Beiträge von maxPhil

    Der Mensch verlangt vielleicht nach Scheiße, nicht der Drummer :D .


    Nein im ernst: Du magst mit deinen Beispielen nicht unrecht haben, ich halte jedoch deine Maßstäbe für überzogen. Dass Drummer nicht durchweg Intellektuelle sind und nach verquasteter Hypotaxe und tiefschürfenden Inhalten verlangen, ist logisch. Aber ein Drummagazin ist auch nicht die Bild-Zeitung. Eine gewisse Qualität kann man von einem Fachmagazin erwarten und die ist augenscheinlich nicht im mindesten gewährleistet, von der Vermischung redaktioneller Inhalte und Werbung ganz zu schweigen.
    Ich denke ein Drummagazin ist irgendwo in der Mitte zwischen Kulturgut (allein des Gegenstands wegen) und Infotainment ganz gut aufgehoben.


    Grüße, Philip

    Muss hier MG mal wieder zustimmen. Auch wenn er das jetzt etwas harsch formuliert hat, wundert es mich, dass du hier beharrlich etwas einforderst, was schon längst gegeben ist. Nur durch Wiederholung wird deine Kritik der Kritik auch nicht wahrer: Gerade Luddie hat schon einige Punkte konkret angesprochen.


    Grüße, Philip

    Hab leider keine Ahnung mehr, wie das genau funktioniert hat; imho waren die Piezos nur ein Schalterersatz: Impuls kommt -> Strom fließt - der Triggerstrom selber also nur zur Steuerung, nicht zum Betrieb.


    Grüße, Philip

    Sicher ist Maulen einfacher, aber hier wird seitenweise konstruktive Kritik geübt. Was willst du denn noch?
    Und so wie du das Argument "selber besser machen" hier einsetzt, ist es reduziert auf ein Totschlagargument.


    Letztlich geht es doch nicht darum, wer hier aus dem die Aufgabe übernehmen könnte, sondern, dass es bei den Tests eine arge Schieflage gibt, der man durchaus entgegen wirken könnte, wenn man nur wollte. Wie, wurde hier ausführlich erläutert.


    Grüße, Philip

    Ich muss MD hier voll zustimmen. Es ist unfair zu behaupten, das wäre unkonstruktive Nörgelei, nur weil man es nicht selber (besser) machen kann. Ohnehin gabs hier bereits konstruktive Kritik zu Hauf!


    Als ernsthafte journalistische Tugend darf man eine kritische Betrachtung des Gegenstands verlangen. Dem wird nicht immer nachgekommen: Meistens nur viele Zahlen, die es auch vom Hersteller gibt, und dann ein paar hohle Phrasen dazu, die einen schon anschreien "Tu mir nicht weh".


    Drums unterscheiden sich auch innerhalb der Preisklassen durchaus und wenn es nur Details sind. Man muss ja nicht auf Teufel-komm-raus etwas verreißen, aber warum z. B. scheuen Hersteller und ergo die Hefte bisher den Vergleichstest?


    Ein Drumheft brauch nicht geschrieben sein wie Goethes Faust oder Manns Zauberberg, aber eine gewisse Phantasie und Hingabe, sowie Mut zur Wahrheit kann man schon verlangen.


    Grüße, Philip

    Also, ich muss gestehen, dass ich das Saturn nicht ausgiebig getestet habe, aber ich fand es durchschnittlich, wenn nicht sogar langweilig, aber bestimmt nicht schlecht. Das B/B hingegen war sehr knackig, für einen modernen Rock-/ Metalsound sicher gut geeignet.


    Aber wenn du eh Richtung Saturn tendierst, nimm das. Der Preis ist heiß :D .

    Ich stehe ja eigentlich garnicht auf Naturfinishes, aber das sieht schon sehr edel aus. Das erinnert mich dran, dass ich meine Omar Hakim mal auf Vordermann bringen muss...

    Ich finde es schon sehr erstaunlich, wie hier viele ökonomische Prozesse als unumstößliche Zwangssituationen schildern, was letztlich aber definitiv nicht der Fall ist! Wenn dem so wäre, würden wir heute noch ohne jegliche soziale Absicherung 18h am Tag schuften...
    Ich schrieb auch, dass der Mensch natürlich bequem ist und sich gerne auf den Lorbeeren ausruht, klar. Aber diese kapitalistische Pseudolegitimation alleine ist mehr als ungenügend.


    Es gibt viele gute Gegenbeispiele aus dem Musiksektor, wie z. B. das Rock Hard (Auflage ca. 40.000). Ich will das gar nicht groß als Vergleich heran ziehen, aber trotz deutlicher Kritik klappt das mit den Anzeigen (die "Arschbombe" kommt einer Adlung gleich :D und Fans von Spartenmusik lesen die monatliche CD-Bewertung gerne von hinten).


    Grüße, Philip

    Ich denke man kann sich wehren, man muss es nur tun. Es reichen ja durchaus kleine Schritte für den Anfang. Und natürlich ist das ein einseitiges Horrorszenario: Es werden fatalistische Entwicklungen skizziert, die nur Vermutungen bleiben - betriebswirtschaftlich zwingende Kausalitäten gibts da keine; da hat sich einfach ein Abhängigkeitsverhältnis eingepegelt, dass als gottgegeben akzeptiert wird.

    Ich halt deine Argumentation für ein industriefreundliches Horrorszenario. Von selbst tragen redet ja keiner, aber diese aktuelle Fixierung ist nicht vorteilhaft.
    Zu deinem Beispiel: Schön, wenn eins verrissen wird, werben die vielleicht nicht mehr. Muss aber nicht sein, vielleicht haben die ja noch andere Produkte im Programm, die gut angekommen sind. Zudem wärs gut möglich, dass die Hersteller der anderen 3 um so lieber werben. Letztlich ist es auch kein Muss, dass gleich absoluter Schrott dabei ist, vielleicht sind ja alle gut mit dem ein oder anderen Mangel und geringfügigen Qualitätsunterschieden, so dass man selber entscheiden muss?
    Auf jeden Fall wäre es ein wichtige Sache, damit die Zitronen vom Markt fliegen oder der Druck da ist, dass die Hersteller entsprechend nachbessern.

    Sorry, das ist doch vollkommen hysterisch; warum sollte es denn auf einmal Verrisse hageln? Jeder große Hersteller hat doch eigentlich zahlreiche hochwertige Produkte im Programm, bei denen nur der Geschmack entscheidet.
    Außerdem versteh ich nicht, wenn die Einnahmen aus Werbung zwar zurück gehen, dafür die aus dem Verkauf steigen oder zumindest nicht einbrechen, wieso das auf einmal unrentabel sein soll?
    Das sind doch alles nur Spekulationen und Rechtfertigungen. Eigentlich sollte man gleich hier anfangen das Gegenteil zu beweisen :D .


    Grüße, Philip

    Hier gibts anscheinen genug Leser, die nicht "beschissen und zugemüllt" werden wollen. Ich denke auch nicht, dass man Jagdzeitschriften und solche für Drummer vergleichen kann. Ich würde auch weiter spekulieren, dass es deutlich mehr Drummer als Jäger gibt.


    Es muss ja auch keine 180°-Wende sein: Es reicht ja, wenn man einen allmählichen Prozess starten würde. Im Prinzip verstehe ich die Angst nicht, die meisten Hersteller liefern doch letztlich insgesamt gute Qualität ab! Auch Vergleichstest würden letztlich zwar den ein oder anderen Mangel offenbaren, aber letztlich bliebe das Größtenteils eine Geschmacksfrage.
    Imho viel Lärm um nichts: Einfach mal deutlich kritisieren, ich wette da passiert rein garnix!


    Grüße, Philip

    Tier
    Ich glaube du hast mich nicht ganz verstanden: Der doppelte Preis kommt in meinem Beispiel durch die reduzierten Werbeinnahmen erst Zustande. Es wäre ja ziemlich sinnlos einfach den Preis zu erhöhen ?( . D.h. die Kausalitäten sind: Profunde Berichterstattung --> weniger Werbeinnahmen --> Preiserhöhung --> weniger Leser. Wobei das letztlich alles nur unbewiesene Vermutungen sind, die auf dem Gejammer der Medienindustrie basieren.

    Die Interviews, Playalongs und Workshops sind ja meist okay, die Tests - besonders in der Drumheads - oberflächlich, Kritik - wenn überhaupt - sehr versteckt, meistens eine Aneinanderreihung von Phrasen. Es ist imho eine Rechtfertigungsmär, dass man durch Kritik die Werbekunden und damit wegen eines steigenden Preises letztlich die Leser vergraulen würde, die von vielen willig kolportiert wird. Von mir aus darf die Sticks auch 5 oder 7€ kosten, wenn dafür mehr Mut aufgebracht würde. Liefe doch letztlich aufs Gleiche raus: Selbst wenn nur noch die Hälfte der Käufer dabei wäre, bliebe der Umsatz in etwa Gleich.


    Ich denke die solltens ruhig mal darauf ankommen lassen und eine Qualitätsoffensive starten. Wobei es ja viel bequemer ist sich auf den Lorbeeren auszuruhen...
    Ich würde mir wenn dann wohl auch den MD abonnieren.


    Grüße, Philip