Ist natürlich alles Geschmackssache, aber Subkick ist schon so eine Art Studiostandard. Gerade in Verbindung mit einem md421 das basstechnisch eher dünn klingt, ergänzt sich das prima. Auch das Gehäuse und vor allem der Abstand zum Fell beeinflussen den Sound stark. Der Produzent Eric Valentine (Good Charlotte, Taking Back Sunday, Queens of the Stoneage, Third Eye Blind, Smash Mouth, The All-American Rejects,...) benutzt bzw benutzte oft für seinen Rock Bassdrum Sound zwei NS10 Speaker, einen im Gehäuse, einen ohne Gehäuse, weil ihm das das perfekte Lowend gab, ohne EQen zu müssen.
Von Ash Soan (der wohl erfolgreichste Studiodrummer aus UK) gibt's zwei Videos wie er seine Bassdrums mit Subkick abnimmt, einmal sogar ungedämpft und ohne zusätzliches Mic, da allerdings mit ordentlich Zerre und wahrscheinlich gegated. Aber auch ein interessanter Sound.
https://www.youtube.com/watch?v=-5LYkJ14svU
https://www.youtube.com/watch?v=WOlw-hXCCTQ
Hier hört man auch ganz gut was die Subkick machen soll. https://www.youtube.com/watch?v=dbLUPzgoCzk
Ich mag auch ganz gerne eine drei Mikro Kombi aus Md421(Attack), Subkick (Lowend) und grade ein C414 (Mittendruck). So kann man ohne Eq ganz simpel seinen Bassdrum Sound formen. Gerade mit etwas mehr Abstand als man denkt matscht die Subkick auch nicht mehr so.
Generell klingen für mich Closemics sowieso nie natürlich oder nach einem "guten" Drumsound, sondern sind für mich eher da um den Overhead und Raummikros die gewünschte Portion Lowend und Attack zuzumischen. Und wenn man nur etwas mehr Lowend bei der Kick will, ist ein Subkick schon praktisch. Aber auch nicht zwingend nötig für nen guten Kick sound.