mit dem Erlernen dieser Techniken aufgewachsen ist, dem fallen sie natürlich leichter als jemandem wie mir, der wenig Jazz hört und auch kein wirkliches Bedürfnis hat, das gut zu können. i
Warum gerade aus Jazz von manchen so eine Pseudo-Wissenschaft gemacht wird, habe ich noch nie verstanden. Aber das liegt wohl anden vielen Spielarten, die in ihrer experimentellen Form auch nur schwer zu fassen sind. Und da ist es eben schon, sagen wir, interessant, wenn einem der vorgebliche Kenner der zeitgenössischen Jazzmucke vorwift, man wäre ein Banause, weil man ein für subjektives Hörempfinden völlig strukturloses und konfuses Geklöppel wie Dell Lillinger Westergaard eben für konfuses Geklöppel hält, weil man das einfach nicht verstehen würde. Aber wenn drei Rockmusikanten wild ohne Struktur herumimprovisieren wird das dann als dilettantisches Gefudel abqualifiziert.
Ich hab mir die Challenge-Beiträge angehört, und ich als Nicht-Natural Born Jazzer finde, dass viele das sehr gut gemacht haben. Ob das authentisch gespielter Jazz ist? Keine Ahnung. Man kann die Grundidee hören, bei vielen swingt es gut.
Wie sagt Rob Brown in einem anderen Zusammenhang: Don't overdo it man! It's not rocket science.