Beiträge von Zunge

    Das Problem bei dicken Crashbecken ist leider, dass die wesentlich mehr Aktivierungsenergie benötigen und gleichzeitig dem Stick weniger ausweichen als dünnere. Dadurch "versinkt" mehr Energie im Material.


    Das ist also weniger Serienbedingt als mehr in der Natur von solchen Becken.


    Ich würde dazu raten unvoreingenommen ein paar Becken anderer Gewichtsklassen ausprobieren, die sind vielseitig anwendbar und haltbarer (wenn man sie nicht festklemmt)


    Unplugged kann man mit dicken crashes vergessen. Auf der anderen Seite funktionieren dünne Becken fabelhaft auch für härtere Musik.


    Versteht mich nicht falsch, Heavy Crashes haben auch ihren Reiz. Aber als einziger Beckensatz unbrauchbar und eben anfällig.

    Ich sehe hier 2 naheliegende Lösungen die beide verschiedene Schwierigkeiten haben:


    1.


    R_RLR_R_RLR_RLR_


    Das wären durchgehende achtel auf dem rechten Bein, was schon nicht ohne ist bei dem Tempo.


    2.


    L_RLR_L_RLR_LRL_


    Hier besteht die Schwierigkeit, mit dem linken Fuß auf Zählzeiten zu spielen, die für diesen ungewöhnlich sind (zumindest auf der BD).



    1. Ist Anstrengender, 2. Von der Koordination komplizierter. Ich würde einen Kompromiss aus beiden spielen:


    L_RLR_L_RLR_RLR_

    Mein erstes Ride war ein 22er Murat Diril mit 3,5 Kilo, aus der ersten Sammelbestellung damals. Ich habe mir da ehrlich gesagt nicht viele Gedanken gemacht, ich wollte eigentlich nur ein großes Ride.


    Ein wirkliches Gefühl für Becken habe ich nicht unmittelbar entwickelt, sondern durch jahrelanges verfolgen des Memphis drumshop (Mycymbal) Youtube- Kanals.


    Was mir da auffiel: Große, dünne Rides können einen wahnsinnig tollen Crash- Sound haben. Aber nur wenige davon behalten ihre Definition als Ride.


    Eines dieser Rides, welches sich mit der Zeit herauskristallisierte, das beides vereint: Einen weichen, großen Crash- und einen definierten Ridesound, hat mich zwar (Für ein Becken) ein Vermögen gekostet,
    macht mir aber die letzten 2 Jahre von Jazz über Funk bis Metal einen tollen Dienst: Ein 22er Artisan Light. Genau der richtige, dezente Anteil an ping, der nie aufdringlich wird, und immer begleitet von einem rauchigen Klangteppich - herrlich.

    Dupliziere die Overhead Spuren im Mix und schneide alles außer die Tomschläge weg. Dann formst du das alles noch ein bisschen mit dem EQ und dämpfst ggf. Beckenbleed etwas ab.


    Auf die Idee hätte ich auch kommen können..


    Aber ich habe mich inzwischen mit meinem Tomsound ohne Direktmikrofonierung angefreundet.


    Mit ungedämpften Ambas kommt da schon ordentlich was an.


    Man muss allerdings dazu sagen, dass ich wirklich verdammt lange mit der Mikrofonpositionierung experimentiert habe.

    Mich würde mal eine Aufnahme deiner Füße bei der Arbeit interessieren..


    Aber wie immer die auch aussieht - das entschuldigt nicht das Versagen der Maschine, vor allem nicht bei dem Preis.


    Ich habe die letzten 10 Jahre ein halbes Dutzend BD-Felle zerschossen und 2 Kardanwellen durchgespielt, aber sonst hatte ich nie was an meinen Fußmaschinen. (DW 5002, Yamaha DFP-9500D)


    Ich weiß, dass Jojo wegen des Spielgefühls auf die Einsäulenkonstruktion bestand, aber ich denke, dass dadurch wesentlich mehr Verschleiß entsteht.


    Mit dem Hintergedanken müssten diese Bauteile eigentlich aus Titan oder zimindest Stahl sein, auf den Bildern sieht das nach Alu aus.

    Ich spiele auch in einer Blaskapelle mit einem kompletten Schlagzeug.


    Das dortige Set ist ein 4- Teiliges Sonor 2000, dicke B8 Meinl Raker Becken und eine 14x7 Free floating copper.


    Als ich meinen Dünnen B20 Beckensatz mitgebracht habe, war ich glaube ich der Einzige, der den Unterschied gemerkt hat.


    Lediglich das bis dahin unbekannte Chinabecken ist dem einen oder anderen aufgefallen :)

    Bist du sicher, dass beim Kick only nicht doch die anderen Mikrofone an waren?


    Das wundert mich gerade wirklich, dass das so einen großen Unterschied macht. Das Mic ist ja in der Kick (fast) Isoliert. Ob da wirklich nochmal soviel Resonanz vom Raum durch das BD Loch kommt?


    Falls das wirklich nur übers BD Mic kam, war das ein sehr Aufschlussreiches Video!


    Kleiner Tipp: Details in die Beschreibung oder nach dem Wesentlichen. Youtuber sind ein ungeduldiges Volk..

    Musikinstrumente unterwerfen sich keinen Genren.


    Ich spiele mit superdünnen Jazzbecken Schwermetall, ein anderer spielt mit dem 5 Kilo Paiste rude mega power ride flockig- zarten smooth Jazz.


    Es kommt nicht aufs Instrument an, sondern wie man es bedient.


    Wenn man nichts anderes zur Hand hat, tut es im Zweifel auch eine 28" Snare drum.


    Erlaubt ist, was gefällt, und das muss jeder Musiker mit sich selbst ausmachen.

    Frag doch mal beim lokalen Metallveredler, was es kosten würde, vorhandene Hardware beschichten zu lassen.


    Messing würde evtl. auch als Beschichtungsmaterial in Frage kommen, wenn Gold zu teuer ist.


    Neil Pearts Goldset hat schon was, muss ich zugeben..

    Das ist ganz normal und gehört zum Sound dazu. Vor allem der Bassdrum verleiht der Snareteppich noch eine Ecke Komplexität, die ich nicht missen möchte.


    Voraussetzung ist natürlich, dass die Snare an sich gut klingt - scheint in deinem Fall (sofern man das auf den Aufnahmen burteilen kann) so zu sein.


    Es ist aber euch ein "acquired taste".. mich hat es ebenfalls mal eine Zeit gejuckt.


    Darüber hinaus: Das Rauscheln überdeckt die meisten Nebengeräusche, welche viele nicht- high end Trommeln früher oder später produzieren, wie ein weißes Rauschen.

    Am einfachsten (Und vor allem kostenlos) wäre es mit Audacity.


    Damit öffnest du die Musikdatei, zu der du spielen willst, generierst dir am besten noch einen Clicktrack dazu (bpm des jeweiligen Songs kannst du hierrausfinden), und nimmst als dritte Spur dein Schlagzeug auf (Line-In).


    Am Ende kannst du das dann nach gusto von den Lautstärken anpassen :)


    ps: Benutzte am besten die Standard-Schrift, musste ganz schön die Augen zusammenkneifen um den Beitrag lesen zu können ;)

    Luddie und Xian zB. haben damals recht ausführlich geschrieben, warum sie sich aus dem Forum zurückziehen.


    Mit den Beiden ist hier einiges an Inhalt gegangen.

    Das Video demonstriert sagenhaft, was passiert, wenn man zu lange kein akustisches Schlagzeug bedient hat. Sehr starres und undynamisches Spiel - da braucht man nichtmal den Ton, das sieht man schon.


    Vom Sound her lässt sich bei den Toms ein wenig erahnen, dass das Samples von SP sind - sonst nicht.


    Ich glaube, wenn sich Herr Phillips selbst da dran setzt, bereut er das ganze. Würde mich sehr wundern, wenn er sich dabei filmen lassen würde.


    ..und wir sind wieder beim E-Drum-Bashing. Aber die wollen's anscheinend nicht anders, sonst würde nicht ein Video nach dem anderen zu dem Thema rausgehauen werden, das sich offensichtlich Niemand mit einem etwas kritischen Blick/Ohr angeschaut/angehört hat.


    Edit: Wenn MS ein Abkommen mit SP hat und die seine Samples nach Gusto nutzen können, ist das natürlich was ganz anderes. Die Präsentation verkauft das allerdings, als wäre es ein "SP Signature E-Drum".

    150 bpm mit den Füßen sind ein abenteuerliches Tempo für jemand, der erst seit 10 Wochen dabei ist.


    Mit diesem Tempo habe ich selbst nach über 10 Jahren Schwierigkeiten, da es genau in dem Bereich ist, wo man langsam von Bein- zu Fußbewegung übergeht.
    Fang erst mal bei 100 an, spiele die mit dem ganzen Bein und steigere dich langsam. Wenn du das sauber spielen kannst, steuere erst ab 150 nach und nach die Füße hinzu.
    Reine Ankle Motion fängt erst bei 200 bpm an.


    Ich will dir nicht die Motivation nehmen, aber wenn du diese Technik meistern willst, musst da mehrere Jahre intensiv dran arbeiten.

    Gerald: Ein Problem ist wohl leider auch, dass ein Großteil meiner Generation gar nicht die Aufmerksamkeitsspanne besitzt, um Beiträge in einer Ausführlichkeit, wie du sie bietest, zu lesen.
    Die scrollen durch Reddit und co und wollen am liebsten 7 Sekunden gifs von russischen Dashcams oder Tierwelpen sehen.
    Diese Art von Präferenz hinzu "instant gratification" ist ein riesiges Problem, und führt auch in der Musikindustrie dazu, dass ein Einheitsbrei aus überproduzierter Musik entsteht, die nach immer der selben Formel spielt..
    Das Gefühl, wenn sich eine Sinfonie über 30 Minuten langsam aufbaut und dann ihren Höhepunkt erreicht, ein Jammer, dass es viele mangels Gedult nie erleben werden.


    arti: Ich war öfter in der Situation, in der ich einen längeren Beitrag geschrieben habe, ihn aber dann doch nicht abgeschickt habe, weil ich schon habe kommen sehen, dass er zerrissen wird..