Beiträge von Schmatzi80

    Ich habe bei meiner Hochzeitsband ein Bosphorus latin crash in 16" gespielt. Von Anschlag mit Hand bis durchcrashen geht alles. Ich sehe die Beckenwelt leider durch die Bosphorus-Brille, es ist auch eher als Gedanke zu verstehen. Nen paar Groove Hats und ein leichtes Turk Ride, damit konnte ich alles bedienen von Oldie bis Disco zu Rock....

    Hi, ich würde das Basix in 22, 10, 14 spielen. Die Tama Snare behalten und einen Allround Beckensatz kaufen. Leise bzw. in der passenden Lautstärke spielen ist das, worauf es ankommt. Ich habe noch leichtere Sticks verwendet, Vater sweet Ride glaube ich, und wenn es lauter werden sollte die Sticks gewechselt und die Dynamik angepasst. Vorteil in meinen Augen ist, dass man selber verantwortlich für die Lautstärke ist und diese variieren kann. Bei einer 18" BD ist irgendwann Sense mit Lautstärke. Eine 22er hat da noch viel Reserve. Bei Fellen hat man ebenso den gerade genannten Vorteil. Bei leisem Spiel kommt auch schon ein Ton raus. Bei sehr gedämpften Fellen meistens nur ein plöck. Immer wieder ist bei nicht abgenommenen Sets genau das win Problem. Zu leise Toms.

    Ich habe mir vorhin das Video mit Herrn Rossberg angeschaut. Es führt einem sehr gut vor Augen wie komplex das Thema stimmen ist und der damit verbundene Klangcharakter einer Trommel. Für mich funktioniert der Vorgang des Stimmens ähnlich wie bei Ihm. Schade, dass er die Ergebnisse nicht so richtig präsentiert sondern viel rumschraubt. Wie er die bd so honbekommen hat würde mich swhr interessieren.

    Hi Oliver, ich hatte auch viel probiert und bin beim Aquarian full force 1 gelandet. Vielleicht noch eine Alternative. Bei BD Fellen habe ich, wie auch bei allen anderen Fellen, festgestellt, dass Lautstärke und Volumen durch ein möglichst ungedämpftes Fell entstehen. Führt im Extrem zu einem Ambassador in meinen Augen. Zur Dämpfung das Simon Phillips Gedenk-Handtuch rein oder auch nicht

    Ein paar Anmerkungen meinerseits:
    ich habe die schwarz lackierte Version nicht gespielt, kenne jedoch die Vorgänger bzw. artverwandten Versionen. Wie ich oben ausgeführt habe ist die alte 10 Lug Version der mit 8 Schrauben verarbeitungs- und soundtechnisch überlegen gewesen. Neben der Anzahl der Böckchen hat auch der Sound nicht mehr das versprochen, was der Name suggeriert hat (Sensitone). Ich hatte beide parallel und bei gleicher Befellung klang die 8lug Version "billiger". Daneben habe ich eine Standard Yamaha-Stahl und eine Supralite besessen, die allesamt besser klangen. Die Stahlsnares mit Alu zu vergleichen ist auch ein wenig frech. Meine Acrolite klingt nicht nur minimal anders als jede Stahlsnare, die ich besitze oder besessen habe. Mich würde es wundern, wenn eine lackierte Standard-Stahlsnare auch nur ansatzweise da hinkommen würde.
    Ob nun Snares mit 8 oder 10 Lugs oder anderen komischen Anzahlen wie 11 oder sonstwas besser oder schlechter klingen ist sehr individuell und wollte ich auch gar nicht zur Diskussion stellen. Was mich stört ist, dass Einsteiger-Snares mit Attributen versehen werden, denen sie nicht gerecht werden können. Vielleicht hat Kollege Soulfinger ein Sontags-Sondermodell einer Einsteiger-Standard-Sensitone erwischt. Aber ich wage zu bezweifeln, dass die Snare auch nur ansatzweise mit nur ein wenig teureren Snares in Punkto Ansprache und Sound mithalten kann.
    Auch das mit der sensiblen Ansprache ist ein kleines Märchen in meinen Augen/Ohren. Es ist leicht jeder Snare bei leisem Spiel ein sensibles Verhalten des Teppichs zu entlocken. Interessant wird es für mich dann erst, wenn die Snare sowohl sensibel als auch laut und präzise kann ohne viel Tuning/Dämpfung, etc. Das ist für mich das Unterscheidungsmerkmal zwischen guten und nicht so guten Snares. Kurzum, die guten klingen in allen Situationen, die "normalen" können nur etwas Bestimmtes.
    Zum Schluss von mir noch ein Plädoyer an den Player: es ist eigentlich untergeordnet worauf man spielt, ich finde es inspirierender (einfach) etwas zu spielen und Spaß zu haben. (Ich habe mich auch zu lange mit dem Worauf aufgehalten anstatt an das Was zu denken....)

    Hi,
    die von Soulfinger empfohlene Sensitone ist in meinen Augen keine Empfehlung wert. Sie ist, wie viele andere auch, eine Einsteiger-Stahl-Snare. Nicht mehr und nicht weniger. Es gab vor Jahren diese Snare mit deutlich besseren Features und war in einem gehobeneren Niveau angesiedelt. Der Sound war auch besser und vielleicht auch das Material und die Gratungen anders, zudem hatte Sie 10 Lugs.
    Wenn es eine gute, bauchige Snare sein soll, dann kann ich nur die von Drumstudio1 angebotene DDRUM-Trommel empfehlen. Für den Preis hat man den Sound einer Edeltrommel mit viel Hubraum und einer sehr guten Ansprache. Zudem die Frage, warum 14"? Es gibt 13" Trommeln, die tief und voll klingen. Zudem kann ich empfehlen ein Evans G12 auszuprobieren, auch in klar. Das nimmt der Snare einige Höhen ohne pappig zu klingen. Ich habe eine Mapex Phantom in 12x5, die klingt mit dem G12 tiefer als eine 14" in mittlerer Stimmung.
    Gruß,
    s.
    P.S.: bei Interesse, ich verkaufe gerade eine Mapex bp 13x5,5" Maple Cherry Snare ;)

    Ich bin auch schon ein wenig in der Welt der unterschiedlichen Fellvarianten herumgewandert. Ich tendiere mittlerweile zu dünnen Resofellen auf Toms kleiner/gleich 12 Zoll. Gerne auch coated. In mitteltiefer Stimmung sind Sie offen, kurz und sensibler als Ambassadors. Das Coating gibt da nochmal mehr Ton als ein clear-Fell. Oben rum mag ich nach viel Rumprobieren die Amba X starken Felle. Für mich das beste aus beiden Welten. Ein wenig gedämpfter als ein Amba aber nicht so "tot" wie ein Emperor. Gerade bei leisem Spiel macht mir das unheimlich Spaß. Aus optischen Gründen spiele ich clear Felle auf meinem Acryl Set, Classic clear über Diplomat, bei den tieferen Super 2 über Amba. Meine Erfahrung mit Aquarian ist, dass die Felle viel mehr Ton als alle anderen Hersteller haben. Das macht die Kombi trotz clear für mich sehr interessant. Auch sehr gut finde ich das Evans UV1. Nicht nur auf der Snare klingt es sehr ähnlich wie das AmbaX nur ein wenig moderner noch.
    Allgemein ist es bei neuen Fellen so wie bei neuen Seiten auf der Gitarre. Es klingt alles ein bisschen offener, moderner und voller. Je älter, desto mumpfiger wird es...
    Ich habe zudem mit BD-Fellen ein bisschen experimentiert und bin beim fast billigsten Fell gelandet. Aquarian Force Ten in clear, dass mein PS3 und ein EMAD, dass ich bevorzugt genommen habe verdrängt hat. Es ist in meinen Ohren modern, voluminös und mehr bassbetont als die anderen.
    Auch ich kann nur immer sagen, dass das Stimmen mehr ausmacht, als die Fellwahl. Ich helfe bei mir zudem mit Lug locks nach damit die Stimmung auch so bleibt, wie sie ist...

    Ich habe stegner Acrylkessel. Habe mir die Löcher bohren lassen. Selber bohren würde ich in mehreren Stufen machen. Spricht auch nichts dagegen es selber zu machen.

    Ich stell mal provokativ die Frage in die Runde: Was ist denn eigentlich guter Snare Sound?


    Ich empfinde das als ziemlich schwer zu beantworten. Wie muss denn eine Snare überhaupt klingen? Was ist denn eine gute Snare? Wenn ich bei Bonedo schaue gibt es fast gar keine schlechte Snare... Tests online sind auch durchweg positiv. Ich kenne Exemplare, die trotz perfekter Gratung, guter Felle und einem guten teppich nicht gut klingen obwohl sie nach Snare klingen... komisch eigentlich ?!?


    Warum gibt es Snares die einen ein grinsen auf´s Gesicht zaubern und umgekehrt Snares die trotz perfekter Randbedingungen einfach keinen Spaß machen?


    Ist es der Teppich, die Felle, Das Kesselmaterial... oder vielleicht auch der Raum? Den Bediener nicht zu vergessen ;).


    Ich kann da leider irgendwie keine spezifische Antwort drauf geben... Manche Dinge funktionieren einfach. Beispiel: Eine Black Magic war bei mir, die klang gut, aber sehr eindimensional, irgendwie nicht richtig.. eine alte Pearl sensitone brass dagegen voll, rund und wirklich weich, sowas kannte ich vorher gar nicht.... es macht einfach Spaß Sie zu spielen. So könnte ich ca. 5 weitere Beispiele zu meinen Snares nennen. Führt mich direkt dazu, dass es bei mir so ist. Mein Nachbar, selbst Trommler, kann aber mit den Trommeln nix anfangen... ergo: alles sehr individuell.


    Thema Felle:
    Puh, wird nicht einfacher, je länger man damit rumexperimentiert... funktionieren tut viel, ich habe ein G12 auf einer 12" Mapex phantom, diese Snare klingt damit wirklich fantastisch. Andere Snares klingen mit anderen Fellen besser, alle Hersteller haben da was gutes im Angebot. Persönlich mag ich keine 2lagigen Felle oder Ringe an der Seite. Gehen aber auch... Wenn ich darauf spiele wirkt es für mich leiser und kompakter... macht einfach weniger Spaß...
    Das Reso macht oft den Unterschied. Wer fein spielen will braucht ein dünnes Reso... Ich habe mal ein Emperor Reso versucht, das wirkt sehr indirekt, wirklich sehr indirekt. AC/DC geht damit aber allemal ;).


    Thema Teppich:
    Fein auflösend fand ich Puresound concert und canopus vintage dry. Sehr gut ist der justierbare Fat Cat. Sonor fand ich mau... Der Blaster war für mich irgendwie nicht richtig... raschelte zu steril :)) . Und wieder, rein subjektiv...


    Abschließend und kurz zusammengefasst: Alles kann, nix muss - wer nix kann, rüstet auf - erlaubt ist das was Spaß macht - und wirklich wichtig ist: spielen statt schreiben.
    An den Threadstarter: Ich würde keine Millenium snare holen, es gibt für ähnliches Geld wirklich richtig gute Snares (und keine hochgesponsorten ;) )... Unverständlich in dem Zusammenhang, dass der Gerald seine DDRUM seit Jahren nicht los wird. Das ist eine Snare, die es mit so ziemlich allem auf dem Markt aufnehmen kann und diese wahrscheinlich sogar aussticht... Kann alles, klingt immer gut! (Sorry für die Schleicchwerbung, abre musst mal sein ;) )

    Ich werfe mal das Superlux S502 in den Raum. Ich habe damit super Ergebnisse erzielt, egal wie groß oder klein die Location war. Gespart habe ich mir dadurch oft das Snare mic, da diese, wenn das Mic mittig ausgerichtet ist, sehr gut abgebildet wird. Gerade live von hinten über dem Kopf des Drummers aufehängt gibt es einen ausgewogenen Gesamtsound wieder. BD würde ich aber immer abnehmen, da es selten so ist, dass diese zu präsent rüber kommt.