Danke für Eure Kommentare.
Wenn man zum ersten Mal mit Collapse Rudiments konfrontiert wird, wirkt das schnell sehr abstrakt oder akademisch.
Der eigentliche Mehrwert liegt aus meiner Sicht hier:
• Wahrnehmung von Zeit verändert sich
• Gruppierungen fühlen sich anders an
• Akzente und Bewegungsabläufe verschieben sich
• Mikro-Timing wird bewusster
• Rudiments werden nicht mehr nur als starre Stickings verstanden
Und da wird es interessant. Nicht unbedingt als Lick-Maschine, sondern eher als Werkzeug, um rhythmisches Denken flexibler zu machen.
Ich glaube auch nicht, dass jeder jetzt stundenlang Collapse Rudiments üben soll, aber allein die Beschäftigung mit der Idee kann schon Türen öffnen.
So wie rhythmmemory schreibt: dieses bewusste „Auseinanderziehen“ oder „Zusammenschieben“ von Bewegungen verändert plötzlich die Wahrnehmung von Puls und Platzierung.
Und fwdrums beschreibt eigentlich es auch gut: Irgendwann geht es nicht mehr nur um ein Rudiment selbst, sondern um Zusammenhänge zwischen Bewegung, Klang, Akzent, Timing und Orchestrierung.
Am Ende ist das wahrscheinlich wie bei vielen Konzepten im Drumming: Nicht alles davon landet 1:1 hörbar im Spiel, aber es verändert oft die Art, wie man phrasiert oder empfindet.