Beiträge von Zombieeater

    Hey Leute, war ein paar Tage unterwegs, daher komm ich erst jetzt dazu zu antworten und muss auch noch intensiver die bisherigen Sachen lesen.


    Hier sind viele Fragen aufgekommen, die ich mal versuche zu beantworten:


    1) Recording im Proberaum (alter Bunker), ist aber ein sehr hoher Raum mit ca. 3,8m hohen Decken. Ansonsten 4,5x6m. Die Decke ist mit ca 12cm dicken Paketen Mineralwolle abgedeckt um Reststörgeräusche der anderen Räume zu minimieren (wohlgemerkt Bunker, sind eh nicht viele). An den Raumwänden sind 2 hohe Absorber aufgehängt (14cm tief, Basotec, haben wir hin und hergeschoben bis es bei den Roommics (subjektiv) am besten war) und etwas Noppenschaum an Tür und einer Wand. Rest Beton und Proberaumkram. Boden Laminat, Drumset auf dünnem Teppich. Klingt ok der Raum, das Set eigentlich auch ganz gut dafür dass wir eben in kein Studio müssen und aufnehmen können wann wir wollen. OH Mikros sind Oktava MK12. Das HH extra Micro ein altes Sennheiser Kleinkondensator, kenn das nicht genauer, ist auch egal für das Problem hier.


    2) Overheads sind fast an maximaler Höhe der Ständer (2,6m ca. insgesamt, Snare gecentered, ist ein normales 22er BD Set und ich bin 1,85m groß. Ausrichtung leicht neben die Becken auf etwa der Linie zwischen den vorderen Crash Becken ( A/B ), definitiv nicht auf die Hihat. Klingt gut und ausgewogen im Mix, ggf. könnte das China etwas lauter, das ist neben der 2. Floortom, aber das ist hier nicht das Problem.


    3) Ich hab auch früher schon aufgenommen und spiel eigentlich fast immer, auch beim Proben und alleine mit Klick, ist also eigentlich kein Problem. Allerdings spiel ich doch eben noch etwas sauberer wenn ich etwas lauter spiele, dann bin ich auch mehr ich selbst. Das wiederrum verträgt die Masterwork Custom Hihat eben im "open" Modus nicht so richtig und das ist das Problem. Die Sabian HH ist da eben viel besser aber sehr hell vom Ton. Ich hätte eben gerne eine Mischung irgendwie :)


    4) Ich hab ein Set im privaten Keller, da spiel ich aber mit Hotrods und Soundoff Matten wegen Nachbarn. Das andere Set steht im Proberaum eben.


    5) hab nur ein beschissenes Edrumset, das wird keine Hilfe sein und liegt eh in Stücken im Keller.


    Letztendlich brauche ich auch keine weiteren Antworten, da ich genügend Tips erstmal hab:


    Spielweise: hab gestern das mal übertrieben geübt mit ganz leiser Hihat und Snare und Bass voll drupp, war irgendwie lustig, hab mal neben meiner Downstroke Upstroke auch mal an der Technik aus dem Video von Todd Sucherman geübt, was ja mehr so ein vor zurück ist, auch nicht schlecht, muss ich mal intensivieren, könnte noch etwas runder sein, klingt aber ganz gut mit der Sabian HH, die Masterwork ist aber im Proberaum und da bin ich erst Sonntag wieder.


    Schrägstellung/Einstellung der Hihat muss ich im Proberaum testen, klingt aber nach einer guten Idee. Ich werde auch mal mit Filzen und Zeug experimentieren.


    Ich werd die empfohlenen Hihats mal checken sofern die Drumläden in Köln die haben.


    Zu guter letzt aber bitte noch eine Bitte: Keine TIPs mehr wie:


    Zitat

    üben üben üben


    Cheers


    Timm

    Das sieht ja furchtbar aus Michael!!!


    Stichwort Mikrofonierung: Wir haben die Overheads nicht direkt über der Hihat sondern (recht hoch) über den Crashs und auch etwas weiter aussen... Aber auch hier können wir sicher noch etwas rumspielen.

    @Moe: Zum Thema Energieerhaltung: Die Erwärmung des Beckens können wir sicher ignorieren, nicht so sehr aber glaub ich die Verformung von dünneren Becken, die schluckt Energie die nicht direkt in Ton umgewandelt wird und dann eben das nachschwingen und nachklingen erzeugt. Mit den initialen Chuck bei geschlossener Hihat hab ich ja kein Problem, nur mit Chuck, Nachschwingen und gegenseitigen Anregen der 2 Becken bei offener Hihat. Da denke ich schon dass die Trägheit bei mehr Masse mir helfen würde. Muss ich aber nochmal genauer durchdenken.


    Die Hörkurve ist mir zwar vage bekannt gewesen aber hier auch eine gute Erinnerung.


    Tapen von Becken mache ich eigentlich gar nicht gerne, ist das nicht beckenschädlich?


    Zum Thema Dynamik am Set: Ich hatte schon einen Lehrer, der hat mich auch von ganz leise bis ganz laut an allen Dingen arbeiten lassen und bei Charly Wilcoxon und David Garibaldis Büchern sehr auf Akzente geachtet und ich denke ich bin nicht so scheiße. Relativ werd ich aber noch mal an der Hihat arbeiten (hab gestern auch schon mal drangesessen), Schaden wird es sicher auch nicht.


    Und Jürgen: Danke für die Tips!!!

    Es wäre also durchaus einmal ein paar Versuche wert, um die HH herum, also aus allen möglichen Raumrichtungen, sowohl mit dem Mikro, als auch mit einem Schalldruckmesser (C, slow) aufzunehmen. Die Mikro-Aufzeichnung schickt man hinterher durch eine DAW, der auch FFT anbietet, also die Frequnzdarstellung eines zeitlichen Vorgangs. Das Spektrum sollte sich verändern, und die dB-Werte auch. Das sollte sowohl Zombimaster's Klage bestätigen, als auch neue Einsichten liefern: Es gibt ja möglicherweise Raumrichtungen, die mikrofoniert schöner aus musikalischer Sicht liegen.


    Auch könnten diese Messungen helfen, einen sinnvolle Tiefpass (alles über ca. 1 Khz dämpfen) oder einen sinnvollen Bandpass (ca. 2 kHz - 6 kHz gezielt schwächen) in den HH-Kanal zu legen. Filtern kann man auch durch mechanische Maßnahmen, etwa durch "Tapen" der HH an geeigneter Stelle mit geeigneten, etwa massereichen, Materialien, die nur bei offener HH wirken. Kann und sollte man natürlich auch mit dem Ohr bewerten oder stumpf messungslos ausprobieren. Die Messungen haben allerdings einen gewissen kommunikativen Vorteil für unser kollektives Lernen, so man sie denn sinnvoll miteinander teilt

    FFT: Ich muss mal checken ob Cubase oder Reaper das können, hab ich noch nie ver-/gesucht...


    Schalldruckmesser scheinen teuer ;)



    Den Hihat Kanal können wir natürlich beliebig bearbeiten, das Problem ist aber auf den Overheads (und das sind auch unsere besten Mics), weil die Hihat (nicht kontinuierlich, eben nur wenn ich die einen Hauch zu offen spiele) da die Snare und andere Becken ziemlich dominiert. Da kann ich zwar mit EQs etc rumspielen, wir haben aber einen engagierten und talentierten Mischer der das Ausbaden muss, ich will ihm die Arbeit allerdings nicht zu schwer/unmöglich machen.

    Das Video - ob nun Link oder nicht - ist auf jeden Fall interessant, den "mich selbst mixen am Set" Gedanken finde ich auf jeden Fall verfolgenswert...

    Ja ich hau etwas rein, aber das ist auch ok bei der Hihat allgemein. Und die ist auch wenn ich leise spiele super, sehr vielseitig. Toll.


    Erst beim Aufnehmen jetzt ist mir eben dieser "individuelle" "Schwachpunkt" aufgefallen. Nur "zu weit" offen ist die auf einmal exorbitant laut, das kenn ich von meiner alten Zildjian K nicht und auch die Sabian hat das nicht. Die Zildjian ist mir aber geklaut worden und die Sabian wohlgemerkt ist vom Sound nicht so rockig.


    Ich check auf jeden Fall mal die Einstellungen der Hihat Maschine und ggf. Alternativen und arbeite noch was am Feingefühlzwischenlinkemfußundarmbeimkloppen.


    Aber: Rein physikalisch braucht ein schweres System schon mehr Energie zur Schwingungsanregung oder?

    Und ja ich spiel mit InEars die den Klick und etwas Song übertragen. Aber ich hab kein allgemeines Dynamik Problem - im Rahmen meiner Möglichkeiten - sondern ein Beckencharakteristikproblem.

    Wir haben (auch) ein gerichtetes HiHat Mikro, aber das ist nicht das Problem. Ich brauche (oder will hier) auch keine Recording Tips oder ähnliches, auch wenn sie gut gemeint sind. Ich habe nach Hihat Empfehlungen gefragt.


    Trotzdem Danke für's Lesen und antworten, aber

    Zitat

    Es kommt nicht auf die Größe an! ... Lern deine Dynamik/Balance in den Griff zu bekommen

    war echt n bißchen ... naja.

    Der Kritische: echt jetzt?


    Ich hab das nicht in "Drumming & Technique" gepostet sondern wollte halt mal fragen, ob jemand eine recordingtauglichere Hihat empfehlen kann, ggf. eben in 15".


    Klar kann ich versuchen diesen "Punkt" des explodierenden Sounds der Hihat spieltechnisch zu vermeiden, aber eine Hihat die andere Charakteristik hat wäre mir halt für die Zwecke lieber. Schließlich führen ja auch eine Menge andere Sachen auch zu schlechten Takes, dann muss es ja auch nicht ein Element mehr sein. Mit der anderen Hihat hab ich das Problem auch nicht, die ist aber eben auch sehr fragil und eben hell.

    alex: Hihat ist in den Overheads zu laut hauptsächlich, Bleed auf die Snare haben wir einigermaßen im Griff mit der Ausrichtung der Snare Mics. Es ist schon ein Hihat spezifisches Problem. Die klingt toll, hat eine feine Ansprache und auch fetten Sound BIS ich sie einen Hauch zu weit auf mache und plötzlich ist sie dermaßen laut, dass sie alles platt walst und in keinen Verhältnis zu den anderen Becken steht. Damit verliere ich dann schnelle ganze Takes und das ist etwas nervig.


    Fit: Merci, werde ich mal testen.

    Hey Leute,


    ich hab mal eine vielschichtige Frage:


    Ausgangssituation: Recording, Hihat. Meine geliebte Masterwork Custom Hihat ist zu laut. Gerade wenn ich aufnehme und besonders aufs Timing achten muss, spiele ich sauberer wenn ich rein haue, bin sowieso eher ein Heavy Hitter. Das geht mit der Hihat auch gut, aber sobald ich die einen Hauch zu offen habe, macht sie alles platt. Wir sind dann irgendwann auf meine "leise zu hause" Hihat Sabian HH Sizzle Hats" umgestiegen, da hab ich aber Angst die so irgendwann kaputt zu machen. Außerdem ist die vom Klang auch sehr hell und daher für meine Band (Rock/Metal Grenzbereich) nicht so dolle. Ich hätte da gerne was Tieferes mit etwas mehr Bauch und Wums, aber eben nicht so krass laut.


    Jetzt die Frage: Macht es Sinn auf eine schwerere trägere (wegen Masse) 15er Hihat umzusteigen?


    Habt ihr spezielle Empfehlungen an guten Stücken für''s recorden aber auch einigermaßen haltbar? Ich zerkloppe normalerweise keine Becken, aber hau halt schon rein, mein Masterwork Custom Satz hält aber schon ewig (7 Jahre?)...


    Sprudelt doch mal ein paar Ideen aus!!


    Merci!


    Timm

    Mit Gußspannreifen und Rims (plust haltern) würde ich das schon für einen guten Preis halten, alleine die Spannreifen kosten neu vermutlich schon um die 400 Euro, aber es ist wirklich sehr komisch geschrieben, jeder Interessent sollte da vorweg klären was wirklich beim Angebot mit dabei ist.



    Ich würde das definitiv vor Ort anschauen. Aber wenn das ordentlich gemacht wurde, uns so sieht es aus ist ein Keller Set mit 4 Toms und guten Spannreifen (die Gratungen sind ja bei Keller Shell Providern die ich so kenne inkl.) sehr geil. Und mit keinen Fellen ist die Fellwahl ja auch frei ;)

    Ich kann Dir nur den Tunebot empfehlen, den mit der beiliegenden Dokumentation fleißig benutzen und dann macht Stimmen etwas mehr Spaß, weil schneller und gerade für den Anfänger sauberer. Die Dokumentation erklärt auch viel über das Verhältnis Reso/Schlagfell und welche Möglichkeiten da sinnvoll sind und auf der Website kann man von diversen Drummern auch die Stimmungen "kopieren". Alles sollte natürlich kritisch betrachtet werden und dein eigener Geschmack im Vordergrund stehen, mir hat der aber bei der Ohrbildung und Reproduktion von "Stimmungen" meiner Sets (hier lachen bitte) sehr geholfen.

    Bin mir nicht sicher ob ich das Problem vollende verstehe aber ich würde folgendes Vorschlagen:


    Drumset generell leise machen: Meshhead auf die BD. SoundOff Matten auf die Toms und Snare (gibt's auch für die BD; ist aber teuer und von mir ungetestet). Dann kannst du noch mit Hotrods spielen. Keine Resos hilft sicher auch noch, ebenso kannst du noch Meshheads unter die SoundOffs spannen.


    Trittschall: Das ganze Set (wahrscheinlich mit Teppich) auf 2 möglichst dicke (wichtiger: schwere) OSB Platten stellen und diese liegen auf ca. 10cm (oder ideal 14cm) dicken Matratzen/Schaumstoff. Damit solltest Du das meiste an Trittschall eigentlich eingefangen haben.