In diesem Falle gilt für mich: Der Zweck heiligt die Mittel. Abseits der Diskussion, aus welchen Gründen die Stars dort auftreten und ob sie nun eine Tüte Designerklamotten für 12.000 € (Spiegel online) kriegen oder nicht: Das Thema steht jetzt zumindest mal auf der Agenda und ich hoffe, es verschwindet nicht sang- und klanglos, ohne Wirkung zu hinterlassen. Deshalb: Dank & Respekt an den Heiligen Bob. Chappeau!
Die Auftritte der Stars & Sternchen waren - wie nicht anders zu erwarten - von recht unterschiedlicher Qualität. Was mich immer wieder erstaunt, sind die miserablen Gesangsleistungen einiger Top Acts:
Ich hab natürlich nicht alles gesehen, aber gesanglich richtig überzeugt haben mich nur Joss Stone und Stevie Wonder (über die Performance von JS kann man geteilter Meinung sein, aber das Mädel ist noch nicht mal 20. Und singen kann sie wirklich).
Absolute Ausfälle waren leider Chris Cornell (Audioslave), Aha, Pet Shop Boys, Motley Crue.
Gut fand ich Pink Floyd! Das hätte ich der Altherren-Truppe nicht zugetraut. Dave Gilmour war der Bringer, mit der Axt & stimmlich. Roger Waters hätte zwar besser nicht gesungen und Nick Mason... Schwamm drüber. Aber egal, es hat mich trotzdem überzeugt.
Bei solchen Anlässen frag ich mich immer: Können viele der Stars wirklich nicht gescheit live singen, oder sind die äußeren Umstände dafür (mit-)verantwortlich? Enger Zeittplan, kein Soundcheck, schlechter Monitorsound, Probleme mit In ear-Monitoring etcpp. Was jedoch auffällt, ist, daß es einige immer bringen, z. B. Stevie Wonder oder George Michael und andere...
Was harte Arbeit bewirken kann, beweist Madonna. Sie hat zwar keine gute Stimme, ist aber hinsichtlich der Intonation besser als viele ihrer Kollegen.
So what. Es beruhigt auch a bisserl, wenn man sieht, daß es viele Große auch nicht besser können, als unsereins.
Keep On Groovin'
fwdrums