Lösung zur Vermeidung von teuren Modulen für "On a Cheap"-VSTi-e-Drummer

  • getestet und (zumindest mit der vorgeschalteten Flux-Freeware) für absolut tauglich befunden mit der "Drum-Tec series diabolo 13" x 5" Snare Drum":

    http://www.audiofront.net/dspTrigger.php

    Lösung zur Vermeidung von Doppeltriggern bei dem o.g. Pad und extrem harten Strokes:
    zur Pegelabsenkung habe ich noch einen latenzfreien Freeware-EQ (wo ich ein fettes Mittenloch erzeuge) vor dem fast latenzfreien (16 Samples) Transienten Designer ( http://www.fluxhome.com/products/freewares/bittersweet-v3 ) , den ich ganz nach recht auf die "Bitter"-Seite drehe. Dann hat sich das mit den Doppeltriggern bei monströsen Schlägen und einer Scantime von 3ms.

    Wahnsinnig geile Software für ca 36 Euro : Das Ergebnis dürfte so gut sein, wie ein Roland-Modul, auch was die Latenz anbelangt, denn mein Signal ist als Audio bei optimierten ASIO-Puffern schneller im Rechner als Midi über Modul. :thumbsup:
    Wer ein fettes Audio Interface mit vielen Eingängen hat, kann natürlich andere Pads reinjagen; wer nicht, kann immerhin seine Snare (bei der die Triggereigenschaften ja am meisten relevant sind) an seine evtl. minimale Stereo-Karte anschließen und den Rest mit Alesis Trigger IO bewerkstelligen (wenn er z.B. Meshheads mit billigen RedShot-Randtriggern oder Gummipads/Cymbal-Gummipads hat, funzt das IO noch ganz ok, nicht jedoch bei den Pro-Pads mit Mitten-Kegeltrigger und dem Anspruch auf filigrane Übersetzung)

    Bin mit dem Entwickler in Kontakt und er wills noch verbessern.
    Die Hihat-Controller-Lösung hat er auch für etwas über 40,- Euro:
    http://www.audiofront.net/MIDIExpression.php

    Man kann also für wenig Geld auf ein R-Modul verzichten. :) Supportet den lieben Entwickler Rob und seine Produkte (er hat's verdient!) ;)

  • Hallo @Martin6,


    danke für Deine Einschätzungen und Hinweise bezüglich dieser Software Trigger-Lösung. (War mir bereits bekannt) Der Knackpunkt wird aber wohl weiterhin das Problem den zahlreichen Audio-Inputs bleiben und dem HiHat Controller. Ein Audio-Interface jenseits der 16 kanaligen Inputs mit Mic Preamps wird IMHO nicht gerade preiswert ausfallen und kann an Komplexität zunehmen. Das sollte aber für ein vollständiges Setup inklusive einiger FX Percussion/Effekt Pads ganz schnell der Fall sein. Ich persönlich möchte auf eine echte HiHat Maschine im herkömmlichen Sinne nicht mehr verzichten wollen. Das bedeutet für mich, dass etwaige Fußcontroller Lösungen ohne eine richtige HiHat Maschine außen vor bleiben sollten.


    Ich werde diese Lösung aber trotzdem im Auge behalten wollen. Zumal bei meinem System mit verbautem RME HDSPe AIO Interface mittels ADAT Schnittstelle und dem Behringer Ultragain ADA8000 Pro8 Digital noch zusätzlich 8 analoge Ein/Ausgänge mit Mic Preamps zur Verfügung stehen werden. (Wenn es sein muss, sogar mit Phantom Power) Dieses Behringer Teil ist vergleichbar als ziemlich günstig zu betrachten und macht konsequent und zuverlässig was es tun soll. Zumindest würden diese Eingänge für meine beiden Snares, der Kick und den drei Toms dicke ausreichen. Schauen Wir mal....


    Übrigens: Seit etwa gut zwei Jahren scheint es hierzu kein Update mehr gegeben haben. Das ist jetzt nicht ganz so ein gutes Zeichen.


    Gruß


    Trommeltotti

  • Mir fällt leider noch ein gewichtiges Argument gegen diese Software Lösung ein:


    Bei mir soll es einmal konzeptionell so funktionieren, dass ich im Notfall und kurzfristig etwa auf der Bühne sofort auf eine herkömmliche (Not) Klanggenerierung eines Modulgerätes innerhalb von einer Sekunde auf die Andere "umswitchen" kann ohne den Computer und entsprechende Software nutzen zu müssen. Das wird man bis dahin aber wohl nur mit einem externen Drum To Midi Interface mit einem parallel vorhandenen DIN Norm Midi Port neben dem USB Out verwirklichen können welchen man zusätzlich mit einem herkömmlichen Modul Klangerzeuger verbinden wird. (Das MegaDrum Gerät kann das zum Beispiel)


    Gruß


    Trommeltotti

  • Das ist das erste Mal, dass ich eine echte Chance sehe, dass sich etwas auf dem E-Drum Markt tun könnte!
    Warum? Weil es eine Software-Lösung ist die auf vorhandene Hardware zurück greift. 2Box wäre meiner Meinung nach daran beinahe gescheitert und ist jetzt entsprechend limitiert. Sich noch um das HiHat-Problem zu kümmern sollte auch noch machbar sein.
    @trommeltotti: Du stellst gerade deine eigenen Anforderungen zu sehr in den Focus. Diese Anforderungen sind vermutlich bei 99% der Zielgruppe in dieser Form nicht vorhanden. Das Problem der Eingänge lässt sich durch die von dir genannten Hersteller RME und Behringer ganz locker mit 24 Eingängen lösen. Wenn das Ganze dann auch noch zu einhundert Prozent von der Seite der Elektronik ausfallsicher sein soll stelle dir einfach ein zweites System (Rechner mit Soundkarte und AD-Wandler) hin und gut ist. Das muss dann nur noch umgestöpselt werden.
    Ich denke wirklich, dass die Softwarelösung mit marktüblicher Hardware der Weg ist!

  • Hilf mir mal bitte jemand auf die Sprünge:


    - Ich hab ein Rme Digiface mit derzeit 16 Spuren.
    - ebenso viele Mikrofone.
    - Steven Slate Drums hab ich auch.
    - Trigger hab ich allerdings keine
    - Ebenso keine Pads
    - Würde aber gerne mal auf SSD zurück greifen, möglichst mit den Mitteln die ich nun habe


    Kann ich nun das Mikrofonsignal damit in Midi umwandeln und damit SSD ansteuern? Und wenn ja; wo liegt da der Unterschied zu bisherigen Lösungen wie z.B. Drumagog?

  • Hilf mir mal bitte jemand auf die Sprünge: ... Kann ich nun das Mikrofonsignal damit in Midi umwandeln und damit SSD ansteuern? Und wenn ja; wo liegt da der Unterschied zu bisherigen Lösungen wie z.B. Drumagog?

    Der Fokus liegt hier auf Triggersettings und Triggereigenschaften von Pads (eben auch Meshhead-(Pro) Pads funzen fabelhaft, die sonst meist nur an Roland-Modulen adäquat funzen). Selbstredend kann man auch Mic-Signal ins Audio-Interface einspeisen, wofür es ja eigenlich gedacht ist. Die Triggersignale sind ja dagegen ganz schön krumme Audios mit Extrem-Pegel... ;)

    @ Totti: vielleicht tut diese ständermontierte VH-bla Hihat ja ebenfalls mit dem "Midi Expression"-Tool, da ist doch auch ein Ctrl-Ausgang dran oder?

    ... Der Knackpunkt wird aber wohl weiterhin das Problem den zahlreichen Audio-Inputs bleiben und dem HiHat Controller. Ein Audio-Interface jenseits der 16 kanaligen Inputs mit Mic Preamps wird IMHO nicht gerade preiswert ausfallen und kann an Komplexität zunehmen. Das sollte aber für ein vollständiges Setup inklusive einiger FX Percussion/Effekt Pads ganz schnell der Fall sein.
    ...
    Übrigens: Seit etwa gut zwei Jahren scheint es hierzu kein Update mehr gegeben haben. Das ist jetzt nicht ganz so ein gutes Zeichen.

    Deswegen sage ich ja, Zusammenarbeit mit dem unsäglichen Alesis Trigger IO - Katastrophenteil. Für Beckenpads und billige RedShots reichts aus und nicht jeder braucht/will auf seinen Toms oder auf der Kick 'ne mords Dynamik.

    Der gute Rob will nun auf meine Anregung hin das Ding aus der Ecke holen, mal kräftig über den Code blasen und wenn der Staub runter ist, kucken was da noch geht. So hat er es mir jedenfalls gesagt :D

    Einmal editiert, zuletzt von Martin6 ()

  • Ich denke wirklich, dass die Softwarelösung mit marktüblicher Hardware der Weg ist!


    Das ist sicherlich der richtige Ansatz. Ich rede schon seit vielen Jahren davon, dass man ab einem bestimmten Leistungsniveau bei E-Drums nicht mehr um zeitgemäße Computertechnologien herum kommen wird. Alles andere ist ab einer gewissen Investitionssumme und dem gleichzeitigen Versprechen seitens des Herstellers wirklich professionelle Werkzeuge anbieten zu können schlichtweg als unseriös zu betrachten. Was im diesem speziellen Segment leider häufig genug der Fall zu sein scheint.


    Ich bleibe allerdings dabei: Abseits der Freizeit/Home Bedürfnisse wird ein entsprechendes Setup ganz schnell eine gewisse Vielfalt an unterschiedlichen Instrumenten aufweisen können mit der Konsequenz daraus, dass damit genügend Trigger-Eingänge zur Verfügung stehen sollten. Man darf mich hierbei gerne korrigieren ..... Ich sehe bis dahin für einfache Piezo-Technologien nicht unbedingt die Notwendigkeit sehr hochwertige Mikrofonvorverstärker nutzen zu müssen. Aber ein Audio-Interface welches um die 24 analogen Mic Preamp Eingänge vorweisen sollte - etwa vergleichbar mit der Behringer ADA8000 Pro8 Klasse - und einem möglichen zusätzlichen HiHat CC Controller Eingang sehe ich zur Zeit leider nicht gegeben. Wohl gemerkt: Die Rede ist hierbei von Mic Preamps und nicht von einfachen analogen symmetrischen Eingängen! Ich gehe jedenfalls davon aus, dass man für ein Piezoelement auch eine Mikrofon Vorstufe benötigen wird. (Wenn auch nur eine einfache Variante) Aber genau so ein Gerät verbaut zusammen mit einem Computer etwa in einem 3HE Rackgehäuse inklusive obiger Trigger-Software und entsprechenden VST-Instrumenten würde jene Geräteklasse hervorrufen, welche sich etliche Anwender seit vielen Jahren sehnlichst erwünschen und erhoffen. Eben eine Computer gestützte "All In One Solution" So schwer kann das doch gerade für große Firmen mit entsprechenden technischen Know How gar nicht sein. Diese künstliche Barriere muss endlich fallen!


    @ Totti: vielleicht tut diese ständermontierte VH-bla Hihat ja ebenfalls mit dem "Midi Expression"-Tool, da ist doch auch ein Ctrl-Ausgang dran oder?


    Du könntest recht haben: Wenn dieses "Midi Expression Tool" entsprechend ROLAND kompatibel sein sollte, dann wäre sicherlich auch der Betrieb mit einer VH-11/12/13 möglich und damit die Option gegeben eine reguläre HiHat Maschine nutzen zu können.


    .... und nicht jeder braucht/will auf seinen Toms oder auf der Kick 'ne mords Dynamik.


    Vorsicht! Ich persönlich erachte gerade auch die Kickdrum als Hauptinstrument für einen wesentlichen Faktor. Ich hasse es förmlich, wenn gerade auch die Bassdrum einen eingeschränkten Dynamikumfang vorweisen sollte. Für mich ein absolutes "NO GO" in dieser Angelegenheit.


    Gruß


    Trommeltotti

  • ...Die Rede ist hierbei von Mic Preamps und nicht von einfachen analogen symmetrischen Eingängen! Ich gehe jedenfalls davon aus, dass man für ein Piezoelement auch eine Mikrofon Vorstufe benötigen wird. (Wenn auch nur eine einfache Variante)...


    Nö, 'n popliger unsymmetrischer "line in" reicht. Bei mir funzt die DrumTec-Snare u.a. an 'ner M-Audio PCI-Karte ohne Preamps. Ich denke, man sollte bei Kombi-Eingängen sowieso nur "Line" verwenden. Die Trigger-Signale sind so "hot", daß man auf keinen Fall raufregeln muß.


    [align=justify]Vorsicht! Ich persönlich erachte gerade auch die Kickdrum als Hauptinstrument für einen wesentlichen Faktor. Ich hasse es förmlich, wenn gerade auch die Bassdrum einen eingeschränkten Dynamikumfang vorweisen sollte. Für mich ein absolutes "NO GO" in dieser Angelegenheit.


    Also ich kriege durchaus 'ne gewisse Dynamik hin (von innen gedämpfte 16" Kick (ehemals Tom) mit DrumTec-Design-Fell u. RedShot-Trigger am IO). Mehr braucht kaum einer (vielleicht ein Jazz-Fritze) :D

  • Wenn ich das richtig versteh, ist ein AD/DA-Wandler eigentlich schon zu viel, weil ja der DA-Wandler gar nicht mehr benötigt wird.
    Wie bekomme ich die Digitalen Signale eigentlich in den PC? Muß das für den DSP-Trigger nicht je Trigger ein Kanal sein, die den PC erreichen?
    Geht das nur übe A-DAT?


    Theo

  • Von was für digitalen Signalen und was für DA-Wandler redest Du? Die gibt es nicht. Es gibt nur analoge Triggersignale, die man in die Soundkarte jagt, welche ja bekanntlich sorum eine AD-Wandlung durchführt. Adat wäre nur eine Eingangserweiterung bei einem adat-fähigen Device. Einfache Rechnung: ein Mono-Pad benötigt einen Eingang, ein Stereo-Pad dann nach Herrn Riese zwei. :D Einfach mal auf der Produktseite die kurzen Videos kucken :).

  • Wie bekomme ich die Digitalen Signale eigentlich in den PC? Muß das für den DSP-Trigger nicht je Trigger ein Kanal sein, die den PC erreichen?
    Geht das nur übe A-DAT?


    Es muss wohl richtiger Weise lauten: Wie bekomme ich die analogen Piezo-Triggersignale für einen PC Betrieb digitalisiert? Man benötigt dafür auf alle Fälle ein AD Wandler mittels Line Eingang aber wohl kein zusätzlichen Mic Preamp wie @Martin6 darlegen konnte. Die meisten Trigger-Inputs an den herkömmlichen Modulen liegen ja als Stereo Eingang vor. Bei einem herkömmlichen Audio-Interface sind es eher zwei physikalische Mono Inputs welche als Stereo Paar geroutet werden können.


    Wenn ich das richtig überschaue, dann summieren sich bei der Nutzung von etlichen Piezo/Piezo Pads (Stereo Trigger) die benötigten Line Eingänge an einem entsprechenden Audio-Interface schnell um das Vielfache. Wenn Wir mal als Vergleich ein ROLAND TD-30 bemühen wollen, dann sehe ich dort 9x Dual-Piezo Stereo Inputs (Snare - Tom1 - Tom2 - Tom3 - Tom4 - Aux1 - Aux2 - Aux3 - Aux4) und 6x Piezo/Switch Inputs. (Kick? - HiHat - Crash1 - Crash2 - Ride - Edge) Zusätzlich gibt es noch den "HH Ctrl" Input.


    Ich persönlich finde schon die Trigger-Eingänge vom einem TD-30 Modul viel zu knapp. Um die 9x Piezo/Piezo Trigger-Eingänge mit einem Audio-Interface und obiger Software verwirklichen zu können bräuchte man wohl demnach schon alleine 18x (Mono) Line Inputs samt AD Wandler. Allerdings überwiegt an einem IMHO normalen mittelgroßen Setup wohl die Anzahl von Piezo/Switch Cymbalpads und mögliche zusätzliche FX Mono Pads. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, dann benötigt man für Piezo/Switch Pads ebenso zwei Line Eingänge. Das summiert sich dann doch beachtlich!


    Wie schon @Martin6 erwähnt hat, wird so ein Unterfangen zu überschaubaren Preisen nicht ohne ein zusätzliches Triggermodul wie etwa das eher unschöne Alesis Trigger I/O Gerät oder eben möglicherweise einen MegaDrum Konverter durchführbar sein. Weil ein Audio-Interface etwa mit verbauten 24 bis 32 analogen Audio-Line Eingängen gibt es meines Wissens eigentlich kaum bezahlbar am Markt. 32 analoge Line Eingänge würden dann in etwa dem Funktionsumfang eines TD-30 Moduls entsprechen. Ohne ein zusätzliches Triggermodul wäre die Alternative ein mögliches Setup stark im Umfang einzuschränken. Bis dahin jedenfalls.



    Anmerkung: Das große MegaDrum Modul hat 27 (Stereo) Trigger Inputs plus einen HiHat-Eingang und einen Mono Eingang (Kick) vorzuweisen. Das entspräche 56 analoge Line Eingänge samt AD Wandler bei einem Audio-Interface! Bei entsprechend benötigter Anzahl von Pads/Cymbals wird es relativ preiswert wohl nur im Zusammenhang mit dem MegaDrum Konverter gehen. Meine Vermutungen jedenfalls


    Gruß


    Trommeltotti

    Einmal editiert, zuletzt von trommeltotti ()

  • Genau da setzt ja meine Frage an. Is es nicht von der Logik her recht sinnfrei, einen Drum2Midi converter zu benutzen, wenn DSP diese Aufgabe schon übernimmt. eine Soundkarte mit 32+ Eingängen gibt es wohl nicht, ein entsprechender AD/DA Wandler kostet ab ca. 4.000,00 Euro. Optimal wäre doch da ein industrieller AD-Wandler als PCI-E Karte, an dem die Trigger direkt angeschlossen werden und dessen digitale Signale dann an das DSP übermittelt werden, also direkte Wege.
    Sehe ich das falsch?


    Theo

  • Ich bin zwar neu hier, habe jedoch schon viel von der lieben Not mit am Markt erhältlichen "Trigger to Midi" Interfaces hier gelesen
    und selber erfahren. Dieser Not jedoch mit der Verlegung der Triggersignale in den Rechner zu begegnen, mag zwar verlockend sein,
    ist aber aus mehreren Gründen unvorteilhaft:
    Zur Zeit sind wir meist bei ca. 5mS Audiolatenz in einer DAW sowohl für die Ein- als auch für die Ausgänge.Und je mehr aktive Kanäle genutzt werden umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese 5mS nicht zu halten sind.
    Dazu kommt die Triggerhalbwelle, die meist auch noch eine bis 3 ms (Positions- Erkennung gemäß Roland Patent) verschlingt.
    Insgesamt kommen Gesamtlatenzen zusammen, die die magische Marke von 10mS sicher überschreiten.
    Zwar sind die meisten der auf dem Markt befindlichen "Midi over USB" Lösungen auch nicht besser (oftmals sogar schlechter), aber es gibt ja auch (z.Z. noch) preiswerte Lösungen, die mit ca. 1mS auskommen.
    Eine sichere und auf den jeweiligen Triggergeber optimierte Informationsumwandlung in die entsprechenden Midi- Signale muss daher außerhalb des Rechners erfolgen.

  • Der Punkt ist, doch, daß 4 "Umwandlungen" statt finden müssen.


    1. Trigger Signal in binären Code (digital) durch AD-Wandler (was ja auch in einer TD 1 - 30 passiert, sollte m.E. aber für diesen Zweck als PCI-E Karte im Rechner sofort verfügbar sein)


    2. digitales Signal in Midi-Signal (machen auch TD 1 - 30, hier wird das nun durch das DSP-Trigger-Programm ersetzt)


    3. Midi-Signal in digitales VST-Sample (ist und bleibt Software-gebunden)


    4. digitales VST-Sample über Soundkarten-DA-Wandler in Wave


    Ich bin mir sicher, daß die "direkte Anbindung" einen Geschwindigkeitsvorteil birgt. Ein Wandler auf 24bit-Basis dürfte keine Probleme haben, die 32 Kanäle zu überprüfen und Signale zu verarbeiten, schließlich ist das nichts anderes, was auch in einer TD 30 oder einem Trigger i/o passiert.


    Die Frage ist ja, kann DSP-Trigger, bzw. der Rechner so viele Eingänge bewältigen, wieviel Rechenleistung zwackt das Programm ab, bzw. wieviel RAM nimmt es weg für VST-Sounds


    Grüße


    Theo

  • ein entsprechender AD/DA Wandler kostet ab ca. 4.000,00 Euro.


    So teuer muss es meiner Meinung nach nicht sein. Ich habe mal folgende Komponenten heraus gesucht:
    1 x RME HDSPe RayDAT = 589,- EUR
    4 x Behringer ADA8200 Ultragain = 796,- EUR
    Gesamtpreis= 1385,- EUR
    Damit lassen sich 32 Kanäle realisieren. Und wenn ich es richtig verstanden habe lassen sich damit 72 Eingänge bei entsprechendem Ausbau realisieren. Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liegen sollte.
    Ich muss zugeben, dass ich nicht sagen kann, ob die Latenzen dann noch ok wären, aber die RME-Soundkarten sind ja für ihre sehr geringen Latenzen bekannt.
    Was mich an der Lösung mit spezieller Hardware so stört ist, dass es sie noch nicht von einem professinellen Anbieter gibt! Und das wird meiner Meinung nach auch so bleiben, denn die professionelle Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, Garantieregelung... eines solchen Gerätes ist komplex und teuer. Deshalb hat es noch keiner gemacht. Und darauf zu warten und zu hoffen, dass dies einer macht, nur weil es die Beste Lösung wäre war ja schon die letzten 20 Jahre nicht von Erfolg gekrönt.
    Mein Fazit: Bestehende professionelle Hardwarelösungen nehmen und eine entsprechende Software, wie sie von Audiofront jetzt im Ansatz vorgestellt wurde (muss natürlich noch entsprechend weiter ausgebaut werden), dazu. Und sich davon verabschieden, dass einer der bestehenden E-Drum-Anbieter endlich die perfekte Lösung anbieten wird!

  • Der Zweck dieses Threads sollte sein, für den nicht high-end anspruchsvollen VSTi-eDrummer die möglichst preiswerteste Lösung aufzuzeigen.

    Leute, laßt Euch von diversen Beiträgen nicht verwirren! (da es so manche ahnungslose Leute gibt). Nehmt erstmal die Pads, die (hardwaremäßig) gut triggern und die (Euch) am wichtigsten sind (wie Snare u. HH) und bekommt mit der Softwarelösung dafür exzellente Ergebnisse. Alles andere mit Alesis IO (wenn ich nicht gerade enge Flams auf A-to-E-Toms mit Randtriggern mache - da muß ich dann halt 'n Workaround mit zwei Toms machen... - geht das IO schon klar. Trotzdem ist der Spielspass durch die geil triggernde Snare unglaublich verbessert!)
    Und jetzt nochmal zum Preislichen (um was es, wie gesagt, natürlich essentiell hier geht): Bekomme mit 'ner billigen PCI-Soundkarte mit 4 Eingängen (zb M-Audio 2496 mit Lindy AD-Wandler-Kästchen - gebrauchte Karte ca 20- 40 Euro + Lindy-Kästchen 49,-) schon das Snare-HH-Setup hin, und das bei Latenzen die bei 64 Samples Asio-Puffer mit ca 2 ms jede Midi-Ausgabe eines jeden Moduls schlagen. Mit der Verarbeitungszeit der Software ("Scantime") dürfte man dann latenzmäßig mit Roland-Modul gleichziehen. Das kleine Plugin ist im übrigen äußerst smart, was Rechnerressourcen anbelangt. Es frisst natürlich keinerlei Ram und Kram (bzw. sagen wir mal kaum und mit heutigen Rechnern absolut zu vernachlässigen) :)

    Einmal editiert, zuletzt von Martin6 ()

  • Optimal wäre doch da ein industrieller AD-Wandler als PCI-E Karte, an dem die Trigger direkt angeschlossen werden und dessen digitale Signale dann an das DSP übermittelt werden, also direkte Wege.
    Sehe ich das falsch?


    Nun ja, ein PCIe Modul wäre baulich bedingt eher eine interne Steckplatzkarte. Irgendwie muss man ja auch den räumlichen Platz finden um sämtliche Klinkenbuchsen als Trigger-Inputs organisieren zu können. Man möge sich einmal das 1HE 19" MegaDrum Modul von hinten anschauen um zu sehen wie gedrungen die insgesamt 29 Klinkenbuchsen dort angeordnet sind. Das ist schon fast eine Baukunst.


    Anyway ..... Wenn es die einschlägige Industrie - gerade auch in Sachen professioneller Auf/Abbau - ernst meinen würde, dann hätten Wir schon längst separate kleine Metallboxen mit allen Trigger-Eingängen an Board, welche dann flexibel an ein mögliches Drumrack befestigt werden können ohne die jeweiligen zahlreichen Steckverbindungen lösen zu müssen. (Die eigentlichen Pads/Trommeln einmal ausgenommen) Verbunden wird dann so eine "Blackbox" mit einem einzigen Multicore Kabel mit den entsprechenden Geräten. Um auf so eine Idee zu kommen muss man wahrlich kein Ingenieur sein sondern nur seriös die entsprechenden Erfordernisse der Anwender gerade auch bei einem alltäglichen Bühnenbetrieb ergründen. Für mich eigentlich unfassbar wie man seitens der Industrie so ein deutliches Bedürfnis übersehen/ignorieren kann.


    Ich bin zwar neu hier, habe jedoch schon viel von der lieben Not mit am Markt erhältlichen "Trigger to Midi" Interfaces hier gelesen
    und selber erfahren.


    Willkommen im Club der missbrauchten Schlagzeuger. ;) Wenn man das mal so zum Ausdruck bringen darf. :wacko:


    Dazu kommt die Triggerhalbwelle, die meist auch noch eine bis 3 ms (Positions- Erkennung gemäß Roland Patent) verschlingt.
    Insgesamt kommen Gesamtlatenzen zusammen, die die magische Marke von 10mS sicher überschreiten.


    Auch einer der Gründe dafür, warum letztendlich die besagte schlichte Piezo-Technologie niemals ein reelles und latenzfreies Triggersignal wird generieren können. (Etwa auch neben den Problemen von False Triggering, Übersprechproblematiken und unerwünschte Doppeltrigger usw.) Allerdings müssen gute alternative Trigger-Methoden erst noch erfunden/entdeckt werden. Da das wohl noch Zukunftsmusik ist, muss man wohl leider diesen Aspekt bis dahin abhaken und mit gegebenen Möglichkeiten arbeiten. (Vielleicht einmal abgesehen von diesen FSR-Technologien) Aber immerhin scheint dieser Vorgang zur Generierung der Midisteuerbefehle nunmehr auch Dank dieser DSP Trigger-Software nicht nur exklusiv den Modulen und Drum To Midi Konverten vorbehalten. Und ob das möglicherweise vorteilhaft sein könnte versuchen Wir hier ja gerade thematisch zu ergründen. ;)


    Die (Piezo) Trigger-Impulse im Dynamikumfang realistisch abzurufen - oder besser gesagt - korrekt zu "scannen" scheint mir neben einem möglichst latenzfreien Vorgang die eigentliche Herausforderung darzustellen. Gerade auch wenn man kontinuierlich die Trommeln mit schnellen Schlagabfolgen mit einem entsprechenden Dynamikumfang bearbeiten wird, (Etwa Single Strokes oder Double Strokes usw.) sollte man recht schnell in Erfahrung bringen, ob entsprechende Geräte dieser Herausforderung gewachsen sind oder eben nicht. Leider ist das bis dahin meistens nicht unbedingt der Fall. Meine Erfahrungen sagen mir das etwa das Alesis Trigger I/O Modul damit große Schwierigkeiten hat. Leider auch das nicht kommerzielle MegaDrum Modul. Allerdings hat man hierbei sehr zahlreiche Einstellungsoptionen um sich zumindest ansatzweise an brauchbare Ergebnisse heran arbeiten zu können.


    Und leider, leider, leider - darauf haben jetzt sicherlich etliche Mitleser sehnsüchtig gewartet - wird an diesen Hürden scheinbar auch das neue Alternate Mode DITI Modul scheitern! Ich habe es jedenfalls bis dahin noch nicht hin bekommen brauchbare/realistische Dynamikabstufungen der eingehenden Schläge zu erzielen trotz moderner "Drum Intelligent Trigger" Learn Funktionen am Gerät. Auch scheint mir tendenziell das DITI Gerät etwas träger bei den Latenzwerten vergleichbar etwa zum MegaDrum Modul zu operieren. In Sachen Latenzen scheint mir bis dahin das MegaDrum Projekt die Nase vorn zu haben. Voraussichtlich auch vergleichbar zu den ROLAND Modulen. (Auf alle Fälle bei dem TD-8 Modul welches seit vielen Jahren mein Eigen ist) Weitere Einschätzungen bezüglich des DITI Konverters sollten hier von meiner Wenigkeit noch folgen.


    Auf Grund dieses Threads habe ich mir noch einmal das DSP Trigger Demo von AudioFront in der Version 1.5.0.6 gezogen um hoffentlich demnächst hierbei auch ein Wörtchen mitreden zu können. Dort heißt es ja auch mitunter bei den 1.5.0.6 "Changes": "Improve scan time resolution" Eben genau jene Problematiken welche wohl die Spreu vom Weizen trennen werden. Wir werden ja sehen. Übrigens kann es bei diesen Übungen nicht schaden, wenn man selber - sagen Wir einmal - eine vorteilhafte Sticktechnik anbieten kann und nicht unbedingt ein Schlagzeug Anfänger sein sollte. Denn gerade bei schnelleren und möglichst präzisen Schlagabfolgen/Figuren zeigt sich erst das Potential (oder auch nicht) von diesen Gerätegattungen/Software Anwendungen. Mich würde mal brennend interessieren wollen, inwieweit verantwortliche Personen der kommerziellen E-Drum Hersteller/Entwickler in der Lage sein werden insbesondere mit dem Instrument "Drumsticks" - Fußmaschine und HiHat Pedal umgehen zu können. Ich habe da so meine Befürchtungen und Zweifel ..... Aber das dürfte hier ja innerhalb des DF hinreichend bekannt sein. ;)


    Zwar sind die meisten der auf dem Markt befindlichen "Midi over USB" Lösungen auch nicht besser (oftmals sogar schlechter), aber es gibt ja auch (z.Z. noch) preiswerte Lösungen, die mit ca. 1mS auskommen.


    So wie es momentan aussehen könnte, wäre damit bis dahin wohl nur eingeschränkt das MegaDrum Projekt zu benennen. (Umwandlung in digitale Midi-Steuerbefehle oder einen Midi Nachfolger) Software seitig ist in dieser Hinsicht bestimmt was machbar. Angeblich soll es ja gar nicht mehr so lange dauern bis AD/DA Wandler das Licht der Welt erblicken welche Latenzen deutlich unter 1ms aufweisen werden. Computertechnologien können bis dahin eben die kürzesten und gewaltigsten Entwicklungszyklen aufweisen. Daher sollten diese Technologien immer interessant sein. Und wer sagt denn, dass es etwa bei PC Systemen immer zwingend das Steinberg ASIO Treiber Protokoll sein muss. Vielleicht kommt ja demnächst ein anderer Audiospezialist daher und beglückt Uns mit einem Treibersystem welches etwa Sample genau operieren kann ohne die CPU Leistung frühzeitig in die Knie zu zwingen. (Bei 32 Buffer Size Samples sind Wir ja schon angekommen) Auch Betriebssysteme sollten sich in dieser Hinsicht verbessern lassen. Let's Do!


    Gruß


    Trommeltotti

    Einmal editiert, zuletzt von trommeltotti ()

  • Das kleine Plugin ist im übrigen äußerst smart, was Rechnerressourcen anbelangt.


    Das geht in Ordnung. Es sollte aber eine andere Frage von entscheidender Bedeutung sein: Dieses PlugIn sollte unbedingt Latenz frei programmiert sein! Nur zur Erinnerung: Man muss für jeden Eingang/Kanal eine entsprechende DSP Trigger Instanz im VST-Host/DAW Programm laden um alle relevanten Instrumente nutzen zu können. Das kann sich schnell summieren. Wenn dabei der Entwickler nicht sorgsam programmiert hat, dann wird eine entsprechende Host/DAW Applikation die möglichen Latenzen der zahlreichen geladenen Instanzen versuchen auszugleichen. Und das wäre bei diesem Anliegen eher kontraproduktiv. Das sollte übrigens auch für die eigentlichen VST-Instrumente gelten.


    Gruß


    Trommeltotti

  • keine Sorge, Totti, es gibt keine zusätzliche Plugin-Latenz. :)

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