Beiträge von MoM Jovi

    Jo, das kann ich nur unterstreichen 18er macht in der Tat vergnügen. :thumbup:


    evtl. sollte man besser keine, oder zumindest tolerante Nachbarn haben, dünnere Kessel wären zumindest mit Nachbarn vielleicht nicht verkehrt und von Vorteil.


    Die Nachbarn sind mir da ziemlich egal :D Aber heißt großes Tom unbedingt gleich große Lautstärke? Das ist tatsächlich das, was ich implizit denke und mich irgendwie von großen Kesseln abhält. Ich dachte in meiner Frage nach der Erweiterung ja auch weniger an großen Krach, sondern Musikalität, selbst für Rockmusik :D Weil ich mich demnächst nicht in einem Stadion spielen sehe. Also was als Cover-Rock Drummer eher Sinn macht, wenn man von "klassischer" Aufstellung der Toms ausgeht, also klein nach groß und nicht gemischt oder womöglich noch ne Snare dazwischen oder ein Roto-Tom mit aufgetaptem gerissenen Splash und so ner komischen Erdnuss-Halskette obendrauf. :rolleyes:

    Hallo,
    erstmal ohne auf Details einzugehen: Was haltet ihr davon, ein Set mit 13er und 16er Tom irgendwann einmal zu erweitern und wie würdet ihr es tun?


    Angenommen, ich lege mir aus gegebenem Anlass (coronabedingt gigfreie Zeit -> viel Üben -> eigenes Equipment neu kennenlernen -> Zeug infrage stellen -> super Angebot gesehen...) ein Shellset mit 2 Toms (13/16) zu. Verbaue ich mir da von vornerein die Option, irgendwann sinnvoll auf 3 Toms zu erweitern, oder macht man das in dieser Kombi (13/16) dann eher nicht, oder sollte ich auf "Regeln" und Konventionen sch*****? :D
    Ich bin generell der "1Up2Down" Typ, würde also am ehesten noch ein weiteres Floor dazustellen. Ein 18er für 13/16/18 ist mir fast zu groß, und ein 14er für 13/14/16 tanzt ein bisschen aus der Reihe, oder? Gibt es prominente Beispiele für 13/14/16?
    Es gibt hier im Forum einen uralten Thread, wo über gleichmäßige Abstufungen diskutiert wird.
    Andererseits war früher 12/13/16 angesagt (möchte ich nicht, da 2 Hänger), ist da dann 13/14/16 so unmöglich?

    Ok danke, darum ging es mir auch...ob man sich in den Kleinanzeigen einfach zu vermeintlichen Schnäppchenpreisen einen Satz zusammenkaufen könnte, wo auf jedem Teil dann 602 draufsteht, und dasselbe erwarten könnte wie wenn man 1500 Euro auf den aktuellen Markt schmeißt und das Neueste kauft, wo 602 draufsteht. 8) Schon klar, dass das mit einiger Erfahrung und Geduld vielleicht auch geht, aber bezogen auf das Preisleistungsverhältnis wohl eher nicht.

    Uralter Thread, aber ich ich würde gern mal wissen, ob sich an der "Formula" in den Jahrzenten was geändert hat!?
    Kann ich bei Paistes Qualitätssicherung davon ausgehen, dass etwas aus den 70ern, wo Formula 602 draufsteht, auch noch weitgehend dem entspricht, was ich neuerdings unter Formula 602 als Neuware kaufen kann? Oder wurde da doch mal das ein oder andere optimiert? Zumindest die Finishes sehen heute meistens anders aus. Es gibt hier eine ähnliche Diskussion über Masters, Twenties und Twenty Masters. Das meine ich aber nicht, das sind ja tatsächlich neue Namen. Also konkret, ist eine Formula 602 Soundedge HiHat aus den 70ern dasselbe wie jene, die ich unter gleichem Namen bei Thomann bekomme? :)

    Allerdings würde ich einem Newbie zu einem Test vor Ort raten. Meist hat man ja noch nicht so genaue Vorstellungen, welchen Klang man sucht, und manchmal merkt man erst nach einer Weile, dass man mit einem Set nicht warm wird. So geschehen kürzlich bei einem Forenuser, der vor 2 Jahren ein sündteures Komplettset eines bekannten Herstellers gekauft hatte und erst jetzt so richtig dahinter kam, dass ihm diese Becken einfach nicht liegen.


    :) Ich werde ja schon in anderen Threads zitiert :)
    Aber die gute Nachricht: Ich habe mittlerweile alle Becken verkauft und letztendlich 20% des Kaufpreises als "Lehrgeld" eingebüßt. Gerechnet auf die gut 2 Jahre Nutzungsdauer geht das für mich in Ordnung. Bin schließlich einfach froh, die Teile "gehen gelassen" zu haben. :) Auch, weil ich jetzt guten Gewissens das im Affekt gekaufte (ja, manche Dinge lernt der Mensch dann doch nicht :rolleyes: ) Zultan 20th Anniversary Set behalten kann. Die Becken hatten mich gleich überzeugt, aber ich dachte ich bräuchte eigentlich keine neuen Becken, weil ich noch der Meinung war, die Sands sind meine Hauptbecken...
    Danke für eure Meinungen! Ich fände es trotzdem interessant, wenn der Thread ein bisschen am Leben gehalten würde und vielleicht der ein oder andere ernsthafte und überzeugte "Sandler" von seinen Erfahrungen erzählen würde (Einsatz, Spielweise, ...).

    Versteh mich nicht falsch, aber die teure und in Deinen Ohren gut klingende Hihat wird Dir das Erlernen des Schlagzeugspiels nicht leichter machen.


    Das kann ich so auch zu 100% bestätigen. Die HiHat steht hier zwar stellvertretend für jedes Teil des Drumsets, aber gerade bei der HiHat hat mich meine Erfahrung viele blutige Erkenntnisse gelehrt: wer (sie) nicht spielen kann, wird mit keiner glücklich werden. Ich spiele seit fast 20 Jahren Schlagzeug und die HiHat ist noch immer meine größte Baustelle. Wenn ich an eine neue HiHat ranlaufe, finde ich die meistens erstmal immer besser als die eigene. Ich hatte z. B. die Benny Greb HiHat, weil sie mir auf Aufnahmen so gefiel, und bin bei den ersten Gigs mit Band ziemlich auf die Schnauze geflogen, weil man sie schon sehr exakt spielen muss, um Klangkonstanz zu erhalten, da das Teil auf jedem Radius anders klingt.


    Mein ehrlicher Tipp: fang mit den Zultan Rock Beats an und lerne darauf. Du wirst selbst dort merken, wie nuancenreich das Spiel den Sound beeinflusst! Und schau mal in den Kleinanzeigen. Gerade die Rock Beat Serie wird dir dort hinterher geworfen.


    Und wie viele Vorredner schon schrieben: Nur weil dir eine Aufnahme gefällt, liegt das nicht (nur) am Gear! Du wirst eher ein blaues Wunder erleben, wenn du blauäugig herangehst und denkst, den Sound aus dem Thomann-Showroom 1:1 in deine eigene Aufnahme zu bekommen. Da spielen so viele Dinge mit und selbst wenn du 20000 Euro für ein Homestudio ausgeben würdest, wäre der erste Take vermutlich nicht das Gelbe vom Ei. :rolleyes:

    Ich weiß, der Thread ist uralt, aber ich finde das Thema gerade passend, weil ich mich zur Zeit viel mit Paiste beschäftige. Obwohl ich gerade überhaupt keine neuen Becken brauche, faszinieren mich die Signatures, Masters, 602 Modern Essentials und auch die 2002er (letztere habe ich öfter mal das Vergnügen zu spielen). Ich dachte immer, Signatures sind die absoluten Oberklasse High End Becken, die jeder Paiste Endorser spielt, aber das stimmt ja gar nicht 8o
    Aus den vielen Demo Videos sprechen mich die Masters Dark und Modern Essentials am meisten an, liegt wahrscheinlich nicht unwesentlich an der Spielweise der jeweiligen Künstler.


    Zurück zum Thread Thema, bei den Signatures habe ich denselben Eindruck wie die Vorredner:

    Man sollte sich aber im klaren sein, dass dies Becken sind, die alles andere als komplex klingen. Ich habe hier immer mal gelesen das diese Becken steril klingen.


    Der Klang der Signatures ist für meine Ohren absolut einzigartig, auch wenn die Leute von der dunklen Seite der Bleche das nicht immer so sehen - denen sind sie zu HIFI-mäßig.


    Es gibt ein Paiste-Video mit Ian Paice zu den Signature Precisions (ich weiß, nicht exakt die original Signatures), da wird schon deutlich, dass diese Becken astrein gepitched sind, fast wie Glocken. Und das macht mit Sicherheit Sinn für "Crash Stafetten", wie sie z. B. Tico Torres live gern und häufig spielt. Das geht mit dunklen washigen Modellen nicht so gut.


    Gibt es auch, ich sage mal "tiefgründigere" Drummer, die Signature spielen?


    Ich persönlich finde Power Crashes unerträglich (laut), ein Medium ist nach meinem Geschmack das dickste Becken, was als Crash noch durchgehen kann.
    ...
    Auf kleinen Bühnen und Hallen, wo sich ca. 98% aller Amateur Trommeler hier im Forum bei Gigs tummeln, sind sehr laute und schneidende Crashbecken einfach unharmonisch, da im Gesamtkontext viel zu dominierend.


    Zu dem Thema Power Crashs...meint ihr, es hat auch Gründe, dass gerade Heavy Hitter wie Tico Torres oder Nicko McBrain auf Paiste und die Klangkonstanz schwören, weil sie auch mal ein Power Crash kaputt schlagen und am nächsten Abend gleich ein neues brauchen, dass gleich klingt?

    Das weinrote Basix Custom für 300,- finde ich vom Preisleistungsverhältniss am besten.
    Wenn das wirklich eine 22er Bassdrum ist, hätte ich unter umständen evtl. Bedenken , wenn du evtl. nicht gerade Groß bist mit den tiefen Toms drauf. Wegen Aufbauhöhe Ergonomie.
    Vom sound würden die natürlich gut zu Reggea passen, für die schönen Langen Duuu.....m`s.
    10er Teilung bei der Snare ist für hohe stimmung auch nicht verkehrt.


    Aufgepasst bei "Basix Custom"! Da gibt es mindestens 2 Serien, zu erkennen am Logo und den Böckchen. Ich selbst habe immer noch eins in weinrot aus der "alten" Serie um 2003 herum im Proberaum und mit guten Fellen drauf ist das ein Traumset, welches ich eigentlich nur aus schwachsinnigen Modegründen nicht mehr live spiele... :rolleyes:
    Leider waren kleine Kesseldurchmesser in dieser Zeit angesagt, sodass es die hier im Thread empfohlenen >20" Bass Drums nicht gab. Ansonsten aber ein Top-Set und meiner Meinung nach wurde bei den neuen Serien, die sich auch "Custom" schimpfen, mindestens am Design gespart.
    Bin gerade schockverliebt in dieses BASIX Custom Sunburst hier!!! Ist nur ein Kesselsatz, aber bei dem Preis hast du mit Sicherheit Luft in deinem Budget für mindestens Hardware aus der Milennium Pro-Serie und einem Zultan-Beckensatz (über "No Name" wurde ja oben schon sinniert). Bei Reggae braucht man glaube nicht mal ein Ride, oder? 8o


    Würde das Set gerade am Liebsten selbst kaufen und dem nächsten Musikverein spenden, der irgendeine Schießbude aus den 80ern im Proberaum stehen hat! Aber der Doktor hat gesagt, ich darf keine Schlagzeuge mehr kaufen. :D


    ...übrigens, die Farbe würde auch passen, denn:

    Für Reggae muss bunta!:D

    Meinst du nicht, dass es sinnvoll sein könnte, optional Einzelverkauf anzubieten? In der Preisklasse ist es eher unüblich, Komplettsets zu kaufen. Und der, der mir einfällt und nen ganzen Satz davon spielen würde, wohnt in Hamburg und bekommt sie umsonst.


    Ja...wenn ich nachher nicht auf den Crashes sitzen bleibe...aber hast Recht, ich schreibs mal rein.

    "Erstaunlich, dass Benny Greb aus so gruseligen Becken so einen geilen Sound holen kann".
    Während ich mich mit Hihat und Ride noch irgendwie anfreunden könnte, kann ich diesem furztrockenen und leicht trashigen Crashsounds ohne Attack einfach überhaupt nichts abgewinnen. Wie du schreibst, für normale Crash-Sounds nicht zu gebrauchen.


    Vielleicht ist auch das der Grund warum Benny Greb selbst sein 18er Crash stackt, er hat ein Filter China darunter. :D


    Danke :D Ich dachte, es könnte doch mehr mit meiner Unfähigkeit zu tun haben, ein Crash "richtig" zu spielen. Das Medium Crash kann ich mittlerweile ganz gut beherrschen, aber das Thin ist tatsächlich von einer anderen Welt. Bei Thomann gibt es Kommentare wie "bestes Crash der Welt" oder "wunderbar dezent und leise", die ich nicht nachvollziehen kann. VIelleicht habe ich ja auch ein Montagsmodell erwischt. :rolleyes: Dass Benny Greb das Teil stackt, spricht vielleicht Bände...habe das sogar mal versucht mit verschiedenen Splashes drunter, weil ich genau dieses China nicht habe. Das klingt dann aber noch weniger nach Crash und keinesfalls nach etwas, wofür ich eigentlich 300+ Euro bezahlen wollte. :S


    Aber gerade diese trockenen Becken, die alle Solo-Schlagzeuger heutzutage so gerne benutzen, sind schon ziemlich speziell und bei Durchschnittsmucke zumindest ungewohnt.


    Trocken an sich finde ich nicht schlecht. Mit Sicherheit ist das beim "Solo-Drumming" mit vielen kleinen Noten auch nicht von Nachteil. Aber wie man das Thin Crash als DAS Crash überhaupt verkaufen kann, wird mir immer fraglicher... es ist wahrscheinlich der erste Ton, den man beim klassischen Beckentest wahrnimmt (8el-Beat mit Crash auf die 1), und der ist dann schon sehr ungewöhnlich. Habe mir da echt 2 Jahre was vorgemacht, naja...


    Meine Einschätzung zu den Crashes ist ehrlich gesagt die, wenn dich die Sounds nicht inspirieren, kannst du spielen, welchen Stil auch immer du willst, es wird sich sch**** anhören. Ich hätte sie mir im Set gar nicht gekauft, würde daher ohne Zucken zum Verkauf raten.


    ...habe deshalb gestern Abend Taten walten lassen und den ganzen Satz fotografiert. 8) Zu finden ab sofort hier im Forum. Also nur zu, wer möchte! ;) :P :rolleyes:

    Hallo zusammen,


    ich habe mir vor etwas mehr als 2 Jahren das Benny Greb Set zugelegt (Meinl Byzance 14" Sand HIHat, 18" Sand Thin Crash, 20" Sand Ride) und gleich noch um das 18" Sand Medium Crash erweitert. Bis dahin war ich exzessiver Paiste Alpha Spieler. Ich musste mich also erst einmal an B20 Becken gewöhnen und habe einiges an meiner Spieltechnik geändert, meiner Meinung nach zum Positiven. Habe mir wesentlich "weicheres" Crashen angewöhnt, die Hats nicht mehr so zusammengehämmert usw.
    Bei den Crashes habe ich ganz schnell gemerkt, dass sie mit der "Alpha-Methode" unerträglich laut für Spieler und Zuhörer werden, Bandkollegen waren teilweise erzürnt. Ungewohnt war der starke Wash. Aber nun gut, Wash wollte ich eigentlich auch haben, weil mir das in den Demos ganz gut gefallen hat.


    Ich werde aber mit dem 18er Thin Crash einfach nicht warm. Es klingt total geil im lauten Bandkontext und In-Ears, wenn die unangenehmen Frequenzen weggefiltert sind. Dazu muss man ihm aber meines Erachtens schon ganz schön eine mitgeben! Der andere Einsatzzweck, für den ich es gebrauchen kann, sind Spezialeffekte in leisen Passagen oder Ride-Ersatz. Für alles dazwischen hat mir das Ding zu wenig bis gar kein Attack, wenn man es klassisch an der Kante crasht. Man muss es schon relativ gekonnt mit dem Stockschaft auf dem Rücken erwischen, um einen "normalen" Crashsound zu bekommen. Natürlich alles eine Frage der Technik, aber ich habe das Gefühl, dass das Ding als "Hauptcrash" im klassischen Sinne nicht wirklich taugt, wenn man nicht genau die experimentelle und sehr rhythmische Musik macht wie Benny Greb. Andererseits kann ich das aus den zahlreichen Produktmeinungen bei Thomann und Co. auch wieder nicht rauslesen.


    Klar sollte man nicht an einem Becken festhalten, nur weil es in einem Set mit anderen verkauft wurde, wenn es einem nicht gefällt. Aber ich wollte mir da einfach mal ein bisschen Zeit geben und ausprobieren.


    Mich würden hier mal eure Erfahrungen und Meinungen mit/zu dem Teil interessieren!

    Sorry, ich finde du vermischst hier Äpfel mit Birnen. Als Drummer einen Song songdienlich zu begleiten und den Sound des Songs zu prägen, hat nichts mit Songwriting zu tun. [...] Allerdings hat der TS ja von "sich einbringen" gesprochen, und da zählt so etwas natürlich auch mit rein. Aber Komposition und Arrangement erfordern schon begrifflich m.E. zwingend, dass man mehrere Instrumente zusammenfügt.


    Ja da hast du schon recht. Wobei ich finde, dass gerade "Arrangement" hier zum schwimmenden Begriff wird. Ich bleibe bei meinem Randy Houser Songbeispiel: ist es nur songdienlich, die 3 Achtel Auftakt Gitarrenriff mit Floortom, Snare und HiHat zu unterstreichen, oder hat es schon mit Arrangieren zu tun, weil ich die "abstrakten" Akkorde um eine Stimme (wenn auch nur "Geräusche") erweitere - vor allem wenn ich das nicht einfach so tue, sondern in gewisser Rücksicht auf die anderen Instrumente, die auch noch zum Akkord beitragen. Hat natürlich immer was mit den musikalischen und musiktheoretischen Skills zu tun, inwieweit man von bewusstem Tun sprechen kann. Und wer sagt denn, was da zuerst da war - das Gitarrenriff oder vielleicht der Drum-Fill, sodass dieser die Grundidee war? ...es wird jetzt philosophisch. :rolleyes:
    Fakt ist, man kann ohne Noten- und Harmoniekenntnisse komponieren, ein gewisses unterbewusstest Verständnis ist aber natürlich unabdingbar. Und das KANN man durch aktives Musikhören erlangen ;)

    Stellvertretend für alles bereits gesagte folgendes Zitat:

    Ansonsten kannst du dich natürlich sehr gut beim Arrangement einbringen. Wie soll es klingen, wie kann man einzelne Teile instrumentieren, welche Übergänge passen wo musikalisch... Nur Akkorde und Melodie machen ja noch kein Lied. Und dafür muss man kein anderes Instrument spielen können. Da hilft vermutlich vor Allem aufmerksames Musikhören und Kreativität. Und auch aktive Beschäftigung mit dem Lied. Also nicht nur zur Probe erscheinen und schauen, was beim Jammen ganz spontan rauskommt, sondern eben auch mal zuhause hinsetzen und an Ideen feilen. Im Idealfall kannst du bei der nächsten Probe deine Vorschläge den Bandkollegen begreiflich machen und ihr spielt mehrere von dir vorgegebene Versionen durch.


    Ich habe in meiner Jugend trotz aller Kritik und Belächeln von Freunden und Lehrern, die sich für "richtige Musiker" hielten, Bon Jovi rauf und runtergehört und mir dabei Tico Torres' Spiel dermaßen reingehämmert, dass ich eine Zeit lang für so gut wie keine andere Musik mehr offen war. Ich kannte Bon Jovis Gesamtwerk in und auswendig und habe mir dabei im Laufe der Zeit ein wenig Gitarre und Klavier angeeignet, schließlich auch ein Gefühl fürs Songwriting. Wie das alles anfing und mit der Zeit immer besser wurde, kann ich schon gar nicht mehr sagen, aber das von Korki angesprochene "aufmerksame Musikhören" war und ist ein wesentlicher Bestandteil davon.


    Durch meine aktuelle Band habe ich begonnen mich intensiv mit dem amerikanischen "Modern Country" zu beschäftigen und bin von den Drummern dort begeistert! Auch wenn da viele Ramsch-Produktionen dabei sind, bringen diese Musiker soviel an Erfahrung und Kreativität mit, dass am Ende jeder 08/15 Song doch irgendetwas individuelles hat. Als Beispiel hier mal How Country Feels von Randy Houser! Achte mal darauf, wie sich dieser "Hook-Fill" am Anfang durch den gesamten Song zieht. Alle folgenden Fills sind in irgendeiner Weise daran angelegt, das gibt dem Song einen roten Faden.


    Aber man kann auch bei den Pionieren bleiben. Ringo hat offensichtlich jeden einzelnen Beatles Song durch einen eigenen Beat geprägt, was mir auch nicht so bewusst war, bis ich dieses Video von Sina Drums über Ringo gesehen hatte.


    Ein Drummer kann also gar nicht unwesentlich zum Songwriting beitragen, auch wenn er nicht mal was von Akkorden versteht. Ich kenne viele Beispiele von selbstkomponierten Songs, wo der Gitarrist 4 Takte Arpeggio-Akkorde zupft, dann beginnt einer zu singen, evtl. tritt die HiHat schon mit auf 2 und 4 und später steigt der Beat ein. Muss gar nicht schlecht sein. Aber manchmal ist es einfach erfrischend, wenn ein Song anfängt wie bei Randy Houser: Bam-Bam-Bam! ;)

    Hm...mir wird nicht ganz klar, was die "PA" alles wiedergeben soll.


    Als PA-Ersatz für die gesamte Band mit "einem großen Lautsprecher" in der Mitte wohl eher nicht geeignet, da:
    - mit großer Wahrscheinlichkeit Gesangsmikros ziemlich direkt davor stehen, und auch andere Schallaufnehmer in Reichweite sind. Feedback-Gefahr.
    - es fraglich ist, wie sich das auf den Bühnensound auswirkt.
    - die Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten an die Räumlichkeit doch irgendwo begrenzt sein werden. Daher stelle ich das Kosten-Nutzen-Verhältnis mal infrage.


    ABER wenn wir von einer Art "Hybrid" Bassdrum sprechen, dann sehe ich das anders:
    - Die "Bassdrum" kann bei heutiger Technik klein gehalten werden. 18" werden wohl reichen, um ein Lautsprechersystem unterzubringen, das alle Situationen abdeckt, in denen eine analoge Trommel noch nicht abgenommen werden würde. Ich sage bewusst Lautsprecher-SYSTEM, denn ein Woofer allein wird nicht reichen. Selbst eine Bassdrum hat Höhenanteile.
    - Die oben geäußerten Bedenken, da würde sich was umstülpen oder losrütteln, sehe ich überhaupt nicht, wenn es ordentlich konstruiert ist. Der Kick wird ja getriggert und dafür reicht ein recht kleinflächiges Triggerpad, das optimal aufgehängt werden kann.
    - Somit hat die "Trommel" keine Felle, die verschleißen können.
    - Stimmen und dämpfen entfällt, da alles elektronisch einstellbar. Eine 18er Bassdrum kann somit klingen wie eine 24er, wenn es die Wünsche oder Umstände erfordern.


    Du hast also eine Bassdrum für alle Situationen, die schön kompakt ist und im Endeffekt nicht viel mehr kosten muss als eine akustische Oberklasse-Trommel. Wenn man das marketingtechnisch richtig anpreist, sehe ich bestimmt Abnehmer.
    Im Prinzip ist es nichts anderes als das was die großen E-Drum-Hersteller bauen, plus ne schicke Holzhülle und integrierter Box.

    Hi zusammen,


    hat sich schon jemand mit dem Jubiläums-Beckensatz zum 20jährigen Bestehen von Zultan beschäftigt? Da ich laut Zertifikat die Nummer 2 von insgesamt 75 limitierten Sets erwischt habe, glaube ich es mal weniger - wenn es der Reihe nach geht.


    Das Set besteht aus einer 15" HiHat, 17" und 19" Crashes und einem 22" Ride. Momentan für 655 Euro zu haben.


    Der erste Eindruck war: ganz schön mächtig in meinem kleinen teilweise gedämmten Übungsraum. So wirken aber erstmal alle B20er in dieser Größenordnung auf das nackte Gehör. Zudem hatte ich sie an mein kleines Club-Jam Kit geschraubt, wo die Tellergrößen nicht optimal mit den Kesselgrößen harmonieren könnten.


    Die Crashes haben einen geilen Intervall zueinander. Zultan hatte mir zuvor eine gewisse "Handverlesung" der Sets bestätigt. Sie sprechen schnell an beim wirbeln. So richtig brilliant werden sie erst bei einer Anschlagsstärke, die nicht für die ganz leise Musik gemacht ist. Aber sie nerven in keiner Weise im Gehörgang. Dunkle Becken eben.
    Ride und HiHat scheinen mit auf den ersten Eindruck nicht so durchsetzungsstark, weil eben dunkel und mehr Wash und weniger Ping/Chick. Aber ich habe mir auch über Jahre eine harte Spielweisev mit viel zu lauter und präsenter HiHat im Paiste-Style angewöhnt, die ich mir gerade versuche abzutrainieren. Werde die Teile jetzt mal ein paar Tage/Wochen testen und weiter berichten.


    Würde mich interessieren, ob jemand von euch schon ne Meinung dazu hat?



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    EDIT 28.07.2020
    Erfahrungsbericht #1
    Hatte seither die Möglichkeit, die Becken in 2 Umgebungen mit anderen Musikern zu testen:


    1. 10-köpfige Brassband in typischem Blaskapellen-Proberaum:
    Solo können sich alle 3 Becken + HiHat endlich mal entfalten und im Gegensatz zum kleinen heimischen Übungsraum sind auch lautere Crashes ohne Gehörschutz nicht mehr unangenehm. Der Klang ist natürlich dunkel und nach der Erkenntnis der Mitmusiker, dass ich "schon wieder diese Billigmarke kaufe", der zweite Kritikpunkt: "Schon wieder so dunkle Teile, das [19er Crash] ist ja ein halbes China-Becken. Ein Crash muss kurz 'psch' machen." Das "schon wieder" bezieht sich auf meine Sand Byzance, die Klangvorstellung eines "Crash" dagegen ist vom typischen Blasmusikerdasein geprägt, bei dem man meist 14-16" Messing-Crashes gewohnt ist, oder evtl. auch mal aus B8. Größere Becken werden da nur noch mit Mallets gespielt, oder eben ausschließlich mit Tip und dann zu Ride-Zwecken.
    Dann wird geprobt: Die Teile sind durchsetzungsstark ohne einen selbst oder den Bandleader zu nerven. Und ich muss mich nicht mal zurückhalten. Der dunkle Charakter ist schnell vergessen. Mega dynamisch sind sie und beide Crashes zusammen machen richtig schön auf bei Trash-Endings (wir sind trotz Brass-Besetzung auch von E-Bass und Gitarre gesegnet ;) ). Dann spielen wir Dani California (RHCP) mit Gitarren-Solo als Outro...richtig geil, wie sich das Ride crashen lässt!!!
    Es sind die ersten Becken, die ich leise genug spielen kann, mir nach oben aber nicht zu wenig Luft haben ohne richtig draufhauen zu müssen.


    2. Akkordeon-Orchester in coronabedingt sehr halligem Raum:
    Hatte ich nach der Brass-Probe die Befürchtung, die großen Durchmesser werden hier zu wuchtig, werde ich eines besseren belehrt. Einzig das Ride hat ungewohnt viel Wash in dieser Kombo, aber das lässt sich schnell korrigieren. Die HiHat lässt sich super weich spielen und liefert durch ihre 15" immer noch einen gewissen Rebound. Das dunkle Schlürfen passt sich super ein. Ich bin überrascht, wie "crashig" die Crashes bei kleinen Lautstärken immer noch sind. Kein Ermahnen des Dirigents.




    Ich bekomme jetzt schon das Gefühl, dass mir diese Teile besser gefallen als meine Meinl Byzance Sand Benny Greb. Die Zultan sind ähnlich dunkel (noch ein bisschen mehr) aber nicht ganz so zischig (bei den Crashes). Die HiHat nicht ganz so trocken, das Ride aber mit mehr Wash und besser crashbar. Trotzdem werde ich mich glaub von den Meinls nicht so richtig trennen können...kann Markenzwang sein, ich weiß es noch nicht.



    ...to be continued...Rockband-Probe, Draußen-Einsatz ohne Reflexionen.

    Da sind wir genau wieder dabei, dass man schon wissen muss, wie man stimmt: Natürlich geht es nicht einfach einmal rundherum mit jeder Schraube nur einmal anfassen. Aber mit fällt es relativ schwer vor allem bei tieferen Trommeln neben dem evtl. Gewaber definiert herauszuhören, ob die Schraube nun einen 8el Ton daneben ist oder nicht - beim Endergebnis höre ich dagegen sehr wohl, ob die Trommel fett klingt oder nicht.

    Ein Gewisser Sonderfall wäre die Snare, die ja auch z.B. ohne Teppich gespielt wird/werden kann, in eine Reihe Stimmtechnisch harmonisch mit den Toms einzubeziehen.


    Ich finde das gar keinen solchen Sonderfall, wenn ich mich an die Todd Sucherman DVD "Methods & Mechanics" erinnere. Da spielt er ein Solo mit abgespannter Snare und die klingt unglaublich in Kombination mit den Toms 8o Als er dann im nächsten Moment den Teppich wieder reinmacht, klingt das ebenfalls amtlich.
    Habe mir heute auch den Bot bestellt, nachdem ich am Wochende mit einer kostenlosen Tuning App geprüft habe, wo die Reise mit dem Teil hingehen könnte, und bereits begeistert war! Man muss natürlich schon wissen, wie man stimmt und was man möchte, aber dann jede Schraube auf den exakt gleichen Ton zu stimmen klappt mit dem Teil schon um einiges besser.

    Aber seit wann ist "direct-to-shell mount" wieder ein feature? Ist der ganze Freischwing-Fetischismus jetzt endlich Geschichte? :)


    Ohne genau im Bilde zu sein, kommt mir das schon seit einer Weile so vor...der ganze Vintage Hype fordert das ja irgendwie, genauso wie der Ride-Arm auf der Bass Drum, oder die Flat Hardware und das Einsparen von Galgen.
    Wenn ich mir ansehe, wie viel Umfang für ein freischwingendes System bei kleinen Toms erforderlich ist, frage ich mich eh, wie frei das Ganze dann noch schwingt. Wahrscheinlich auch ein ziemlich großes Marketing-Ding. :)


    Das S. L. P. Fat Spruce Kit von Tama im Türkis-Finish hat es mir angetan! Hat jemand Erfahrung mit Fichtenkesseln?
    Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, das dritte Tom zuhause zu lassen - mit so einem neuen Kit hätte ich sogar nen vernünftigen Grund dazu. 8o

    DAS würde mich auch interessieren - aber leider ist das Floor Tom nur 10". 8| Und das stell ich mir schon arg schlabberig zu spielen vor, wenn man es auch nur einigermaßen tief stimmen will. Aber ich lass mich gern überraschen.
    Preislich dürfte es, was man auf US-Seiten so sieht, knapp unterhalb des "großen" Club Jam liegen.


    Oha, krass stimmt, nur 10 Zoll!! So groß ist mein kleinstes Tom.
    Habe nun auch einen Preis gefunden: 379,- vgl. 399,- für das "große" Set.