Damit Positional Sensing funktioniert, könnte es notwendig sein, beim elektrischen Anschluss, die Anschlussdrähte zu vertauschen (also "umzupolen"),
damit an einem geeigneten E-Drum Modul (TD-8,10,12,20), die Impulsspannung richtig gepolt eingespeist wird.
Warum das so ist, wird im folgenden erklärt:
Ein Piezo ist ein zweifach richtungsabhängiges, aktives, elektronisches Bauelement.
Zum einen ist er mechanisch "gepolt", zum anderen elektrisch.
Konstruktiv stellt er eine Membrane dar. Diese kann von zwei Seiten (aus zwei Richtungen) durch Schlagimpulse angeregt werden. Die elektrische Polung der Ausgangsspannung/Impulsspannung, ist also von der Schlagrichtung abhängig und ändert somit die Richtung des Ladungsstromes.
Die grundsätzliche Polung (zur Ausrichtung seiner inneren Molekular-Dipole) erhält das Piezo-Element bei seiner Herstellung, in dem es durch ein sehr starkes elektrostatisches Feld geführt wird. Bezüglich der Polung des Piezo-Bauteils kommt es nun darauf an, mit welcher Seite dieses Piezo-Element-Scheibchen anschließend auf die Trägerscheibe (Messing, Stahl) geklebt wird. Und das ist vom Zufall abhängig. Deshalb sind Piezo-Bauteile nicht alle gleich gepolt.
Ein Piezo-Bauelement (Membrane, Diaphragma) ist also ein gepoltes, wirkrichtungsabhängiges Bauteil. Wobei man eben nicht sicher sein kann, dass alle Piezoelemente gleichsinnig gepolt sind. Die Farben der Anschlusslitzen oder die Seitigkeit der Piezo-Schicht geben keinen verbindlichen Hinweis darauf. Man muss es ausmessen, oder ausprobieren.