Beiträge von MoM Jovi

    Die Nylon Spitzen verabschieden sich bei manchen vorzeitig. Sie können aber wieder mit einem Tropfen Sekundenkleber dauerhaft fixiert werden.


    Das kenn ich aus meiner Teenie-Zeit. Da hab ich mir ständig 12er Packs Ahorn oder Oak mit scheinbar nur aufgesteckten Tips bei Ebay geschossen. Marke weiß ich nicht mehr. Ich war damals eher der "Heavy-Hitter", der im Proberaum Tico Torres' Ride-Bell Spiel nachprügelte - da waren Holztips einfach keine gute Wahl. Wenn man die Tips dann wieder findet, kann man sie ankleben, ja. :D Aber meistens flogen sie an Orte, die man sich nicht ausdenken konnte - z. B. unter die Bassdrum nahe des Schlagfell-Spannreifens, wo die FuMa montiert ist - hat man dann mit etwas Glück beim nächsten Set-Abbau gefunden.


    ob auch "gestandene" Drummer regelmäßig Equipment nutzen, das tatsächlich aus dem OEM-NoName-Lowest Budget-Bereich stammt und dabei aber gut seinen Zweck erfüllt.


    Ob ich jetzt ein gestandener Drummer bin, mag ich nicht beurteilen. Aber ich fühle mich mittlerweile in der Lage, Equipment so zu beurteilen, dass es für mich passt und ich damit zufrieden bin.
    Ich habe z. B.:


    - das BASIX Custom aus den frühen 2000ern (es gab später nochmal ne andere Serie, die einem nicht so robust vorkommt). Ich stand damals mit 14 im Drumhouse, um mein 200 Euro Dixon-Set (komischerweise ohne Branding) mit zusammengewürfelter Hardware und Messing-Stanz-"Becken" (nicht mal Paiste 101er Qualität!!) gegen was "Vernünftiges" einzutauschen. Viel bekam ich dafür nicht, und das Taschengeld war auch nicht üppig. Mein Vater hat mir immer schon beigebracht, dass man für Geld arbeiten muss, und hat mir vor Ort "Angebote" gemacht, wie ich mir das vom Händler angebotene gebrauchte Sonor Birkenset für 700 Euro (nur Kessel) finanzieren könnte. Eine Option war tatsächlich, erstmal wieder heimzufahren und zu sparen. Und dann stand da dieses BASIX Custom in Cherry Red und ich fragte "was ist eigentlich mit dem da?" ... das Set steht heute noch mit Remo-Ambas, teilweise ersetzter Hardware und Zultan Caz Becken im Zweit-Proberaum. Für das Geld, was ich noch dafür bekommen würde, möchte ich mich dann doch nicht davon trennen.


    - zu diesem BASIX habe ich ne ganze Zeit lang die Paiste 402er Nickelsilber Teller gespielt, bis mir meine Intuition sagte, dass die Crashes zu wenig Dynamik haben (mehr als Intuition war es nicht, Ahnung hatte ich ja keine). Die hängen mittlerweile beim Verein im Proberaum, dem ich die dann irgendwann mal vermacht habe, als ich aufgestiegen bin...HiHat und Ride sind durchaus zu gebrauchen, wenn man weiß, wie man sie zu nehmen hat. Das Crash geht eigentlich nur im Kontext und ab einer gewissen Anschlagstärke. Aber viel besser als Messing.


    - seit neustem habe ich ein TAMA Club Jam Kit (NP 400 Euro), vorwiegend für unterwegs gedacht. Hardware hält, Sound mit Remo Ambas ist gut!


    - Hardware: Was nicht bei meinen mittlerweile 2 TAMA Sets dabei war, kaufe ich von Milennium (Pro Serie). Da kann ich nicht meckern, einzig die HiHats sind nicht so toll von ihrem Laufeigenschaften her. Da geht nix über die TAMA Iron Cobra! Achja, beim genannten BASIX Custom tut noch eine Milennium Pro Doppel-FuMa ihre Dienste, geht gut!


    - Bei meiner persönlichen "Becken-Konjunktur" befinde ich mich preislich gerade in einer "Depression": Sie führte mich in einer langen Regression von No-Name-Messing über Paiste 402, Paiste Alpha zu Meinl Byzance und nun stehe ich bei den Zultan (vorwiegend Caz). Ich glaube, mit dem Zultan Zeug werde ich mich in den nächsten Jahren noch weiter befassen, bevor ich die "teuren" Hersteller in Betracht ziehe. Bin von den Caz sehr angetan!

    Er kann technisch toll trommeln, aber spielt für meinen Geschmack immer viel zu viel (hab auch die anderen Videos angesehen). Spricht mich persönlich null an.


    Uraltes Thema, aber da Drumeo gerade mit einer 26-wöchigen Masterclass mit Todd wirbt, wärm ich es nochmal auf. :D "Methods & MEchanics" gibts da übrigens kostenlos dazu.
    Klar kann man sagen, dass er gnadenlos "überspielt", aber ich finde das inspirierend! Werde wohl selber nie auf das Niveau kommen, aber ich finde es schon interessant, wie manche rhythmisch einfachen Dinge klingen können. Todd hat mich wieder daran erinnert, dass man im Crash-Geballer-Gefecht auch einfach mal einen gut akzentuierten Schlag aufs tiefe Tom setzen kann!
    Inspiriert mich mindestens genau so, wie Marko Duvjnak (Andreas Gabalier).

    Der "tolle" Snapclick ist genau der selbe Trick, der in unserer heißgeliebten "Volksmusik" zum Einsatz kommt, um Authentizität vorzutäuschen. Bei diesen ganzen volkstümlichen Schlagern hört man immer so einen Hintergrundgeräusch, dazu werden banale Melodien auf dem Synthi im Sound-Preset "Quetschkommode II" gespielt. Dazu noch 5 debil grinsende Gestalten in Seppel-Uniform, die leichten süddeutschen Dialekt singen, fertig ist die "Volksmusik". Das ist einfach nur Schlagermusik, aber beim geneigten Volksmusik-Freund stellt sich ein gewohntes Hörerlebnis ein, wenn es so klingt. Die Spastelruther Katzen (oder so) machen das seit 30 Jahren und sind damit stinkreich geworden.


    Nichts gegen "Häggädä" im Oberkrainer-Kontext 8| das ist technisch genau so anspruchsvoll wie ein sauber gespielter Blast-Beat - wenn es nicht aus der Akkordbegleitungsautomatik kommt. Ich finde, der "Volksmusik" wird zu viel Unrecht getan. Da gibt es ganz besondere Stile, die viel zu wenig wertgeschätzt werden - allen voran auch die Böhmische Blasmusik, die auch von einem "Swing" lebt, der viel Professionalität erfordert. Das ist nicht einfach Humbda-Täterä.


    Aber zurück zum Thema: Snapclick, furchtbar.

    WIchtige Lehre fürs Leben: NIE auf die anderen Bandmitglieder hören. Zumindest gilt das bei meiner Band, ich hatte schon mal spontan die Becken durch völlig andere ersetzt, die Toms radikal umgestimmt und einen fetten Dämpfer auf die Snare gelegt. Selbst auf Nachfrage konnten die Herren Kollegen keinen Unterschied zu sonst feststellen ;( .


    :D Meine Kollegen können nicht einmal sagen, was sie am Schlagzeug nervt - die Becken, die Snare oder sogar die Bass. Becken sind aber per Definition einfach schon laut. Da gibt es auch keine leisen Exemplare. E-Drum klingt aber auch scheiße. Also besser ohne Drummer spielen.


    Zurück zum Thema. Ich werde eure Tipps mal ausprobieren. Ich glaube, dass es mit bewusstem Zuhören schon besser wird. Habe nämlich am Wochenende zuhause ein bisschen zu Aufnahmen mit Kopfhörer gejammt und es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Musik-Lautstärke und Spielweise. Bin dann zum Schluss gekommen, dass ich die Hats häufig mal zu heftig zimmere, oder zu weit offen hab und dann der Attack verloren geht.

    Was mir noch nicht klar ist: Reden wir hier von Deinem subjektiven Gefühl, oder ist das durch Aufnahmen (Probenmitschnitte...) belegt?


    Es geht ums subjektive Gefühl beim Spielen. Aufnahmen sind ne gute Idee :P Ich habe komischerweise keine Aufnahmen von den Situationen, wo das Problem präsent war.. Es ist nur in den Proben, da ich live In-Ears habe und dann keine Probleme.


    Deiner Sig entnehme ich, dass Du eine Sand Hat spielst? Die ist natürlich in der Tat eher speziell im Frequenzgang. Ich bin mit meiner seinerzeit nicht froh geworden (vermutlich nicht zuletzt, weil ich auch nicht Benny Greb bin - so gar nicht eigentlich :D ).


    Die Sand Hat ist weniger das Problem. Im Proberaum habe ich zur Zeit PST7, vorher Paiste Alpha, und die klingen für mich in kleinen Räumen oder ohne IEM immer blechig und hart. Kann also gut sein, dass es eine Mischung aus zu verkrampftem Spiel und verwöhnten Ohren ist. Aber ist B8 wirklich so sch***e? Da zweifel ich dann doch eher an meinen Fertigkeiten.

    Was aus deiner Schilderung für mich nicht ganz rauskommt
    ist die HiHat nur dir (für dein Wohlbefinden bzw die Kontrolle) zu leise, oder ist die HiHat auch im Bandkontex zu leise ?


    Ich denke, sie kommt nur mir leise vor. Und dann sind es die Bands, insgesamt die lauteste Musik spielen. Also in meinem Fall Rock-Cover Bands (kein harter Metal oder so). Gitarrist und Sänger beschweren sich dann, dass sie ja außer Becken und "zing zing zing" garnichts mehr hören. Ich weiß ja nicht, ob sich die Teller ein paar Meter weg so derart entfalten. Aber mir geht es an meinem Platz genau anders rum, ich höre die HiHat je nach Song/Arrangement erst dann, wenn selbst die weichste B20 HiHat nur noch hart ist und jede Dynamik überwunden ist. Und dann ist es nicht mehr nur die Lautstärke, sondern auch das Spielgefühl, weil der Rebound fehlt. Wenn ich die HiHat "trocken", also ohne Begleitung anderer spiele, bin ich erstaunt, wie selbst eine B8er Legierung zischen und schmatzen kann. Im Gesamtarrangement braucht ein solches Crash dann allerdings ordentlich Schmackes, um ordentlich zu klingen.


    Ich weiß, dass mir z. B. auf dem rechten Ohr ganz oben ein paar kHz fehlen. Aber die HiHat steht ja links von mir. Außerdem habe ich im Akkordeonorchester und in der Brassband keine Probleme.


    Ein weiterer Aspekt, der mich zur initialen Frage führt, ist der des Rebounds, der bei "leiserem" Anschlag wieder zurückkommt und das Spiel entspannter macht. Hab mir mittlerweile angewöhnt, mich selbst zu "kalibrieren", wenn ich mich ans Set setze: erstmal ganz locker mit bestmöglicher Ausnutzung des Rebound einige Schläge auf der Snare, und dann mit derselben Kraft auf die HiHat. Die so "eingestellten Verhältnisse" lassen die HiHat dann aber im Gitarren-Kontext subjektiv verschwinden, obwohl sich der Groove gut anfühlt.

    Hallo zusammen,


    ich beschäftige mich schon längere Zeit mit diesem "Problem" und habe hier keinen passenden Thread gefunden (zumindest nicht dem TItel nach). Aber kann ja auch Zeit sein, mal was neues zu starten!


    Bevor hier Interpretationen angestellt werden, welche Rolle die HiHat in verschiedenen Stilen und Ländern annehmen kann: Es geht um einen stinknormalen Achtel Rock-Beat von 125bpm aufwärts...


    Ich habe besonders in lauten Bands je nach Raumakustik das Problem, das ich zumindest glaube, die HiHat sei nicht laut genug. Mir fehlt da die Präsenz im Gemenge mit gleichfrequenten Signalen wie z. B. Akustikgitarren. Besonders, wenn "Unplugged" gespielt wird, was deshalb keineswegs wirklich leiser sein muss, kollidieren offenbar akustische Gitarren mit der zarten HiHat Begleitung mit Rods gespielt. Bei Vollabnahme und gut balanciertem In-Ear Monitoring wiederum kein Problem. Aber das geht halt nicht immer.


    Jedenfalls führt mein subjektiver Eindruck, die HiHat sei nicht zu hören, nach kurzer Zeit zum Verkrampfen, weil ich immer lauter spiele. Oder andersrum gesagt, komme ich mit gutem Monitoring und leicht komprimierter HiHat über die Overheads bei gefühlt auf 10-20 bpm mehr bei gleich entspanntem Spiel. Das bringt mich zu der eigentlichen Frage, ob ich evtl. ein falsches Verständnis vom "richtigen" Lautstärke-Verhältnis von HiHat zu BD/SD habe!? Bewusst in Anführungszeichen, weils richtig vielleicht gar nicht gibt.


    Bei vielen populären Aufnahmen fällt mir auf, dass die HiHat gar nicht so präsent ist. Oft werden Achtel auch mit Push-Pull Technik so gespielt, dass eigentlich nur die Viertel zu hören sind. Ich frage mich sogar, warum die HiHat überhaupt oft einzeln abgenommen wird und nicht einfach über die Overheads läuft. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sich immer dann Entspannung einstellt, wenn man aufhört, aktiv auf die HiHat zu hören.


    Muss man bei der HiHat vielleicht auch manchmal einfach nur "fühlen", dass man sie angeschlagen hat? Ist sie dann vielmehr als "Raster" zu sehen, in das man BD und Snare einsetzt, und weniger als tragendes Klangelement? Genau das kann ich mir aber auch als Grund für den Krampf vorstellen: Solange die HiHat das sture Gitter ist, hängt man alles andere daran und es bricht irgendwann. Ich habe schon ein paar mal den Ansatz gehört, BD und Snare auf den Punkt zu bringen und die HiHat nur locker als Begleitung draufzusetzen. Das versuche ich mir neuerdings anzueignen - ist aber gar nicht so leicht, wenn man 15 Jahre lang die andere Herangehensweise "gelernt" hat und seine Komfortzone irgendwo kurz vor 130bpm Achteln hat...

    Guter Thread.


    Ich bin zur Zeit mit dem Thon Cymbal Case unterwegs. Im Prinzip ne coole Sache - aber nichts für spontane Sachen im Sinne von "ich pack mir heut morgen mal schnell das neue Ride für die Probe am Abend ein". Als ich mir im Frühjahr den Benny Greb Beckensatz gekauft hab, war ich ganz motiviert, den Schätzen auch ne ordentliche Schatzkiste zu spendieren. Aber die Motivation, Becken mordsmäßig pfleglich zu behandeln lässt nach, wenn die ersten Stockspuren und Fettfinger drauf sind...und die Kiste allein wiegt manchmal schon mehr als der Inhalt, wenn sie auch extrem robust ist und eher die Inneneinrichtung vom Auto ramponiert, bevor was an die Bronze kommt.


    Habe mich noch nicht so mit der Benny Greb Tasche beschäftigt. Hat die Trennwände? So ganz Blech auf Blech möchte ich die Becken dann eigentlich doch nicht legen.

    Ja, das 19er Caz... eine Perle (die ich aber verkauft habe. Mann, ist mir das schwer gefallen).


    Kennt hier jemand den Rest aus der Caz Serie? Ich überlege zur Zeit, ob ich damit meinen PST7 Satz im Proberaum ersetze. Seit ich zuhause und live B20 spiele, sind mir die PST7er (Medium) zu hart im Spielgefühl. Alternative wäre vielleicht PST7 Light. Aber warum dann nicht gleich B20. Nach dem Eindruck des 19er Caz kann ich mir die Caz's sogar für Rockmusik vorstellen.

    Ganz neu in meiner Familie: ein 19" Zultan Caz Crash-Ride. Wunderbar weich und gut als Ride zu spielen. Die Glocke braucht den Stockschaft, damit sie klingt. Man kann dem Becken auch ganz gut eine auf dem Rand mitgeben und das klingt dann voll, dunkel aber nicht trashig und in keiner Weise aufdringlich oder schneidend. Perfekt für Vintage-Ride-Passagen mit gelegentlichen Akzenten!
    Ich habe mir nur ein einziges Exemplar bestellt und nicht verglichen, aber für 129 Euro Kaufempfehlung meinerseits!

    Zu diesem Thema noch ein Snare-Fill, der mir extrem gut gefällt: beim Titel "Stärker" von Vanessa Mai (da hier schon Boney M referenziert wurde, darf man denke ich auch Vanessa Mai sagen :P :rolleyes: ). Es sind sechs simple 16tel, die vor jedem Refrain auf der "3+ " abgefeuert werden und ich finde die extrem stark an dieser Stelle im Kontext des ganzen Songs.

    Ich hatte aber nie darüber nachgedacht, welche Fills ich nun wann genau spiele. Und wie die heißen und so weiter. Sondern das alles nach Gefühl gemacht.


    Mach ich auch so, im Proberaum und bei Gigs. Sehr oft kommt es dann zum Einsatz des klassichen ratatam (SD-HT-FT in 16teln), weil das bei mir halt so drin ist.
    Wenn ich dann für mich alleine bin, finde ich es schon spannend, ganz bewusst bestimmte Stickings auszuprobieren, auf Tempo zu bringen und zu orchestrieren. Bei 3er- und 4er-Gruppen gehts ganz gut, bei 7er Kombis ist es schon haariger - aber ich bin kein PRofi, also was solls!
    Damit zurück zum Thema, wenn auch nicht BoneyM dienlich: Was ich gerade ziemlich cool finde, ist die Kombi RLRRLL, dabei das erste R auf Bass-Drum und Crash und die restlichen Schläge auf der Snare. Wenn das auf Tempo läuft (32tel auf 100bpm Viertel), rockt das ordentlich. Lässt sich natürlich gänzlich auf die Snare reduzieren, indem man statt BD-Crash einfach nen Akzent oder gar Rimshot spielt. Zweimal hintereinander RLRRLL und dann Abschlag auf 2+, Pause auf 3 und Flam auf die 4 - das rockt!

    Darf ich mal die Frage stellen, warum man überhaupt ohne (oberen) Filz spielen tut? Das hat der Thread-Starter nicht gesagt, sondern nur, dass er eben keinen Filz montieren möchte.
    Die Zeitaufwände für die Montage sind für mich kein echtes Argument.
    Ich habe bei meinen Becken bislang noch keine gravierenden klanglichen Unterschiede festgestellt - wenn ich den Filz nicht zum Bruchtest mit der Mutter ganz stramm anziehe (und das tue ich nicht, solls beim ein oder anderen Musikverein aber geben, wo das Ride so steil gestellt wird, dass es vom Stick eher angestochert als geschlagen wird...).
    Bei mir liegen die oberen Filze immer ganz locker auf und zur Sicherung wird die Mutter draufgedreht. Dass die sich hochschraubt und davon fliegt, habe ich noch nicht erlebt. Einizger Nachteil ist tatsächlich, dass ich die oberen letzten 1,5cm der Kuppe nicht bespielen kann und tatsächlich auch mal die Flügelmutter treffe. Aber letzteres schiebe ich eher auf meine technischen Defizite.


    Ich glaube, es wird Zeit für die Neuauflage des Siemens-Lufthakens! Und wie ist das eigentlich beim HiHat-Clutch? 8o
    Außerdem wären Trommeln ohne Spannreifen auch viel praktischer beim Fellwechsel. Man hat die Reifen ja auch nur, dass die Felle nicht runterrutschen. 8o


    Aber Spaß beiseit! Für die, die keine Becken verschrauben möchten, gibt's hier beim großen T tatsächlich eine Lösung! Das mit dem Fellwechsel ist auch schon gelöst.

    Und doch ist das Thema noch aktuell. :D


    Ohja! Und warum dann nen neuen Thread aufmachen!? 8)


    Bzgl. Drumsetlautstärke und Impulse, ich denke man muss in kleineren Räumlichkeiten das Tuning und die Beckenauswahl ein bisschen anpassen, man steht ja nicht alleine auf der Bühne und den Tonmenschen freut das meistens auch.


    Ja, aber wie ich schon schrieb - eine gewisse Disziplin und Kontrollfähigkeit maße ich mir mittlerweile an. :D Ich habe schon einiges ausprobiert, aber irgendwann steht es nicht mehr im Verhältnis. Toms mit Hot Rods und nebendran ein Marshall Stack...Mensch wir spielen Rockmusik! Wenn ich auf YouTube Jams von diversen Profi-Drummern ansehe, dann spielen die - rein visuell beurteilt nach Hub und Schlaggeschwindigkeit - auch nicht leiser.


    Einem Sänger zum Gehörschutz raten, tja, keine gute Idee, dann hört er nur noch seine Kopfstimme, das taugt zum Singen nicht


    Dann sollte er vielleicht zum Chor. Da ist er mit seiner Stimme in relativ homogener Umgebung.

    Ich spiele seit einiger Zeit Meinl Bycanze Benny Greb Becken.


    die sehr dünnen Becken explodieren selbst bei leichtem anschlag!


    Mit Sticks viel zu laut für leise gigs!


    Empfinde ich auch ein bisschen so! Ich habe den ganzen Benny Greb Satz und finde die HiHat und das Ride eigentlich perfekt. Aber die Crashes kann ich ohne Gehörschutz kaum selbst ertragen...geschweige denn die Bandkollegen :D
    Mit Gehörschutz sind die Crashes ok und auch differenziert, aber 2 Crashes direkt nacheinander (z. B. Thin Crash auf 1 und Medium Crash mit der Snare auf die 2) gehen mit blankem Gehör fast unhörbar ineinander über. Ich glaube aber, dass der Benny sowas so gut wie nicht spielt, sondern seine Crashes nur sehr nuanciert einsetzt..
    Ich schlage übrigens mit 5AN Hickory ;)

    Ich könnte vieles hier direkt zitieren, aber im Endeffekt haben wir Drummer im Vergleich zu den "Melodie-Musikern" das Problem, dass wir impulshafte Klänge erzeugen, auf die nur wir wirklich vorbereitet sind. Ich meine, wenn ich ein Becken crashe, dann weiß mein Gehirn: "jetzt wirds gleich laut", und ich bin mental darauf vorbereitet.

    man kann auch ein A-Set leise spielen (mit Sticks) ! Das ist zwar schwieriger als laut spielen, aber das geht ! Wo ist das Problem ?


    Ich ertappe mich manchmal immer noch beim "Draufhauen", aber habe mir in letzter Zeit ein viel entspannteres, leiseres und trotzdem dynamisches Spiel angeeignet, das ich mit gewisser Disziplin und Konzentration auch reproduzieren kann. Trotzdem habe ich immer wieder dasselbe Theater mit den Kollegen. Wenn ich z.B. schon früher in der Location bin, um den Drumsound ungestört zu checken, und die laufen grad rein, während die Bassdrum gecheckt wird ("Bumm, Bumm, Bumm, ...", aber nur akustisch ohne PA, da ich über In-Ear checke!), dann ist manchmal schon fast eine Eskalationsstufe erreicht, die eine Gigabsage nach sich ziehen könnte!! Ich meine, was ist an einem unverstärkten Bass-Kick wirklich unangenehm für die Ohren?? Wenn ich dann den Test mit den Kollegen mache, und den Stick aus 15cm einfach nur aufs Crash fallen lasse, heißt es dann "die Becken musst du abkleben". Mittlerweile stecke ich das aber ganz gut weg und beim Gig gehts dann auch, wenn die Gitarren eh alles zumachen. Aber es bleibt offensichtlich dabei: die Klang-Impulse vertragen manche Leute einfach nicht - auch wenn ein Marshall-Stack denselben effektiven Druck erzeugt.


    Mit dem Vorschlag, (guten) Gehörschutz zu verwenden, laufe ich regelmäßig gegen die Wand. "Haben wir alles schon probiert. Dann hören wir uns selbst nicht mehr." Und dann bin ich lieber wieder ein bisschen Egoist! Wir machen schließlich Rockmusik.

    Zum Thema Becken im Proberaum...ich dachte früher immer, je mehr Bands und Proberäume man hat, desto mehr kann man sich durch Becken durchprobieren und überall ein bisschen was anderes spielen. Bin aber irgendwann zum Schluss gekommen, dass es keinen Sinn macht, im Proberaum billige B8er zu haben und zu den Gigs das Flagschiff von zu Hause mit den B20er mitzunehmen...aber der Geldbeutel zwingt zum Kompromiss. Wenn B8, dann immer so dünn wie möglich. Meine Meinung.