... so einfach isses nun auch wieder nicht. Lüften kann im Keller Schimmelbildung fördern! Das Problem ist folgendes: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Wenn nun, insbesondere im Sommer, warme Luft in den Keller gelassen wird, dessen Temperatur deutlich niedriger ist (exakt gesagt: dessen Temperatur unterhalb des Taupunktes für die aktuelle Luftfeuchtigkeit liegt), dann muss das Wasser irgendwo kondensieren, und das passiert dann an der kältesten Stelle des Raums. Das sind üblicherweise Wände und Boden (sowie die darauf liegenden Teppiche) und dort schimmelt es dann kurz später. Je nach Keller werden die Wände auch im Sommer nicht wärmer als fünfzehn Grad, und damit könn bei einigen zehn Kubikmetern Kellerraum einige Liter Wasser anfallen.
Die einzig sichere Methode gegen Schimmelbildung dieser Art ist Heizen! Das will man natürlich nicht machen, weil teuer. Die Alternative ist einen Entfeuchter einzusetzen und sehr dosiert zu lüften. Dosiert heisst Dauerlüften durch eine sehr kleine Öffnung, zB einen kleinen Spalt des Kellerfensters, sodass sich die einströmende Luft schon etwas abkühlt. Entfeuchten kann man mit elektrischen Entfeuchtern, zB. bei Conrad oder Ebay, ca. 150 Euro, schaffen ca. 10 L am Tag und verbrauchen ca. 150 bis 200 Watt. Weniger effektiv aber besser als nichts sind die hydrophilen Pulverentlüfter (Obi, manchmal Aldi etc.).