Beiträge von T.V. Eye

    Ich möchte einfach mal behaupten, daß eine gute Aufnahmequalität nicht am Audiointerface scheitern wird. Klar sollte man da auch auf Qualität achten und versuchen, für sein Geld das Beste raus zu holen, aber letztlich sind auch die günstigen Prosumer-Modelle inzw. sicher so brauchbar, daß unter normalen Umständen fast alle anderen Faktoren wesentlich größeren Einfluß auf die Qualität haben werden, angefangen vom der Raumakustik über die Mikrofone und deren Positionierung bis hin zum Drumset selber, sprich Tuning, Fellauswahl etc.
    Ich stehe auch auf tolles Recordingequipment und würde am liebsten nur über irgendwelche API oder Neve-Preamps aufnehmen, aber ich denke in der gesamten Aufnahmekette sind die Preamps nicht der entscheidende Faktor an denen es scheitert. Wenn man wirklich in einer Aufnahmesituation ist wo alle anderen Faktoren schon ziemlich optimal sind, dann macht der Preamp sicher noch mal das ein oder andere Prozent aus, aber da muß man auch erst mal hin kommen.


    Ich hätte übrigens noch ein Phonic Helix Board USB 12 plus abzugeben ;) (hoffe das ist OK wenn ich das einfach so in die Runde werfe), hat allerdings nur 4 Mic-Eingänge, dafür aber den Vorteil daß man beliebig mit externen Preamps ergänzen kann.


    Edit: In den Kleinanzeigen hat jemand übrigens ein Tascam 1641 abzugeben...

    Ergänzen sollte man vielleicht noch, daß selbst wenn man sich für das Mitschleppen eines Laptops entscheidet, man noch schauen muß ob die interne Soundkarte über die eigenen Treiber oder mit Asio4all zu einer brauchbar niedrigen Latenz gebracht werden kann, oder ob noch eine externe Soundkarte angeschafft werden muß.


    Hallo,


    das ist mit Sicherheit nicht so.
    Es gibt sehr viele Fabriken in China. Die werden auch unterschiedlich geführt. Manche Sachen kommen vom gleichen Hersteller, andere nicht.
    ...


    Da hast Du sicher recht, natürlich gibt´s nicht nur ein Werk wo alles produziert wird. War schlecht von mir ausgedrückt. Worauf ich hinaus wollte war, daß die Billigserien der Markenhersteller meinem Eindruck nach nicht wirklich besser sind als die Hausmarken der großen Musikhäuser. Und ich halte es nicht für unwahrscheinlich, daß eben auch Millenium oder Fame-Zeug u.U. aus dem gleichen Werk kommen kann, wo halt auch die Sachen von Sonor und Co. vom Band laufen.

    Hi Erik S,


    ist zwar schon ein paar Tage her, aber vielleicht könntest Du mal sagen, was genau Du bei Ebay gekauft hast (da gibt´s ja tausende verschiedene Sachen). Ich bin nämlich auch gerade dabei zu überlegen, ob ich für mein DIY-Edrum-Projekt echte Billigbecken umrüste.


    Danke!

    Also ich habe mir für meinen E-Drum Umbau ein gebrauchtes Millenium-Billigset besorgt daß ich gerade umbaue, und ich muß sagen, auch wenn die Verarbeitung der Kessel nicht gerade der Brüller ist, so schrottig ist das Teil nun auch nicht. Klar wäre das kein Set was ich für´s Studio oder für ´ne Tour nehmen würde, aber einmal im Proberaum aufgebaut wüßte ich nicht warum das nicht halten sollte. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht daß die Einstiegersets von Sonor etc. wirklich besser verarbeitet sind, nachdem ich mir da mal so 2-3 im Musikladen angeschaut hatte (vermutlich kommen die Sachen eh vom gleichen Fernost-Hersteller).
    Und klangmäßig, nun ja, der Vorbesitzer hatte Powerstrokes auf Toms und BD gezogen, und damit war der Sound schon brauchbar. Neue Felle muß man IMO eh einrechnen, welcher Hersteller packt denn auf seine Billigserien schon wirklich gute Markenfelle?


    Und was die Hardware angeht, ich habe ´nen Becken- und Snareständer von Thomann, die haben durchaus auch schon einige Gigs völlig problemlos überstanden, da wackelt nix und da fällt auch nix auseinander. Auch hier natürlich, für intensives, regelmäßiges touren würde ich auch was besseres empfehlen, aber brauchbar für "kleine bis mittlere Belastung" ist das Zeug IMO schon.


    Von daher, zumindest wenn es schnell gehen muß, das Budget knapp ist und der Gebrauchtmarkt in dem Preisbereich gerade nix her gibt denke ich schon, daß so ein Millenium-Teil für den Zweck ausreichend ist. Für etwas mehr Geld gibt´s bei Musicstore sogar Sets mit Maple-Kesseln, was so weit ich gehört habe schon recht gut klingen soll. Auch über die Magnum-Sets von Musik Produktiv habe ich schon positives gehört.

    Wenn´s auch helles Holz sein darf, Music Store hat so eine Maple-Serie in Naturfinisch, da kann man die Toms auch einzeln kaufen.


    Alternativ, geh zu einem der Custom-Drum Bauer wie ST-Drums, und lass Dir einen Kessel nach Deinen Wünschen anfertigen. Die haben riesige Auswahl an verschiedenen Kesselsorten, und da kannst Du auch gleich die entsp. Größe aussuchen. Ich glaube nicht mal daß das so teuer werden würde.

    Ich kann mich den schon genannten Tipps nur anschließen. Ein wenig Tuning der Raumakustik ist eine der besten Investition die man tätigen kann. Habe das selber in meinen Musikzimmer vor einiger Zeit mal gemacht, und der Unterschied ist wirklich riesig. Und da würde ich auch auf jeden Fall die DIY-Schiene wählen, weil das fertige Zeug was man kaufen kann doch extrem teuer ist. Was man mit ein paar Rollen Glas- bzw. Steinwolle, ein paar Holzleisten aus dem Baumarkt und etwas Leinenstoff von Ikea schon zaubern kann ist erstaunlich. Man muß sich wirklich nur vorher informieren was wie Sinn macht. Viele Leute dämpfen halt einfach wild drauf los, was eben dazu führt daß der Raum dumpf, tot und wummerig klingt, dabei ist die Mischung aus Absorption und Reflexion der springende Punkt.


    Was mir damals riesig geholfen hat war folgendes Forum: http://www.johnlsayers.com/phpBB2/index.php Das ist sowas wie das Drummerforum hier, sehr viele nette Leute und hilfreiche Tipps und Tricks, nur halt für den Bereich Studio/Akutstik-DIY. Dauert ein paar Tage sich da durch zu stöbern, aber danach weiß man schon ziemlich gut wohin der Weg gehen sollte.

    Tolle Idee. Erfordert sicher etwas Disziplin von den Usern hier, aber mal eine Testphase wäre es Wert. Wenn man wirklich konsequent auf alle "ist das ein gutes Angebot"-Fragen und ganz offensichtliche Werbegangs Marke "Profischlagzeug bei einer 199€ inc. Becken-Neuwahre", wo jeder selbst so schlau sein sollte zu erkennen daß das nicht wirklich sein kann verzichtet bzw. diese ignoriert oder gelöscht werden, sondern sich wirklich nur auf echte Problemfälle beschränkt, dürfte sich der Umfang auch in Grenzen halten.
    Ich denke auch nicht daß nur die Experten den Ganzen Tag Ebay "überwachen" müssen. Da kann doch jeder seine Teil zu beitragen, wenn einen etwas spanisch vorkommt, kurze Nachricht mit Beschreibung, warum man das Angebot für verdächtig hält, und wenn einer der Experten Zeit hat schaut er sich es an, wenn nicht, dann halt nicht.


    Ob es da rechtliche Probleme gibt kann ich nicht sagen. Meinen Rechtsverständnis nach dürfte es eigentlich kein Problem sein wenn Personen ihre persönliche Meinung zu einen öffentlich bei Ebay angebotenen Produkt sagen. Das ist ja hier keine Rechtsberatung oder sowas. Man sollte sicher darauf verzichten jemand explizit als Betrüger etc. zu bezeichnen, aber bspw. zu sagen "die Lugs sehen ganz eindeutig nicht nach 70er Gretsch aus sondern nach 2005 China-Massenwahre" wüßte ich nicht warum man da Ärger bekommen könnte. Leider ist mein Rechtsverständnis nicht immer Deckungsgleich mit dem was der Gesetzgeber sich so ausdenkt.

    OK, 4 Schrauben sind wirklich extrem wenig.


    Und wenn Du´s doch mit einer Tom versuchst, und die dann beim lokalen Schreiner direkt unter den Spannböcken kürzen läßt? Wenn man hier mal so die DIY-Threads ließt scheint das für einen Profi keine große Sache zu sein und auch nicht viel zu kosten (ich meine ich hätte hier irgendwo gelesen daß jemand das für ´nen 5er gemacht bekommen hat).

    Als Veranstalter würde ich Amok laufen, teure Band gebucht und alle besoffen, einer spielt sogar nicht mal.
    Geht mal überhaupt gar nicht, sowas. Aber das werden die bestimmt mittlerweile auch wissen.


    Na ja gut, waren - vermute ich jetzt mal einfach - halt auch ´ne andere Szene und andere Zeiten als Du es Dir jetzt vielleicht vorstellst. Das war irgend eine Show in so ´nem Hinterhof-Punker und Autonomenclub. Ich meine klar, so eine Nummer war selbst für den Laden wohl außergewöhnlich, aber grundsätzlich ging´s da eh um "Hauptsache laut, Pogo und saufen", da passte der Typ eigentlich sogar ganz gut rein. Und "teuer" waren wir damals auch nicht. Bei solchen Läden konnte man froh sein wenn man sein Spritgeld raus bekommen hatte. Allerdings meine ich, da die Band den Bassmann tatsächlich kurze Zeit später ausgetauscht hat, weil´s mit ihm gar nicht mehr ging. All zu lange hat´s die glaube ich auch nicht gegeben.

    So, dann mal ein kleiner Zwischenbericht. Ich habe jetzt angefangen meine Einkaufsliste abzuarbeiten. Habe in der Bucht recht günstig ein gebrauchtes Thomann-Set aufgetrieben, das auch zufällig noch genau meine Wunschgrößen hatte, also 12"+14" Tom (das ist nicht zu groß, aber kommt meinen A-Sets mit 14"+18" bzw. 13"+16" zumindest halbwegs nah) plus eine 16"er Standtom und eine BD, wobei ich dann die 16"er Tom zur BD umrüsten werde und dafür hoffentlich die entsp. Teile von der BD nutzen kann. Zudem ist noch einiges an Hardware dabei, so daß ich da auch schon mal einiges nicht mehr extra einkaufen muß. Damit bin ich schon mal grob 100€ unter meiner ursprünglichen Rechnungen. Als nächstes steht jetzt das Material für die Trigger an, und ich denke ich gehe dann doch gleich auf die "gut und sicher"-Lösung und statte wirklich alle Trommeln mit der Handelsbuden-Variante aus. Reicht für die 16er-BD dann wohl noch der 16er-Tom Umbausatz?


    Was das Modul angeht, so haben mich die positiven Kommentare zum Alesis I/O dann doch ganz positiv gestimmt, daß ich auch mit dieser günstigen Lösung klar kommen werde. Ich schaue zwar noch ein paar Tage, ob ich vielleicht irgendwo gebraucht noch ein Schnäppchen machen kann und vielleicht doch was von Roland erwische, aber allgemein ist die Zeit der Schnäppchen ja so gut wie vorbei, zumindest bei Ebay geht fast nix mehr wo man wirklich sagen könnte, daß man da wirklich ein Schnäppchen gemacht hat, dafür sind zu viele Leute unterwegs die auch wissen was die Sachen Wert sind. Dann werde ich einfach das Alesis ordern. Zur Not kann ich ja immer noch das 2-Wochen Rückgaberecht nutzen, wenn es wieder erwarten bei mir doch so gar nicht klappen sollte.


    Unschlüssig bin ich mir noch bei den Becken und der HH. Eigentlich dachte ich ja, mir die Thomann-Becken zu kaufen, aber nach und nach überlege ich, ob ich da nicht auch auf die DIY-Schiene gehen sollte. So schwierig klingt das alles auch nicht wenn ich mit hier so die Berichte durchlese, zumal ich auf eine Choke-Funktion nicht wirklich angewiesen bin. Kostenmäßig wird das zwar gar nicht so viel ausmachen, so teuer sind die Thomann-Teile ja nicht, aber irgendwie würde es mich schon reizen zu sagen, es ist komplett DIY. Zudem denke ich daß das Spielgefühl auf echten (gedämpften) Becken vermutlich auch noch ´nen Stück realistischer sein dürfte. Vielleicht kann da ja noch mal jemand was zu sagen.


    Bei der HH überlege ich inzw. nach weiterer Recherche, ob ich nicht auch da etwas selber bauen sollte. Entweder die FD-8 Konversion, also das FD 8 an einen echte HH-Maschine montieren, oder gleich eine kompletter Eigenbau, wie es ja auch einige Anleitungen hier oder auch im vdrums.com-Forum gibt, mit Poti oder Drucksensor. Da müßte ich dann mal schauen ob ich einen Kollegen motivieren kann, mir bei der Elektronik ggf. ein wenig zu helfen.


    Wenn´s an den Umbau geht, werde ich auf jeden Fall auch mal ein paar Photos machen und einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben. Tipps und Kommentare sind natürlich auch weiterhin gerne gesehen.

    Bei lustigen Anekdoten aus der "alten Zeit" fällt mir gerade noch eine Geschichte ein. Ich stehe im Publikum und schaue mir die Band an mit der wir an dem Abend zusammen gespielt haben. Der Bassist geht mitten im 2. Song plötzlich von der Bühne (der Rest spielte einfach weiter), zum Tresen, orderte sich ein Bier (nicht das erste an dem Tag), und steht dann plötzlich neben mir und lallt mir in´s Ohr "hey, datt is aber ma ´ne geile Band die da gerade spielt"... :wacko:


    Hat dann auch noch mal 2 Songs gedauert bis ich ihm erklären konnte, daß er da eigentlich gerade oben stehen müßte... :D

    Ganz grundsätzlich ist es sicher gut, sich schon früh mit dem Stimmen auseinander zu setzen. Hatte ich selbst viele Jahre komplett vernachlässigt. Und für mich - das mag aber für jeden anders sein - ist es schon ein großer Unterschied ob man etwas von einem echten Menschen gezeigt bekommt und auch fragen stellen kann, oder ob man nur "passiv" über schriftliche Anleitungen (selbst wenn sie noch so gut gemacht sind) oder Videos lernt. Irgendwann hat mit mal ein Profi ´ne Stunde lang ein paar Sachen gezeigt und erklärt, und da hatte ich dann doch so das ein oder andere Aha-Erlebnis, obwohl ich die Sachen vorher in der Theorie eigentlich schon wußte.


    Ob es dann so ein Workshop sein muß, muß jeder für sich entscheiden. Ist eine Geldfrage, und auch eine Frage der Alternativen. Ein guter Schlagzeuglehrer bspw. sollte einem Anfänger schon erklären können wie man ordentlich stimmt. Nimmt man also sowieso Unterricht, würde es wohl auch reichen mal an 2-3 Unterrichtstagen etwas Zeit für das Thema einzuplanen. Hätte auch den Vorteil daß der Lehrer dann konkret auf Dich eingehen kann und nicht ein Level bieten muß, was vom absoluten Anfänger bis langjährigem Semiprofi alles abdeckt. Aber wenn man es sich leisten kann und Interesse hat, schaden tut so ein Workshop ganz sicher nicht, und es bleibt sa evtl. auch was hängen, was man dann erst einige Zeit später wirklich versteht und nutzen kann.

    das halte ich für ein gerücht... schonmal im nüchternen kopf die genialen kreativen auswüchse revue passieren lassen? :D


    Na ja, die Aussage ist pauschal sicher nicht richtig - ich bspw. werde von dem Zeug immer nur tierisch Müde und kann mich nicht mehr konzentrieren - aber er redet ja explizit von sich selber. Aber natürlich versetzt einen Gras in einen etwas anderen Bewustseinszustand, und je nach dem wie da die jeweilige Person individuell drauf reagiert, kann da auch was sehr kreatives raus kommen, was einem im klaren Kopf so nicht eingefallen wäre, bzw. wo man mit einem "nüchtern-analytischen" Blick die Idee vielleicht nicht weiter verfolgt hätte weil sie einem im ersten Moment zu schräg vorgekommen ist, nach dem Motto "ne, so kann das nicht klappen". Und hinterher stellt man dann fest "wow, das ist ja cool geworden".


    Dafür gibt´s nun wirklich zu viele großartige Platten gerade aus den 60s und 70s die ohne die in oder andere Tüte vermutlich nie so geworden wären - was einige von den Musikern ja auch selber zugegeben haben. Ich bin jedenfalls durchaus dankbar daß die Beatles irgendwann angefangen haben mit "Tee" zu experimentieren. ;)


    Natürlich sind die guten Platten dann normalerweise auch von Leuten, die eh schon gute, kreative Musiker waren. Daher denke ich muß man hier klar trennen. Sicher wäre es fatal wenn man sagt "ich muß mich jetzt zukiffen, damit ich kreativ sein kann", das Talent fliegt einem sicher nicht einfach so zu, nur weil man was raucht, aber es kann schon einen gewissen, auch positiven Einfluss nehmen.


    Zur Klarstellung, damit will ich nix verharmlosen, bei Drogen geht´s ja immer mehr als nur um Kreativität. Das Zeug ist nicht ungefährlich, selbst Gras und Dope sind durch die ganzen neuen Züchtungen mit dem zigfach angereicherten THC-Gehalt wesentlich heftiger und gefährlicher als noch in den 70er, 80er, wo 1-2 Züge an ´nem Joint fast gar keinen Effekt hatten. Ich kenne auch einen alten Schulkollegen der sich nur mit dem "harmlosen" Kiffen selber in die Geschlossene gebracht hat. Andererseits kenne ich auch genug Leute die seit Jahre gut klar kommen, absolut fit und leistungsfähg sind. Von daher, letztlich muß jeder Erwachsene IMO selber wissen, was er sich zumutet, was er bereit ist für Risiken einzugehen, wie gut er sich selber kennt und wie gut er mit was klar kommt.

    Mit steigendem Alkoholpegel durchlaufe ich beim Spielen mehrere Phasen:


    1. Alles wie gehabt. Es macht Spaß.
    2. Ich spiele noch lockerer und merke, dass es groovt. Es macht Spaß.
    3. Ab hier trennen sich Selbstwahrnehmung und Realität: Ich habe das Gefühl zu grooven wie Sau und extrem gut zu sein. Tatsächlich fange ich an, die Musik kaputt zu knüppeln. Mir macht es Spaß.
    4. Ab hier wird es wirklich unangenehm: Ich spiele nicht nur schlecht, sondern merke es auch. Was in meinem Kopf theoretisch funktioniert, bekomme ich einfach nicht mehr umgesetzt, weil die Hirn-Extremintäten-Koordination gehörig nachlässt. Es ist ein Scheiß-Gefühl zu merken, dass man mit dem Tempo nicht mehr nach kommt und das Timing ständig verhaut. Es macht definitiv keinen Spaß mehr.
    5. Ab hier ist es auch egal.


    Perfekt zusammen gefasst... :thumbup:

    Das mit der Latenz kann ich kaum einschätzen. Ich kenne es vom Midikeyboard, da habe ich für mich mal festgestellt daß ich so bis 13-15 ms ganz gut klar kommen, aber bei Drums mag das noch etwas kritischer sein, weil man da ja doch ein wesentlich direkteres Feedback hat.


    Wäre es eine Möglichkeit den Rimtrigger an einen komplett separaten Eingang zu hängen, den ich bei meinem voraussichtlichen Setup noch übrig hätte, sprich statt beide Piezos an eine Stereobuchse zu löten auf 2x Mono zu gehen, oder ist das zu kurz gedacht?


    Puh, schwere Entscheidung. Muß ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen, auch was die Sensibilität angeht. Bin eh nicht der super-filigrane Drummer, von daher würde es bei mir vermutlich eh nicht so kritisch werden, andererseits - was nicht ist kann ja noch werden. Tendiere nach Deinen Worten inzw. eher schon zum TD3, zumindest wenn´s bis zu Entscheidungsfindung noch bei Drum-Tec zu bekommen ist und es "nur" um 100€ geht.


    Grüße,
    Thomas

    Man könnte jetzt auf diverse Drummer wie Bonham oder Moon verweisen, die bis zu ihrem Tod trotz exzessivem Alkohol- und Drugengenuss sicher nicht schlecht gespielt haben (wenn sie nicht gerade mal ohnmächtig umgekippt sind :D). Auch in Jazzerkreisen waren wohl reichlich illegalen Muntermacher im Spiel, und auch da würde ich jetzt nicht sagen daß man das alten Aufnahmen anhört.


    Aber klar, deshalb kann man nicht sagen "alles OK", daß ist natürlich zu kurz gegriffen. Klar wirken sich Drogen und Alkohol letztlich immer negativ auf den körperlichen Zustand aus, und damit indirekt wohl auch auf´s Schlagzeugspiel, was ja ´ne Tätigkeit ist die sowohl Kraft als auch Feinmotorik benötigt. Ich denke wie bei so vielen Dingen im Leben macht´s die Menge aus. Wenn man grundsätzlich fit und gesund ist muß man sicher nicht sofort komplett Abstinent werden. Und wo da jeder seien Grenzen hat und zieht ist wohl Ansichtssache. Ein paar Bier bei den Proben bzw. vor- und bei Gigs haben mich nie wirklich ausgebremst. Nach ein paar Negativerfahrungen am Anfang, als ich´s übertrieben hatte, habe ich da für mich die richtige Mischung gefunden gehabt, wieviel geht und ab wo es zu viel ist. Also richtig feiern erst wenn das Konzert vorbei ist, aber komplett nüchtern muß auch nicht sein. Im Gegenteil werde ich mit 1-2 Bier doch etwas lockerer und unverkrampfter.
    Drogen ist noch mal was anderes, da regaieren die Menschen wohl noch individueller, und vor allem hat ja jede Droge auch ganz andere Wirkungsweisen. Ich habe als Jugendlicher ein paar Sachen ausprobiert, aber das ist so gar nicht meine Welt. Irgendwie hat mir das alles nicht wirklich was gegeben.


    Kleine lustige Anekdote am Rande. Habe mal auf ´nem Festival gespielt, da war am Tag vorher Reaggae-Tag, und der Veranstalter meinte, das gab´s eine Band die ewig für den Soundcheck gebraucht hat, weil die sich mit abwechselnd Gras und Koks exakt in´s richtige Feeling "einpegeln" mußten. Das war wohl wirklich mehrmals hin und her, mal zu relaxed, dann wieder zu hochgepuscht, und immer wurde entsp. gegengesteuert, bis alles passte... :D

    Eigentlich deckt sich die Empfehlung schon mit meiner Einstellung, es besser gleich richtig zu machen als ´nen faulen Kompromiss, wo man dann nach kurzer Zeit eh nachrüstet und dann mehr Geld ausgegeben hat als wenn man es gleich richtig gemacht hätte.


    Ggf. eine 16er Standtom zur BD umzubauen, die Idee hatte ich (bzw. habe ich mir hier im Forum schon angeeignet) ja auch schon. Das dürfte preislich auch keine Nachteile mit sich bringen, im Gegenteil dürften A-Sets in Standardgrößen nicht mehr kosten als das Practiceset von Fame, und da ich eh nur ein 4-Piece-Setup brauche würde mir die Tom auch nicht fehlen. Dazu das bessere Triggerverhalten bei kleinerer Größe und die günstigeren Felle, komme ich vermutlich sogar billiger weg.


    Aber vielleicht wirklich noch mal 1-2 Verständnisfragen zu den Triggern. Wie gesagt, ich habe schon mitbekommen daß die Einbausysteme der Handelsbude für den (halb)-DIY Bereich ganz weit vorne liegen - daher war das ja auch meine Wahl für die Snare. Aber wie sind denn da die Unterschiede in der Praxis verglichen mit einem ordentlich ausgeführten kompletten DIY Eigenbau mit einer einfachen Mittelschiene und Piezo/Cushion, unter dem Gesichtspunkt daß mir (für mein Spiel) bei Toms (und BD ja sowieso) Mono, sprich kein Rim-Trigger, absolut ausreichend vorkommt und Positional Sensing für mich mangels entsp. Modul eh nicht ausschlaggebend ist - und mir dieses Detail vermutlich auch nicht so wichtig wäre, solange insg. das Spielgefühl und das Triggerverhalten gut ist (bei PS geht´s doch eher AFAIK um das letzte Quäntchen an Realismus bei der Sounderzeugung, denn was das Spielgefühl angeht).
    Will sagen, ich hätte doch in beiden Varianten - Handeslbude oder DIY - das gleiche Schlagfell, und der Trigger würde (saubere Arbeit/Justierung beim DIY vorausgesetzt) letztlich auch gleich positioniert sein, und von daher dürften sich Spielgefühl und auch Triggerfähigkeit kaum verändern. Also das jetzt nicht als Feststellung, sondern nur als meine Vermutung. Gibt´s da denn trotzdem größere Nachteile die ich jetzt übersehe?


    Sonst würde ich eher etwas mehr Geld in die Hand nehmen um direkt bei der HH eine bessere Lösung anstreben, denn da ist vermutlich das größte Steigerungspotential zwischen der Variante mit Controllerpedal und Pad, verglichen mit einer Lösung die auf einer richtigen HH-Maschine basiert. Zumal ich da vor den diveresn DIY-Varianten auch ziemlich zurück schrecke. Wie gesagt, Elektronik ist nicht so meine Welt, und dann anzufangen irgendwelche Potis oder optische Sensoren zusammen zu löten traue ich mir nicht zu. Also geht´s bei der HH wohl nur über kommerzielle Produkte.