Beiträge von Druffnix

    Kummada! (hessisch: Sieh mal dort!)



    Meine Erfahrung ist, dass eine gute Auto-Luftkammerfolie (siehe den Post drüber) auf einer lackierten Oberfläche hervorragend hält. Das Magnum hat mehrere Fellwechsel hinter sich, kein Faltenwurf an den Böckchen. Man sieht halt jede Unebenheit auf dem Kessel, aber ne gescheite Autofolie ist tausendmal besser als DCFix oder so ein Scheiss. Das Set hat Auftritte unter Bühnenlicht und Transporte bei verschiedenen Temperaturen hinter sich, es sieht noch genau aus wie auf den Bildern.

    Natürlich kann und soll das hier diskutiert werden. Und wenn die Schifferscheiße erzählen, darf das hier auch bloßgelegt werden. Aber dieses Podcast-Geschwurbel von den zwei Jungs wird doch die meisten ganz normal orientierten Schlagzeug-Interessierten eher zum Kopfschütteln bringen und vom weiteren Konsum abhalten. Gerade diese Abhandlungen von Catweazle über die Matrix oder Stimmen nach Frequenzen geht doch an der breiten Masse völlig vorbei. Und wenn sich das dann doch einer anhört und drauf reinfällt, dann ist es halt so. Herr Rustemeier hat 1.900 Abonnenten. Beatdown Rob Brown hat über 350.000, Sounds like a Drum hat 106.000. Man muss Menschen nicht vor allem beschützen. Hinweisen ja, aber dann muss es auch gut sein.

    Die Sonic Energy Sachen darf man, egal bei welcher Firma, nicht unterschätzen.

    Mit Esoterik lässt sich viel Geld verdienen und man kann Produkte außerhalb des reinen Musikinstrumentenmarktes verkaufen.

    Oder anders: nur weil man eine Handpan auf der Terrasse oder im Wohnzimmer stehen hat, ist man noch lange kein Musiker. Man schindet aber Eindruck. :P

    Meine Frau ist ausgebildete Yoga-Lehrerin. Sie selbst ist nicht so sehr spirituell unterwegs, aber viele ihrer Kunden und auch ihrer Lehrerkollegen stehen auf solche Sachen und nutzen die auch für ihre Stunden oder Events. Der Markt dafür ist größer als man denkt. Ich kann mit diesem ganzen OM-Gedöns so gar nix anfangen. Aber auf Yoga Festivals gibt's gutes Zeug zum Rauchen, wenn man die richtigen Leute kennt :)

    Die zweite Hälfte der Liste beinhaltet nur noch Voll-Exoten. Istanbul, Anatolian, Bosphorus, vielleicht auch Diril mögen ja irgendwie zurechtkommen. Aber der Rest? Auch unsere Musikhäuser machen ja immer mal Versuche mit solchen Schmieden. Meist vergammelt das Zeug dann im Laden. Und die türkischen Schmieden müssen ja auch mit den Paistes, Zildjians und Sabians konkurrieren. Ich hab das Diril Experiment gemacht, grandios gescheitert. So ein Krams kommt mir nicht mehr ins Haus, höchstens gebraucht und billig. Ich hab zwei Stagg Exo Medium Thin Crashes für nen Appel und ein Ei geschossen, die klingen richtig ordentlich. Vor ein paar Jahren hab ich die gleichen Größen mit einem Set zusammen gekauft. Die klangen völlig anders, billig und trashig. Okay Stagg ist China. Aber die kloppen die Teller auch hurtig zusammen, da klingt kein Becken wie das andere. Beim Diril war das auch so. Und auf Hit and Hope mit umständlichem Umtausch habe ich keinen Bock. Und das wird in Südamerika auch so sein.

    Und man fragt sich ja wirklich wovon die alle existieren. Auf jeder der teilweise absurd langsamen und unübersichtlichen Pages sieht man drölfzig Serien mit den tollsten Abdrehmusterm, irgend einen unbekannten Endorser und den Hinweis auf Jahrtausende der Erfahrung.

    Das Aric-Improta-Ride finde ich rein optisch fantastisch :love: :love: !


    https://meinlcymbals.com/en/products/ad1-m316806.html


    Ich finde es häßlich. Zumal alle anderen Becken aussehen wie Becken, nur das sieht aus wie eine Designer-Obstschale. Aber hey, 889€ für dieses Ding und das noch häßlichere Ride von der Anika, Dazu die Sengotta Signature Snare für 999€ vom Music Store. Da sind die 150th Anniversary Sets von Sonor ja fast wieder billig dagegen.

    Was der Jürgen sagt kann man so unterschreiben. Was auch geht: Ein ganz normales akustisches Drumset, dazu Trigger (ich hab die 2box TrigIt, die sind für den Hausgebrauch prima) und ein E-Drum-Modul kaufen (ich hab für beides zusammen 170€ bezahlt). Und dann mit Meshheads besohlen und über Kopfhörer spielen. Das mache ich zu Hause so. Becken entweden E-Pads, die vom Jürgen beschriebenen Matten oder solche Silent-Becken. Zum nachbarfreundlichen Üben reicht das allemal, und über das Modul hat er ein Metronom dran, vielleicht Bluetooth und noch einiges mehr. Bei den Meshheads würde ich ein bisschen investieren. Die Remo Silentstroke sind OK, aber bei drumtec gibts bessere, die kosten dann aber auch mehr. Aber gerade auf der Bassdrum lohnt sich das, da habe ich ein Drumtec Real Feel drauf. Ist etwas lauter, aber nicht so der Trampolin-Effekt.


    Aber die stillen Drums der Miusikschule würden mich auch mal interessieren.

    Wir sind eher in kleinen Läden unterwegs. Wir haben einen Digitalmixer im Rack dabei, da ist alles so verlötet, dass wir den InEar-Basismix immer gleich fertig gepegelt haben. Jeder hat ne App, auf dem er einzelne Spuren hoch- oder runterzieht. Das Signal geht dann so auch nach draußen und wird von unserem Gitarrero gemischt, der kann das. Die Saitenrupfer haben Digital-Boards, wir tragen keine Amps mehr spazieren. Seit wir dieses Setup so haben, ist es wesentlich einfacher und gehörschonender. Ich nehme immer Bass und Snare ab, damit wir Drums auf dem InEar haben, Toms und Becken dann nach Bedarf, oft ist das auch so laut genug.

    Leute, haltet mal die Bälle flach, was hier andere Gewerbetreibende betrifft. Hier werden munter Links von Leuten gepostet von Gewerbetreibenden, die in irgendeiner Weise mit Herrn Rustemeier in Verbindung gebracht werden können. Der übrigens weder etwas Verbotenes macht noch andere dazu anstachelt. Niemand wird gezwungen, sein Angebot anzunehmen. Ich halte davon nichts, erst recht seine Kooperation mit dem abgedrifteten Udo Masshoff.


    Aber hier irgendwelche Leute per Kontaktschuld zu bashen, das muss nicht sein.

    Danke an das Pferd.

    Ich finde, das hat er gut gespielt.


    fwdrums

    Damit schlägt er Freddie Gruber mit seiner Löffelpolka :)


    Der Porcupine-Song ist OK gespielt, nicht mehr, nicht weniger. Das Video ist stinkelangweilig, keine einfallsreichen Perspektiven oder so was, das ist gar nicht ansprechend. Warum sich gefühlt jeder zweite Youtube-Trommler irgend einen Scheiß auf die Becken oder Trommeln legen oder hängen muss, verstehe ich auch nicht. Wenn Dich die getrockneten Knoblauchzehen auf der Hihat beim Spielen stören, dann mach sie weg! Und wie er in dem Break bei 3:00 Schweiß abputzt, seine Hihat Deko zum x-ten Mal rearrangiert und sonstwie da rumfuckelt, das wirkt etwas unprofessionell. das Video hat so das gewisse Nichts.


    Und weil ich gerade da war, hab ich nebenher sein letztes Interview mit Guru Swami Masshoff zum Thema Gefühl laufen lassen. Die Ritter der Schwafelrunde. Ab und zu zieht er an seinem lustig' Zigarettche (was ich selbst als Raucher ätzend finde), und der Rest ist schon ein ziemliches Gedröhne. Der Udo hat sich halt sämtliche Erfahrungen schon an den Schuhen abgelaufen, der weiß einfach alles. Den wollte ich als Testimonial nicht auf meiner Homepage haben, der schreckt mit seinem Gelaber mehr Leute ab als er anzieht.

    Der gute Rustemeier ist vielleicht ein sogenannter Snake Oil Salesman. Solche Leute verkaufen Produkte oder (Halb-) Wissen als der Weisheit letzter Schluss, nehmen einen Sack voll Geld dafür und tun so, als würden sie irgendeine Art von Erleuchtung über den Schüler bringen, der klassisches Üben und Lernen ersetzt. Das kann immer bis zu einem gewissen Punkt wirksam sein, aber irgendwann ist damit eben auch Schluss, wenn man sich bestimmte handwerkliche Ferigkeiten nicht schlicht antrainiert. Ich kenne diese Prinzipien aus den Sportarten, die ich betreibe, Tennis und Golf. Im Tennis habe ich da mal was mitgemacht, wo man mit bestimmten Konzentrations- und Visualisierungstechniken durchaus Effekte erzielen kann. Ich habe mit diesen Techniken zwei Leute geschlagen, gegen die ich vorher nie gewinnen konnte. Wenn ich dann auf einen zwei Klassen höheren spielenden Gegner getroffen bin, der den Ball deutlich härter, präziser und konstanter spielen konnte hat das irgendwann nicht mehr geholfen. Da fehlt es dann schlicht an der Technik und Athletik. Und bei Rustemeier wirkt das ähnlich. Es ist ja fein, wenn man bestimmte Ideen bei dem anhört. Wenn man das allerdings gut und schnell machen will, dann muss man es schlicht technisch verinnerlichen und üben. Viel hängt bei diesen Online-Fuzzis ja davon ab, was die Kunden wollen. Ich sehe da nichts, was man nicht effizienter bei einem guten Lehrer im Unterricht hinkriegt. Zumal ich die einzige Referenz "6 Jahre "Studium" bei Markus Czenia" schon etwas dünn finde. Mein damaliger Lehrer hat in LA Schlagzeug und Percussion studiert, hat da auch einen Abschluss und hat sowohl das Spiel als auch das Unterrichten gelernt. Und viele Jahre in verschiedenen Bands gespielt und fleißig unterrichtet. Und die Partnerschaft mit Masshoff, nun ja. Das ist ja teilweise schon etwas abgespaced beim Udo. Aber wie sagt er in dem Podcast, der hier an anderer Stelle diskutiert wird: Ich bin ja kein Esoteriker oder so, ich mach Raggnrohl.