Beiträge von Druffnix

    So, bin am Montag mal bei Slayer gewesen. Eigentlich nicht ganz meine Baustelle, aber im Nachhinein ist es geil gewesen. Und daran hat einer einen massiven Anteil gehabt: der Herr Bostaph an der Schießbude!! Super präzise, mit richtig Power, ein paar richtig gute Fills, DB seehr sauber. Der Mann ist richtig gut! Und wer darüber gern diskutieren möchte: Ja, er kann mit Dave Lombardo spieltechnisch allemal mithalten. Ich habe Lombardo leider nicht live mit Slayer gesehen, allerdings das Big 4 Ding aus Sofia und Rock am ring, wo er gespielt hat. Und da rummst Paul Bostaph besser, finde ich. Sein Spiel passt zu dieser Musik perfekt, das hat gedrückt ohne Ende.


    Ganz interessant war der Vergleich mit dem anderen Lombardo-Ersatz Jon Dette, der bei Anthrax (was ne coole Truppe, höchster Spaßfaktor, Joey Belladonna könnte wohl auch bei Maiden singen, der Typ ist gut!!) für den kranken Charlie Benante eingesprungen ist. Können tut der es auch, aber vom Powerlevel und dem definierten präzisen Spiel ist Bostaph noch mal ne andere Hausnummer. Gerade in den schnellen Passagen hörte sich Dette ein bisschen schwammig an, bei Bostaph hört man jeden Schlag.


    Zum Konzert selber: Der Purist mag jetzt über den Abgang von Lombardo heulen, oder dass der Curry King ein selbstgefälliges Arschloch ist oder beweinen, dass Slayer ohne Hanneman nicht Slayer ist. Zu Bostaph hatte ich ja was gesagt, und Gary Holt ist für diese Sorte Musik schon mal ein verdammt guter Gitarrist. Insgesamt war das ein Auftritt mit einem hervorragenden Sound, sehr tight gespielt, Power ohne Ende, einfach ein Erlebnis. Die Konsequenz, mit der die ihr Ding durchziehen, verdient einfach Respekt, ich habe noch kein Konzert gesehen, wo so ein Intensitätslevel bei der Band von Anfang bis Ende ist. 90 Minuten Vollgas, gute Lichtshow und LAAAUUUT!!! Und Tom Araya ist glaube ich ne ziemlich coole Socke. Der schlurft ganz ruhig über die Bühne, schreddert seine Bassläufe runter, gut bei Stimme war er auch, und zwischendurch grinst er so richtig fett, wenn die Leute abgehen.

    Der hat also keine Timingprobleme, der lässt Teile weg und merkt das im musikalischen Kontext erst, wenn die anderen was anderes spielen. Und dieses Verhalten hat auch kein Muster, richtig?


    Definitiv Lösung b., das wird nichts mit dem. Bei meiner letzten Probe hatt der zweite Gitarrist an immer der gleichen Stelle was weggelassen und war zu früh, hat es aber auch sofort gemerkt. Den Part haben wir dann schätzomative 20 mal gespielt, bis er es drin hatte, jetzt läuft es wie geschmiert, sogar mit Dynamik. Das sehe ich aber bei eurem Typen nicht.

    Ne breite Eins ist aber was anderes wie einen Vierteltakt weglassen. Die Stones spielen ne breite Eins, vor allem live, aber wo die rauskommen müssen, wissen die sehr genau. Die sind auch blind eingespielt und kennen ihre gegenseitigen "Wackler". Ulle von Metallica spielt auch öfter die breite 1, aber die Saitenfraktion schreddert einfach drüber, dann geht das bei denen auch. Findet euer Klampfer denn wieder von selber rein, wenn er den neuen Takt ein Viertel früher eingeläutet hat als ihr? Wahrscheinlich nicht, oder.

    Das kann eigentlich nur b. sein. Wenn der Gitarrero schon beim 4/4 nicht merkt, dass er falsch rauskommt, dann fehlt ihm m.E. ein grundsätzliches Musikgefühl. Das kann man nur zu einem sehr geringen Grad lernen, wer schon eine Weile ein Instrument spielt, sollte das "im Blut" haben. Wenn Musiker ein unterschiedliches Niveau haben, können die etwas besseren sich sicher so auf die nicht so versierten einstellen, dass alle Spaß haben, aber so das allergrundsätzlichste sollten alle können. Und das, was deinem Gitarristen fehlt, gehört da halt dazu. Vielleicht ist der so wie ein guter Kumpel von mir: Wenn der im Club auf ein BumTack-Lied tanzt, sieht es immer so aus, als hätte er nen Walkman auf und würde zu was anderem tanzen. Der kriegt es rhythmisch einfach nicht aufen Appel.


    Mein Bruder hat mal ne Zeit lang mit einem Trommler gespielt, der keinen richtigen GusTav spielen konnte. Der hat alles in so einer Art Shuffle Feel gespielt. BumZack mit Snare und Bass, aber nicht in der Lage, Achtel auf der HiHat drüberzuspielen. Die rechte Hand wollte immer shuffeln, das hört sich dann bei Highway to Hell etwas speziell an. Wenn der laut gezählt hat, ging es drei oder vier Takte recht hölzern, und dann kam wieder tak tadak tadak. Die haben ihn dann beiseite genommen und auf nette Art erklärt, dass sie nicht so zusammenpassen.


    Selbst wenn euer Eierschneider das übt, wird das musikalische Gefühl dann beim Zusammenspiel auf der Strecke bleiben, da es ja offenbar nicht automatisiert ist. Der muss dann mechanisch spielen und zählen, dann kann es sein, dass er wie ein Roboter spielt. Und stell dir mal vor, wo der dann rauskommt, wenn ihr mal irgendwann was ungerades spielen wollt. Als Drummer durch Fills, andere Dynamik oder sowas den Übergang von der Strophe zum Refrain oder zum Ende des Soloparts anzuspielen, ist ja richtig, aber als Metronomersatz mit Betonung für einen, der nicht 1-2-3-4 zählen kann, solltest du nicht herhalten. Wenn du als Trommler die 1 bei jedem 3. Takt nicht findest, bist du auch schnell raus aus demr Kapelle. Und Ausreden wie Stress usw. zählen da nicht, wer 4/4 zuverlässig versemmelt, hat's nicht in den Genen.

    Return of the living Dead, Le retour des cadavres....


    Wo haste denn den Thread ausgegraben? Oder biste bei AXT eingestiegen und machst Werbung, du Schlingel?

    Wenn du schon im Drumcenter warst, dann fahr auch noch mal zum Music Store. Die haben ne große Beckenstraße, da kannste probedengeln, das macht erstens Spaß, zweitens kannste da schön direkt Becken nebeneinander hören.

    Jaaaa, Schweinerock!!!! :thumbup:


    Absolut positiv gemeint! Einfacher Geradeaus-Hardrock, keine Schnörkel, mir macht das Spaß. Da holt sich keiner auf seine instrumentellen Fähigkeiten einen runter, da gibt's keine überflüssigen Soli oder Fills, das Wesentliche, sonst nix. Euren Sänger müsstet ihr etwas mehr nach vorne mixen, den hört man kaum (scheint ja ein lustiger Vogel zu sein), aber sonst hört sich das gerade für die kurze Zeit, in der ihr spielt, schon ganz gut auf den Punkt an. Ich hab mir alle Videos angeguckt, mit einem Grinsen im Gesicht, ihr scheint ziemlich Spaß zu haben, das überträgt sich irgendwie.


    Ich freue mich auf eure nächsten Sachen!!!

    Schlecht getrommelt ist das beileibe nicht, nur für meinen Geschmack komplett an der Musik vorbei. Ich warte oft bei den Drumcovers darauf, dass mal einer eine spannende neue Groove-Idee auf ein bekanntes Stück zaubert. Stattdessen ist das leider auch hier ein "LOOK AT ME"-Getrommel, viel hilft viel, hauptsache überall ein Fill reingequetscht und möglichst viele Noten gespielt. Der Song gefällt mir auch nicht, aber das Feeling wird bei dem Cover auch gar nicht getroffen, sowohl von der Notenmenge als von der Dynamik. Bei einer Audition für Rihanna's Band würde Fat Cat nach einer Minute rausgeschmissen. Mich erinnert das an diese Gospel-Chops-Knechte, die hauen da die Licks raus, nur der musikalische Nutzwert bleibt auf der Strecke.


    Als Werbung in eigener Sache gut für Schüler, die "Drummer's Drummer" werden wollen (ein geiler begriff übrigens, Trommler für Trommler), für Leute, die in einer Schule lernen wollen, wie man Musik gut begleitet oder mit Musikern interagiert, ist das eher abschreckend.

    Die Platzrunde, dass die heutigen E-Drums in Sachen Triggertechnik, Sounderzeugung, Weiterentwicklung usw. nicht da sind, wo sie sein könnten oder müßten (müßten Sie wirklich??) sind wir ja gefühlt schon 423 mal geflogen. Der Vergleich mit der Schreibmaschine passt so gar nicht, da ein Computer mit Textverarbeitung als reiner Gebrauchsgegenstand eigentlich alles besser kann als eine mechanische Schreibmaschine. Ein E-Drum, und sei es noch so gut, ist im noch nicht eingetretenen Idealfall eine excellente Schlagzeugsimulationsmaschine, die nah am Original ist, aber in vielen Dingen nicht besser sondern schlicht anders. Bis auf das Nutzen verschiedener Soundoptionen auf Knopfdruck wird ein E-Drum ein A-Drum nicht schlagen können, es kann höchstens auf Augenhöhe kommen. Und dann kommen noch die weichen Faktoren wie Optik, Feeling beim Spiel usw. rein.

    Album Charts:


    Appetite for Destruction von den Gunners
    Back in Black - AC DC
    Moving Pictures - Rush
    Escapology - Robbie Williams
    Definitely Maybe - Oasis


    Singles:


    Rock'N'Roll Damnation - AC DC
    Killing in the name of.. - Rage Against The Machine
    God Am - Alice in Chains
    Crazy Train - Ozzy Osbourne
    Champagne Supernova - Oasis

    Das Loch ist rund!


    Ich hatte auch mal so einen Spaten, der ein von mir für nen Appel und ein Ei erstandenes Becken, das einen Riss hatte (war als defekt inseriert, der Riss war fotografiert) gegen Portoersatz und Rückzahlung zurückschicken wollte, da der Riss ja größer wäre als beschrieben (ich hatte keine Längenangabe gemacht, waren vielleicht 2 cm) und das Becken außerdem nicht so klingen würde wie erwartet (auf potenzielle Defizite im Klang hatte ich hingewiesen, ich habe es bereits kaputt erstanden und keine Ahnung, wie es heile klingt). Dem habe ich freundlich zu verstehen gegeben (ja, kann ich auch, bin ja sonst eher unfreundlich :rolleyes: ), dass wenn er sich ein Auto mit Motorschaden kaufen würde, dann ja auch nicht wundern würde, wenn das Ding nicht so richtig gut fährt. Darauf kam dann keine Antwort. Manche Leute versuchen es einfach mal, die sollten echt besser im Laden kaufen. Ich würde deinem Spezi nichts anbieten.


    PS: Die Rumpelkiste von Hebbe aus Post 21 ist ja schon der Kracher. Wenn der Postler das Paket ein Mal hinfallen läßt, steckt das Pedat im Kessel. Mann Mann Mann!

    Wenn man die Remo Silent Strokes richtig fest zurrt, geben die einen guten Rebound zum Üben ab, m.E. besser als die drum tecs, und sie machen ein bisschen Sound. Auch die Triggereigenschaften sind in Ordnung, wenn ich das mal brauche.


    Was mir bei dem drumtec-Video mit Superior Software auffält, ist, dass sich die Ghostnotes alle exakt gleich und wie so ein Geruschel anhören. Allemal besser als die Roland-Sounds, aber irgendwie unecht. Und das schon bei einem versierten dynamikgeschulten Trommler. Ein Beginner, der Dynamikübungen auf so einem Gerät macht, wird zwangsläufig mit diesem Gleichmachereffekt konfrontiert werden. Ein intuitives Snarespiel mit Ausnutzung der klanglichen Möglichkeiten wird der nicht so versierte Trommler da nicht erlernen. Für die Profis, die hier die Geräte vorführen, ist es möglich, das Maximum an Eigenschaften aus so nem Ding rauszutrommeln, ein nicht so fortgeschrittener Spieler wird das aber auf diesen Dingern nicht schaffen. Ich sehe aber auch keine Möglichkeit, diese Optionen, die eine Trommel oder ein Becken haben, 1:1 auf einem Soundgenerierungsgerät abzubilden. Haue ich auf ne Trommel, dann macht die ohne nachzudenken einen Ton, der von verschiedenen akustischen Faktoren abhängt. Haue ich auf eine E-Snare, dann denkt das Gerät nach, welchen Ton es ausgeben muss, wenn ich in bestimmter Härte auf verschiedene Bereiche haue. Dass das was anderes ist und wahrscheinlich auch nie 1:1 abgebildet werden wird, sollte klar sein. Gerade Snare und Beckenarbeit trainiert und lernt man am besten auf Echt-A-Drums. Ist immer ne Frage, was man damit üben will.


    Und dass so VST-Lösungen zum Einspielen von Musikproduktionen ne feine Sache sind, ist klar: Da hat man sofort sauberen Sound, und bei der größeren Anzahl von Pop- und Rock-Produktionen werden auch nicht die überfeinsten Techniken a la 50 Ways to leave your lover reingegroovt, sondern eher dynamikärmere Rhythmen.

    @trommeltotti


    Ick hab eben 127 mal in unterschiedlicher Härte uff meine Snare jekloppt, aber ich glaube, die Schläge 76, 91 und 104 waren gleich hart und an der selben Stelle. Scheiß Dynamik!


    Im Ernst: Ich lese diesen Thread mit großem Interesse, er ist interessant, und viele Leute, die sich auskennen tragen hier Erkenntnisse bei. Du gehörst leider nicht dazu. Kannst du denn nicht einfach mal die Finger von der Tastatur lassen oder ne Parkuhr vollquatschen mit deinen immer gleichen Parolen? Es stört einfach nur noch. Wenn du einen Typ kennenlernst, der zufällig Roland heißt, muss die arme Sau sich das wahrscheinlich auch anhören. Das ist echt furchtbar, Mann. Du bist fast 50 Jahre alt, kannste nicht einfach mal locker durch die Buxe atmen und nicht jeden E-Drum Thread zuschrotten? Das wäre echt großartig!!

    Ich oute mich als Mainstreamsenderhörer. HR3 oder Radio Bob, ab und zu FFH (bin halt Hesse). Aber immer nur ne zeit lang. Die nudeln die Hits dermaßen tot, dazwischen dann immer Klassiker wie Tainted Love oder Sweet Dreams are made of this. Das geht ein 2-3 Wochen immer mal, dann muss ne Pause her. Aber so kriege ich mit, was so popmusikalisch abgeht, sonst stellt mich meine Tochter immer bloß, dass ich die neue Nummer von Taylor Swift nicht kenne. Oder das schöne "I really really really really really really really really really really really really like you" von Carly Rae Jepsen, das irgendwie nervt, aber ein Paradebeispiel für perfekte kommerzielle Popmusik ist. Einmal gehört, drin in der Omme.


    Für die Wegschaltliste: Noch ne Stimme für dieses seelenlose Chaka-Khan Cover. Ganz schlimm, so was!