Hallo
warum um alles in der welt muss ich in einem proberaum einen monitormix mit kopfhörern machen?
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Weil die Nachbarn so laut sind dass leise proben nicht funtzt ![]()
Monitoring im Proberaum ist in einer Vielzahl der Fälle nicht notwendig, wenn sich jeder etwas leiser dreht.
Wenn man es doch machen will, ist ein 2. Mischpult (nebem der PA sozusagen) nicht schlecht.
Wir haben vom PA Pult die Aux ausgänge in das Monitoring Pult geführt. Da kommt auch die Mirkofonierung vom Schlagzeug sowie die Boxensimulationsausgänge der Gitarrenverstärker rein. E-Bass wird mit Mikro vor der Box oder DI Box/ Splitter ebenfalls ins Monitoring pult geführt.
Das Monitoring pult hat mehrere Aux ausgänge. 2 Davon nutzen wir um 2 unterschiedliche Kanäle des Kopfhörerverstärkers zu füttern. Klappt gut und man hat 2 mixe fürs Monitoring. Da sind dann alleine fürs Monitoring 2 * 10 Lautstärkergler am Pult zu regeln. Vor dem Kopfhörerverstärker hängt pro Kanal noch ein Limiter. sind dann auch noch 2 Regler mehr zu bedienen. Dann hat jeder der 5 Musiker noch mal ne Lautstärkeregelung für seine Kopfhörerverstärkung. Nochmal 5 Regler.
Macht bei gut ausgerichteten Mikros und anständigen Linesignalen 27 Lautstärkeregler, die zu einem Mix notwendig sind. Dann ist noch nichts am Klang passiert (EQ Kompressor etc.)
Ist sehr aufwendig zum einpegeln bis es passt und kann dir wieder zerrissen werden wenn der Gitarrist dann seine Gitarre heimlich wieder lauter macht.
An Material braucht man dann
5 Kopfhörerverlängerungen
5 Kopfhörer
Ein zweites Pult ( ok PA ist eigentlich nicht mehr nötig)
Einen Limiter pro kopfhörer(master)kanal
Kopfhörerverstärker
Drum Mikros (zur Regelbarkeit und vermeidung von bleed vielleicht close-miking -> Viele mics)
Eine ganze Menge Kabel um überhaupt ins Pult zu kommen.
Ich finde dass mir der Aufwand das Ergebnis nicht wert ist.
Zum Aufnehmen
Auf den Schlagzeugmikros wird alles drauf sein, was im Raum rumschwirrt. Damit effektiv aufzunehmen bringt nichts. Es ist echt zeitverschwendung.
Wir schneiden inzwischen mit einem Raummikro mit und konzentrieren uns lieber aufs Musikmachen statt aufs Schlecht aufnehmen.
Und wenn dann richtig aufgenommen wird, dann einzeln.
Ein Interface, ein Satz schlagzeug mikros die auch für was anderes genutzt werden können und das wars.
Ehrlich ich würds lassen.
Mir einen Handyrecorder zum Aufnehmen besorgen und das Monitoring durch Lautstärkeeinstellungen und Umstellen der Instrumente entbehrlich machen.
Mann kann viel kaufen, sich mit dem Zeug zu beschäftigen macht auch Spass.
Ob man es braucht oder ob es einen, viel schlimmer noch, vom Musikmachen abhält muss jeder selbst entscheiden.
Viele Erfolg
Fibs