Also ich kenn die Szene der Berufsmusiker recht gut. Mein Bruder ist Diplom Jazzgitarrist und ich hab es selbst mit dem Studium probiert und bin an der Aufnahmeprüfung (Gehörbildung) gescheitert. Nach einem Jahr an der Jazz-und Rockschule hab ich mich dann dazu entschieden etwas anderes in meinem Leben als Beruf zu verfolgen und muss sagen, dass war finanziell gesehen nicht die schlechteste Idee. Die Nachfrage an Musiker und Musiklehrern ist aus meiner Sicht immer dürftiger. Selbst für die "guten studierten" bleibt meist nur eine prekäre Beschäftigung, selbst an den Hochschulen!!! Es heißt auch nicht, dass das Studium ein Eintrittsschein fürs Spielen ist. Obwohl ich das Jazzstudium für eine super Sache halte. Das hab ich daran gemerkt, dass ich zum Teil mehr Jazz spiele als die damaligen Kollegen meines Bruder von der MuHo. Fazit ist, Du musst wissen was Du willst. Wenn Du Glück hast, dann kann es was mit dem Lebensunterhalt werden, wenn nicht, dann musst Du halt noch was anderes Arbeiten. Wenn Du keine Qualifikation für irgendwas hast wird es halt sowas wie Kellnern etc.
Kannst ja mal schauen, wie grundsätzlich die Einkommenssituation von Jazzmusikern in DE ist:
http://jazzstudie2016.de/jazzstudie2016_small.pdf
Das ist mein Schwank aus der Jugend und ich hoffe Du findest Deinen Weg, egal wie. Du bist noch Jung und hast noch alle Optionen offen. Ein Plan B zu haben lohnt sich allerdings schon.
Und zum Thema wer mit Musik am meisten Geld verdient usw. Ich kenne einen Bassisten der in so einer Oktoberfest-Band spielt. Der Finanziert sich allein damit seinen neuen Audi und gues what, kein Musikstudium absolviert. Da können andere fertig studierte nur so kucken. Leider, mir wäre es auch anders lieber :(!