Beiträge von MoM Jovi

    In meiner gesamten ersten Spielphase (als ich 7 bis 10 war) war mir die Qualität meines billigen Drumsets und dessen Stimmung ziemlich wurst.

    Man darf hier auch nicht vergessen, dass es das Internet und seine ganzen Vor- und Nachzüge in dieser Form nicht gab, als du 10 warst. ;) Und das Geld fehlte vermutlich auch. Ganz genau wie bei mir, was ich oben schrieb. Ich möchte hier nicht persönlich werden! Aber man muss heutzutage einfach in Betracht ziehen, dass man viel mehr äußeren Einflüssen ausgesetzt ist und im Vergleich zum Teenie-Alter auch den ein oder anderen Groschen übrig hat, mit dem man sich dann verspricht, sich die eigenen Defizite wegzukaufen. Das geht mir ja ganz genau so: Wenn ich einen Youtube Drummer entdecke, der mir taugt und der ständig auf das China dengelt, glaube ich, dass ich jetzt auch ein China brauche, obwohl ich den Teilen vor Jahren abgeschworen hatte und bis jetzt sehr gut ohne klar kam. Wenn ich glaube, dass meine HiHat bescheiden klingt, führe ich das keineswegs auf meine Spielweise zurück, sondern kauf mir die, die mir auf der Herstellerdemo gut gefällt. Zuhause bin ich voller Euphorie und denke, alles richtig gemacht, bis ich damit in einen anderen Proberaum komme... ;(

    Als ich 12 war, hatte ich mein schrottiges Dixon Kit, keine Ahnung vom Stimmen und als einzige Referenz meine Bon Jovi CDs, mangels eigener Stereo-Anlage für den Proberaum auf Kassette überspielt. Es gab kein Youtube. Die einzige FOMO bestand darin, einen Schlag von der Aufnahme zu verpassen. Dann wurde die Kassette zurück gespult. Meine Soundvorstellungen habe ich durch Stimmversuche, Gaffa-Kapitulation und teils krude Spiel-/Schlagtechnik erreicht. Das Wichtigste war dabei: Ich habe Zeit mit dem Instrument verbracht.

    Du kennst zwei Snaredrums in mutmaßlich verschiedenen Räumen gespielt.

    Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen!

    Ich habe vor einiger Zeit meine Basix Custom Snare 14x5 mit Werksfell in meinem Raum zuhause auf die exakt gleiche Stimmung gebracht wie meine 14x6,5 Sonor Vintage Snare mit Remo Ambassador USA-Qualität. Beide Snares haben Holzkessel. Die Basix ist 20 Jahre alt und liegt schätzungsweise um 100€ herum, die Sonor kostet neu um die 700€.

    Ich war mir sicher, dass die beiden Snares bei mir zuhause zu 95% gleich klingen und sich gleich spielen lassen. Die restlichen 5% sind wohl auf die Felle zurück zu führen und letztlich einfach doch der Preisunterschied.

    Dann habe ich die Basix Snare in den Band Proberaum mitgenommen und: Katastrophe! Total hart zu spielen und einfach nur laut.


    Fazit: Nimm doch deine Snare wenigstens mal zum Lehrer mit und schau wie sie dort klingt, du musst ja nicht mal Zeit zum Stimmen "verschwenden". ;) Oder spiele deine Snare wenigstens zuhause in verschiedenen Räumen. Du hast ja gesagt, dass du mindestens einen zweiten Raum für das Linkshänder-Set hättest. Interessant könnte auch das Schlafzimmer sein, wo viel Stoff ist und somit wenige Reflexionen. Zieh vielleicht die Vorhänge zu und öffne die Kleiderschränke. Und dann geh auch mal ins Bad damit. Du wirst erstaunt sein, wo die Snare vielleicht besser oder auch schlechter klingt!


    Wenn du unbedingt einen Snare-Kauftipp möchtest dann sag ich hol dir die Sonor Vintage Series Snare. Aber ohne Gewähr für Sound und Spielgefühl. ;)

    Meine aktuelle Snare ist zwar ein absoluter Traum (für mich), aber stimmen muss man sie auch.

    Und ehrlich gesagt habe ich noch keine Snare erlebt, die nicht geklungen oder gar "nicht funktioniert" hat, wenn die Spannschrauben nicht eingerostet waren. Es war immer nur eine Sache der Befellung, Stimmung, Dämpfung.

    Wenn du einen Lehrer hast, würde ich ihm die Snare mal mitbringen und mit ihm zusammen schauen, was sich machen lässt. Das sie sich anders anhört und spielt wie die im Unterricht, kann viele Ursachen haben. Es gibt wohl keine bessere Möglichkeit, Stimmen zu lernen und Erfahrung zu sammeln, als an so einem (vielleicht Drecks-) Teil. Und wenn du dann wirklich zu keinem Ergebnis kommst und das Geld für eine neue Snare ausgeben möchtest, würde ich an deiner Stelle die alte erstmal noch nicht wegschmeißen. Denn das Problem mit dem Stimmen wirst du auch dann haben. Und dann kannst du neu und alt nebeneinander stellen und schauen, wo die Unterschiede sind. Natürlich werden sie sich wohl im Grundklang etwas unterscheiden und die "teurere" von beiden hat womöglich bessere Mechaniken, die dir das Einstellen und Stimmen erleichtern, aber das Problem bleibt. Eine Snare ist kein Klavier, für das man einen Klavierstimmer kommen lässt und dann mehrere Jahre Ruhe hat. Da muss man durch als Anfänger.

    Meine erste Snare hatte noch nicht mal Vierkant-Stimmschrauben, sondern man musste mit einem großen Schlitz-Schraubendreher ran und hatte danach Blasen an den Händen, weil die Schrauben total eingerostet waren. Caramba war mein Freund. :) Da musste ich mit 12 Jahren wohl oder übel (vielleicht auch zum Glück) durch, weil das Taschengeld nicht für eine neue Snare gereicht hat. Der Teppich war mit Bindfaden an der Abhebung festgemacht und es hat beim Spannen nicht selten "zoiiiiing" gemacht. :evil: Vor Auftritten kam die Snare daher immer zu Opa, der das Teil dann mit neuen Schnürsenkeln bestückt hat, die nach einiger Zeit auch durchgescheuert waren. Irgendwann hatte ich wenigsten 60€ zusammen und es reichte für eine Pearl Forum 3000 auf Ebay. Aber das Stimm-Problem blieb.

    Habs mir da angehört und ich finde sie furchtbar. Vor allem wenn man die in den Warenkorb gibt kommt man auf stolze 300€.

    :D Genau so habe ich mir den Sound vorgestellt. Ich behaupte mal, dass man das als DIY-Lösung für maximal die Hälfte hinbekommt, wenn man Plexiglas bearbeiten kann. Alternativ geht das bestimmt auch mit einem Holz, das hart genug ist. Das Lockbecken sollte man für um die 100€ bekommen.

    Ohne es selbst gehört zu haben, denke ich es klingt, wie wenn man ein Löcherbecken auf eine Tischplatte legt... ich habe neulich mit mixed HiHats aus meinem Beckensammelsurium rumgespielt. Als ich ein PstX als Top verwendete habe, hatte ich den Eindruck, dass dieses maßgeblich den Sound bestimmt, egal was darunter ist. Heraus kommt ein relativ penetranter Clack!

    Idee a) finde ich nicht so bescheuert. Eine große offene HiHat kann bisweilen nach kleinem Crash klingen. Was erlaubt oder nötig ist, bleibt eine philosophische Frage. Glaubt man Jordans Auftritt auf der Paiste Seite und schaut sich andere Videos an, dann steht links immer eher ein Masters Crash als dass der Park nach rechts außen erweitert wird. Ich hätte geglaubt, dass so ein Drummer für so einen Job auf Nummer Sicher geht und sein "Basic" Setup aufbaut. Jedenfalls halte ich die Beckenthematik für den Drummer für wesentlich wichtiger als dass der Produzent möchte, dass Gretsch vorne drauf steht und das Loch mittig in der Bass-Trommel ist. Aber was kann man heutzutage noch glauben? :/ ^^ Auf den jüngsten Live-Videos mit den Stones verwendet er meistens das Becken, dass am weitesten links steht, wenn er ein Crash braucht und danach zurück zur HiHat kehrt - also das Ride.


    Ideen b) und c) halte ich für weniger realistisch. :D


    Das Thema lässt mir keine Ruhe. :saint:

    im Podcast ist es doch immer Themen bezogen. Da passt es glaube ich nicht rein.?!?

    Das würde ich so nicht sagen. Es geht ja z. B. auch mal um verschiedene Grips.

    Klar werden sie da keine komplette Abhandlung machen können. Vermutlich werden sie sich ähnlich schwertun wie wir. Aber wenn die Antwort auch nur ein einfaches Ja oder Nein wäre, ob es nun genrespezifische Fills gibt oder nicht, wäre das doch super. Und mindestens interessant!

    Dürfte auf jeden Fall eine Reminiszenz an Charlie sein:


    Zu sehen ist ja ein Gretsch Kit, also Charlies Marke...

    Gretsch okay, aber Reminiszenz hin oder her würde es mich wundern, wenn ein gestandener Drummer sich einfach nur deswegen an ein "fremdes Set" setzt. Es gibt ja gerade einen schönen Parallel-Thread dazu, und das ist bei den Großen ja auch nicht anders. :)

    Wie dem auch sei, finde ich es mindestens spannend! Da das alles noch sehr frisch ist, gibt es verständlicherweise auch wenig bis keinen "Geartalk" dazu. Wäre ich Journalist und hätte die Gelegenheit, würde ich Steve Jordan auf jeden Fall darauf ansprechen, wie weit die Reminiszenz geht und warum er dann links kein Ufip China in Crash-Position stehen hat.


    Man sieht in diesem Video recht deutlich, dass das Set vollständig aufgebaut ist. Und dass Herr Jordan seinen Vorgänger nicht vollständig imitiert auch. Oder hat Charlie Watts das Ride auch mal so gecrashed wie hier nach der 5 Minuten Marke?


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    Schaut man sich andere Videos von ihm an, dann kann man nicht gerade sagen, dass es typisch für ihn ist, links kein Crash zu haben. Es sei denn, er spielt halt minimal mit nur HiHat und einem Ride. Kann ja auch sein, dass er nun bei den Stones sehr viel ohnehin auf dem Ride spielt und deswegen nun auch die Crashes alle rechts aufstellt. Ich finde den Gedanken an sich auch sehr spannend, da meine eigene Körperhaltung beim Trommeln extrem linkslastig ist. Vielleicht wäre es eine gute Erziehungsmaßmahme, das linke Crash einfach mal wegzulassen. ;)


    Naja, vielleicht erfährt man ja irgendwann mal was darüber!

    Kann das Video leider nicht anschauen (habe keine Account dort) und nur das erste Bild sehen.

    Es ist auch nur das Bild. ;)

    Kann es sein, dass das Set noch nicht fertig aufgebaut ist?

    Aber wie ich schon schrieb:

    Ich hatte mich kürzlich schon mal gewundert, dass er offensichtlich nur HiHat und Ride aufgebaut hat.

    Das war ein Foto vom Auftritt, wo wiederum die rechte Seite aus Spielersicht nicht zu sehen war:

    Es gibt auch ein Video mit Publikum, da sieht das Set genau so "einseitig" bezimbelt aus.

    Mich würde halt interessieren, was ihn zu diesem Setup bewog, vor allem weil er sonst offensichtlich relativ normale Setups spielt.

    Ich habe eben auf der Facebook Seite der Stones ein Foto von der Bühne gesehen, wo auch Steve Jordans Setup zu sehen ist:


    Facebook


    Ich hatte mich kürzlich schon mal gewundert, dass er offensichtlich nur HiHat und Ride aufgebaut hat. Ich dachte, ok, reicht ja eigentlich auch.

    Nun sieht man aber das ganze Setup. Da sind rechts noch 2 Crashes und ein China. Sehr interessant, dass es überhaupt kein Crash o. ä. auf der linken Seite gibt. Ein schnelle Google-Suche ergab leider keinen Erfolg, Steve Jordan scheint sonst immer rechts symmetrische Setups zu spielen. Weiß da jemand mehr darüber, was er bei den Stones warum so benutzt? Würde mich brennend interessieren!

    Ich denke, die Frage lässt sich so einfach nicht beantworten. Das hat viel mit Hörerfahrung und Spielen zu tun. Mit Sicherheit lernt man die "typischen Fills", wenn man Musik/Schlagzeug studiert. Aber das ist dann auch eher nur eine "Analyse" verschiedener Drummer aus der Geschichte des Schlagzeugspiels. Die "Erfinder" der genrespezifischen FIlls haben ihre Fills ja nicht am Reißbrett nach bestimmten Genre-Regeln entworfen, sondern allenfalls aus den Basics der Marschmusik spielerisch entwickelt.

    Wenn ich als Drummer versch. Fills ohne Instrumente spiele würde könnte man es raushören um welche Musikrichtung es geht ?

    Denn an einer Gitarre erkennt man ja eher, ob ich Rock oder was anderes spiele.

    Die Frage ist: Woran erkennt man, dass es sich um eine Rock-Gitarre handelt? ;) Weil sie verzerrt ist? Weil sie recht gerade Rhytmen spielt? Weil sie keine kompplexen Harmonien spielt? Ich denke, die Übergänge sind fließend, aber vielleicht kann man die grundsätzlichen Genres schon unterscheiden, aber weniger an den Fills, sondern mehr an den Rhythmen oder eben am Gesamtwerk aus Rhytmus und Fills. In einem geraden Midtempo-Achtelbeat wird man (normalerweise) eher keine Triolen spielen, in einem geswingten Beat schon eher. Im Latin sind es vielleicht synkopische Patterns. Damit habe ich die "Basisgenres" schon mehr oder weniger genannt: Rock, Swing, Latin (Achtung, unvollständig!). Diese kann man noch ziemlich klar unterscheiden, wahrscheinlich gelingt der Unterschied zwischen Rock-Beat und Metal-Blast-Beat auch noch. Aber dazwischen wirds eng.

    Pop ist ja auch nur eine Abwandlung vom Rock, neuerdings kommen elektronische Elemente mit rein. Auf "Pop"-Aufnahmen hört man vergleichsweiße wenige Fills, und wenn dann sind sie meist so glattproduziert, dass man sie erst erkennt, wenn man den jeweiligen Drummer dau spielen sieht, oder auf ein Live "Pop"-Konzert geht: Ich war mal bei James Blunt live und habe das mindestens für Soft-Rock gehalten, weil man auf einmal offene HiHats gehört hat.

    Jetzt habe ich gar nicht über Fills geredet, aber wenn es bei ganzen Beats schon schwirig wird, wie soll es dann bei Fills gehen, die ja noch wesentlich kleinere Elemente darstellen? Sicher kann man etwas über Anschlag und Feel definieren, aber sollte ich jetzt aus dem Stehgreif einen Rock- und einen Pop-Fill spielen ohne Kontext, täte ich mir schwer.

    Ich verstehe natürlich, dass man sich am Anfang an etwas orientieren möchte. Deshalb gibt es in allen Lehrbüchern ja auch Beispiel-Rhythmen und -Fills. Richtig lernen kann man es aber nur, wenn man zuhört.

    In meiner Schlagzeugschule damals habe ich tatsächlich immer konkrete Fill-Vorschläge vermisst (Siegfried Hofmann/Voggenreiter). Da waren nur Rhythmen für verschiedene Stile abgedruckt und nur ganz hinten ein paar Tom-Variationen, die ich nicht einzusetzen wusste. In Schulen von anderen Schülern gab es meistens 4-Takt Übungen, die aus 3 Takten Rhythmus und 1 Takt Fill bestanden. Geschadet hat es mir aber nicht, denn so habe ich schon sehr früh viel rausgehört und manchmal sogar transkribiert.


    Lange Rede kurzer Sinn: Ich kann die Frage nicht beantworten. ^^ Aber man sieht, wie schwierig es ist und wie fließend die Übergänge sind.

    Sehr schönes Thema!

    Oha! schon 11 Monate. Dann wirds aber Zeit damit aus der kleinen noch was wird.
    [...]
    Zusätzlich würde ich noch Klavieruntericht emfehlen. Ein Harmonieinstrument ist eine gute Basis.

    :D Ich lache, aber da ist tatsächlich viel wahres dran. Ich habe schon oft überlegt, wie ich ein Kind möglichst früh und möglichst effektiv an die Musik ranführen würde. Ich habe leider kein Rezept und könnte auch nicht sagen, wann es früh genug dafür ist. Aber generell bin ich der Meinung, dass jeder Schlagzeuger auch ein Harmonieinstrument und Melodieinstrument ansatzweise kennenlernen sollte, und umgekehrt auch Melodieinstrumentalisten etwas Rhythmuserfahrung machen sollten. Da meine ich natürlich die Mädels genau so mit!

    Ich weiß nicht, ob ich meinem Kind jetzt all die Instrumente im "Kinderformat" zur Verfügung stellen würde. Ich würde eher versuchen, es gezielt davon zu begeistern und mal die ein oder andere halbe Stunde sinnvoll mit dem Kind am Instrument verbringen. Vielleicht auch einfach mal Klatschübungen machen und zeigen, dass auch der Papa sich mit solchen Dingen beschäftigt und nicht nur drauflosballert. Was bringt es, wenn das Kind auf sich allein gestellt in seinem Zimmer ziellos rumtrötet oder klöppelt - abgesehen davon was die Nachbarn und man selber davon hält...wenn man dann wirklich mal Potential und Selbsständigkeit erkennt, kann man ja nochmal drüber nachdenken. Es gibt wunderschöne schnuckelige "echte" Drumsets für Kinder!

    Wenn ich an meine Kindheit denke, wäre es wohl gut gewesen, hätten meine Eltern mir ein Instrument gekauft. Aber sie hatten halt auch keine Ahnung, dass in mir Potential schwebt.

    Mein Neffe ist jetzt 11 Wochen und ich denke auch darüber nach, wie ich ihn irgendwann ans Schlagzeug bringen könnte. :saint: Das soll nicht heißen, dass ich das morgen schon mache. :P Allerdings sehe ich beim 3jährigen Sohn eines Kumpels, dass er eine offensichtliche Abneigung gegenüber Schlaginstrumenten hat, während ihn das Keyboard seiner Mutter völlig begeistert: Er holt das Notenheft vom Regal, blättert es auf und stellt es vor sich auf das Keyboard, drückt irgendwelche Tasten und fängt an zu singen. Natürlich alles ohne System, aber es ist jedenfalls anders als wenn ich ihm mein Schlagzeug zeige.

    Und da frage ich mich dann schon: Ist es wirklich nur die Persönlichkeit, oder lässt sich die Begeisterung für etwas in gewissem Maße steuern? Wir wissen ja, dass Schlagzeug spielen oder generell Musik machen nicht gerade gesundheitsschädlich ist, insofern kann man ja ruhig auch versuchen, seinen Kindern das Ganze etwas nahezubringen. :saint:

    Mir fällt auf, dass es keinerlei Sounddemos zum Produkt gibt.

    Doch gibt es:


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    Ich kann mir aber rein optisch nicht vorstellen, das Ding professionell einzusetzen. Da müsste man mindestens noch einen Satz Meshheads drauf rechnen.

    Ob das bei Meinl jetzt wirklich ein Lack ist bin ich mir nicht sicher

    Ich habe auf Instagram bei @welovemeinl nachgefragt und da antwortete man mir, dass das schwarze bei den neuen Classic Custom Duals zwar "nur" Lack ist, aber das Becken in diesem Bereich auch dicker. Der vergleichsweise dünne Rand soll daher für schnellen Attack mit gleichzeitig mehr Bauch aus der dickeren Mitte erzeugen.

    Die Crashes hören sich auf den Demos zwar schnell ansprechend an, aber ich habe generell bei Beckendemos das Gefühl, dass in den Aufnahmen immer Bauch fehlt. Wenn die also hier von noch "mehr Bauch" sprechen, dann fände ich es schon mal interessant, wie sich das in live anhört.

    So, es ist Freitag Mittag und eigentlich war ich auf der Suche nach was ganz anderem: seit einiger Zeit begeistert mich die "Udu". Wie ich so auf der Suche war, sind mir ein paar Becken-B-Waren ins Auge gesprungen. Zuerst war da ein 18er Signature Mellow Crash, das meinen Big Beat Satz laut Paiste-Soundroom schön zu ergänzen scheint. Hat mich dann aber nicht ganz überzeugt, weil der Preis doch nahe am Original war.

    Nun sind aber 2 Chinas auf dem Weg zu mir: ein 16er Signature Thin China und ein 18er 602 ME China. Mein letztes richtiges China war ein 18er Alpha, das mir letztendlich zu grob war, sodass ich diesen fernöstllichen Klängen lange Zeit abgeschworen hatte. Seit einigen Monaten bildet ein 14er PST7 China immerhin den Untersatz für einen Stack. Nun las ich "Thin" in Verbindung mit Signature und einem attraktiven Preis und dachte mir, versuch es halt nochmal! Und dann ist das Modern Essentials noch in den Korb gerutscht. Das ist zwar nicht Thin, aber 2 Zoll größer. Mal sehen, welches sich mit der schwarzen 2002er Bronze besser arrangieren kann und bleiben wird...ich habe ja schon so eine heimliche Vermutung :saint:

    Die oder das "Udu" muss wohl erst noch mal warten.

    Ich habe die VH10, denke aber mal, dass das bei der VH11 nicht viel anders ist.

    Ich stelle die Adjustment Screw ein, während die Clutch Screw offen und das Pedal nicht getreten ist. Es geht ja darum. die Null-Position im "entspannten" Zustand zu ermitteln. Versuch es mal so!

    Ich habe jetzt nicht darüber nachgedacht, ob das Verfahren mit angezogener Clutch und getretenem Pedal letztendlich zur gleichen Relation führt, aber mit dem getretenen Fuß hast du zumindest eine Variable, die leicht variieren kann.

    Mei, das sind halt Billigbecken für junge Buben und Mädels, das sieht flippig aus lässt sich möglicherweise einigermaßen verkaufen. Wer erwartet da denn bitte einen eigenständigen Klangcharakter, das ist bei solch einer Serie doch vollkommen uninteressant. Es gab doch mal diese schwarzen Paiste Alphas im Joey Jordison Design. Völlig unspielbare Garagentore, aber egal, da kommt's halt auf die krasse Optik an - und auf eine bestimmte Zielgruppe. Klangaffine Musiker machen da freilich einen Bogen drumrum.

    Umso frecher ist es eigentlich, wenn diese klangaffinen Musiker so einen Hype daraus machen und Euphorie sprühen, wie ich es gestern bei Michael Schack gesehen habe. Der spielt normal auch Byzantiner. Wir wissen ja alle, wie das läuft, aber ich find's trotzdem krass.

    E-Schrott im Akustik-Look


    ⁣Millenium MPS-1000 E-Drum Set – Thomann Switzerland (thomannmusic.ch)

    Habe gestern Abend auch überlegt, ob ich das hier posten soll. Man müsste sich das Innenleben mal selber anschauen und sich damit beschäftigen. Dieser Simon sagt im Video ja selbst, dass er das Set 2 Wochen zuhause hatte. Aber was ich bei allem Respekt vor sämtlichen Hausmarken nicht verstehe: Warum muss es immer so hässlich sein? Wer stellt sich bitte eine Bassdrum mit diesem Frontfell auf die Bühne, wenn er Thomann tatsächlich vertraut, dass es sich um ein Profiset handelt? =O Man muss ja irgendwo sparen, um zu diesen Preisen zu kommen, aber doch nicht so!? Auch die Schlagfelle der Toms und Snare sind unter aller Sau. Das könnte vermutlich Aldi besser. Das Auge spielt mit, und das hier ist Design Note 6-.


    Edith fragt, ob sich Thomann bei der Konstruktion des Doppeltomhalters auf der Bassdrum mit Sonor unterhalten hat... :)

    am Ende haben alle doch wieder die Byzanz am Set hängen

    Das ist es, was ich auch immer denke und mich frage, wie sich das alles rechnet. Alleine bei den Byzance gibt es ja alles von staubtrocken bis tropfnass, da wird doch jeder Profi fündig, bevor er sich auf was mittelklassiges runterlässt. Bei Paiste gibt es dagegen nicht die eine Highend-Serie mit allen Facetten, sondern mehrere Serien. Aber von den Großen spielt dort keiner jenseits der 900er Serie, es sei denn, man heißt Mike Terrana und promotet die Color Sounds. Die Hersteller sagen ja im Grunde bei jeder (neuen) Serie, die wäre für alle Stile und Anwendungen zu gebrauchen. Ich würde mal gerne hören, für was eine bestimmte Serie nicht zu gebrauchen ist. :)

    dieses dual design machen jetzt immer mehr beckenhersteller

    Ehrlich gesagt kann ich auch nicht heraushören, was das "duale" Design im Sound bewirkt, und schon gar nicht im Kontext einer Band. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Becken den ein oder anderen ansprechen, der gerade auf der Suche nach neuen Becken ist und noch dazu das "Design" gut findet. Dann redet noch jemand von der einzigartigen "B12" Bronze und dem tollen Preisleistungsverhältnis - und evtl. kann man noch einen bekannten Schlagzeuger dazu bringen, 3 Minuten von den Teilen zu schwärmen und ein Video davon machen. Da würde man mich auch irgendwann kriegen, ist mir mit den Benny Greb Becken ja schon passiert. ^^ Deshalb sollte ich besser üben gehen als noch mehr Produktvideos anzuschauen. :saint: