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Original von svään
"Sprache ist Kulturgut zählt nicht"
Wenn das die richtige Lösung wäre, würde Sprache sich ja nie verändern, denn die Leute die Alt-Hochdeutsch (um ein beliebiges Beispiel rauszugreifen), haben ja auch nicht gesagt, dass ist Kultur, denn dann gäbe es ja unsere Sprache garnicht.
Ich habe in der Schule gelernt, dass Sprache ausschließlich der Kommunikatino dient, und dass darin ihr Sinn liegt, dass bedeutet, solang mir mein "rumgetippe" einen Kommunikation mit anderen möglich macht, ist es richtig.
Ich wäre ein bisschen vorsichtig mit dem Aufstellen von Theorien
; Die Funktion von Sprache ist Kommunikation, aber das hier ist auch ein Schriftmedium. Nicht umsonst ist Schrift einheitlich kodiert, damit diese möglich und praktikabel wird und es nicht zu Missverständnissen kommt. Dass Sprache flexibel ist, ist kein Freibrief zu machen was man will und man sollte auch stärker zwischen dem mündlichen und schriftlichen Bereich trennen; klar, das Internet ist eine Mischung beider Formen, aber es sollte doch imho nicht zu weit ins mündliche abdriften (wir schreiben hier ja auch nicht im Dialekt).
Kommunikation besteht zudem sowohl aus Information, Mitteilung und Verstehen und wenn die Mitteilung nicht klar ist, kann auch kein Verstehen stattfinden. Es sollte also auch in deinem Sinne sein, dich möglichst adäquat zu formulieren, sonst findet nämlich letztlich keine Kommunikation statt. Auch ich halte mich nicht immer an alle Regeln der Rechtschreibung, aber ich beherrsche sie einigermaßen; aus vielen Freds die lax formuliert sind spricht aber das Gegenteil. Das ist auch weiterer qualitativer Unterschied.
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Mir ist in diesem Forum noch kein Beitrag über den Weg gelaufen, den ich hätte 2mal, oder langsamer lesen müssen, also kann es doch nicht soo schlimm sein, dass man sich da drüber aufregen müsste. (finde ich.)
Andererseits haben die Kritiker natürlich recht damit, wenn sie sagen, die "junge Generation" schreibt in einer Form in der wir nicht bereit sind (man beachtet "nicht bereit", anstatt nicht in der Lage dazu") das Geschriebene zu entziffern, denn meist ist es ja doch so, dass die Jüngeren von den Älteren lernen möchten.
Also es gab hier schon einige Beiträge, bei denen man Schwierigkeiten hatte. Vielleicht fällt dir das schon garnicht mehr auf?
Und "nicht bereit" sein, ist schon treffend formuliert; ein gewisser Respekt gegenüber der Sprache drückt auch einen gewissen Respekt gegenüber dem Gesprächspartner aus. Das hat also auch nichts mit jung oder alt zu tun.
Das Internet ist desweiteren eine Form der Öffentlichkeit, auch das sollte man bedenken. D.h. es geht nicht nur um den Lesenden, sondern um den Schreibenden - der sich nämlich gegebenenfalls zum Deppen macht. Ich frage mich immer, ob Leute mit einer eher "lockeren" Sprache im DF sich auch im Reallife so verhalten.
Grüße, Philip
PS: Klasse Post Ballroom
!!!