Finde den Grundtenor hier etwas pessimistisch und bin da eher bei m_tree und Rampen. Der Raum ist zum Üben und nicht für Referenzaufnahmen für Mikrofonhersteller gedacht. Da genügen auch Low-Budget-Lösungen (oder auch No-Budget hust).
Folgende Maßnahmen zur Schalloptimierung fand ich in allen Proberäumen/Studios etc. bisher immer nützlich:
- Akustisches Schlagzeug aus den Ecken herausholen und eher zentriert positionieren
- 2 angrenzende Wände ziemlich stark dämmen (NICHT gegenüberliegend), 2 Wände weitgehend freilassen
- Die Wand, auf die die Bassdrum "zielt" sollte weitestgehend ungedämmt bleiben, sonst "killt" man womöglich die Bassdrum und hört diese bei Proben ggf nicht mehr richtig. Zumindest ich mag es lieber, wenn ich von der Bassdrum noch ein bisschen Feedback und Ton bekomme.
- Niedrige Beton-Decke: puh, schwierig. Da würde ich mal mit der Positionierung von selbstklebenden Noppenschaum-Elementen experimentieren.
- Ecken: Erst einmal eine Ecke mit einem Sessel, Regal o.ä. dämmen, vielleicht genügt das schon?
Hier mal ein Bild, wie ich es wohl machen würde. Das ließe sich natürlich komplett spiegeln, also sodass das Schlagzeug nicht in Richtung Tür zielt sondern in die andere Richtung. Die roten Linien stehen für schweren Bühnen-Molton (muss nicht rot sein
), den ich über die beiden kompletten Wände ziehen würde - idealerweise an einer Deckenschiene aufgehängt und mit ca. 4 cm Abstand zur Wand. Dann könntest du dahinter auch noch alles an hässlichem Low-Budget Dämmmaterial verbauen (Rockwool oder oder oder), ohne dass man es sieht.