Beiträge von ifc2

    Die Vic Firth Rute X-Medium haben nur kurz gehalten (3x benutzt) - obwohl ich überhaupt kein heavy hitter bin - und das für einen stolzen Preis. Bin da scheinbar auch nicht der einzige mit der Erfahrung...

    Davon habe ich auch gelesen...war vorher insgesamt skeptisch, eigentlich nur wegen der "Rods mit Rim-Click-Option" interessiert, deswegen noch als Außenseiter ins Testfeld gerutscht....aber rundum positiv überrascht....bei mir keinerlei Probleme, viel gespielt, inklusive Konzert...kein Brechen am Schaft, keine Ausfasern der dünnen Stäbchen...kein Verformung....Klang und Ergonomie überzeugen mich immer noch, man kann richtig schön "reinlangen"/Druck geben

    Auch wenn Rods vielleicht nicht das Gewünschte sein sollte...ich bin sehr positiv angetan von den Vic firth Rute X (medium). Relativ dicker Schaft und kopflastig, toller Rebound, und ein viel besserer Klang als die normalen Rods:

    a) weil es 11 dünne Stäbe sind, deren Gesamt-Schlagfläche zudem kleiner ist als bei anderen Rods

    b) weil der Rods-Holzteil relativ kurz ist, daher ist der Bewegungsspielraum der einzelnen Stäbchen geringer, der Attack "zerfasert" akustisch weniger als bei den normalen Rods mit den dünnen Stäbchen, gleichzeitig ist der Attack leiser als bei den dickeren Stäbchen


    (haben sich bei mir durchgesetzt im Vergleich zu (Lightning Rods, diversen Kuppmens, meinen alten Fatty Thai Sticks, Flix Rock Brushes)

    Bei mir war es so: entweder will ich Besen-Sound oder einen sanften, aber definierten Attack, vor allem auf Ride und HiHat, aber auch auf der Snare)

    Ich spiele bei einem Set zuhause in der Kombination Mesh-Schlagfell und Falam/Kangaroo-Pad, zum Schutz des Meshs und zugunsten von etwas Attack im Ton für die Overheads (der Rest des Sets ist normal befellt). Das hält nicht bombenfest, aber durchaus hinreichend für eine Weile (Monate, allerdings auch eine Frage des Pads...). Aber ja, es kann auch abfallen. Rebound ist anders, aber ok.


    (Als Resofell habe ich ein normales Remo FD-Fiberskyn...mit Bassdrum-Mikro zur Abnahme des Tieftons, denn das Reso wird in der Bassdrum ohne Dämpfung durchaus auch vom Mesh angeregt.)


    Bei stramm vollgestopfter Bassdrum dürfte nur noch der Anschlag am CS Dot zu hören sein, vermute ich, denn es resoniert im Extremfall ncihts mehr.

    Ein erneutes Moin in die Runde (auch wenn die Aufmerksamkeit/der Verkehr unangemessen groß wird, siehe Firmen-News.)


    Ich halte meinen Hinweis auf Benny Grebs DVD weiterhin für einen angemessenen und sachdienlichen Beitrag,

    Die Thread-Starterin möchte in den Diskurs mit Schlagzeugern kommen, um das Thema "Rhythmische Zeit" generell und insondere in Bezug auf Can/JL zu erörtern.


    Zu Can/JL kann ich nichts beitragen.

    Aber wenn ich ihre Erklärungen (siehe unten) zu "rhythmischer Zeit" lese, halte ich folgende Botschaften für sinnvoll und angemessen:


    1. Es gibt andere Menschen wie Benny Greb, die sich diesem Thema sehr analystisch und anschaulich gewidmet haben. Selbst wenn es sich um eine Lehr-DVD handelt: Der Erklärungsansatz ist fundamental, umfasst sämtliche Aspekte der "rhythmischen Zeite" und ist intellektuell überzeugend, mindestens im direkten Vergleich. (ich verweise insbesondere auf die Kapitel Mind mit den Schlagworten "space|silence is not nothing" etc.). Selbst wenn es nicht alles erfassen sollte, müsste die Struktur interessant sein für die TS.


    2. Und ja: Daraus mag wer mag schlussfolgern: Wenn man es so stringent analysiert und darlegt, wird deutlich: Jeder gute Schlagzeuger hat die Gabe, beherrscht die Kunst und das Handwerk, die "rhythmische Zeit" "charakterstark" zu "organisieren". JL war bestimmt ein sehr guter Schlagzeuger, ein ambitionierter Künstler und zudem begabter Handwerker am Schlagzeug. Punkt.


    Zitat

    Es folgt das Zitat von JakiLibezeitArchiv/TS:

    "Takt oder ein Metronom geben zunächst nur ein gleichmäßiges Raster vor. Aber Musik fühlt sich nicht allein dadurch lebendig an. Entscheidend ist, wie die Schläge gesetzt werden, wo Pausen entstehen, was sich wiederholt und wo Akzente oder kleine Verschiebungen auftauchen.

    Dadurch kann sich derselbe Takt ganz unterschiedlich anfühlen: ruhig, gespannt, treibend, schwer, leicht oder schwebend.

    Bei Jaki Liebezeit ist genau das besoEin nders interessant. Er hält nicht einfach nur den Takt, sondern erzeugt durch seine Spielweise ein ganz eigenes Zeitgefühl. Der Rhythmus gibt der Musik dadurch nicht nur Ordnung, sondern auch Bewegung und Charakter.

    Das meine ich mit „rhythmischer Zeit“."

    Liebe Birgit Berger!

    Du bekundest Interesse, die "Kunst, die musikalische Zeit zu organisieren" im Kontext des Schlagzeugens zu verstehen.


    Dann empfehle ich Dir "The Art&Science of Groove" von Benny Greb. Dort erklärt er das Thema sehr anschaulich im Rahmen der Kapitel "Time, Feel, Sound, Body, Mind".


    Aber Vorsicht: es könnte dazu beitragen, Deine Sicht auf Jaki Liebezeit und sein Trommeln zu entmystifizieren. Ich befürchte, das entspricht nicht Deinem Interesse. Anderseits: Was spricht dagegen, einen Menschen Mensch sein zu lassen und gleichzeitig seine Fähigkeiten zu verstehen und wertzuschätzen!

    Vielleicht bringt es einfach nur zusätzliche Aspekte...Kunst und Handwerk...zumeist sind die Übergänge fließend!

    BG

    Alter Thread...aber ich verlängere ihn aus zwei Gründen:

    - ich habe mir eine 24er Bassdrum Sakae Trilogy in Vintage Club Oyster gegönnt (Ausrede: habe nur 20", ein Bandprojekt rechtfertigt das schon irgendwie): gibt es in verschiedenen Finishes und Größen für 399€ bei Musik Meisinger (https://musik-meisinger.de/Dru…3c7c5&p=1&order=topseller), alles neu in OVP, mit RemoPowerstroke 3 und Remo Smooth White, selbst wenn es mit Nachkauf etc schwierig werden sollte, man bekommt etwas Tolles! Ich werde die kombinieren mit anderen Trommeln.

    - ich hatte mich vor Jahren darüber negativ ausgelassen, dass die Folien auf den Spannreifen keine Inlays wären sondern aufgelegt. Bei meiner ist das anders, sehr schöne Inlays in den Spannreifen, alles wirkt hochwertig. Superschön! Schon der Stimmschlüssel ist ein Traum. Die Stimmbarkeit ist top, man bekommt sofort eine gleichmäßige Stimmung hin, das Frequenzspektrum ist extrem sauber, mit klarem Grundton, klar definiertem erstem Oberton bei den Stimmschrauben...das kämpfe ich bei meinem SQ2 20" bei manchen Fellen ewig dran. Sehr leicht, sehr dünne Kessel...aber kein Kunststoff (rubber gasket) unter den Spannklauen, hat mich zuerst gewundert, aber es passt alles sehr gut zueinander, so dass es gleichzeit hochwertig und ästhetisch wirkt.

    Bitte Obacht beim Questlove Signature-Stick von Vic Firth...ich finde den zwar wunderbar leicht und balanciert, aber dieser schwarze Grip-Belag ist Wärme-empfindlich...der macht hartnäckige schwarze Flecken an Händen und allen Folge-Kontaktpunkten...zumindest bei beiden Paaren, die ich gekauft habe

    Zur Eingangsfrage in der Überschrift, die allerdings nur bedingt mit dem Fragentext verknüpft ist, aber auch fleißig diskutiert wurde:


    Man kann so etwas ja nachlesen, aber bei der Interpretation ist große Vorsicht geboten. (Daher bitte auch das Folgende nur als ganz grobe Info ansehen.)


    Thomann bleibt bei einem Verkaufserlös von 119 EUR (vertretend für den Gesamtumsatz, Annahme dt. MwSt) mittlerweile ein "Gewinn" von 5-6 Euro, das war vor Jahren auch schon weniger und dürfte herausragend gut sein. Just Music, Musik Produktiv etc. liegen deutlich darunter, die Null ist da nicht weit weg oder sogar von der falschen Seite anzuschauen. Kleinere Geschäfte sind schwierig zu fassen.


    Ich mag das eigentlich gar nicht so breittreten, aber es grassieren doch immer noch falsche Vorstellungen. So ein winziger Markenhersteller wie Sonor kommt in guten Jahren auf bis zu 4 EUR, größere wie GEWA auf ein wenig mehr.


    Was heißt das für die Kalkulation des einzelnen Produkts: Dürfte für uns kaum zu greifen sein. Wir sollten davon ausgehen, dass sich alle bemühen, zurecht zu kommen. Dafür sorgt der Wettbewerb. Die Anteile am Kuchenschwanken sicherlich je nach Produkt, Verhandlungsposition...

    Deswegen darf es Dich auch nicht erstaunen oder veraergern, wenn Sonor dafuer mittlerweile deutlich mehr berechnet. Die haben ja offensichtlich mehrfach Kassensturz gemacht und als Reaktion auf die geringen Erträge an der Preisschraube gedreht/drehen muessen....

    Moin zusammen.


    Antwort 2012 von Sonor:


    "...für das vorliegende kleine dreiteilige SQ²-Set kostet das Umlackieren in einen anderen RAL-Farbton 660,00 € + MwSt.


    Im Leistungsumfang nicht enthalten sind die Demontage und anschließende Montage der Beschlagteile. Die Kosten für die Montagearbeiten betragen 104,40 Euro + MwSt.


    Grundsätzlich kann man eine derartige Umlackierung im Bereich der Solid-Finishes auch in einer Autolackiererei vornehmen lassen. Hier sollte jedoch auch darauf geachtet werden, dass nach dem Lackieren dann die Kesselränder wieder neu gegratet werden, um eine optimale Fellauflage zu gewährleisten."


    Darum ging es:
    20x15 Bass


    16x15 FT


    12X8 T


    Bisher: Lackiert in RAL


    Neu: andere RAL-Farbe


    Ergänzend noch die sehr nette Antwort von Pommerenke aus 2012:
    Wenn wir Lackierarbeiten übernehmen, dann wird es ziemlich teuer. So um die 1500,00€. Alles von Hand mit ca. 7 Farbschichten und 7 Klarlackschichten. Daher rate ich dir, dass du dich bei
    Sonor direkt erkundigst. Die haben einen industriellen Lackbereich und sind daher auch günstiger als wir. Es ist ja eh ein SQ2. Die Gratungen sollten dann schon mal überarbeitet werden. Evtl. macht es Sonor gleich mit (machen es aber eher spitz) oder von uns. Wir machen sie mehr rund und daher viel wärmer und voller.


    Viel Spaß und Erfolg!


    ifc2

    Apropos Spanreifen...ich war sehr enttäuscht und eher entsetzt, als ich gesehen habe, dass die die halbe Tiefe bedeckende Folie nicht als Inlay ausgearbeitet war, sondern lediglich oben auf den Bass-Spannreifen geklebt wird, die Kanten sichtbar!?? Das allein waere fuer mich Zeichen genug, dass die Detailliebe nicht herausragend sein kann.


    Duenne Kessel gibt es auch anderswo, ob werthaltiger oder nicht, ist schwer zu sagen, wenn man die grossen Namen verlaesst. Aber auch ein George Way koennte zu dir passen, und Dunnett mag laenger dabei sein als eine Firma ohne erkennbare Gestalter.

    Ich bin mittlerweile Vater von drei Kinden, zwei Jungs und ein Mädchen (Ich kann übrigens nichts für dieses Zahlenverhältnis, bitte weder anzweifeln noch kommentieren ;)


    Ich meine den folgenden Hinweis wirklich ganz ernst: Ich wünsche meinen Kindern von Herzen, dass sie in unserem Alter diese oder eine Diskussion mit vergleichbarer existentieller Auswirkung in dieser Intensität (selbst wenn sie bisweilen in Verbissenheit abdriftet) führen können und wollen.


    Das würde nämlich bedeuten, dass sie in einem Gemeinwesen leben dürfen, das - allen Unzulänglicheiten, Ungerechtigkeiten zum Trotz - offensichtlich in der Lage ist, die elementaren Bedürfnisse im Hinblick auf Frieden und Freiheit, die materielle Absicherung und Teilhabe sowie den kulturellen und politischen Diskurs in einer Weise gewährleistet, wie es kaum eine Generation vor uns erleben durfte.


    Besser geht immer, aber die Fallhöhe ist mittlerweile immens. Gehen wir doch bitte alle sorgsam damit um!


    Allen eine gute und versöhnliche Nachtruhe!

    Das Agop Crash aus diesem Video hätte ich gerne wieder. Der ausgeprägte Trash hat mich damals genervt, heute fänd ich ihn wohl cool.


    Hallo Nils, Du hast mir das Agop-Sig-Crash 2012 verkauft, ich habe es dann 2013 an HarveySpannend weitergegeben, schweren Herzens...


    Lomax, ich dachte zunächst, vielleicht habe ich auch Dein Ride erwischt, aber mein Bosphorus Masters Vintage 24" soll zwar auch von Cybalsonly kommen, wiegt aber nur 2.190g, wie ich gerade nochmals geguckt habe. (gekauft Ende 2012 von einem Musiker aus Freudenberg.) Hätte Dich auch enttäuschen müssen, denn das war von der ersten Sekunde an so ein Kandidat für den Thread "...Das Ride"

    Ich erlaube mir mal, hier zu zitieren, was DF-Mitgleid Helge D. mal über die Bosphorus Masters Vintage geschrieben hat.


    "Über diese Edel-Becken habe ich mich hier ja schon mehrmals begeistert geäussert und ich bleibe dabei, dass sie zu den besten (nicht nur) jazz-rides gehören, die man bekommen kann.
    Das Besondere an diesen Becken ist, dass sie alle Eigenschaften in sich kombinieren, die man normalerweise nur in gegensätzlichen Becken findet. Sie sind dünn und leicht, also nicht zu laut und mit traumhaft butterweichem Spielgefühl. Der Sticksound ist schön holzig und clicky. Trotzdem rauschen die Master Vintages einem nicht die Hucke voll, wie das normalerweise bei dünnen rides ist. Den frevelhaften Griff zum Gaffa-tape kann man sich also getrost sparen, da die Becken komplett ungedreht sind und deshalb nur ein ganz dezenten, sehr kontrollierbaren wash erzeugen. Andererseits sind sie aber auch wieder nicht so trocken und schwer oder trashig wie ungedrehte Modelle von anderen Herstellern (Agop, Meinl etc...), vielmehr ist die Oberfläche glatt und die Spannung sehr gleichmässig, was den Becken einen sehr reinen und klaren aber nicht kalten Charakter verleiht. Und zu guter Letzt ist die Glocke recht klein gehalten, wodurch einem Masters Vintage sogar auch noch ein Hauch von flat ride anhaftet, obwohl man eine Glocke hat, wenn man sie braucht.
    Ich kenne kein anderes ride, welches all diese Qualitäten auf einmal hat..."

    Also ich kenne zumindest Fiberskyn und Renaissance auf auf 12", 14" und 16", in Diplomatstaerke...aus meiner Sicht beide tief stimmbar....machen mit einem feinen stick auch bei moderatem Anschlag einen feinen Ton, Obertoene bekommt man in den Griff, je nach Trommel und Stimmvermoegen. Zumal selbst ein Stueck Gel aus diesen Faellen noch kein dickes oder doppellagiges macht. Ein Vintage A ist schon deutlich anders, viel Attack-reicher, das braucht aus meiner Sicht auch mehr Spannung, um den Kessel schoen kontrolliert zum Schwinden anzuregen. Also keine Angst vor duennen Pellen, auch das Skytone wird funktionieren, man darf nur nicht pruegeln wollen...

    Ich stoepsle den Soundmagic E10 in die Elacins, darueber kann man noch einen Gehoerschutz tragen:
    Der Klang ueberzeugte mich wesentlich mehr als die ueblichen Kandidaten Dt 770 etc., wesentlich homogener, viel dichter an meinem Hifi-KH, tendenziell warmer Klang, gerade mit den Resonanzraum der Elacin recht prominenter Bass, fuer die Anwendung aber hilfreich, ich hatte zum Vergleich mal teure Elacin-Spezialhoeher (um die 300 Euro bei Thomann), die waren deutlich schlanker, mittiger und aggressiver)
    - der Tragekomfort ist nur maessig, fuer die Probe zuhause ok


    Preislich kaum zu toppen, vielleicht einen Versuch Wert.