Stickhaltung und Drumming-Technique detailliert auf Video

  • Hallo liebe Drummer-Freunde,


    ich bin der totale Drummer-Newbie und wollte euch Profis mal etwas fragen, und zwar:


    ich habe mit Schlagzeug-Unterricht angefangen, allerdings habe ich leider noch kein eigenes Set bei mir zuhause. Möchte mir später gerne ein E-Drum-Set (Roland TD-9K) holen. Bis dahin muss ich aber trotzdem fleissig zuhause üben. Was mir persönlich sehr wichtig ist: von Anfang an die richtige Technik erlernen, sprich: wie halte ich richtig die Sticks, die Handgelenkbewegungen, Fingertechnik, allgemeine Haltung und Spieltechnik. Im Internet habe ich viel gelesen, dass vor allem Anfänger mit Pads arbeiten sollten, da dort rausgehört werden kann, ob man mit beiden Händen gleich stark aufschlägt, und solche Sachen.
    Auch möchte ich vor dem Spiegel kritisch das ganze betrachten, um mir eine gute Technik anzugewöhnen, um locker und möglichst effizient zu spielen. Ich habe mir nun dieses Übungs-Pad gekauft ( HQ Percussion RF-12G Real Feel) , dass mir den Rebound liefern soll, wie bei einem echten Kessel.


    Ich habe hier im Forum schon etwas gesucht, und einige DVD-Videos wurden ja bereits diesbezüglich genannt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die auch für mich Anfänger geeignet wären. Daher meine Frage:


    kann mir jemand gute Tutorials, How-To, Videos, etc... empfehlen, die vor allem für Anfänger interessant sind. Am liebsten wäre mir natürlich wenn ich solche Videos frei im Internet betrachten könnte, anstatt mir zig DVDs zu kaufen.


    Ich freue mich auf eure Antworten und bedanke mich schon mal ganz herzlich im Voraus für eure freundliche Unterstützung.


    Viele Grüsse,
    Renegade.

  • Danke soweit, werd ich mir gleich mal anschauen. Ich hab ja 'nen Lehrer, es ist nur so: ich hab irgendwie das Gefühl, dass er nicht so sehr auf das eingeht. Klar, korrigiert er mich hin- und wieder ... aber er hat mir z.B. fest beigebracht, dass ich nach einem bestimmten Grip spielen soll, und alles andere ist Käse. Diese Ansicht kann ich jedoch nicht unbedingt teilen. Ich denke jede Technik sollte mal probiert werden, und das was einem am besten passt, dann halt verfeinern. Vielleicht irre ich mich ja auch... aber ich würde gerne etwas 'mehr' ausprobieren, um zu versuchen an meine richtige Technik heranzukommen.

  • er hat mir z.B. fest beigebracht, dass ich nach einem bestimmten Grip spielen soll, und alles andere ist Käse. Diese Ansicht kann ich jedoch nicht unbedingt teilen. Ich denke jede Technik sollte mal probiert werden


    Bei sowas geht mir der Hut hoch! X(


    1. Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Stock zu halten, die du als Anfänger nicht beurteilen kannst. Aufgabe des Lehrers ist es, eine davon auszusuchen, die ausbaufähig ist in Bezug auf weitere Techniken und die leicht erlernbar ist. Es dauert lange genug, einen Grip zu beherrschen. Mehrere auf einmal lernen wollen ist Blödsinn.


    2. Wenn du deinem Lehrer nicht vertrauen kannst, dass er ein funktionierendes Unterrichtskonzept hat, dann wechsel ihn. Wenn du bereit bist, auch nach S zu fahren, dann hast du eine riesige Auswahl an Lehrern.


    Mir drängt sich allerdings ein Verdacht auf und ich hoffe du bist mir nicht böse, wenn ich ihn äußere:
    Der von deinem Lehrer vorgeschlagene Grip funktioniert mangels Übung nicht und du möchtest dir lieber einen suchen, der auf Anhieb funktioniert.

    Le roi - c'est moi! :saint:

    Der Gesunde Meschenverstand liegt bei den Dinosauriern.

  • Hallo nochmal,


    es scheint hier ein Missverständnis zu geben: ich bin nicht unzufrieden mit meinem Lehrer, im Gegenteil. Ich möchte einfach noch zuhause für mich etwas selbst dazulernen und mich kritisch betrachten. Ich will einfach auch mal paar andere Grips probieren, um mir einfach meine Meinung zu bilden und meine Neugier zu befriedigen. Ich glaube kaum, dass so etwas schadet. Daher auch meine ursprüngliche Frage nach den Videos, wo so etwas genau veranschaulicht wird. Ich würde mich z.B. auch über Übungen freuen, damit ich dieses lockere Handgelenk-Gefühl besser draufkriege und solche Sachen.

  • Ich bin immer noch der Meinung, du solltest lieber die Dinge üben, die dein Lehrer dir zeigt.
    Und du solltest sie auf die Art und Weise üben, wie sie dir dein Lehrer zeigt.
    Wenn du unterfordert bist: Sprich mit deinem Lehrer.
    Als Anfänger verzettelt man sich leicht in den unzähligen Möglichkeiten.


    Da ein Blick über den Tellerrand nicht schadet (d.h. anschauen ja, üben erst in Absprache mit deinem Lehrer):
    drummerworld.com
    MeineRöhre und VicFirth wurden ja schon genannt, wobei es bei VF neben denen von Mark Wessels auch noch andere lohnenswerte Beiträge gibt, z.B. von Dom Famularo.
    Derrick Pope ist auch ein Mensch der gut erklären kann (suchen bei MeineRöhre).

    Le roi - c'est moi! :saint:

    Der Gesunde Meschenverstand liegt bei den Dinosauriern.

  • Bleib mal bei der "einen" Stockhaltung. Das dauert lange genug die richtig zu können.
    Ich habe gerade am Anfang meiner "Karriere" das geübt, was mir mein Lehrer vorgab. Zwischendurch hab ich immer wieder mal andere Sachen gemacht, aber das Hauptaugenmerk blieb bei dem was mir mein Lehrer auftrug - ist auch heute noch so.


    Auch nach 2 Jahren ist mein linkes Handgelenk nicht so locker wie das Rechte, aber es wird immer besser. Es dauert halt, und da hilft nur auf den Lehrer hören und üben, üben, üben. Auch Pausen sollten nicht vergessen werden - Sonntag ist bei mir Tag des Herren, da tu ich nix, auch nicht üben.


    Einer meiner Gitarristen sagt immer: Das wichtigste sind die 3 D´s: Disziplin, Disziplin, Disziplin! Und Recht hat er.


    Video´s können zwar helfen, aber richtig helfen kann nur das Gegenüber aus Fleisch und Blut. Der kann dir wirklich sagen ob du das richtig machst oder nicht und dich korrigieren. Also zu Hören, Geduld und Demut.


    stiegl

    Denk mal nach!


    Und, heute schon geübt? =)





    Meins

  • Hallo, ich nochmal. Also die Videos vom ResourceCenter auf der vicfirth.com von Marc Wessels sind ja oberklasse! GENAU so etwas habe ich gesucht. Wer noch mehr solche Quellen kennt, bitte her damit. Gerne auch auf deutsch, wobei auf englisch genausotut.

  • Hallo,


    in Sachen Technik gibt es ja verschiedene Varianten und Möglichkeiten.


    Der zentrale Aspekt dabei ist, das gewünschte Ziel zu erreichen. Herr Minnemann spielt eine völig andere Technik als Herr Lang, scheint aber auch zu funktionieren. 8)


    In Sachen Technikentwicklung für die Hände würde ich zu klassischer Snare-Technik raten. Die Übertragung ans Set und die Verteilung entwickelt sich aus dieser Basis fast automatisch.


    Das Übungprogramm braucht dabei keine komplizierten Pattern. Die Standard-Übungen mit Moving Accents und unterschiedlicher rhythmischer Verteilung sind ausreichend. Es dauert nur eben viele Monate bis eine gefällige Geschwindigkeit erreicht ist. Was man bei 60 bpm nicht spielen kann, wird bei 120 bpm nicht besser.


    Das HQ-Pad hat für meinen Geschmack etwas zuviel Rebound, kann man durch Auflegen eines alten Handtuchs ja einfach mal zwischendurch variieren.


    Gruß


    Frank

  • Hallo Renegade,


    freie Videoquellen im Netz habe ich nicht parat. Da würde ich Dir youtube oder ähnliches und die dortige Suchfunktion empfehlen.


    Auf DVD gibt es deutschsprachig:
    Jojo Mayer: Secret Weapons for the modern drummer (Sprachversion prüfen)
    Sascha Kaisler: Kreative Drum-Fills
    Thomas Lang: Ultimatives Schlagzeug


    Bei den beiden letztgenannten DVDs wird Handtechnik mehr als Bonus präsentiert. Letztlich gibt es dazu allerdings auch gar nicht soviel zu sagen. Eine gute Darstellung (in englisch) findest Du auch bei Joe Morello: Drum Method 1.


    Als Notenmaterial empfehle ich Dante Agostini: Technique Fondamentale Vol.2, S. 8 - 15 + S. 18
    Achte dabei besonders auf die unterschiedlichen Notenwerte, wenn Du Übungen miteinander kombinierst. Wenn man beispielsweise ein Achtel durch zwei Sechzentel ersetzt, dürfen die Akzente nicht wandern. Damit es gut klingt, solltest Du die leisen Schläge mit einer Höhe von 3 cm, die Akzente mit voller Wucht spielen. (1) Bei langsamem Spiel entwickelt sich die Technik quasi parallel, was allerdings auch für die Vermeidung von Verletzungen eingehalten werden sollte. Muskelkater ist OK, bei Gelenkschmerzen pausieren und die Abläufe nochmals prüfen. Nur bei entspannter Haltung ist Geschwindigkeit wirklich das Resultat guter Technik.
    Zeithorizont für eine saubere Technik ist min. ein Jahr, eher zwei.


    Wenn der Anfang gemacht ist und Du noch Geld übrig hast, kannst Du Dir noch ein BD-Pad (z.B. Pearl BD-10) und ein zweites Pedal anschaffen und parallel mit den Füßen Viertel oder Achtel spielen. Das fördert das interne Timing und sorgt für gutes "Alignment".


    Viel Erfolg


    Frank



    (1) Ja, man kann ein Moongel-Pad kaputthämmern. 8o

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