Die Doku hab ich letztens auch gesehen. Fand ich sehr interessant, auch zu sehen, wie unterschiedlich die Stars ihre Leute behandeln. Von wie Familie (Pink, das ist aber auch eine geile Liveband, mannomann. Ich nehme mal an, die werden auch ordentlich bezahlt) bis zu dem Trollo von Filter, oder wie Billy Joel den großartigen Liberty deVitto abserviert hat. Es ist eben ein Geschäft, und wer es als Mietmusiker probieren will, muss was können, und er muss stabil bleiben, wenn er von heute auf morgen seinen Gig verliert.
Und die Diskrepanz zwischen dem, was der Star kassiert und was die angeheuerten Musiker bekommen? Da ist die Aussage von Mark Schulman passend: Keiner der 50.000 Leute vor der Bühne hat sein Ticket wegen ihm gekauft. Dass es Arschlöcher als Chefs gibt (John Cougar Mellencamp zum Beispiel) und supernette (siehe oben) das ist so. Die Art wie Joel seine Band nach Jahren vor die Tür gesetzt hat war nicht die feine Englische, und das ja wohl hauptsächlich wegen Kohle. Aber in dieser Doku waren eben auch Leute von denen ich noch nie gehört hatte. Und die Konkurrenz ist da riesig. Dass man als Mietmusiker bei Filter nicht reich wird sollte allen klar sein. Und nicht jeder ist ein Kenny Aronoff, der wahrscheinlich öfter Jobs absagt als er zusagt (der Typ ist für mich der ultimative Profi).