"Back to basics" ist da schon klasse.
Ich würde mir aber generell kein Dogma aufschwätzen lassen.
Wenn Dave was von "immer Daumen oben" erzählt, ist das einfach unflexibel und nur in manchen Situationen brauchbar, in anderen aber eben nicht.
Genauso sieht es auch mit den verschiedenen Techniken (mit Arm oder nur Handgelenk, mit oder ohne Finger, Neigung der Hand etc.) aus.
Und auch wie fest und mit welchen Fingern man den Stick führt, hängt von vielen Faktoren ab. Z.B. wie schnell und in welcher lautstärke man spielt, wie man klingen will usw. usw.
Für mich gilt: alles ausprobieren und sehen, wie es sich anfühlt und welchen Sound man damit erreichen kann und wo die Vor- und Nachteile der verschiedenen Grips und Techniken liegen.
Ein kleiner Buzz-roll leise aus dem Arm gespielt klingt anders als nur aus dem Handgelenk, und mit verschiedenen Fingern gespielt wieder anders usw.
Ein wenig mehr auf unseren Körper hören und die allgemeinen Regeln der Mechanik und Physiologie beachten, statt sich ein "das MUSS IMMER so gemacht werden!" aufzuzwingen.
Wenn du dir Videos genau ansiehst, spielen die Cracks auch alle mit situationsabhängigen Grips.
Lustig finde ich z.B. ein altes Jack deJohnette Video, in dem er erklärt, dass man auf dem Ride NUR soundso spielen sollte - dann macht er es kurz vor, denkt nach 5 Sekunden nicht mehr dran und spielt komplett anders, als er es kurz vorher noch gelehrt hat! Soviel dazu! Und auch Weckl, Colaiuta und Co. spielen alle möglichen Grips.