Beiträge von cameo

    Ergänzende Beobachtung:


    Alte, bereits ausgeleierte Felle haben auch mehr Punch (im Sinne dieses Threads) als neue. Die von Luddie beschriebene "Dehngrenze" beim Anschlag ist dann nämlich schneller erreicht. Wenn man sich an diesen Sound im Laufe der Zeit gewöhnt hat (z. B. auf tief gestimmten Floortoms) kann man beim Aufziehen neuer Felle auch mal negativ überrascht sein. "Irgendwie ist der Punch weg" denkt man sich, und bei gleicher Stimmung "singt die Trommel zuviel".

    Ich würde praktischerweise mal die Bassdrum umdrehen, die Stimmung der Felle "invertieren" und gucken ob du mit dem mehr an Obertönen aus dem Fyberskin als Schlagfell glücklich wirst. Noch zu wenig Obertöne? Dann doch mal Amba coated kaufen. Auch das PS3 als Reso muss nicht schlecht sein, es verkürzt halt das Sustain etwas. Sieht halt nicht amtlich aus, aber zum probieren: Why not?

    @peupel:
    So wie du probier ich da auch immer was, aber es ist halt ziemlich "random" ob da was musikalisches bei rauskommt. Von daher sind sicher ein paar Vorlagen nicht schlecht.
    Das DFT am Wochenende habe ich leider überhaupt nicht mitgeschnitten, nächstes mal bin ich aber dabei.

    Vergleichsweise selten anzutreffen sind ja Grooves, bei denen sowohl Hihat als auch Ride eine gleichbedeutende Rolle spielen. Also so wie beispielsweise bei Steve Gadd hier ab etwa 1:00.


    Ich würde von dieser Spezies mal gerne ein paar Exemplare sammeln, um aus diesem typischen "ich wechsle jetzt mit der rechten Hand von der Hihat aufs Ride und spiel da das gleiche wie vorher" wegzukommen.


    Von Billy Ward gab's da auch mal was hübsches, das find ich aber nimmer. Vielen Dank für die detektivische Mithilfe.


    Ich würde soweit gehen, zu sagen, dass die Empfindlichkeit mit wachsender Spielkompetenz abnimmt.
    Ein echter Haudegen spielt auf allem, ein Anfänger kann schon nicht mehr, wenn eine Fliege drauf gekackt hat.

    Kann ich unterschreiben. Was habe ich früher alles für Sorten Sticks ausprobiert, weil ich dachte, Modell XY rebounded bestimmt besser und spielt sich viel leichter, weil weniger kopflastig usw. usf.... Irgendwann hat man alles mal in der Hand gehabt, sich an alles gewöhnt, und dann ist's wurscht, weil man alles soweit internalisiert hat, dass man nichts mehr merkt.
    Aber ich merke auch: Mit den Füßen bin ich noch nicht so weit. Wenn ich da Einstellungen verändere, verbessert / verschlechtert sich mein Spiel deutlich. Aber es gibt Hoffnung, wenn ich meinen Händen glauben schenken darf.

    Ich stimme mein 12er Tom so, dass dieser eine lang ausklingende Oberton, der entsteht, wenn man die Trommel ziemlich nah am Rand anschlägt, auf c landet. Reso ebenso. Der "Grundton" (im Sinne von tiefster Teilton) der Trommel landet dann etwa bei Eb.


    Dann ist das 12er etwa so hoch gepitched wie ein 10er in normaler Popjazzrock-Stimmung wäre.


    Fürs 14er gibt es glaube ich zwei Philosophien:
    a) Ne Quart unter dem 12er, dann ist es vom Timbre genau so drahtig, verströmt aber nicht die Aura eines Standtoms, oder
    b) deutlich tiefer (gr. Sexte / kl. Sept zum 12er), dann hat man als Kontrast was Wummsiges.


    Hope that helps.
    Gruß,
    Cameo

    Zitat

    Ich werde mich wohl zunächst daran machen, den Vorhanh in meinem Rücken gegen einen dickeren zu tauschen und ein bisschen gewellt aufhängen. vor Das Bücherregal kommt dann evtl eine Stoffbahn dich ich oben einhänge wenn ich spiele.

    Schön dick und bezahlbar: Bühnenmolton mit 300 Gramm/m². Z. B. https://www.stoffkontor.eu/-Mo…chwarz/a-12/?ReferrerID=7


    Die Bässe nimmt sowas nicht weg. Dass man die Bassdrum womöglich trotzdem schlechter hört liegt an den fehlenden Reflektionen des Schlegelaufschlag-Geräuschs. Auch Snares werden beachtlich dumpfer, weil weniger Teppichrascheln reflektiert wird.

    Vergiss Noppenschaum! Es sei denn du hast Connections da RICHTIG billig dran zu kommen.


    Wenn dich wirklich nur die Höhen stören hilft ein Vorhang aus dickem Molton. Der darf gerne faltig vor die Wand oder auch mitten durch den Raum laufen. Vorhang zur Seite ziehen = Gästezimmer-Modus. Fertig.
    Für mehr Erfolg bei mittleren Frequenzen: Selbstbau Absorber-Elemente / Stellwände / Regale. Z. B. Gefüllt mit Mineralwolle (billig) oder Homatherm Holzflex (ökologisch). Kann man dann wieder mit Molton oder Nesseltuch bespannen.
    Über Bässe reden wir lieber nicht. Da gehts dann los mit Raumecken dämmen, stehende Wellen absorbieren, Plattenschwinger bauen usw. usw... Wäre wohl mit Kanonen auf Spatzen geschossen.


    Falls du Regale hast, aber nicht genug Bücher:
    http://www.logicuser.de/forum/…&hilit=dope+traps#p367177


    Gruß,
    cameo

    Zitat

    cameo, da ist nichts gemessen ... in die rohen kessel hat irgendjemand einen ton reingestempelt, der nach anschlagen des kessels zu vernehmen sei.

    Mit dem Ohr eine Tonhöhe zuordnen fällt bei mir unter "messen". Muss ja nicht mit Oszillograph sein.


    Zitat

    Ich denke mit mehr Masse (Hardware und Felle) klingt der Kessel dann tendentiell höher als gestempelt.

    Das Gegenteil ist richtig, jedenfalls was die Hardware betrifft. Der Einfluss derselben ist übrigens ziemlich groß, wie ich selber feststellen durfte. Ich hatte mal bei einer Säuberungsaktion sämtliche Hardware von meinen Sonor-Phonic-Kesseln abmontiert: Ein 13er mit Böckchen klingt in etwa wie ein 14er ohne. Nackt wandert das 13er dann fast eine kleine Terz nach oben. Ich nehme an, dass der Effekt bei dünnen Kesseln noch stärker ausgeprägt ist, da sie weniger Masse mitbringen und sich durch das Gewicht der Hardware umso mehr "umstimmen" lassen.


    Vielleicht hat DW ja irgendwann damit begonnen, die Kesseltöne doch MIT Hardware zu bestimmen. Wäre sinniger und würde erklären, warum ein und dasselbe (baugleiche) 12er Tom auf einmal eine Quarte (oder gar eine Quinte!?) nach oben oder unten rutscht. Ansonsten würde mich die Serienstreuung erschrecken.

    Ich hege meine Zweifel, ob es sich bei den bis jetzt gelisteten Kesseln tatsächlich um BAUGLEICHE Exemplare handelt. Das z. B. ein 12er-Tom einmal auf E und einmal auf A zu liegen kommt, halte ich eigentlich für ausgeschlossen. Es sei denn, einmal ist's ein 6mm VLT und einmal ein 8mm-"Normal"-Kessel oder so. Oder einmal ist mit Hardware und einmal ohne gemessen. Irgendetwas kann da so nicht stimmen.

    die kiste vom lang klingt gut auf diesem video.
    da hört man sehr schön, daß kleine trommeln in natura auch klein klingen.
    das set steht auf ner wiese und da verfliegt der klang recht rasch. das kann nicht "fett" klingen.
    die bassdrums liefern aber gut bass ab.

    Man muss der Fairness halber aber sagen, dass der gute Klang der Bass und der bescheidene der Toms hier vor allem mit der Ausrichtung der Trommeln zu tun haben. Auf der freien Wiese verhalten sich diese annähernd wie ein reiner akustischer Dipol. D. h. es wird Schall gerichtet nach oben/unten (Toms) bzw. vorne/hinten (Bass) abgegeben. Wir hören von den Toms deshalb nichts, weil das Kamera-Mikro auf die Kesselwand und nicht aufs Fell starrt. Da reflektierende Wände gänzlich fehlen, ist der Effekt besonders ausgeprägt. Mit nem Overhead mikrofoniert ergäbe sich das umgekehrte Bild, trotz Wiese. Lösung: Toms wie früher hoch positionieren und steil wie ein Lenkrad anwinkeln.

    Ich glaube für den Anfang könnte es hilfreich sein, rechts Heel Down zu spielen. Macht die Körperbalance einfacher. Und man kann sämtliche Bewegungen auch mal wirklich langsam üben. Geht beim fallen lassen des Beins Heel Up ja eher schlecht.

    Zu den Ebony-Fellen kann ich leider auch nichts sagen. Aber zwischen Amba coated und clear fallen mir noch die angerauten Evans J1-Felle ein. War für mein Sonor Phonic DIE Lösung schlechthin, um den Sound etwas weicher/moderner zu bekommen als mit G1 oder Amba coated.


    Die G-Plus Felle sind vom Attack her sehr hart und "pöckig". Ich hatte auch hier die coated Variante probiert, clear könnte da angenehmer sein.


    Letztlich führt wohl kein Weg dran vorbei: Fürs 12er und 16er von jedem Fell ein Exemplar kaufen. Und dann probieren, probieren, probieren...