Beiträge von Two

    Warum denn? Wo steht denn geschrieben, dass man nur glücklich und zufrieden sein kann, wenn man fleißig übt?


    Der Satz den ich davor schrieb, ist schon wichtig für meine Aussage!
    Es geht um den Punkt, den wir alle kennen - man sieht einen tollen Trommler, der beeindruckendes Zeug spielt, und dann entsteht das Gefühl, man müsse nur das gleiche Equipment kaufen, um auch so spielen zu können. An der Stelle ist das Selbstbetrug, und das empfinde ich als negative Ausprägung des GAS.

    Ich habe drei Rides, ein 24" Agop Signature, ein 22" Diril Raw Flat und ein 21" Agop SE. Im meinem Standardsetup spiele ich das Agop Sig als Hauptride und das Agop SE als left-side ride.



    Wenn ich Auftritte habe, die besonders leise sein müssen oder wenn ich keine Lust habe, das große 24er Case mitzunehmen tausche ich das Agop Signature Hauptride gegen das Diril Flat aus, links bleibt das Agop SE. Ich spiele immer rechts das trockene, tiefere Becken (also Agop Sig oder Diril Flat), da das mein Haupt-Sound ist. Das etwas brilliantere (obwohl immer noch sehr dunkle) Agop SE dient dann zur Variation in bestimmten Song-passagen. Hihat ist fast immer eine 14" Agop 30th. Mit diesem Setup bediene ich alle Jazz-Projekte.


    Ich spiele ausserdem noch in einer Band, die eher Pop/Soul-orientiert ist. Dort spiele ich das Agop SE als Hauptride und spiele links ein 18" Avedis thin crash, gelegentlich auch ein 18" Bosphorus O-Zone Crash, sowie eine 16er Hihat aus zwei dünnen Crashes oder eine 13" KZ, je nach Bedarf und Stimmung.

    Trotz der Missverständnisse und Beschwichtigungen hier noch meine ernstgemeinte Einsortierung der Problematik von GAS:


    Die finanziellen und logistischen Aspekte sind meiner Meinung nach zwar doof, aber nicht wirklich tragisch. Ich denke, GAS wird genau dann ein echtes Problem, wenn man mit dem Kauf von Equipment Unzulänglichkeiten seiner eigenen Fähigkeiten auszugleichen versucht. Wenn man also einkauft, statt zu üben. Wenn man seine Kollegen (z.B. im Forum) mit seinem Besitz beeindruckt statt mit seinem Können. Dann ist man an dem Punkt, an dem man sich selbst betrügt und sich Respekt erkauft statt erarbeitet.

    Es ist schon erstaunlich, dass sich eine gleichzeitig so wirkungslose wie teure & aufwendige Maßnahme wie die Sommerzeit, so lange halten kann.
    Ich frage mich immer wieder, wer eigentlich davon profitiert und dafür sorgt dass der Blödsinn nicht endlich beendet wird...

    Ich würde nicht zu Spezialgeräten greifen, sondern 1) einfach den Wechsel von Sticks zu Besen und zurück üben, und 2) den Übergang in und aus dem Solo musikalisch so gestalten, dass da Platz bleibt für einen Wechsel.


    Zu 1): Alle 4 Takte von Sticks zu Besen und nach weiteren 4 Takten wieder zurück wechseln. Dabei herausfinden, wo die beste Ablagefläche ist. Ausserdem - man muss nicht links und rechts gleichzeitg Wechseln, sondern kann das hintereinander erledigen und mit der anderen Hand weiterspielen (siehe John Riley).


    Zu 2): Du stehst nicht unter dem Zwang, beim Übergang genausoviele Noten zu spielen wie sonst. Nutze einfach Deinen Gestaltungsspielraum so, dass der Wechsel gut und sicher klappt.

    Das stimmt nicht.
    Die von Dir beschriebenen Effekte treten auf bei schnellen periodischen Bewegungen und entsprechungen in der Belichtungszeit und Belichtungssequenz der Filmkamera (vlg Moire-Effekt). Spezielle Hochgeschwindigkeitskameras, wie im Film verwendet, sind so konstruiert, dass diese Effekte nicht auftreten.